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Audi 100 C1: Jens und seine erste große Liebe
J. Püschel

Für viele Menschen sind Autos Beziehungskisten. Margret Meincken berichtet von prägenden Erlebnissen. Diesmal: Wie sich ein Junge mit 13 in den ersten Audi 100 verliebte - und diese Liebe bis heute hält.

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k70-ingo 10.06.2019, 14:58
30. Ein bißchen Stänkern muß noch sein

Als berüchtigter Originalo-Fetischist kann ich mich doch nicht zurückhalten und muß dem stolzen Audi-Eigner noch einen mitgeben:
die grünen Sitze sind nicht oregenool.
Bei VW-/Audi war die Kombination grüner Außenlack mit grüner Innrnausstattung offiziell nicht möglich.

Außerdem gab es grüne Innenausstattungen erst für das Modelljahr 1974, also ab August 1973 und noch nicht im Frühjahr 1972, als dieser Wagen gebaut wurde.
Allerdings gehören diese 1974er Sitze, die im Audi 100 und dem RO 80 verbaut wurden, zu den bequemsten Autositzen ihrer und auch zukünftiger Zeit. Die sind schon fast Ford Granada-Niveau.

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Pompeo Davyd 10.06.2019, 15:06
31. Das stimmt zwar,

Zitat von k70-ingo
Da sind wir K 70-Eigner fein raus - da kommt man an die Kupplung, indem man einen Plastikdeckel mit Schnellverschluß öffnet.
aber so richtig easy geht der Kupplungswechsel auch beim K70 nicht vonstatten.
Schon diesen Sicherungsring von der Antriebswelle abzumachen war ein blöde Fummelei. Dann muss diese zurück gezogen werden, was bei manchen Fahrzeugen auch recht schwer ging.
Und wirklich gut kommt man durch die Montageöffnung auch nicht an die Kupplung. Vor allem beim Einbau kann das zu einer bösen Fummelei ausarten.
Sicher ist der Aufwand beim Audi 100 größer, aber man kam immerhin an alles gut dran, besser als beim K70.

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k70-ingo 10.06.2019, 15:49
32. Ein bißchen Stänkern muß noch sein

Als berüchtigter Originalo-Fetischist kann ich mich doch nicht zurückhalten und muß dem stolzen Audi-Eigner noch einen mitgeben:
die grünen Sitze sind nicht oregenool.
Bei VW-/Audi war die Kombination grüner Außenlack mit grüner Innrnausstattung offiziell nicht möglich.

Außerdem gab es grüne Innenausstattungen erst für das Modelljahr 1974, also ab August 1973 und noch nicht im Frühjahr 1972, als dieser Wagen gebaut wurde.
Allerdings gehören diese 1974er Sitze, die im Audi 100 und dem RO 80 verbaut wurden, zu den bequemsten Autositzen ihrer und auch zukünftiger Zeit. Die sind schon fast Ford Granada-Niveau.

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Fragende_Leere 10.06.2019, 16:52
33. Bremse am Rahmen

Hat doch die Ente auch, teutonische Kuriosität?
Dann: der C1 basiert auf dem DKW, das hausgemachte Problem war der neue, zu schwere Frontmotor in der Konstruktion für den ehemalig tätigen 2Takter. Pfusch, nix Vorsprung durch Technik.
In der Folge hat Audi mit Piech(?) viel rumlaborieren müssen, das Ziel war, BMW zu schlagen.
Ob das mit diesem Fzg geglückt ist, mag jeder selbst entscheiden. Schön, dass jemand Freude an diesem Audi hat, gefällt mir

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k70-ingo 10.06.2019, 18:26
34.

Zitat von Fragende_Leere
Hat doch die Ente auch, teutonische Kuriosität? Dann: der C1 basiert auf dem DKW, das hausgemachte Problem war der neue, zu schwere Frontmotor in der Konstruktion für den ehemalig tätigen 2Takter. Pfusch, nix Vorsprung durch Technik. In der Folge hat Audi mit Piech(?) viel rumlaborieren müssen, das Ziel war, BMW zu schlagen. Ob das mit diesem Fzg geglückt ist, mag jeder selbst entscheiden. Schön, dass jemand Freude an diesem Audi hat, gefällt mir
Äh nein, weder noch.

Weder hat der Audi einen Rahmen wie die Ente, sondern eine selbsttragende Karosserie (dito RO 80 und K 70, die anderen Modelle mit innenliegenden Scheibenbremsen vorne).

Und nein, der Audi 100 basiert nicht auf dem DKW. Das war sein kleiner Bruder und Vorgänger Audi 60/72/80/Super 90, die Baureihe F103 (F104 ist der Audi 100).
Der Vorgänger des F103, der DKW F102, hatte bereits eine moderne, selbsttragende Karosserie. Bei dem wurde nur stur am Zweitakter festgehalten, was in den sehr kalten Wintern 1963 und 1964 zum Desaster für DKW führte, da dieser Dreizylinder-Zweitakter die extrem niedrigen Temperaturen nicht verkraftete.

Mercedes-Benz, der damalige Eigentümer, war das Gewürge leid und verkaufte die Auto Union 1965 an Volkswagen. Dort wollte man sich auch nicht mit dem überholten Zweitaktkrempel abgeben. Die Notlösung war der legendäre Konstrukteur Ludwig Kraus, der von Mercedes kam und einen fertig konstruierten Motor mitbrachte, ein Überbleibsel von einem nie realisierten Mercedes-Geländewagenprojekt in den 50er Jahren.
Dieser Motor wurde in den DKW F102 eingebaut, der plus ein paar optischer Retuscheb damit zum ersten Nachkriegs-Audi mutierte.
Um den peinlichen Zweitakt-Mief loszuwerden, wurde für dieses Viertaktmodell der Name der einstigen Mittelklasse-Marke der Auto Union wiederbelebt.

Der vom 1941er DKW Reichsklasse-Prototyp stammende Rahmen, den die Vorgänger des F102 alle hatten, lebte in der DDR bis 1991 weiter - im Wartburg.

P.S. In den allerersten Audi 100 -im F103 sowieso- findet sich auf dem Motor tatsächlich der Mercedes-Stern.

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suedniedersachse 11.06.2019, 16:31
35. Frontalcrash mit Fiat Blech:

Habe ich im Januar 2015 mit einem 1989er Fiat Uno 45 überlebt. Ich war angegurtet. Der Zusammenstoß war versetzt. Die Geschwindigkeit lag bei 70 km/h. Ich brach mir den linken Fuß (durch das eindringende Vorderrad). Auch mit alten Autos ist man nicht bei 50 km/h sofort tot!

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Fragende_Leere 11.06.2019, 17:02
36. @34: naja

Ob der Rahmen nun das Entscheidende an der innen liegenden Bremse ist, weiß ich nicht. Mir gings um die Aussage im Artikel. Auch zu dem schweren und frontlastigen Design haben Sie (wohlweislich?) nichts gesagt. Geschenkt.

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k70-ingo 11.06.2019, 21:16
37.

Zitat von Fragende_Leere
Ob der Rahmen nun das Entscheidende an der innen liegenden Bremse ist, weiß ich nicht. Mir gings um die Aussage im Artikel. Auch zu dem schweren und frontlastigen Design haben Sie (wohlweislich?) nichts gesagt. Geschenkt.
Ach so, die Frontlastigkeit. Daran habe ich mich über die Jahre gewöhnt, ebenso wie an den Krafteinsatz beim Rangieren (Audi 100 C1 und K 70 haben keine Servolenkung).
Der NSU 1200 C, den ich zwischenzeitlich fuhr, verwirrte mich zunächst (der ließ sich im Stand mit drei Fingern lenken), aber der servolose Frontantrieb ist für mich der Normalzustand geblieben.

Beim Audi 100 C1 kann der Versuch, das Gewicht besser verteilt zu bekommen, im Extremfall unschöne Folgen haben:
die Batterie ist unter dem Rücksitz verbaut. Wenn dort eine stark übergewichtige Person sitzt, werden die metallenen Sprungfedern der Sitzbank auf die Batteriepole gedrückt. Es hat deswegen -früher zumindest- Fahrzeugbrände gegeben.

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