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Audi AI:ME: In der Wolke durch die Hölle
Audi

Das Auto verliert seine Rolle als Statussymbol? Das sieht Audi anders und präsentiert ein Carsharing-Fahrzeug für Angeber. Der AI:ME prunkt und protzt - spart aber an einer ungewöhnlichen Stelle.

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s.l.bln 16.04.2019, 10:23
20. Erstaunlich...

...wieviel die Zukunft potenziell mit der Vergangenheit gemein hat.
Wahrscheinlich habe ich nur vergessen, den Aluhut abzusetzen, aber wenn man die ganze Car sharing Nummer in einen größeren Zusammenhang einordnet, kann man auf die Idee kommen, daß wir uns auf leisen Sohlen wieder in Richtung Feudalherrschaft zurückbewegen.
Neben der Aufklärung und dem Beginn einer möglichen Durchdringung gesellschaftlicher Schichten waren es vor allem Besitz( möglichst auch des eigenen Leibes) sowie Individualverkehr der breiten Masse, die die moderne Gesellschaft einläuteten.
Wer sich das Verhalten der EZB im Rahmen der Eurokrise ansieht, als man griechische Banken daran gehindert hat, die den Leuten gehörenden Renten und Gehälter auszuzahlen, die sie den Banken ja nur zur Verfügung gestellt hatten, kann man auf die Idee kommen, daß die vorangetriebene Abschaffung des Bargeldes doch nicht so eine gute Idee ist.
Ähnlich ist es mit dem Auto.
Car sharing ist nur der erste Schritt. Danach käme selbstfahrend, zentral gesteuert. Wenn dann noch das Bargeld abgeschafft ist, könnte die nächste mehr oder weniger totalitäre Regierung (die AFD stünde hier wohl zur Verfügung) praktisch alle Bereiche des Lebens kontrollieren. Menschen wären nicht mal mehr in der Lage, ihr näheres Umfeld zu verlassen, wenn es "der Führung" nicht paßt.
Wahrscheinlich sehe ich das aber zu eng...

Was das Audi Konzept selbst angeht, wünschte ich, Concept cars wären generell ein Stück näher an der Realität. Der Knick in den Seitenscheiben ist ja ein netter Designgag, würde aber ein Öffnen von Seitenfenstern unmöglich machen.

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om108 16.04.2019, 11:23
21. Fake-info von Forist No.1 botellus-maximus!

Offenbar ist es Volkssport geworden, SPON schlecht recherchierte Artikel vorzuwerfen. Shanghai leidet unter einem Verkehrsinfarkt, wie dutzende andere Mio-Metropolen auch. Wenn hier mal die Shaihangaier selbst zitiert werden können: Wer die weltgrößte Autoausstellung sehen will, scherzen Shanghaier, der muss keine Messen besuchen. Es reicht, zur Rushhour auf die City-Highways zu fahren: Jeden Morgen und Abend reihen sich kilometerweit die neuesten Luxusmodelle aneinander, Stoßstange an Stoßstange. Alle hupen, nichts bewegt sich. Rushhour ist in Chinas größter Millionenmetropole übrigens ein dehnbarer Begriff: An Freitagnachmittagen verstopfen die Straßen bereits ab 15.30 Uhr und lichten sich erst wieder gegen 22 Uhr. In dieser Zeit kriechen Autos derart über den Asphalt, dass man mit dem Fahrrad schneller wäre. Fahrrad will in China nur keiner mehr fahren. Inzwischen gilt es als Fortbewegungsmittel der Armen.

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sponuser936 16.04.2019, 11:59
22. Super Design

Gefällt mir extrem gut. Aber wir wissen ja alle; "Studie" ist gleichbedeutend mit "Kommt eh nie auf den Markt".

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hps 16.04.2019, 12:00
23. Wo sich die Zukunft verirren kann

Gartenzaum an der Decke? Pedale vorne links? Barocke Wülstungen am Heck? Gut, das diese Versionen mehr der Verwunderung als einem echten Designvorschlag dienen.

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Pickle__Rick 16.04.2019, 12:27
24.

Zitat von karlo1952
hat doch längst ausgedient. Es besteht doch nur noch in Deutschland bei den ewig gestrigen AMS-Lesern, denen Höchstgeschwindigkeit, PS oder kW und Querbeschleunigung wichtig sind. Schaut man in andere Länder, ist das Auto, von ein paar Ausnahmen abgesehen, ein reines Fortbewegungsmittel mit entsprechenden Spuren.
Das Auto ist natürlich noch Statussymbol. Nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten entwickelten Ländern dieser Welt. Gerade in den aufstrebenden Regionen Asiens ist es das Statussymbol überhaupt. Da muss man sich wirklich fragen von welchen Ländern die reden.
Selbst wenn man nicht auf "Höchstgeschwindigkeit, PS oder kW und Querbeschleunigung" achtet. Das sind dann die Statussymbole für alle, die glauben kein Statussymbol zu brauchen. Siehe Tesla. Die Marke vermittelt aktuell:"Sehr her, ich hab Geld bin aber trotzdem ultravernünftig und fortschrittlich." Genau wie Kleidung und alles anderen Dinge mit Außenwirkung, wird das Auto immer eine Art Statussymbol sein. Selbst wenn es irgendwann nur noch darum geht, welche Flotte von welchem Fahrdienst man bevorzugt.

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MartinS. 16.04.2019, 12:43
25. ...

Zitat von om108
Offenbar ist es Volkssport geworden, SPON schlecht recherchierte Artikel vorzuwerfen. Shanghai leidet unter einem Verkehrsinfarkt, wie dutzende andere Mio-Metropolen auch. Wenn hier mal die Shaihangaier selbst zitiert werden können: Wer die weltgrößte Autoausstellung sehen will, scherzen Shanghaier, der muss keine Messen besuchen. Es reicht, zur Rushhour auf die City-Highways zu fahren: Jeden Morgen und Abend reihen sich kilometerweit die neuesten Luxusmodelle aneinander, Stoßstange an Stoßstange. Alle hupen, nichts bewegt sich. Rushhour ist in Chinas größter Millionenmetropole übrigens ein dehnbarer Begriff: An Freitagnachmittagen verstopfen die Straßen bereits ab 15.30 Uhr und lichten sich erst wieder gegen 22 Uhr. In dieser Zeit kriechen Autos derart über den Asphalt, dass man mit dem Fahrrad schneller wäre. Fahrrad will in China nur keiner mehr fahren. Inzwischen gilt es als Fortbewegungsmittel der Armen.
In gewissem Rahmen muss ich ihnen zustimmen, allerdings stellen sie die Situation auch reichlich überspitzt dar.
Natürlich sind die Straßen immer "voll", aber das unterscheidet sich auch nicht wirklich von anderen Metropolen (selbst den Metropölchen hier in Deutschland... auch in Frankfurt oder Stuttgart herrscht zu vergleichbaren Stoßzeiten weitreichend Stop&Go - gefühlt sogar eher schlechter als in Shanghai)

Das Fahrrad als Alternative wäre zwar vielleicht auch nur mit übertriebener Darstellung schneller. Allerdings dient dies ohnehin im Stadtbereich nur als Fortbewegungsmittel für Kurzstrecken. Regulär wäre das dann eher der Roller, oder eben das Massenverkehrsmittel der Metro (und man ist mit beiden deutlich schneller unterwegs, als mit dem Auto).
Auch das Anspruchsdenken ist eigentlich kein anderes, als hier in Deutschland. Wer sich ein Auto leisten kann, ist nur widerwillig dazu bereit, wieder auf die Bahn umzuschwenken.... zumeist natürlich, weil die Verbindungen ungünstig sind, man umsteigen müsste, Wartezeiten hat... und im Endeffekt dann doch wieder länger bräuchte.
Auch das ist in Shanghai ja eigentlich ähnlich. Wenn man bei der Metro 2-3x die Linie wechseln muss, dann geht da auch nichts mehr schneller. Mit dem Auto hat man halt bezogen auf den täglichen Arbeitsplatz doch wieder einen anderen Aktionsradius.
Wer sichs nicht leisten kann, zieht dann aber eben wieder in entsprechende Nähe zum Arbeitsplatz - alles andere macht dort keinen Sinn. Eine Pendelzeit von einer Stunde (einfache Strecke) ist nicht ungewöhnlich, aber zwei Stunden mit der Metro rumkutschieren wären einfach nur widersinnig. (wenngleich viele auch dieses noch machen, wenn ihre Arbeitsplätze aus der Stadt heraus verlagert werden. Dann pendelt man eben erst zum Fernbahnhof und dann weiter in die andere Stadt.... ein Umzug aus Shanghai in eine kleinere Stadt ist aber kaum vorstellbar - das ist sozial mit einem schweren Gesichtsverlust verbunden)

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almeo 16.04.2019, 13:18
26.

Zitat von noalk
Das sind übrigens knapp 130 kW. Die brauchen Sie, um beim Bremsen mit dem Motor möglichst viel kinetische Energie wieder als chemisch-elektrische Energie wieder in den Akku zurückzukriegen, und das in möglichst kurzer Zeit. Nennt sich "Rekuperation". Je mehr Brems-kW, desto effektiver - grob gesagt.
Naja, aber die Rechnung geht so wirklich ja nicht auf: Den Reichweitengewinn durch Rekuperation habe ich ja zehnmal mehr, wenn ich statt 175PS Elektromotren einfach 75PS Elektromotoren einbaue, die viel weniger Strom aus dem Akku ziehen...

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MartinS. 16.04.2019, 13:49
27. ...

Zitat von almeo
Naja, aber die Rechnung geht so wirklich ja nicht auf: Den Reichweitengewinn durch Rekuperation habe ich ja zehnmal mehr, wenn ich statt 175PS Elektromotren einfach 75PS Elektromotoren einbaue, die viel weniger Strom aus dem Akku ziehen...
Das ist ja der Unterschied von einem Elektromotor zu einem Verbrennungsmotor.
Der Elektromotor mit 250 KW verbraucht eben nicht mehr als der mit 100 KW, solange man die selbe Leistung abruft (sprich eben die gleiche Geschwindigkeit fährt).
Der größer dimensionierte Motor ist etwas schwerer und das Mehrgewicht muss natürlich auch wieder mitbewegt werden.
Hier reden wir allerdings um ein verhältnismäßig geringes Mehrgewicht. 1 kg Mehrgewicht sind absolut zu vernachlässigen, wenn im Gegenzug durch die höhere Motorleistung eben auch umgekehrt ein höherer Rekuperationsgrad erreicht werden kann.
Die Mehrkosten sind vernachlässigbar, das Mehrgewicht ist vernachlässigbar.... und die Leistungsangabe sollte man mal vollkommen losgelöst von der Erfahrungen mit Verbrennungsmotoren sehen. Es existiert kein nachgestelltes Schaltgetriebe, sondern man hat schlichtweg einen Vorwärtsgang, der mit der linearen Leistungsabgabe des Motors den kompletten Geschwindigkeitsrange abbildet.

Im Gegensatz dazu fahren sie einen Verbrenner beim Beschleunigen in jedem Gang immer wieder bis an die Leistungsspitze (wo sie den maximalen Verbrauch haben), schalten dann in die nächste Übersetzung und treten ihn wieder hoch.
Hier bestimmt die obere Leistungsabgabe auch den Verbrauch. Das Zylindervolumen wird ja nicht kleiner, nur weil man langsamer fährt.
Da der Elektromotor seine Leistung einfach linear abgibt und nicht auf ein optimales Drehzahlband angewiesen ist, kann man sich das Schaltgetriebe sparen und kann auch einen vergleichbar leistungsstarken Motor einbauen, und der verbraucht bei Tempo 60 genau so viel, wie ein kleinerer Elektromotor.

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elektrofachkraft 16.04.2019, 14:42
28.

Zitat von almeo
Naja, aber die Rechnung geht so wirklich ja nicht auf: Den Reichweitengewinn durch Rekuperation habe ich ja zehnmal mehr, wenn ich statt 175PS Elektromotren einfach 75PS Elektromotoren einbaue, die viel weniger Strom aus dem Akku ziehen...
Nein, haben Sie nicht. Oder nehmen Sie an, dass ein Fahrzeug mit einem 175PS-Motor das 2,3-fache an Energie ggü. einem Fahrzeug mit 75PS-Motor verbraucht, nur weil er das 2,3-fache der Nennleistung hat?
Das geht besonders bei Elektromotoren kaum auf, weil der größere Motor zwar schwerer ist, dessen Masse allerdings kaum in die Leistungsbilanz einfließt, weil a) die Energie zum Beschleunigen des Mehrgewichts auch zu einem großen Teil rekuperiert werden kann und b) der Motor bei entsprechender Auslegung effizienter ist.
Insofern ergibt es nicht immer Sinn, bei einem Elektroauto an elektromotorischer Bremsleistung zu sparen. Allerdings hängt es natürlich nicht nur vom Motor, sondern auch von der Batterie ab, wie viel Energie zurückgeführt werden kann und wie viel tatsächlich in der Bremsanlage verheizt wird.

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baggi66 16.04.2019, 15:25
29. Ein Witz auf Rädern

Hätte sich Audi vor 10 Jahren für ein solches Konzept entschieden wäre Vorsprung durch Technik noch da. Aber so. Was peinlich.

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