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Auto-Tuning ab Werk: Die Doping-Sünder
BMW

OPC, RS, AMG, M: Diese Buchstaben verheißen Kraft - und Autohersteller verdienen bestens an solchen potenten Sondermodellen. Trotzdem wirkt das Konzept wie aus der Zeit gefallen. Können die Rennsemmeln überleben?

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rennflosse 15.01.2019, 13:56
60. Urahnen

Urahn der aufgemotzten Fahrzeuge war nach meiner Erinnerung der Opel Kadett Rallye, der mit geschwärzter Motorhaube und Streifen an den Flanken, sowie Zusatzscheinwerfern und einem Sportlenkrad ausgestattet wurde, ohne dass dem eine entsprechende Motorleistung gegenüber stand.
Ford sprang mit den RS Modellen erst später auf den Zug auf. Man hatte aber vorher schon leicht gesteigerte Varianten mit der Zusatzbezeichnung "TS" im Angebot. Steht für Touring Sport. Das TS-Kürzel verwendeten schon die Borgward Isabellas in den Fünfzigern.

Damals war der PS-Wahn noch nicht so ausgeufert wie heute. Viele sportliche Sondermodelle sind im übrigen als Homologationsmodelle in geringer Stückzahl produziert worden und bildeten die Grundlage für den erfolgreichen Einsatz bei Werksteams und Privatiers für Rallies und Rennen. Man musste bei einem Renntourenwagen mindestens 1.000 Stück vom Basismodell bauen für die Homologation.

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lautlos 15.01.2019, 13:57
61. Nur

Zitat von billigerprovokateur
Das meistverkaufte Elektroauto ist der Nissan Leaf, welcher in der aktuellen Version 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h benötigt. Ist der M3 wirklich so langsam?
Das gilt nur für den europäischen Markt meines Wissens nach......

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schwarzweißinfarbe 15.01.2019, 14:03
62. ...

Zitat von kai_4711
Für mich ist das eine tolle Alternative zu den lauten, kreischenden stinkenden Verbrennern, die keinen Solarstrom laden können. Um die Leistung abzurufen müssen die Verbrennermotoren hohe Drehzahlen erreichen, was einfach ätzend klingt und albern ist. Außerdem schädige ich nicht die Lungen von anderen insbesondere Kindern, erzeuge auch keinen Lärm und kann erneuerbare Energien direkt laden. Perfekt! Ich mag einfach alles nicht, was Erdölförderung mit Zerstörung der Meere, Vernichtung von Urwäldern (Palmölbeimischung, Venezuela, usw.), Fracking in USA und Europa, auslaufende Pipelines in Sibirien, Förderung in der Arktis, Tiefsee und durch verbrennung den Klimawandel unterstützt. Fortbewegung nur mit erneuerbaren Energien, am besten ÖPNV. Wenn schon "Sports and Leisure" dann elektrisch, alles andere ist verantwortungslos gegenüber den nächsten Generationen, Gut das Porsche das auch so sieht und den Verbrenner in 2030 nur noch als Nischenprodukt wahrnimmt. Walter Röhrl ist einen Taycan gefahren und begeistert :)
Verantwortungslos sind vor allem die Akkunutzer, also insbesonderes die e-Auto-Fahrer!

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html

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marelli62 15.01.2019, 14:07
63. Mein Forfour ist von

Brabus getunt. Ich kann ihn mit 5,5 l fahren oder mit 10l fahren. So wie ich lustig bin. Und wenn er 10l braucht, dann hatte ich mächtig Spaß.
Und so soll es sein.

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Pickle__Rick 15.01.2019, 14:12
64.

Zitat von kai_4711
Für mich ist das eine tolle Alternative zu den lauten, kreischenden stinkenden Verbrennern, die keinen Solarstrom laden können. Um die Leistung abzurufen müssen die Verbrennermotoren hohe Drehzahlen erreichen, was einfach ätzend klingt und albern ist. Außerdem schädige ich nicht die Lungen von anderen insbesondere Kindern, erzeuge auch keinen Lärm und kann erneuerbare Energien direkt laden. Perfekt!(...)
Ihr Auto fährt also ohne Reifen und erzeugt auch sonst keinerlei Abrieb? Der macht nämlich einen Großteil des schädlichen Feinstaubs aus. Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ihr Auto kein Abrollgeräusche erzeugt. Diese übertönen bekanntlich schon bei Geschwindigkeiten deutlich unter 30 km/h die Motoren.

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AGCH 15.01.2019, 14:16
65.

Zitat von freudentanz
wird komplett vergessen. Hätte mir jemand vor 20 Jahren gesagt das man mit einem 1800Kg Fahrzeug und einer Durchschnittsgeschwindigkeit (Durchschnitt!!) von ca 160Km/h mit 5-6 l Diesel rechnen kann (BMW 530D) dann hätte ich ihm den Vogel gezeigt. ...
Dem können Sie auch heute noch den Vogel zeigen, da für diese Durchschnittsgeschwindigkeit unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades des Diesels nicht ausreichend Energie im Sprit steckt. Lässt sich ausrechnen, Formeln finden Sie bei Wikipedia, gehen Sie von mir aus von günstigen 180 g/kWh Diesel aus.

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Pickle__Rick 15.01.2019, 14:20
66.

Zitat von Marut
Das ist leider viel zu kurz gedacht. Es ist ja nicht gemeint sinnlos übermotorisierten Fahrzeuge mit einem schwächeren Motor zu versehen. Was den Verbrauch auch in die Höhe treibt, ist ja auch das Übergewicht, das diese Boliden haben. Dieses Gewicht, das die ganze Zeit mitbewegt werden muß, treibt den Verbrauch drastisch in die Höhe. Auch ist nicht gemeint, einen solchen Motor einfach in der Leistung zu reduzieren - davon wird er nicht leichter.
Das sognannte Übergewicht wird vor allem durch die gesteigerten Anforderungen an aktive und passive Sicherheit sowie Komfort geschuldet. Die zusätzlichen Elemente wiegen eben auch etwas und sie nehmen natürlich Bauraum ein. Ein Motor mit ein paar cm³ mehr ist übrigens auch nicht wesentlich schwerer. Den Unterschied merkt man zwischen AMG V8 und VW R4. Aber nicht zwischen einem 1,4 L TSI und einem mit 2 L.
Da Menschen noch immer eine gewisse Größe haben und Dinge transportieren wollen, wachsen die Autos dann auch nicht nur nach innen. Die Autohersteller haben übrigens kein Interesse an schweren Autos. Auch die Kunden natürlich nicht. Viel leichter geht es leider auch nicht ohne auf Leichtbautechniken zurückzugreifen, die die meisten Käufer nicht zahlen können oder wollen. Wobei immerhin bei BMW ja mittlerweile Serienfahrzeuge (I3, I8) mit Carbonkarosserie zu haben sind.

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zoon.politicon 15.01.2019, 14:55
67. An Bremsweg denken

Was gar nicht erwähnt wird: ein Auto, das 4 x mehr PS hat, hat nun mal keinen 4 x kürzeren Bremsweg.
Wer sein Hirn einschaltet und sich bewußt ist, dass er bei 200 km/h einen circa. 4 mal längeren Bremsweg hat, als mit 100 km/h, dass auch eine lang gezogene Autobahnkurve im hohem Tempo die Bodenhaftung in einen kritischen Bereich bringen kann, wird solche PS-Monster selten ausfahren.

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benmartin70 15.01.2019, 15:00
68.

Zitat von quark2@mailinator.com
Mitunter hat man den Eindruck, manche Menschen wollen der Menschheit das Menschsein abgewöhnen. Ja, wir haben Spaß an Leistung in nahezu jeder Form. Und Freiheit bzw. Freizeit definiert sich schon quasi von allein darüber, etwas zu tun, was man nicht tun muß und was nicht der Kontrolle anderer unterliegt. Der Gegenpol ist Verantwortungsbewußtsein. Man kann also sehr wohl ein schnelles Auto besitzen und sich 5x im Jahr daran erfreuen, nachts bei freier Autobahn paar 100 km mit Tempo 200+ unterwegs zu sein. Davon geht die Welt nicht unter. Ein verantwortungsloser Mensch fährt vielleicht betrunken mit seinem kleinen Corsa einen Radfahrer an und begeht dann Fahrerflucht. Der Punkt ist: Nicht der Spaß oder das Auto sind das Problem, sondern das Verantwortungsbewußtsein der Menschen im großen Schnitt. Und DA kommt dann das Problem, daß wir mit dem Neoliberalismus den Egoismus befördert haben, die Kaltherzigkeit anderen gegenüber. Die Kehrseite ist, daß die Verlierer mit den Achseln zucken und ihnen dann Mülltrennung etc. egal sind. Soll heißen: Wenn wir Verantwortungsbewußtsein wollen, müssen wir wieder ein sozialeres Land werden, muß es den einfachen Leuten besser gehen. Dann können sie vielleicht auch auf ein schnelles Auto verzichten, weil sie auch ohne dieses glücklich sind.
Ganz kurz: mein eigene Freiheit hört da auf wo andere eingeschränkt werden. Sei es durch Lärm, Abgase oder Verschwendung von Ressourcen.

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benmartin70 15.01.2019, 15:03
69.

Zitat von krypton8310
Kommt drauf an wobei man Spaß hat. Und das ist bekanntlich bei jedem anders. Ich habe am meisten Spaß dabei auf der Autobahn komfortabel (=leise) und mühelos (=mit viel Leistungsüberschuss) ca. 230 km/h zu fahren. Ja, das ist möglich, sogar oft! Das geht mit dem Mazda aber nicht, zumal ich ein knapp 1,90m großer Sitzriese bin. Abgesehen davon würde der Mazda mit 250 PS oder mehr sicher auch noch mehr Spaß machen.
Der Spaß hört dann auf wenn Ihnen Ihre Versicherung beim Unfall Ihnen mitteilt dass Sie nur teilweise einspringt weil Sie die Richtgeschwindigkeit massiv überschritten haben.
Spaß beim Autofahren mit entsprechender Geschwindigkeit gehört auf die Rennstrecke. Die öffentlichen Straßen sind dafür nicht da.

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