Forum: Auto
Altes DIN-KFZ-Kennzeichen: Dahinter steckt immer eine coole Geschichte
Haiko Prengel

Ab und zu trifft man im Straßenverkehr noch auf Autos mit dem alten DIN-Kennzeichen. Es erzählt von Autofahrern, die sich niemals von ihrem alten Vehikel trennen würden - weder durch TÜV noch durch Reklame der Neuwagen-Industrie.

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dipl.inge83 10.12.2016, 23:45
50. @46

Nur teilweise richtig: der abgebildete Motor ist ein 1.6l mit 51KW, geregeltem Vergaser und G-Kat, Motorkennung PN. Zu erkennen am Luftfilter über dem Zylinderkopf. In dem Fall offensichtlich mit nachgerüsteten Kaltlaufregler um die Abgasnorm zu verbessern. Der 1.8l Einspritzer mit 66KW (RP) hat einen separaten Luftfilterkasten rechts neben dem Motor. Im Golf 3 hatte der Motor die Kennung ABS, die 55KW-Variante hieß AAM. Den stehenden Zündverteiler hatten alle Maschinen auf Basis des AE827-Blocks, bis auf die 16-Ventiler.
Übrigens hat das Fahrzeug im Artikel auch ABS. Eine äußerst selten georderte Option bei dieser Motorisierung. Habe ich in der Kombination noch nie gesehen.
So, genug geschlaumeiert. Mein Therapeut hat mir eigentlich verboten darüber zu sprechen...

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neutron76 11.12.2016, 14:07
51. Das Eurokennzeichen ist ein Exportschlager

In erster Linie haben die Prägemaschinenhersteller profitiert. Da aber viele nicht-EU-Länder auch european style number plates haben wollen, schafft das wieder Arbeitsplätze in Deutschland, da Maschinen und Munition für die Kennzeichen oft aus Deutschland kommen. Daher haben alle was davon. Geschadet hat es nicht.

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k70-ingo 11.12.2016, 14:24
52.

Zitat von neutron76
In erster Linie haben die Prägemaschinenhersteller profitiert. Da aber viele nicht-EU-Länder auch european style number plates haben wollen, schafft das wieder Arbeitsplätze in Deutschland, da Maschinen und Munition für die Kennzeichen oft aus Deutschland kommen. Daher haben alle was davon. Geschadet hat es nicht.
Es handelt sich nur um einen einzigen Hersteller, der nicht nur in Deutschland eine Monopolstellung innehat (was auch schon zu DIN-Zeiten der Fall war).

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Crom 11.12.2016, 16:01
53.

Zitat von willi1023
Stolz auf ein EU-Kennzeichen? Und was ist so besonders, vor dem Jahrtausendwechsel, so ein Kennzeichen gehabt zu haben?
Zum einen sind die meisten damals noch mit den altbackenden DIN-Schildern gefahren und zum anderen konnte man sich die hässlichen D-Aufkleber sparen.

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willi1023 11.12.2016, 17:25
54.

Zitat von Crom
Zum einen sind die meisten damals noch mit den altbackenden DIN-Schildern gefahren und zum anderen konnte man sich die hässlichen D-Aufkleber sparen.
Stolz verstehe ich immer noch nicht.
Ich hatte schon 1994 ein EU-Kennzeichen, musste aber trotzdem ein D-Aufkleber haben.

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Rikyu 11.12.2016, 18:51
55.

Nun, so charmante alte Kennzeichen (in schwarz) hatten wir in Österreich bis vor 25 Jahren auch, dann kamen die neuen mit Bundesländerwappen, und von da an sahen alle Fahrzeuge aus, als hätten sie einen Sepplhut auf. Was aber viel wesentlicher ist und von manchem Foristen hier angesprochen wurde: Warum kommt kein Automobilhersteller auf die Idee, ein Fahrzeug wie damals zu bauen, ganz ohne elektronischem Schnickschnack, dafür aber mit guten (und ungefälschten) Verbrauchs- und Abgaswerten, bescheidener Motorisierung - so um die 70 PS - und einem Design, das sich von dem heutiger Kugel- und Protzkisten deutlich unterscheidet? Wäre natürlich nichts für fortschrittsversessene Bleifüßer, die sich wegen der 200 und mehr PS unter ihrer Motorhaube geradezu moralisch verpflichtet fühlen, in jeder denk- und undenkbaren Situation zu überholen, aber für vernünftige Leute durchaus eine Option.

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monolithos 11.12.2016, 19:39
56.

Zitat von Rikyu
Nun, so charmante alte Kennzeichen (in schwarz) hatten wir in Österreich bis vor 25 Jahren auch, dann kamen die neuen mit Bundesländerwappen, und von da an sahen alle Fahrzeuge aus, als hätten sie einen Sepplhut auf. Was aber viel wesentlicher ist und von manchem Foristen hier angesprochen wurde: Warum kommt kein Automobilhersteller auf die Idee, ein Fahrzeug wie damals zu bauen, ganz ohne elektronischem Schnickschnack, dafür aber mit guten (und ungefälschten) Verbrauchs- und Abgaswerten, bescheidener Motorisierung - so um die 70 PS - und einem Design, das sich von dem heutiger Kugel- und Protzkisten deutlich unterscheidet? Wäre natürlich nichts für fortschrittsversessene Bleifüßer, die sich wegen der 200 und mehr PS unter ihrer Motorhaube geradezu moralisch verpflichtet fühlen, in jeder denk- und undenkbaren Situation zu überholen, aber für vernünftige Leute durchaus eine Option.
Ganz ohne "elektronischen Schnickschnack" wird es nicht gehen, da z.B. ESP und Reifendruckkontrolle in der EU für Neuwagen verpflichtend sind. Ansonsten scheint der Dacia Sandero 75 in der Grundausstattung gut zu Ihnen zu passen.

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Überfünfzig 11.12.2016, 19:55
57. Naja, ganz so schlimm ist es nicht!

Zitat von Pela1961
ist man als Gebrauchtwagenkunde, der aus finanziellen Gründen ältere Modell kaufen MUSS, seit ein paar Jahren der Angeschmierte - um nicht krasser zu werden. Während es bei einem alten Golf früher lediglich galt, gründlich nach Rost zu suchen (den man nicht fand) und sich den Motor sowie das Fahrwerk etwas genauer anzugucken, ist heute die allgegenwärtige Elektronik oft verantwortlich für einen Totalschaden zu einem Zeitpunkt, wo man bei dem alten Golf noch locker zum Schrauber seines Vertrauens gefahren wäre und für kleines Geld den nächsten TÜV geschafft hätte. Irgendwann wird ein kaputter Scheinwerfer den wirtschaftlichen Totalschaden bei einem ansonsten voll funktionsfähigen Fahrzeug bedeuten. Fortschritt heißt nicht, dass alles sinnvoller wird.
Wenn sie ein altes Fahrzeug fahren "müssen" das mit hohen Stückzahlen verkauft worden ist, gibt es im Aftermarket-Bereich noch jede Menge Teile die preislich auch deutlich unter dem der Vertragshändler sind. Letzte Woche einen kompletten elektrischen Außenspiegel mit mit Heiz- und Memoryfunktion für einen 16 Jahre alten BMW gekauft, der um die Hälfte günstiger, als das Orginalteil von BMW ist und dem Originalteil 1:1 entspricht. Darüberhinaus gibt es viele Gebrauchtteile vom Verwerter, die man heute auch online kaufen kann. Einzig bei Exoten mit geringer Stückzahl könnte es eng werden.
Was allerdings ein Unding ist, dass bei dem Einbau von gebrauchten Motorsteuerungen mit Fahrgestellkodierung sich viele Vertragshändler, trotz nachgewiesener Herkunft, weigern, diese vorzunehmen. Da sollte der Gesetzgeber mal endlich sein Schonhaltung gegenüber den Hersteller aufgeben und das man als Besitzer sein Recht dazu einfordern kann. Schließlich hält der selbe Gesetzgeber ja auch seine schützende Hand über die Urheberrechte an der Motorsteuerungs-Software.

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Mwalimu 11.12.2016, 22:21
58. Mein VW BUS T4 TDI von 1996

hat 400.000 km auf dem Buckel, läuft 170 und braucht 7 Liter Diesel und kein Öl zwischen den Serviceintervallen. Ich kann 8 von den 9 Sitzem ein-und ausbauen und einladen, einladen, einladen. Ne knappe Tonne. Mit Hänger an der Kupplung geht noch mehr. Mit geringem Aufwand geht er immer noch durch den TÜV. Es geht fast gar nichts kaputt, Motor, Kupplung und Getriebe sind immer noch unverändert.
Es gibt neuere Busse, die mehr kosten und viel schneller kaputt gehen.

Mit einem ähnlichen T4 war ich fünf Jahre in Afrika unterwegs. Und jetzt plane ich mit meinen Jungs eine Marrakesch-Revival-Fahrt, wie damals von 30 Jahren mit meinem T2. Abgas hin und her, mit meinen alten VWs waren ich und meine Familie schon über eine Millon km unterwegs und schaffen bestimt bald die zweite.

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tororosoba 12.12.2016, 00:55
59. Lada Granta

Zitat von Rikyu
Warum kommt kein Automobilhersteller auf die Idee, ein Fahrzeug wie damals zu bauen, ganz ohne elektronischem Schnickschnack, dafür aber mit guten (und ungefälschten) Verbrauchs- und Abgaswerten, bescheidener Motorisierung - so um die 70 PS - und einem Design, das sich von dem heutiger Kugel- und Protzkisten deutlich unterscheidet? Wäre natürlich nichts für fortschrittsversessene Bleifüßer, die sich wegen der 200 und mehr PS unter ihrer Motorhaube geradezu moralisch verpflichtet fühlen, in jeder denk- und undenkbaren Situation zu überholen, aber für vernünftige Leute durchaus eine Option.
Lada Granta, kostet keine 10000 Euro http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/fahrberichte/fahrbericht-lada-granta-luxus-vier-gaenge-fuer-ein-halleluja-14559024.html.

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