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Auto-Zoff bei den Grünen: Kretschmanns Wutrede - hat er recht?
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Die Grünen fordern ab 2030 ein Verbot von Benzin- und Dieselautos. "Schwachsinn", findet Winfried Kretschmann in einem heimlich gefilmten Video. Hat er recht? Die Pöbelei im Faktencheck.

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seyffensteyn 23.06.2017, 18:13
180. Das ist natürlich wieder sehr gut,

daß die Grünen den Bürgern vorschreiben wollen,wie sie ihre Mobilität ab 2030 planen sollen.Diese auffallende Zurückgenommenheit bzgl.Dieselfahrverboten bringt mich zu der Annahme,daß NGO's wie die DUH im Auftrag der Grünen die Fahrverbote bei Gerichten durchsetzen.Wenn die Grünen es selbst machen würden,müßte sich Herr Kretschmann nach der BT-Wahl eine neue Partei suchen,denn die Grünen wären dann nicht mehr im Bundestag!

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Georg_Alexander 23.06.2017, 18:13
181. Rechenfehler

Zitat von subarufahrer
Mathematik 7. Schuljahr, Deutschland hat etwa 25 Mio PKW mit einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung von 14.000 km. Ein Elektroauto braucht im Schnitt (im Winter deutlich mehr) etwa 40-50 kWh pro 100 km beachtet man noch die Ladeverluste des Akkus so kommt man schnell auf etwa 180.000 MW zusätzlich notwendige Kraftwerksleistung. Das sind etwa 25% mehr gegenüber dem derzeitigen Stand der Energieerzeugung. Na dann baut man schon schön neue Kraftwerke liebe Grüne. (oder sollte ich mich verrechnet haben ?)
25.000.000 * 14.000 km * 50.000 Wh / 100 km / 24 h / 365 = 20 GW
Dies entspricht der Leistung von etwa 4000 'Windmühlen' á 5 MW.
Das entspricht etwa 1 Windmühle auf 357.375.62 km² / 4000 = 8900 km² in Deutschland. Hört sich nicht sooo bedrohlich an... oder?

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Darwins Affe 23.06.2017, 18:14
182. Memento

1) Wo soll der Strom für Millionen Elektroautos herkommen?
2) Wo sollen die Fabriken für die hochtoxischen Batterien gebaut werden?
3) Woher soll der Ersatz für die 35 Milliarden Mineralölsteuer herkommen?
4) Notabene: Das EV kommt sicherlich irgendwann --- nämlich wenn`s wirtschaftlich sinnvoll wird (wie in einigen Südstaaten der USA, wo Solarstrom tlw. schon für 3 Cent/KWh angeboten wird).
4) Vielleicht sollte man sich an die (hauptsächlich) von der grünen Verbotspartei angeleierte Energiewende erinnern: a) Die höchsten europäischen Strompreise (ausser Dk), b) die deutschen Solarbetriebe (trotz Milliardensubventionen) pleite, c) Frankreichs Macron will massive Verteuerung der CO2-Abgaben in der EU zugunsten der franz. Atomindustrie.

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ulmer_optimist 23.06.2017, 18:14
183. Verbotspartei

Kretschmann hat Recht. Es sind reichlich Probleme zu lösen. Abgesehen davon fehlt die ganzheitliche Umweltbilanz für Autos mit verschiedenen Antrieben im Vergleich.
Ohne Zweifel ist es notwendig, sich Gedanken um den Verkehr der Zukunft zu machen. Aber bitte damit anfangen, umsetzbare Konzepte zu entwickeln und nicht sinnlose Verbote. Sobald ein Elektroauto zu einem vernünftigen Preis die gleiche Alltagstauglichkeit hat wie ein Verbrenner, werden die Leute das kaufen. Kretschmann ist einer der wenigen vernünftigen Grünen! Die Grünen haben ja die Gelegenheit, voranzugehen. Wie viele grüne Abgeordnete verzichten vollständig auf Flugzeuge und fahren mit Elektroautos?

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reflektiert_ist_besser 23.06.2017, 18:15
184. wie sieht es denn in anderen Ländern aus?

Zitat:
"Als vor ein paar Wochen erstmals die Nachricht die Runde machte, dass Norwegen ab dem Jahr 2025 nur noch Neuwagen mit Elektromotor zulassen wolle, war die Skepsis groß. Doch nun könnten entsprechende Pläne tatsächlich Realität werden – die politische Mehrheit für das Projekt scheint zustande zu kommen."

Hier wird nicht von einer Planzahl, sondern einer konkreten gesetzlichen Vorgabe geredet. Und zwar 2025. Soviel dazu, dass 2030 natürlich völlig unmöglich ist. Und jetzt kommen sicher wieder ein paar Kommentare: "das ist ja in Norwegen, das kann man doch nicht vergleichen". Doch, kann man.

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Spiegelleserin57 23.06.2017, 18:16
185. wer weiß was 2030 ist?

keiner! Daher sollte man sich auf Ziele stürzen die auch realistisch erreichbar sind. Eine schnellere Umrüstung würde tausende Arbeitsplätze kosten und wer will das viele Arbeitslosengeld bezahlen?
Des Deutschen liebstes Kind wegrationalisieren, das ist schlimmer als Atomkrieg. Sollte mal tunlich unterbleiben wenn die Grünen überleben wollen.
Diese Bürger sind nun mal Autoliebhaber und werden es auch bleiben. Für ein Elektromobil fehlt vielen das Geld!

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artikel-5-gg 23.06.2017, 18:16
186. Nagel-Schreckenberg-Modell

Ich verstehe den Autor so, dass Autos im Jahr 2030 keine Distanzen mehr zurück legen, die ein Tanken/Laden notwendig machen. Das wäre fantastisch! Fakten dazu finde ich im Artikel leider nicht. Eventuell könnte man ja verbieten, mehr als 500km am Tag zu fahren. Oder die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 20km/h begrenzen. Bei mehr als 100km/h ist der Energieverbrauch eh astronomisch...

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Spiegelleserin57 23.06.2017, 18:17
187. kleine Frage am Rande...

Zitat von reflektiert_ist_besser
danke. Genau so sieht es aus. Es ist tatsächlich völlig nebensächlich, aber mal wieder so wunderbar einfach, ob man 2030 oder 2035 oder was auch immer sagt. Wichtig ist, dass es Schritt in die richtige Richtung gibt und dieses wichtige Thema nicht wie üblich von Merkel verschlafen wird. Und Dobrindt ... na ja, jedes Wort zu viel.
fahren Sie Fahrrad?

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aufmerksamer Leser 23.06.2017, 18:17
188. historisch kann auch er nicht über den Tellerrand sehen

Das ist das Problem der grenzenlosen und falsch verstandenen "Freiheit". Ob Hegel oder Engels: Freiheit ist nun mal "Einsicht in die Notwendigkeit" - Und irgendwann sollte man nun mal einsehen, dass der Individualverkehr Grenzen hat. Es wäre schon längst an der Zeit gewesen, den ÖPNV zu erweitern, attraktiver zu machen und preislich so zu gestalten, dass eine echte Alternative entsteht. Ausgerechnet im Kretschmann-Land keine Spur davor. Warum gibt es nicht zunächst Entwicklungen zu autonom fahrenden E-Bussen auf dem Land, wenn schon Bahn-Strecken stillgelegt wurden?
Die Entwicklung läuft in die völlig falsche Richtung: Der ganze Verkehr soll auf die Straßen, die schon völlig marode und überlastet sind. Jedes Auto soll verschrottet und gegen eine E-Auto getauscht werden. Das ist bestimmt ökonomisch. Neue Verkehrskonzepte liegen nur auf dem Tisch, wenn der Autofahrer mal wieder gemolken werden kann.

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pro 23.06.2017, 18:17
189.

Zitat von nwz86
Ich weiss nicht, wie Sie sich das vorstellen, aber anscheinend haben viele die Vorstellung, der Akku sei so ein kleines Teil wie eine Autobatterie, die man mal eben rausheben, und damit in die Tanke laufe und umtauschen könne. Der Akku wiegt aber eine halbe Tonne. Da muss jemand mit Kran und Gabelstapler kommen. Zudem braucht es zur Bevorratung und Aufladung eine entsprechend große klimatisierte Lagerhalle mit Brandschutzsystem. Man kann nicht so einfach eine kleine Tankstelle zur Akkutausch-Station umrüsten.
Das ist bestimmt nicht einfach, und es ist auf klar, dass "Akku" ein viel zu kleines Wort für die hochkomplexe Technik dieser Module ist, aber wenn man dieses leicht utopische Ziel 2030 erreichen will, muss man als Politiker auch dicke Bretter bohren - und nicht einfach "Verbot" rufen und.die "Macht des Marktes" walten lassen. Und eine halbe Tonne kommt mir (und Bosch http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-02/elektroauto-bosch-batterie, Ziel 2020 225kg, aktuell eGolf 318kg) etwas hoch vor. Das ist sicher machbar, Kuka wird gerne Roboter dafür herstellen.

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