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Auto-Blog "Fahrtenbuch": Schraube nie vor einer Kita
Jens Tanz

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nicht_schon_wieder 23.09.2017, 10:01
1. Wer auf Autos herumklettert...

... kann kein Oldtimerfreund sein. Dann geht es nur um Effekthascherei und den Versuch, sich in möglichst inniger Beziehung mit seinem Fahrzeug darzustellen. Um den Preis bleibender Schäden.
Ich sollte vor sieben Jahren mal für ein in Hamburg erscheinendes Autoblättchen auf meinem originalen Erstlack-Golf-I-GTI posieren. Auf meine Weigerung hin wurde der Fotograf unangenehm und ich verließ den Ort der Zerstörung. Später im Heft könnte man sehen, dass sie einen anderen Dummen gefunden hatten.

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anselmwuestegern 23.09.2017, 10:07
2. glaubwürdig

Die Situation kling sehr glaubwürdig. Ich werde mir den Hinweis zu Herzen nehmen und nie versuchen ein Auto vor einer Kita zu reparieren.

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andreasclevert 23.09.2017, 10:11
3. Angesichts

der aktuellen, ernsthaften Diskussion um Gaffer, finde ich den Vergleich von Kindergartenkindern mit Gaffern nicht passend. Gleiches gilt für die Riesenexplosion, die in Aussicht gestellt wird. Nicht lustig.

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1+1=3 23.09.2017, 10:48
4. You made my day!

Ich fand die Geschichte ausgesprochen nett und sympathisch! Ich mag diese Form von unbekümmerter kindlicher Neugierde. Und sie zeigt Fantasie, damit umzugehen. Viel besser als die kleinen "Gaffer" anzuschnauzen: "Fragt nicht so dumm! Geht wieder spielen ..."

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thelix 23.09.2017, 10:52
5.

Ein sehr schöner Artikel, bei dem man richtig schön das allmählich erodierende Nervengerüst vor sich sieht. :)

Und ihr spaßbefreiten SpOn-Foristen versteht es wieder mal gekonnt, mit eurer typisch deutschen Miesepetrigkeit dem Leser jegliche Freude, die er beim Lesen des Textes empfand, auszusaugen.

Aber okay, der Autor hätte wissen müssen, daß man in diesem Land keine Witze über Autos macht. ^^

Armselig. Also, nicht der Autor. Sondern die, die meinen, ihr freudloses Leben auf diese billige Art aufwerten zu müssen. "Duuuuuu. Warum bist du so miesnickelig?"

@nicht_schon_wieder
Sie haben vergessen, das Jahr der Erstzulassung anzugeben. Und die PS-Zahl. Die PS-Zahl ist am wichtigsten, habe ich gehört!!1!

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thelix 23.09.2017, 11:00
6.

Zitat von 1+1=3
Viel besser als die kleinen "Gaffer" anzuschnauzen: "Fragt nicht so dumm! Geht wieder spielen ..."
Das wäre dann wohl das, was unsere drei Vorschreiber von sich gegeben hätten! Und da ich gerade dabei bin: vermutlich wäre auch ein "Nehmt euch vor Flüchtlingen in Acht!" zu hören gewesen. ^^

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d45gts 23.09.2017, 11:32
7. Freuen Sie sich über große beeindruckte Kinderaugen!

Früher war es üblich, dass Kinder im Alltagsleben dabei waren, teilweise auch mitarbeiteten. (Nein ich denke jetzt nicht an Bergbau unter Tage mit 14 Stunden Schichten.)
Dabei wurde natürlich auch viel gelernt.
Mittlerweile sind Kinder die Fragen stellen scheinbar unheimlich nervig. Ich finde Kinderfragen sehr ehrlich und interessiert.
Bei der geschilderten Szene spielt es m. E. auch noch eine Rolle, dass Kinde heutzutage ja keinen Mann (männliche Rolle) mehr "sehen". Von der Kita bis mi. Ende Grundschule nur Erzieherinnen und Pädagoginnen. Insofern nachvollziehbar, dass Autoteile, ölverschmierte Hände und die Erkenntnis, dass man an Autos auch selbst etwas reparieren kann, Faszination auslösen.

Daher mein Tipp, entspannen Sie sich, genießen Sie, bewundert zu werden. Hat man im Alltag ja auch nicht so häufig. ;)

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Jens Tanz 23.09.2017, 11:40
8. Intimer geht es nicht

Zitat von nicht_schon_wieder
... kann kein Oldtimerfreund sein. Dann geht es nur um Effekthascherei und den Versuch, sich in möglichst inniger Beziehung mit seinem Fahrzeug darzustellen. Um den Preis bleibender Schäden. Ich sollte vor sieben Jahren mal für ein in Hamburg erscheinendes Autoblättchen auf meinem originalen Erstlack-Golf-I-GTI posieren. Auf meine Weigerung hin wurde der Fotograf unangenehm und ich verließ den Ort der Zerstörung. Später im Heft könnte man sehen, dass sie einen anderen Dummen gefunden hatten.
Hallo zusammen,

ja, ich sitze auf Autos. Auf den Hauben. Dabei zerkratzen die auch mal oder bekommen eine Beule. Denn ich LEBE meine alten Autos.
Wenn jemand sein Schätzchen mit Wattestäbchen polieren möchte und es nur am sonnigen Sonntag rausholt - bitte. Ich bin da anders. Ich fahre die alten Kisten im Alltag. Und das gern. Sommer wie Winter.
Ja. Sie rosten. Und sie werden nass. Na und? :-)

Dafür sehen andere sie im Alltag, beim Supermarkt und hinter dem Schneepflug und freuen sich genau wie ich. Jeder wie er mag. Das kennzeichnet einen Oldtimer Liebhaber nicht mehr oder nicht weniger. Oder wer maßt sich an, da die Regeln aufzustellen?

Schön' Samstach
Jens. Der Schreiber

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Jens Tanz 23.09.2017, 11:41
9. Selbstverständlich :-D

Zitat von d45gts
Früher war es üblich, dass Kinder im Alltagsleben dabei waren, teilweise auch mitarbeiteten. (Nein ich denke jetzt nicht an Bergbau unter Tage mit 14 Stunden Schichten.) Dabei wurde natürlich auch viel gelernt. Mittlerweile sind Kinder die Fragen stellen scheinbar unheimlich nervig. Ich finde Kinderfragen sehr ehrlich und interessiert. Bei der geschilderten Szene spielt es m. E. auch noch eine Rolle, dass Kinde heutzutage ja keinen Mann (männliche Rolle) mehr "sehen". Von der Kita bis mi. Ende Grundschule nur Erzieherinnen und Pädagoginnen. Insofern nachvollziehbar, dass Autoteile, ölverschmierte Hände und die Erkenntnis, dass man an Autos auch selbst etwas reparieren kann, Faszination auslösen. Daher mein Tipp, entspannen Sie sich, genießen Sie, bewundert zu werden. Hat man im Alltag ja auch nicht so häufig. ;)
Na klar freue ich mich.
Sehr sogar. Meine eigenen drei Kinder lieben und leben meine alten Autos.
In diesem Fall war die Konfrontation mit der geballten Wiederholung schlicht erdrückend (ich bin ja nach dem "Ende" des Artikels da noch lange nicht wieder weggekommen...).
haha.

Jens

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