Forum: Auto
Auto-Schrauber: Hilf dir selbst, dann hilft dir Etzold
Tina Demetriades

Generationen von Autobesitzern haben seine Werke verschlungen. Rüdiger Etzolds "So wird's gemacht"-Bücher gelten als die Bibel der Schrauber. Das Problem: Wer liest heute noch die Bibel?

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Petersbächel 24.06.2014, 13:29
40.

Zitat von rennflosse
Kann ich so nicht stehen lassen. Mein Sohn baut seine Computer selbst und versteht einiges davon. Das Auto hat 1.000 Euro gekostet; ein alter Twingo, an dem einfach nichts kaputt geht. Na ja, kaum. Bei einer freien kleinen Werkstatt ist man gut aufgehoben......Die Perspektiven verschieben sich heute......
Das ist richtig. Selbst was bauen, ermöglichen, verbessern, Wissen zu erwerben und sich auszukennen, statt nur zu konsumieren, ist ein Wert an sich.

Das kann in Richtung Autoschrauben, Dachdecken oder PC/Händy gehen - das ist erstmal wertfrei.

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Sugafoot 24.06.2014, 13:30
41.

"Gleichzeitig ist die iPhone-Generation technisch nicht mehr so versiert. Durch den gewachsenen Wohlstand sind sie nicht mehr auf eigene Fertigkeiten angewiesen, sondern haben das Geld, das Auto in die Werkstatt zu bringen" dass diese Aussage Gequarke ist, hat der gute Man schon im späteren Teil des Interviews selber erkannt. Die heutige Jugend hat einfach keine Lust mehr am Auto rumzuschrauben. Ich bin schon bissle älter, aber ich habe noch nie am Auto rumgeschraubt, mir fehlt das komplette Interesse hierzu.

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Altesocke 24.06.2014, 13:32
42. 07

"Ich lebe allerdings vom Verkauf meiner Bücher."

Warum nur kann ich das kaum glauben?
Ach ja:
"Mehr als 150 Ausgaben zu verschiedenen Fahrzeugmodellen sind bislang erschienen, die Reihe hat eine Gesamtauflage von mehr als sechs Millionen Exemplaren."
Wenn er also wirklich vom Verkauf lebt, muss er sehr gut gelebt haben, die letzten 40 Jahre!

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Schimboone 24.06.2014, 13:44
43.

Zitat von sysop
Generationen von Autobesitzern haben seine Werke verschlungen. Rüdiger Etzolds "So wird's gemacht"-Bücher gelten als die Bibel der Schrauber. Das Problem: Wer liest heute noch die Bibel?
Nunja, ich denke die Bücher haben sich heute überlebt.
Ich bin 35 und habe ursprünglich mal mit nem R11 angefangen, dafür hatte ich auch so ein Buch (ich weiß nicht mehr ob es vom Etzold war, oder von der Konkurrenz), jedenfalls war das nur begrenzt Hilfreich, da man eben nicht nachfragen konnte wenn man etwas nicht verstanden hat.

Heute schraube ich immer noch alles selber (ist halt nen Hobby und spart nach wie vor viel Geld), ich arbeite aber nur noch über Foren. Dort hat man den großen Vorteil das man auch mal nachfragen kann falls es Probleme gibt.

Der weitere Vorteil ist derjenige, das man nicht so häufig über den Tisch gezogen wird wie in der Werkstatt.Das ist nämlich für mich ein weiterer gewichtige Grund selber zuschrauben.

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crunchy_frog 24.06.2014, 13:46
44.

Zitat von weiterschlafen
@Etzold sagt dass die Autos jetzt zuverlässiger sind als früher.Sehr witzig.Das sagt mir dass er eigentlich sich schon lange nicht mehr mit moderne Autos beschäft hat.Denn moderne Autos können vieles,aber zuverlässigkeit gehört nicht dazu.
Da liegen Sie aber komplett falsch. Heutige PKW's haben allein Inspektionsintervalle, die noch in den 70ern ein halbes Autoleben waren. Gesamtlaufleistungen von weit über 200.000 km sind für moderne Fahrzeuge (insbesondere Diesel) kein Problem, da war der gute alte Einser-Golf schon bei wenig mehr als der Hälfte ein Fall für den Schrottplatz.

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Frittenbude 24.06.2014, 14:07
45.

Zitat von crunchy_frog
Da liegen Sie aber komplett falsch. Heutige PKW's haben allein Inspektionsintervalle, die noch in den 70ern ein halbes Autoleben waren. Gesamtlaufleistungen von weit über 200.000 km sind für moderne Fahrzeuge (insbesondere Diesel) kein Problem, da war der gute alte Einser-Golf schon bei wenig mehr als der Hälfte ein Fall für den Schrottplatz.
Also mein Golf I, 54 PS Diesel, hatte mit dem ersten Motor 445 000 km auf der Uhr, als ich ihn an einen jungen Golf-Fan verschenkt habe (der übrigens daraus dann ein komplett neues Auto gezaubert hat, obwohl "I-Phone-Generation".....).
Habe aber regelmäßig selbst Öl gewechselt. Ansonsten war nur 1 Mal die Lichtmaschine fällig (ich glaub so nach 380 000 km), das schaffen die neuen Autos heute nach meiner Erfahrung nicht mehr.
Dafür fahren die modernen Autos aber besser......

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christian10 24.06.2014, 14:11
46. automobile regression

ich bin kein berliner, ich bin ein etzold-schrauber.
ich bin lange jahre 50.000 km im jahr mit golfs gefahren. war der eine am ende seiner tage, wurden seine teile ausgebaut und in ein regal gelegt. so hatte ich am wochenende die möglichkeit, den aktuellen golf mit den ersatzteilen des alten golfes zu reparieren. verschleißteile wurden neu gekauft. so war es mir möglich, einen golf zb kombi mit neupreis um die 27.000 für um die 3000e zu kaufen. der wertverlust betrug dann um die 500e pro jahr. im endeffekt kam man so auf einen sehr, sehr günstigen gesamt km-preis. mit einem golf 2 und 3 buch konnte man noch das meiste selbst reparieren. mit dem golf 4 ist das schwieriger, es steht wesentlich weniger drin, da man anscheinend davon ausgeht, dass sich der leser nicht mehr soviel zutraut. da meine familie keinen hohen statusanspruch an ein auto stellt, ist aus den verschiedenen vw-en mit der zeit dacia logan kombi geworden, da es in meinen augen der neue volkswagen ist. viel platz, gute sitzposition, das auto auf das wesentliche reduziert, sehr gute reiseeigenschaften, zuverlässig, gutes preis-leistungsverhältnis, da blinkt nicht immer irgendetwas und raubt einem den nerv. und das schöne, wenn etwas kaputt geht, kann man ihn selbst umfassend reparieren. von daher möchte ich dafür werben, dass auch für die marke dacia ein etzold buch entsteht. es gibt nur eine plattform, so könnte man in einem buch schon eine ganze marke und deren käuferschaft wiederfinden. und es ist das auto, was man in zukunft noch selbst reparieren kann. bei den anderen autos ist das nur noch sehr schwer möglich. bei uns gibt es drei dacia. ein mieter hat auch einen. somit: wer ein dacia buch schreiben mag, sehr gern.

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maledicto 24.06.2014, 14:28
47.

Zitat von Frittenbude
Also mein Golf I, 54 PS Diesel, hatte mit dem ersten Motor 445 000 km auf der Uhr, als ich ihn an einen jungen Golf-Fan verschenkt habe (der übrigens daraus dann ein komplett neues Auto gezaubert hat, obwohl "I-Phone-Generation".....). Habe aber regelmäßig selbst Öl gewechselt. Ansonsten war nur 1 Mal die Lichtmaschine fällig (ich glaub so nach 380 000 km), das schaffen die neuen Autos heute nach meiner Erfahrung nicht mehr. Dafür fahren die modernen Autos aber besser......
Natürlich schaffen das moderne Fahrzeuge. Locker sogar. Mein 3er BMW Baujahr 1996 hat bald 300.000km runter. Der könnte aber noch mindestens 200.000 runter reißen. Es gibt auch BMWs mit 900.000km.
Das haben aber auch schon alte Volovs geschafft und man muss sagen, dass die Motoren der BMWs bei guter Pflege ewig halten. Ein Hyundai hätte da vielleicht schon Probleme, das weiß ich nicht.

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SirTurbo 24.06.2014, 14:41
48. Titel zu verschenken, unbenutzt

Zitat von juergw.
schmieren so lange mit dem Zeigefinger über das Display ihres Handys ,in der Hoffnung das passende App zu finden,das die Probleme am Automobil lösen kann.
Auf dem Handy die App Torque, am Auto ein BT-OBD2-Adapter (mit Geduld aus China um die 5€) und man kann den Fehlerspeicher auslesen und sogar Echtzeitdaten abgreifen während der Motor läuft. Ohne seinen Schlepptop dabeizuhaben.
Sehr hilfreich. Beim Handbuch selber naja - klar ist es gut immer Handbücher dabeihaben zu können ohne daß sie Platz wegnehmen. Aber wenn ich mir mein Haynes mit den Ölflecken so anschaue... Obwohl man das Handy ja abwischen könnte im Gegensatz zum toten Baum.

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SirTurbo 24.06.2014, 14:57
49. Sinn und Unsinn von Titeln

Zitat von der_diskutant
Ich hätte gerne einen Nachbarn, wie sie es vielleicht sind, juergw, der mit mir am Wochenende beim Schrauben an der Karre hilft. Umgekehrt würde ich natürlich ebenso helfen, wo Bedarf besteht. :)
Nachbar isses nicht gerade, aber ich bin auch dankbar für meinen Kumpel (im gleichen Kurs Bootsführerschein kennengelernt) der u.a. Karosseriebau kann. Mit Bühne in der Scheune. Nen Schweissgerät könnte ich zu Not noch auftreiben und benutzen, aber zwischen zu Not und "kann es richtig" liegen dann doch Welten...
Während er sich gerne an mich wendet wenn es um EDV, Smartphones etc. geht.
Dazu kommen dann noch diverse andere Basteleien, die Tage habe ich ihn angesprochen weil ich weiss daß er eine Ledernähmaschine hat, und ich gerade ne Lederarbeit plane. Bei der Gelegenheit hat er mir gleich berichtet was es an indianischen Lederarbeiten vor Ort gelernt hat...
Ein anderer Kumpel, nicht so weit weg aber auch nicht Nachbar, hat eine gut mit Werkzeug ausgestattene Werkstatt noch aus seiner Zeit in USA.
So etwas muss man einfach haben wenn man nicht a) viel Raum b) massenweise Werkzeug UND c) von ALLEM Ahnung haben müssen will...

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