Forum: Auto
Ankündigungen von Elon Musk: Mit Vollgas in die Vergangenheit
DPA

Elon Musk gilt mit seinen Tesla-Elektroautos als Pionier, der schon mal vorfährt ins automobile Morgen. Dafür wird er gefeiert. Dabei sind seine Autos bislang alles andere als zukunftsweisend.

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freenetspacken 17.11.2017, 15:57
110. Wer hyped denn rum?

Ganz klar, die Medien, manche mehr, manche weniger. In meinem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis ist jedenfalls niemand, der dem Hype mit großen Augen folgt. Manche finden den Tesla S schick, manche die E-Technik interessant bis spannend. ALLE aber finden, dass es vier eklatante Schwächen gibt: Wer kein eigenes Haus oder Garage mit Stromanschluss hat, wird sein Auto nicht über Nacht laden können. Für diese Leute wird es extrem unpraktisch, sofern sich die Hersteller nicht auf ein System einigen, dass man an heutigen Tankstellen mit ein paar Griffen die leergefahrene Batterie durch eine gefüllte ersetzt (hallo Tankstellensysteme, Eure Überlebenschance!). Und zweitens, dass die E-Modelle fast alle auf geradezu hässliche Weise gebaut werden, um entweder effizient zu sein, hypermodern auszusehen oder was auch immer. Solange also nicht der normale Golf mit einer Reichweite von 400 km ausgestattet ist - und zwar 400 km echter Reichweite im Alltag im Winter und Sommer bei normaler Nutzung des Durchschnittsfahrers -, wird sich das ebenfalls nicht durchsetzen. Drittens ist es der horrende Preis (der sich über Stückkostendegression an Diesel/Benziner anpassen wird) und viertens kommt immer mehr Menschen die ökologischen Probleme der Altbatterien in den Sinn. Wie bei der Atomkraft wird erstmal losgelegt, aber hintenraus das Problem bleibt ungelöst. Aber wer weiß, hoffentlich hat Elon Musk mit seinen Visionen die Autoindustrie so in Aufruhr versetzt, dass da nun eine Dynamik in die Entwicklung kommt.

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Airkraft 17.11.2017, 15:58
111. In Elektroautos ...

In Elektroautos werden Akkumulatoren (Akkus) verbaut und keine Batterien. Wären es Batterien, müsste man sie nach der Entladung ersetzen!

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purple 17.11.2017, 15:58
112. Unsinniger Kommentar

Ich will und brauche keine neuen Verkehrskonzepte, die alle darauf hinauslaufen meine Mobilität einzuschränken. Ich brauche ein vernünftiges kostengünstiges und möglichts wenig umweltschädliches Auto. Für mich ist das ein Brennstoffzellenfahrzeug, aber wenn Tesla die Batterietechnik in den Griff bekommt, solls mir auch recht sein. Laden mit 4C (15min) und > 200kwh Batterie, dann wird eine Fortbewegungsmittel draus, daß man brauchen kann.
Wie man die Ladeleistungen (wären dann >800kw) bereitstellen will ist mir allerdings ein Rätsel.
Die heute erhältlichen E-Autos sind alle ein Witz und bestenfalls für Kurzsteckenpendler oder Ökofreaks geeignet, die sich das leisten können.

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Benjowi 17.11.2017, 15:58
113.

Zitat von droptableall
Wer Batterieautos kritisiert muß deswegen nicht gleich Benzinautos gut finden. Wer forscht eigentlich noch mit Wasserstoff und Brennstoffzellen? Seit Tesla ist das völlig unmodern geworden. Musk hat auch erreicht, dass man sich nicht mehr um Alternativen kümmert, die in der CO2 Bilanz mehr versprechen.
Brennstoffzellen sind nach wie vor unbezahlbar und die Wasserstoffherstellung ist von Wirkungsgrad her gesehen unsäglich schlecht. Dazu kommen hochkomplexe Druckbehälter und der Albtraum der Logistik für ein hochflüchtiges und in fast jeder Mischung mit Luft explosives Gas, das aus vielen Materialien wegdiffundiert. Im Prinzip hört sich die Wasserstoffschiene gut an, ist aber eher eine Art Weltraumtechnik und entsprechend teuer.

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peterp4n 17.11.2017, 15:58
114. Musk macht exakt das, was wir jetzt brauchen Richtung Zukunft

Sowohl technologisch als auch erzieherisch ist Tesla genau das Richtige als Brücke in die neue Welt, die Sie beschreiben. Ohne diese Strategie gäbe es die Zukunft nicht oder viel später. Der Schritt ist einfach zu groß, wir müssen abgeholt werden und brauchen diese Zwischenstufen.

Aber es stimmt, die zukünftigen Mobilitätskonzepte werden mehr verändern als das Elektroauto alleine.
Vielleicht schafft es ja die deutsche Autoindustrie darüber wieder Vorreiter zu werden und in die Lücke zu springen, die Musk offen lässt... ;-)

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Frank Zi. 17.11.2017, 15:59
115.

Zitat von dark_racoon
1. Die Präsentation war keine Art "Ablenkungsmanöver" sondern schon lange in Planung vor den Problemen mit der Produktion des Model 3.
Die Präsentation wurde bereits um mehrere Monate verschoben.
Natürlich nicht, um von den Problemen mit dem Model 3 abzulenken. ;)

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tesla-verschiebt-praesentation-von-elektro-lkw-a-1167717.html

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uguntde 17.11.2017, 15:59
116. Eletromobilität mit Li-Ionen Akkus ist sinnlos

Eletromobilität mit Li-Ionen Akkus ist sinnlos, da die Akkus viel zu schwer sind, und zu viel Energie für die Produktion benötigen. Entweder man muss andere Akkus entwickeln, oder wir sollten mit Waasserstoff und Brennstoffzellen fahren. Sollte das wirtschaftlich möglich werden wäre tatsächlich eine Durchbruch erreicht. Dazu muss man aber Wasserstoff speichern, und das ist gar nicht so einfach.

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klarafall 17.11.2017, 15:59
117. Reichweite

GERADE bei Elektroautos geht es fast ausschließlich um Reichweite. Bei einem Benziner kann man, wenn der Tank leer ist, in drei Minuten nachtanken und hat dann wieder 400-700km Ruhe. Bei einem Elektroauto muß man, wenn der Akku leer ist, die 6-7 Stunden lange Aufladezeit dumm rumwarten bevor man weiterfahren kann. Anders ausgedrückt: Elektroautos sind für Strecken über 150 km nicht geeignet, wenn man ohne ätzende Wartezeit auch wieder heimkommen möchte (und selbst dafür braucht man schon einen Wagen mit 400km Reichweite, wenn man noch etwas "Sicherheitsmarge" haben will).

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Bernd.Brincken 17.11.2017, 15:59
118. Größe, Reichweite, Beschleunigung

Das Problem ist nicht die falsche Konzeption der Tesla-S, wo mit hoher Beschleunigung und Reichweite geworben wird, sondern die Beschränkungen der aktuell verfügbaren Lithium-Zellen.
Eine etwa PKW-ähnliche Lebensdauer von 150- bis 200.000 km bekommt man damit nämlich nur hin, wenn man eine große Anzahl in ein Auto packt, sodass die einzelne Zelle pro km nur wenig verbraucht wird. Die damit erreichbare Reichweite wird dann auch PKW-ähnlich.
Die hohe mögliche Beschleunigung ist nur ein netter Nebeneffekt, den man (insb. in den USA, wo die Quartermile-Zeit weiterhin ein wesentlicher Benchmark für Sportwagen ist) gerne mitnimmt.

Mit kleineren Batterien und damit niedrigerem Preis geht die Rechnung nicht auf - wie europäische oder japanische Plugin-EVs zeigen.

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piratist 17.11.2017, 15:59
119. Wenn Tesla rückwärtsgewandt ist,

was sind dann VW, BMW, Audi und DB ?

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