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Alternativer Antrieb: Fünf Gründe, warum Wasserstoffautos kaum gefragt sind
Daimler

Die meisten Hersteller setzen auf Batterie-Elektroautos. Aber ist die Brennstoffzelle nicht der bessere Antrieb für die Zukunft? Dass die Technik bisher floppt, hat auch mit einem grundlegenden Nachteil zu tun.

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Kurt-C. Hose 27.06.2019, 12:19
180.

Zitat von ddcoe
Bei jedem technischen System steht die Betrachtung des Wirkungsgrades im Focus. Da der Wasserstoff mit hohem Energieaufwand gewonnen werden muss, ist der Gesamtwirkungsgrad einer Brennstoffzelle grottenschlecht.
Das stimmt so nicht, da im Moment ein riesen Problem der regenerativen Energien die Speicherung des Stroms ist. So lange Strom sogar gegen Geld vernichtet wird, anstatt ihn zu nutzen, ist mit Stromspitzen produzierter Wasserstoff allemal eine gute Idee.

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eisbaer68 27.06.2019, 12:21
181. Was ist das denn für ein schlechter Artikel.

Das sind doch keine Gründe! Wenig Nachfrage, wenig Angebot spiegelt sich immer im Preis wie auch im Käuferverhalten wieder. Es gibt eigentlich nur ein Argument was zählt und das ist die Frage wie der Wasserstoff erzeugt wird. Ansonsten hätte der Artikel auch mal die Vorteile erwähnen können. Der Bedarf an Lithium, weil keine Batteriespeicher verwendet werden (für den Antrieb), stellt sich sicher sehr überschaubar dar. Es finden sich bestimmt auch noch andere Argumente, weil aber politisch das E-Auto gerade in den Himmel gehoben wird zählen andere Lösungen einfach nicht.

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zeroo_ 27.06.2019, 12:23
182. LKWS auf Wasserstoff umstellen und CO2 einsparen

Ein enormes Potential CO2 einzusparen gibt es vorallem aber auch bei den Nutzfahrzeugen. Gerade LKWs können durch Austausch der Zugmaschinen einfach auf Wasserstoff umgerüstet werden. Um den Wechsel zu garantieren muss es entsprechende Vorgaben seitens der Politik geben, die bis 2028 einen CO2 freien LKW Verkehr einfordern müssen. Andernfalls dürften dann keine LKWs mehr die deutschen Mautstationen auf der Autobahn passieren. Hier liegen riesige Möglcihkeiten massiv CO2 einzusparen, was bisher in der offentlichen Debatte leider noch brachliegt.Es muss aber Druck auf die Politik aufgebaut werden, damit das einsparen von Co2 gelingen kann. Gerade bei den LKWs ist es gut möglich. Mit den Wasserstofftanks schaffen Fahrzeuge eine Reichweite von bis zu 1.900 Kilometern. Eine Betankung dauert etwa 15 Minuten und ist damit ähnlich schnell wie bei einem Lkw, der mit Diesel fährt. Die Unternehmen müssen in die Pflicht genommen werden, sonst ändert sich nichts. Das sieht man an der Debatte, weil immer nur über den normalen Verbraucher geredet wird.

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vormaerz 27.06.2019, 12:24
183. Die Autohersteller u.a.

müssen sichtlich zum Jagen getragen werden, können sich aber weltweite Strafzahlungen für ihre Rechtsverstöße leisten –sehr sympathisch. Aktuell wird der Flottenverbrauch durch ineffiziente E-SUVs künstlich heruntermanipuliert (irgendwer muss diesen Kniff bei der Regulierung wohl übersehen haben). Fazit: ohne strikte staatliche Vorgaben bewegt sich viel zuwenig bis gar nichts. Die GroKo muss endlich klare Vorgaben formulieren und massiv öffentliche Forschung selbst fördern, das jahrelange Hickhack aus Kleinprojekt unterdosiert fördern, ausbremsen und kosmetischem Klein-Klein reicht nicht. Die Resultate können hernach gerne weltweit lizenziert oder verschenkt werden, das ist alles zukunftsträchtiger, als die Kungelei mit den besitzstandswahrenden Schnarchnasen der Hauptverursacher von CO2, seien es die Autoindustrie, die chemische Industrie, die Energieversorger, die mindestens moralisch kriminellen Leugnungsfinanzierer aus der Ölindustrie oder die Landwirtschaft. Das mag teuer werden, sicherlich aber weniger teuer, als die Summe aus Schäden und Notfallmaßnahmen. Für die Rettung "systemrelevanter" Banken konnten in Windeseile Unsummen bewegt und garantiert werden, für die Rettung der basalen Lebensgrundlagen hört man immer nur, dass es irgendwie nicht geht. Mal langsam der Realität stellen und Arsch hoch, bitte, Naturgesetze sind nicht verhandelbar.

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Viking1957 27.06.2019, 12:28
184. Falsche Kostendarstellung

Die Darstellung zu Punkt 3 ist falsch. Aufgrund der stetig ansteigenden nicht bedarfsgerechten Erzeugung von Wind- und Solarstrom, steigt der Anteil ungenutzter Strommengen, die entweder abgeschaltet oder gegen hohe Vergütungen ins Ausland transportiert werden müssen, stetig an. Wenn die Wasserstofferzeugung ausschließlich auf Grundlage solcher Stromkapazitäten erfolgt, gibt es keine oder sogar negative Erzeugungskosten für den Wasserstoff. Daher ist die Effizienz bei der Erzeugung zunächst irrelevant, wobei sie sich im Laufe der Entwicklung noch verbessern wird. Das Hauptproblem ist, dass der Strombezug des „Wegwerfstrom“ für eine Wasserstoffproduktion, mit den gleichen Gebühren belegt wird wie normaler Strom. Hier muss dringend eine Änderung erfolgen.
Im Gegensatz dazu werden batteriebetriebene Fahrzeuge unabhängig von der Wind- und Solareinspeisung geladen, z.B. nachts mit Sicherheit ohne Solar, dafür aber häufig auch mit Kohlestrom. Trotzdem erhält dieser Fahrzeugtyp erhebliche Subventionen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, die zum großen Teil von den Netzkunden mitgetragen werden, sowie durch geminderte Gebühren bei der Netznutzung. Würden die E-Autos die realen Kapital- und Stromkosten für eine Ladung bezahlen, wäre der Betrieb deutlich teurer als beim Wasserstofffahrzeug.
Man könnte den Wegwerfstrom auch zur Produktion von „grünem“ Diesel- und Benzinkraftstoff verwenden und damit sogar CO2 aus der Atmosphäre abbauen. Dann gäbe es noch nicht mal ein Infrastrukturproblem für den Transportsektor.
Man hat den Eindruck, dass in Deutschland sinnvolle Lösung für die Nutzung von Wegwerfstrom gezielt gegen die Wand gefahren werden soll. Offensichtlich versuchen gewisse Kräfte gezielt, die deutsche Leistungsgesellschaft nachhaltig zu schädigen.

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zeroo_ 27.06.2019, 12:33
185. Auch Schiffe mit Wasserstoff

Wasserstoff ist sehr vielseitig einsetzbar und kann für Vieles einen Lösungsansatz bieten. In Norwegen soll eine mit flüssigem Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Hybrid-Fähre im kommerziellen Betrieb eingesetzt werden. Die Fähre ist ausgelegt auf eine Kapazität von bis zu 299 Passagieren und 80 Autos. Mit Wasserstoff ist also einiges möglich, es muss noch vielmehr bei den Schiffen eingesetzt werden. Aber auch auf dem Land ist Wasserstoff gut einsetzbar. Die Post z.B. hat serienmäßige 4,25 Tonnen-Transporter geplant, dessen Antrieb während der Fahrt von einer Brennstoffzelle versorgt wird und dadurch Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erzielen kann. 500 Fahrzeuge sollen umgesetzt werden. Insgesamt muss hier mehr in der Breite passieren. Batterien sind sehr schwer, deswegen ist Wasserstoff bei schweren Lasten und Reichweite besser. Auch fallen beim Motor gegenüber dem Dieselmotor Wartungen wie Öl weg, was ein Vorteil ist. Damit sich etwas bewegt muss das Nutzen von Wasserstoff politisch vielmehr eingefordert werden und der Markt sich nicht nur selbst überlassen werden. Wichtig ist das Ziel auf CO2 zu verzichten und da müssen Alternativen eingesetzt werden.

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Beat Adler 27.06.2019, 12:35
186. Was interessiert den Wirkungsgrad, wenn ueberschuessige Energie gespei

Zitat von ddcoe
Bei jedem technischen System steht die Betrachtung des Wirkungsgrades im Focus. Da der Wasserstoff mit hohem Energieaufwand gewonnen werden muss, ist der Gesamtwirkungsgrad einer Brennstoffzelle grottenschlecht.
Was interessiert den Wirkungsgrad, wenn ueberschuessige, elektrische Energie aus Sonne und Wind gespeichert werden muss?

Es geht darum, welches die konstenguenstigste Speichermoeglichkeit ist. Ob hier Wasserstoff mitbieten kann, wird sich zeigen, denn H2 ist der einzige tarnsport -und lagerfaehige Treibstoff, der beim Verbrennen kein CO2 bildet.

Der Markt fuer CO2 neutrale Transportmittel, an Land, auf dem Wasser und in der Luft, wird sich zwischen Synfuel aus CO2 aus der Athmosphaere gefischt, chemische, wiedaufladbare Speicher, Batterien, fest eingebaut und wechselbar, sowie Wasserstoff aufteilen.

Dass der Bessere und Kostenguenstigeree gewinnen wird, ist Fakt. Das Rennen ist offen, noch lange nicht entschieden!
mfG Beat

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Weitblicker 27.06.2019, 12:37
187. Vor 15 Jahren

waren die deutschen Automobilhersteller doch schon sehr weit. Ob BMW, Mercedes oder VAG - alle samt hatten große Tests in den USA gemacht und baten für eine Förderung beim Bund gegenüber dem Endkunden, bis die Fahrzeuge durch Massenproduktion günstiger geworden sind. Was passierte... plötzlich stellte man in Berlin fest, dass hier ein enormer Steuerverlust durch Einbußen der Mineralölsteuer - bei der Akeptanz - von Wasserstofffahrzeugen entstehen würde. Also entschied man, dass Wasserstoff mit 20 EUR/kg versteuern muss. Daraufhin warfen die Autohersteller das Handtuch und stellten die Weiterentwicklung ein. In Ergänzung wurde die Öko-Steuer ins Leben gerufen und die "grünen" mobilisierten zudem gegen Wasserstofffahrzeuge - denn das durch die Wasserstoffbenutzung entstehende destillierte Wasser schade der Umwelt.

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Graphite 27.06.2019, 12:39
188. Sehr schlechter Artikel!

Das ist wohl einer der schlechtesten Artikel zu dem Thema den man lesen kann. Der könnte so auch in einer Autowerbung stehen, oder in der BILD!
Hier ein paar Denkanstöße für den Autor warum das Wasserstoffauto flopt:
- Werbung! (Hier im Artikel der "tolle" Benz, aber was ist mit Toyota???
- Politik: keine Förderung, kein echter Wille, zu starke verbandelung von Politik und auto- sowie Energieindustrie

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tucson58 27.06.2019, 12:41
189.

Zitat von karlsruher_kind
Diese "geniale" Rechnung wird tatsächlich immer wieder gebracht und so getan als ob Diesel bzw. Benzin zapffertig auf Bäumen wachsen. Bei den Atomanlagen wurde auch immer so getan, als wären die kostenlos aus dem Erdreich gewachsen und die immensen Folgekosten des radioaktiven Mülls wurden dann in den Milchmädchenrechnungen auch gerne mal "übersehen". Zu den von Ihnen bereits aufgeführten Punkten bezüglich des Rohöls könnte man auch noch Kriege und diverse politische Konflikte hinzufügen, die dadurch im wahrsten Sinne befeuert wurden und werden. Der Wasserstoffantrieb wird wohl auch langfristig eher ein Nischenprodukt abseits des Massenmarktes bleiben. Er könnte aber z.B. für den Schiffsverkehr interessant werden. Im Massenmarkt hat der Elektroantrieb viele Vorteile u.a. die dezentralen Auflademöglichkeiten. Selbst die jetzigen Reichweiten sind wohl schon absolut ausreichend für wohl über 90% des Fahrzeuggebrauchs. Mit der Zeit werden sich die Reichweiten bzw. Tankgeschwindigkeiten weiter erhöhen. Für die wirklich seltenen Fahrten mit über 500km am Stück kann man sich in der Zwischenzeit dann auch mal einen Verbrenner mieten.
Aber Kobald und Lithium für Akkus für E -Autos, wächst auf Bäumen oder ?

Das sich hier nur wenige Minenbesitzer die Hände reiben und viel Geld über diese Rohstoff verdienen und wie im Kongo die Arbeiter knechten ist egal ? Das diese Rohstoffe auch endlich sind, spielt auch keine Rolle ? Ja und das der Lithiumabbau in Südamerika , massive Umweltschäden verursacht und den dort lebenden Menschen die Lebensgrundlage entzieht , ist auch egal ?

Kommt dann nun der Massenmarkt mit E Autos , dann wird das ja alles noch schlimmer ....ist aber auch egal , Hauptsache E-Auto , das Fahrzeug der Antrieb der Zukunft !

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