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Alternativer Antrieb: Fünf Gründe, warum Wasserstoffautos kaum gefragt sind
Daimler

Die meisten Hersteller setzen auf Batterie-Elektroautos. Aber ist die Brennstoffzelle nicht der bessere Antrieb für die Zukunft? Dass die Technik bisher floppt, hat auch mit einem grundlegenden Nachteil zu tun.

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knuty 27.06.2019, 13:22
210.

Zitat von t.ramsauer
Ist zwar zugegebenermaßen auch ein Verbrenner aber Biomethan lässt sich aus (soviel ich weiss und das ist leider nicht viel) aus regenerativen Stoffen gewinnen. Man hat weniger Emissionen und die Reichweite ist durchaus akzeptabel. Ist der Motor Bivalent kann man notfalls auch eine Tankstop skippen. Widerspricht aber dem Sinn eines CNG-Antriebes, ist aber angesichts des Netzes an Tankstellen evtl. manchmal nötig. Kann durchaus passieren das eine Tankstelle gerade die Erdgaszapfsäule wartet oder Nachts geschlossen hat. Abgesehen davon dauert ein Tankstopp unwesentlich länger als ein "normaler" Tankstopp. Mich wundert schon ein bißchen das diese Variante in der aktuellen Diskussion fast gar nicht vorkommt.
Sie haben doch selbst die Schwachpunkte aufgezählt: Wirkungsgradschwacher Verbrennungsmotor und viel zu wenig Biomethan.

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zeroo_ 27.06.2019, 13:22
211. Auch Landmaschinen mit Wasserstoff

Wasserstoff ist vielseitig einsetzbar. Vom Landtechnikhersteller New Holland gibt es den Wasserstoff-Traktor NH2. Bereits seit einigen Jahren forscht New Holland an alternativen Antriebskonzepten für seine Traktoren. Aber auch bei Wohnmobilen wird man fündig. So gibt es einen eSprinter mit einer Wohnkabine von Hymer. Im Boden stecken 412 Brennstoffzellen, eine Batterie und vier Wasserstofftanks. Mit einer Tankfüllung (7,4 kg Wasserstoff) käme man 530 km weit. Die Batterie liefert auch den Strom für Licht und die Küche.

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knuty 27.06.2019, 13:25
212.

Zitat von Kurt-C. Hose
Das stimmt so nicht, da im Moment ein riesen Problem der regenerativen Energien die Speicherung des Stroms ist. So lange Strom sogar gegen Geld vernichtet wird, anstatt ihn zu nutzen, ist mit Stromspitzen produzierter Wasserstoff allemal eine gute Idee.
Nein, das ist im Moment gar kein Problem, da es noch längst keinen überschüssigen EE-Strom gibt.
Außerdem könnte man man in Akkus von E-Autos den Strom viel effektiver speichern.

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snosser 27.06.2019, 13:26
213. Aus der Praxis fehlt ein wichtiges Argument

Das Hauptproblem ist das wenn ich 3 Tage lang meinen H2 Boliden nicht gebrauche plötzlich der halbe Treibstoff fehlt. Der Grund ist Diffusion durch den sehr hohen Druck, dazu muss man allerdings schon mal so ein Auto ne Weile gebraucht haben.

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knuty 27.06.2019, 13:28
214.

Zitat von Viking1957
Die Darstellung zu Punkt 3 ist falsch. Aufgrund der stetig ansteigenden nicht bedarfsgerechten Erzeugung von Wind- und Solarstrom, steigt der Anteil ungenutzter Strommengen, die entweder abgeschaltet oder gegen hohe Vergütungen ins Ausland transportiert werden müssen, stetig an.
Es gibt (noch) keine ungenutzten Strommengen, die gespeichert werden könnten.

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KR-Spiegel 27.06.2019, 13:30
215. Große Fahrzeuge ...

Große Fahrzeuge, die auch weite Strecken packen, sind sinnvolle Zielgruppe für Wasserstoff-Autos.
Nachdem Japan und China Infrastruktur aufbaut sollten wir zügig mitziehen, statt zu debatieren.
Wasserstoff wird auch als Ersatz für Erdgas und für Nahfernwärme, also viele Steinkohlestandorte kommen müssen.
Günstige Brennstoffzellen benötigen wir eh, denn nur so können die Erzeugungslücken bei Sonne und Wind kompensiert werden.
Wasserstoff sollte natürlich aus EE-Stromquellen erzeugt werden. Backup per Reformer und Erdgas ist aber leicht machbar, sodass Versorgungssicherheit realistisch ist.
Akku-Autos sind interessant, aber nur bei mässiger Akkukapazität und Lithium aus den Recycling, also eher 2. Hälfte des Jahrhunderts.
Der Mainstream wird aber global eher mit Alkoholmotoren fahren, erzeugt aus Elektrolyse von 'Sprudelwasser' (klappt im.Labor)

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Drehmoment 27.06.2019, 13:33
216. Knapp 2 Tonnen...

...Fahrzeug im Individualverkehr durch die Gegen zu bewegen wird niemals ökologisch sinnvoll funktionieren können, ganz egal, mit welcher Antriebsart, ganz egal, in welchem Land. Batterie und Brennstoffzelle/Wasserstoff oder was auch sonst verlagern das Problem nur, sie lösen es aber nicht. Weil es eben nicht zu lösen ist.

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nach-mir-die-springflut 27.06.2019, 14:04
217. Kann man machen

Zitat von zeroo_
Wasserstoff ist vielseitig einsetzbar. Vom Landtechnikhersteller New Holland gibt es den Wasserstoff-Traktor NH2. Bereits seit einigen Jahren forscht New Holland an alternativen Antriebskonzepten für seine Traktoren. Aber auch bei Wohnmobilen wird man fündig. So gibt es einen eSprinter mit einer Wohnkabine von Hymer. Im Boden stecken 412 Brennstoffzellen, eine Batterie und vier Wasserstofftanks. Mit einer Tankfüllung (7,4 kg Wasserstoff) käme man 530 km weit. Die Batterie liefert auch den Strom für Licht und die Küche.
7,4 kg Wasserstoff entsprechen 88 m³. Es heißt, die Gestehungskosten bei Solarstrom liegen bei 2 Cent pro kWh. Sagen wir, 1 m³ Wasserstoff aus der Elektrolyse braucht mit allem Drum und Dran 5 kWh Strom , so brauchen 88 m² (* 5 =) 440 kWh => * 2 Cent / kWh = 8,80 Euro. Pro km Fahrt 1,66 Cent Energiekosten.

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Kunstgriffe 27.06.2019, 14:08
218. Voll rezo

Sicher eine Frage der politischen Rahmenbedingungen, dass sich die Vorzeichen ändern. Muss man natürlich wollen.

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Leser 007 27.06.2019, 14:12
219. Unsinn

Zitat von PaddyO
Wasserstoff hat eine extrem geringe Energie-Dichte, weitaus schlechter als aktuelle Batterien. Und während sich die Energie-Dichte in Batterien ständig verbessert ist Wasserstoff am physikalischen Maximum
Die Energiedichte von Wasserstoff ist fast drei mal so groß wie die von Benzin. Hier hat jemand überhaupt keine Ahnung !
Übigens der Akku in einem BEV wiegt ca. eine halbe Tonne.
So viel zum Thema Energiedichtie !

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