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Antriebe im Vergleich: Diesel-Golf schadet dem Klima mehr als Benzin-Golf
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Von wegen klimafreundlicher Diesel: Mit Benzinmotor stößt der VW Golf jetzt weniger Kohlendioxid aus als mit Selbstzünder. Dieses Studienergebnis steht für einen Trend.

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Pickle__Rick 08.05.2019, 14:40
60.

Zitat von pogle
kleinere und leichtere Autos mit CNG und Elektro relativ umweltfreundlich zu betreiben. Jetzt fehlt mir nur noch ein Familien-Hochdachkombi als CNG/Elektro-Hybrid mit so 50 kW ... oder gibt es den schon ?
Es gibt ein paar Hochdachkombis mit CNG aber nicht als Hybrid. Mir fallen spontan ein:
VW Caddy, Opel Combo, Fiat Doblo, Citreon Berlingo, Renault Kangoo und evtl. noch der Fiat 500 L.
Ob eine Hybridvariante von solchen CNG-Fahrzeugen kommt ist fraglich. Denn die Tanks brauchen druchaus einiges an Bauraum und bei allen Erdgasfahrzeugen die ich kenne, ist noch immer ein kleinerer Benzintank vorhanden für den Notbetrieb. Das war jedenfalls beim Zafira CNG und jetzt Fiat 500 L meiner Eltern so. Auf einen Wagen mit 50 kW würde ich allerdings nicht mehr hoffen. So was kauft bei den heutigen Fahrzeugmassen doch kaum noch jemand Selbst einen Dacia Dokker bekommen Sie nicht unter 55 kW. Wozu sollte das auch gut sein? Mit geringer Leistung geht weder automatisch Sparsamkeit noch Effizienz einher.

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ardbeg17 08.05.2019, 15:10
61.

Zylinderabschaltung, Miller-Zyklus, geringe Reibung. Das sorgt beim TSI ACT für tolle NEFZ-Ergebnisse. Wer sich aber nicht scheut, das Gaspedal zu drücken, weckt den Turbo und nicht nur die Leistung, sondern auch der Verbrauch steigt sprunghaft an - weit über Diesel-Niveau. Spritmonitor-Junkies dürften eher die verhaltene Fahrweise wählen. Zwischen zwei Fahrern des selben TSI können bei gleicher Strecke auch ohne Rasen problemlos 2l liegen. Beim Diesel ist der Unterschied deutlich geringer.

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les2005 08.05.2019, 15:22
62. falsch

Zitat von rgw_ch
WDer Diesel Familienvan braucht im Langzeit-Durchschnitt 6.3l, der viel leichtere PKW Zweitwagen 7.2l/100km. Da der CO2-Ausstoss zum Spritverbrauch direkt proportional ist, steht auch diesbezüglich der Diesel besser da.
Der CO2-Ausstoß bei gleichem Treibstoff ist zwar proportional zum Verbrauch, aber nich bei verschiedenen Treibstoffen. Wie auch im Artikel erwähnt und allgemein bekannt, erzeugt die Verbrennung von 1 Liter Diesel mehr CO2 als die von 1 Liter Benzin. Bei rund 10% Unterschied wären also auch die beiden von Ihnen verglichenen Fahrzeuge sehr ähnlich im CO2-Ausstoß. Bei ungleich höheren Anschaffungskosten des Diesels und der bekannten NOx-Problematik obendrein.

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nixblicker00 08.05.2019, 15:32
63. Nicht gut aufgepasst ...

Zitat von mborevi
... weniger CO2 produzieren soll als der Diesel (gleiche Motorleistung vorausgesetzt) halte ich für (von irgendeiner Lobby lanciertes) Fake. Der Diesel hat eine höhere Verdichtung und - ich habe vor 60 Jahren in der Schule aufgepasst - nach dem Carnot'schen Kreisprozess steigt der Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine mit dem Verdichtungsverhältnis. Außerdem ist der CO2 Ausstoß identisch mit dem Kraftstoffverbrauch, genauer; seiner C-Menge. Und die liegt beim Diesel nun mal um 1/3 niedriger.
1. Der Carnot-Prozess ist nicht der Vergleichsprozess für Verbrennungsmotoren.

2. Im Carnot-Prozess geht es nicht um Verdichtungen, sondern um Temperaturen. Richtig ist allerdings, dass eine höhere Verdichtung vor der Verbrennung zu einer höheren Anfangstemperatur bei der Verbrennung fürht und sich der Wirkungsgrad hierdurch verbessert.

3. Der CO2-Ausstoß ist proportional zum Verbrauch und, richtig, hängt vom C-gehalt des Brennstoffs ab. Diesel enthält pro Volumen allerdings MEHR Kohlenstoff als Benzin, entsprechend auch seiner höheren Dichte.

Beim gegenwärtigen Stand der Technik stoßen Diesel im Schnitt noch etwas weniger CO2 aus als Benziner. Die Differenz ist allerdings gering und begründet keine steuerliche Begünstigung des Diesels.

Das Downsizing der Motore (weniger Hubraum, mehr Ladedruck) macht sich beim Benzinmotor im Alltag deutlich stärker bemerkbar. Daher sind die Unterschiede mittlerweile so gering.

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practicus 08.05.2019, 15:38
64. Äpfel und Birnen...

Fahrdynamisch lohnt sich eher der Blick auf das Drehmoment.... mein 3-Liter-V6-Diesel entspricht - unterhalb von 200 km/h - dem gleichen Modell mit 4.2-Liter V8-Benziner! Der Diesel hat 190 kW und 600 Nm, der Benziner 275 kW und 550 Nm
Der leistungsgleiche Benziner müht sich mit hohen Drehzahlen und kann die Leistung nur mit hohen Drehzahlen und ständigen Gangwechseln mühsam auf die Straße bringen...

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leander.1991 08.05.2019, 17:50
65. Ich traue den Benzinern nicht...

Zitat von nixblicker00
Beim gegenwärtigen Stand der Technik stoßen Diesel im Schnitt noch etwas weniger CO2 aus als Benziner. Die Differenz ist allerdings gering und begründet keine steuerliche Begünstigung des Diesels.
... in der Praxis sieht der Verbrauch nämlich gern auch mal anders aus als ausgelobt. Ansonsten soll man Diesel ruhig entsprechend besteuern, die Frage ist nur welche Reagierung soll dies in die Wege leiten? So lange LKW, Dienstwagen, CSU-Bauern & Co durch die Gegend dieseln wird das ohnehin nichts, ein paar Bürger könnten am Rande auch noch etwas dagegen haben. Sind Sie denn des Wahnsinns fette Beute? Da geht doch die Wirtschaft SOFORT kaputt und nicht zuletzt auch die gesamte Automobilindustrie. :-)

Und vor allem wer soll wo denn dann noch Posten in der Wirtschaft übernehmen wenn es mit der Politik nicht mehr so läuft? Meine Prognose ist also das wir darauf noch sehr viele Monde mehr warten können, wenn überhaupt jemals... Aber so weit würde ich jetzt auch nicht gehen, vielleicht macht die EU daran ja mal was.

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jupp78 08.05.2019, 17:54
66.

Zitat von nixblicker00
Beim gegenwärtigen Stand der Technik stoßen Diesel im Schnitt noch etwas weniger CO2 aus als Benziner. Die Differenz ist allerdings gering und begründet keine steuerliche Begünstigung des Diesels.
Rechnet man sich das mal durch, dann landet man bei den meisten Nutzern (hängt natürlich von der Jahreslaufleistung ab) bei Unterschieden im einstelligen Prozentbereich bei den Steuern (Energiesteuer + KFZ-Steuer) Diesel gegen Benzin. Beim CO2 landet man ebenfalls im einstelligen Prozentbereich.
Fazit: Kleiner Steuerunterschied, kleiner CO2 Unterschied. Das rechtfertigt sich also schon, macht den Kohl aber eh nicht fett.

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bwk 08.05.2019, 18:41
67. Diesel

Ich werde meinen Diesel so lange fahren bis er den "Geist" aufgibt. Das ist der beste Beitrag zum Umweltschutz.

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iore 08.05.2019, 19:04
68. #64

Sorry aber Sie können ihren 190kW-Diesel nun echt nicht mit einem 275 kW-Benziner vergleichen. Ich fahre selbst einen 440i mit 500 Nm und einen 330d Touring mit 620 Nm und bloß weil der Diesel bei 2000 Umdrehungen einen kurzen höheren Drehmomentpeak hat, heißt das nicht, dass sich das Auto in irgendeiner Form im Alltag besser fährt. Im Gegenteil, der Diesel ermüdet viel früher als beim Benziner der Spaß anfängt. Viele Dieselfahrer glauben aber immer noch, dass sie besonders spurtstarke Autos hätten. I.d.R. ist ein moderner Turbobenziner gleicher Leistung deutlich druckvoller in Zwischenspurts.

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merenlähellä 08.05.2019, 19:11
69. Die einzige Aussage,

die hier getroffen und schmackhaft gemacht werden soll, ist doch das Aufheben des "Steuerprivilegs" für Diesel. Dieses Klein-Klein in Sachen CO2-Ausstoß gibt den Deutschen typischerweise etwas zum Nachdenken, bis sie bereit sind, sich noch tiefer von Vater Staat in die Tasche greifen zu lassen (wegen der Umwelt und deren bevorstehenden Untergang). Warum sonst sollte man hier Äpfel mit Birnen vergleichen?

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