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Audi 100 C1: Jens und seine erste große Liebe
J. Püschel

Für viele Menschen sind Autos Beziehungskisten. Margret Meincken berichtet von prägenden Erlebnissen. Diesmal: Wie sich ein Junge mit 13 in den ersten Audi 100 verliebte - und diese Liebe bis heute hält.

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flytogether 10.06.2019, 08:58
1. Es ist so berührend,

diese Liebe zum Blechle wie die Schwaben sagen. Viele verstehen nicht wie man alter Technik verbunden sein kann, sie pflegt und hegt, Emotionen aufbaut und Freude daran hat. Es ist schön zu lesen dass es zur Wegwerfgesellschaft noch Alternativen gibt.

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vulcan 10.06.2019, 10:45
2.

Nicht gerade eine Schönheit, der Audi - weder außen noch innen. Aber Geschmackssache, und verstehen kann ich die Motivation allemal.
Also viel Spaß und viel Glück mit dem Wagen!
Zur Autorin:
"Bei Meincken war es nicht anders. Ihre Automacke entwickelte sich noch im Mutterleib bei einer Tour mit dem Ford Bronco ihres Vaters."
Wie bitte? Wie soll das denn gehen? Hat Baby Margret dann als erstes Wort 'Bronco' gekräht? :-) Wär' ja ganz niedlich, glaube ich aber nicht.

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Airkraft 10.06.2019, 11:04
3. Hatte ich auch mal.

Hatte ich auch mal. War die Inkarntion der Wegwerfgesellschaft. Da wurde bei einem Luftfilterwechsel zusammen mit dem Papiereinsatz auch gleich das Blechgehäuse weggeschmissen :-(

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dasfred 10.06.2019, 11:10
4. Ist jemandem das vorstehende Kofferraumschloss aufgefallen?

Der Opel Kadett hatte zu der Zeit eine spitz zulaufende Motorhaube. Mit solch einem Kadett bin ich als Fahranfänger langsam aus einer Parkbucht gerollt und habe diesem vor mir fahrenden Audi 100 das Kofferraumschloss eingedrückt. Zum Glück war der Fahrer sehr ruhig und verständnisvoll. Ihm war das erst kurz vorher schon einmal passiert.

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hirsnemehism 10.06.2019, 11:13
5. Zu Fahrzeugen dieser Baujahre…

…ist es noch MÖGLICH, eine Beziehung aufzubauen! Nicht zuletzt deshalb, weil sie es dem Besitzer (bei entsprechender Ahnung ) erlauben, selbst Hand anzulegen, wenn mal was kaputt geht. Das ganze Zusatzequipment wie Airbag, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und elektronische „Helferlein“, war bei den meisten damaligen Fahrzeugen schlicht nicht vorhanden und konnte deshalb auch nicht ausfallen. Damals reichten in etwa: Ein Hammer, je zwei verschieden große Schraubendreher für Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben, sowie ein Maulschlüsselsatz von ungefähr 10-21mm, das Fahrzeug mobil zu halten. Ein Nusskasten und eine Prüflampe waren schon fast Luxus. Dazu hatte man überall am/im Auto genug Platz zum Schrauben, da tatsächlich nur der Motor unter der Motorhaube steckte und nicht noch etliche Zusatzaggregate. Also KONNTE man sich noch mit seinem Fahrzeug beschäftigen, was natürlich die Verbindung zu diesem stärkt, währenddessen nachfolgende Fahrzeuggenerationen bei Defekten meist zwangsläufig in eine Werkstatt müssen, weil entweder etwas Elektronische kaputt ist, man Spezialwerkzeug benötigt oder aber alles so verbaut ist, dass man an die zu reparierende Stelle gar nicht mehr herankommt ohne das Auto halb zu zerlegen.

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o.schork 10.06.2019, 11:20
6. Erinnerungen

Wir hatten einen C1 in dunkelblau als GL mit 112 PS und Doppelscheinwerfern. So sah er sogar hübsch aus. Papa ließ hinten Anschnallgurte für uns Kinder nachrüsten, 1972 noch absolut ungewöhnlich. Der Wagen lief knappe 180, damals war das richtig schnell.

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dr.valuta 10.06.2019, 11:37
7. Glückwunsch!

Ein wirklich cooles und sehr schönes Auto, mit einer herrlichen Farbe, Chrom und Charakter. Eben aus den 70ern. Danke für den schönen Artikel und Glückwunsch an den Namensvetter zur Verwirklichung dieses automobilen Traums! :-)

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cybion 10.06.2019, 11:47
8. Alles so schön grün ...

Nachdem mein erstes Gefährt (Jahreswagen Fiat 124 Special) schon nach wenigen Monaten dicke Rostpickel bekam, plünderten während meiner ersten Rucksacktour durch USA, Kanada und Mexico meine Eltern mein schmales Sparbuch, und es erwartete mich bei meiner Rückkehr ein grüner Audi 100 LS, 2. Hand, 5900 DM abzgl. Fiatverkauf. Eher etwas für Hutträger, aber groß und bequem.
Er begleitete mich durch die Studienzeit, war aber nicht die große Liebe und erlitt (wie zahlreiche andere Audi 100 auch) bei ca. 100tkm einen teuren Motorschaden.
Heute stehen sich 3 Autos mit Stern und ohne Dach (SL, Bj. 74, 88, 90) für gelegentliche Ausflüge die Reifen bei mir platt. Die große Liebe aber bleiben die während der Audi-Zeit kennengelernte immer noch Ehefrau und eine Toyota Supra 3.0 i Turbo, bis heute unvergleichlich in Form und Qualität (beide).

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widower+2 10.06.2019, 12:04
9. Stolzer Preis

2300 Euro für ein Fahrzeug, das seit 20 Jahren irgendwo vor sich hin rottete, von dem an nicht weiß, warum er nicht läuft und ob er je wieder laufen wird und der zudem nicht unbedingt zu den begehrtesten Oldtimern gehört.

Das muss wirklich Liebe sein.

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