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Antriebe im Vergleich: Diesel-Golf schadet dem Klima mehr als Benzin-Golf
AP

Von wegen klimafreundlicher Diesel: Mit Benzinmotor stößt der VW Golf jetzt weniger Kohlendioxid aus als mit Selbstzünder. Dieses Studienergebnis steht für einen Trend.

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binnenfuchs 08.05.2019, 00:36
1. Sensation! Ach nee, doch nicht..

Ohne jetzt ansatzweise ein Experte für Motorentechnik zu sein, aber werden da nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Motorleistung 110kW zu 96kW, zwei Jahre Differenz in den Modelljahren, 2,0 zu 1,5 Liter Aggregat. Hat man da nicht einfach zwei Motoren gesucht, so dass die CO2 Werte annähernd gleich sind, um damit einen Aufhänger für die Forderung nach gleicher Besteuerung für Diesel und Benziner zu haben? Mit solchen Spielchen macht man sich sicher keine Freunde, unabhängig davon, ab man die Zielsetzung der Kampagne für gut oder schlecht erachtet. Anstatt über ±10 Gramm Vorteile/Nachteile zwischen Diesel und Benzin zu streiten, sollte man besser den SUV Unfug auf Deutschlands Strassen stoppen und die Steuern für diese unsinnigen Spritfresser überproportional anheben - Ausnahmen für Forstfachangestellte inbegriffen.

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markus333 08.05.2019, 00:37
2. Warum nicht gleich eine Besteuerung nach CO2?

Der Kohlenstoffgehalt der Kraftstoffe ist bekannt und daher leicht auf CO2 umrechenbar. Da würde auch gleich Erdgas begünstigt, ohne dass man immer an den Steuersätzen herumpfuschen müßte.

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jenoc 08.05.2019, 00:57
3. Diesel wird bereits seit Langem überschätzt

Interessanter Bericht. Vor sicher mehr als zehn Jahren war der "Diesotto" ja prognostiziert worden. Die aktuellen, downgesizten Ottomotoren haben zwar noch Fremdzündung, aber ihre Verdichtung (und damit ihr Wirkungsgrad) konnte erheblich in Richtung der Werte eines Diesel erhöht worden. Zusammen mit dem geringeren Gewicht des Benziners erledigt sich der bisherige Verbrauchs- und damit CO2-Vorteil von Dieselmotoren.

Da im aktuellen Straßenverkehr mitnichten 150 PS starke Golfs benötigt werden bleibt nur noch die Erkenntnis, dass es der Einliter-Dreizylinder mit 85 PS ganz locker tut, nochmal weniger verbraucht und emittiert und ziemlich viele Tausend Euro spart.

Oder man geht gleich konsequent in Richtung vierfachen Wirkungsgrad und entscheidet sich gleich für den Elektroantrieb.

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eckhardbremer 08.05.2019, 01:00
4. Vergleich Äpfel mit Birnen ?

Was an dem Diesel/Benziner-Vergleich auffällt idt, dass hier ein Diesel (Baujahr 2016) mit einem Benziner (Baujahr 2018) verglichen wird. Da die Diesel nach meiner Kenntnis gerade nach dem Angasskandal weizerentwivkelt wurden, ist es glaube ich fair, wenn man einen Äpfel/Birnenvergleivh nicht für bare Münze hlt.

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foje1 08.05.2019, 01:09
5. Ähhhh.....

Wenn ich richtig lese vergleicht man hier ein Vorgängermodell eines Golf Diesel mit einem aktuellen Golf Benziner. Zudem hat der Diesel deutlich mehr PS und höhere Leistungsdaten. Dann stellt man fest, dass beide ökologisch gleichauf liegen und feiert das als Sensation, im Sinne, der Diesel sei nun doch nicht klimafreundlicher als der Benziner... Ähhh...Warum vergleicht man nicht gleich einen zehn Jahre alten Touareg Turbodiesel mit einem neuen Polo Benziner? Dann fällt das Ergebnis noch „gewünschter“ aus.
Also ich fahre sowohl einen Diesel als auch einen Benziner. Ich bin neutral zum Thema eingestellt. Aber ich lasse mich ungern veralbern. Wie kann eine Redaktion mit gesundem Menschenverstand so einen hanebüchenen Unsinn veröffentlichten

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larsmach 08.05.2019, 01:47
6. Jetzt noch ein Feinstaubfilter - und gut ist´s!

Im Prinzip hat die Direkteinspritzung den Weg für allerlei Optimierungen von Benzinmotoren geebnet - zu Lasten von Feinstaub-Emission im Vergleich zu früheren Motoren mit Vergasern. Ein Benziner mit Direkteinspritzung und Feinstaubfilter scheint da das Nonplusultra zu sein, wenn man ausschließlich Verbrennungsmotoren betrachtet.

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wanniii 08.05.2019, 02:15
7. Umwelt

ist ja nur eines der Kriterien, warum Käufer sich für eine Antriebsart entscheiden. Die laufenden Betriebskosten sind für Vielfahrer mitentscheidend, und genau deshalb werden so viele Diesel gekauft. Würde der Diesel 'gerechter' besteuert werden, würde ich mir als Privaltpersonen wohl kaum für einen in der Anschaffung teureren Diesel entscheiden. Bei Profis (z. B. Transportunternehmen) sieht die Rechnung anders aus, wobei Dieselkosten als Betriebsaufwand verbucht werden.
Wenn die Bundeskanzlerin behauptet, 'Wir brauchen den Diesel, um Klimaschutzziele zu erreichen" und es mehrere Studien gibt, die beweisen, daß der Dieselmotor in PKWs schädlicher für das Klima ist, muß man sich schon fragen, a. ob die Kanzlerin a. ihre Informationen nur von Lobbyverbänden bezieht oder b. die Klimaziele an sich realitätsfremd oder übertrieben sind und, wie bei den Abgaswerten auf den aktuellen möglichen Stand angeglichen werden.

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leander.1991 08.05.2019, 02:25
8. Aha...

na wenn man da wirklich nicht meint Äpfel mit Birnen verglichen zu haben, dann immer gern. Ansonsten ist dieses "Diesel-Privileg" mitnichten darauf zurückzuführen das Dieselkraftstoff so irre Umweltfreundlich ist, sondern der LKW/Vielfahrerrabatt und genau da ist der Diesel auch tatsächlich effizienter, man muss ihn halt nur erstmal warmfahren. Es werden dafür ja auch ganz andere KFZ-Steuersätze aufgerufen, unter einer "Subvention" würde ich also eher etwas anderes verstehen.

Wenn man jetzt meint dies liegt an den ganzen Schadstoffen welche Diesel zusätzlich ausstoßen, nun es ist bestenfalls teilweise so. Denn es ist zu erwarten das der Benziner in einem ähnlichem Betriebsmodus wie beim Diesel auch mit ähnlichen Schadstoffemissionen zu kämpfen hat in Schadstoffklassen die man beim Benziner allerdings überhaupt noch nicht auf dem Schirm hat, also Augen auf beim Vergleich!

Ansonsten würde ich in so einem Artikel erwarten das auch drinsteht wo der Unterschied zwischen den Kraftstoffsorten liegt und das sind bezüglich CO2 bei Benzin 2,37 und beim Diesel 2,65 Kilogramm pro Liter, entspricht bei "Straßenmessung 1" 5,96l Diesel und 6,37l Benzin auf 100 km. Realistisch sind sicher beide Werte aber es würde mich wundern wenn der Benziner dem Diesel so nah auf die Pelle rücken bzw. einholen würde, wo Dieselkraftstoff doch auch ca. 10% mehr Energie enthält, da reißt es der Wirkungsgrad prinzipbedingt auch kaum noch raus. Möglich wäre dies ja nur durch weniger Gewicht und das zieht sicher beim 3er, der Diesel ist ja noch der 6 Zylinder, der dann doch etwas mehr wiegt.

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leander.1991 08.05.2019, 02:40
9. Ach ja...

und davon abgesehen und auch wenn ich meine Erfahrungswerte mit Turbobenzinern eher als stark begrenzt einordnen würde ist es bei den verglichenen max. Fahrleistungen eher so das beim Benziner in Drehzahlbereiche vorgedrungen werden muss die kein Mensch ständig fährt, schon gar nicht mit diesen Verbrauchswerten aber das mag sich ja geändert haben, vor dem Turbo waren ja die Diesel die lahmen Enten, ich frage mich nur wie die Verbrauchsprobleme beim Turbobenziner so fix gelöst werden konnten bzw. warum das erst mit Jahrzehnten Verzögerung eingetreten ist.

Bitte nächstes mal erklären, ansonsten halte ich diesen Vergleich bis dahin eher für die übliche unfundierte Stimmungsmache.

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