Forum: Auto
Auto-Zoff bei den Grünen: Kretschmanns Wutrede - hat er recht?
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Die Grünen fordern ab 2030 ein Verbot von Benzin- und Dieselautos. "Schwachsinn", findet Winfried Kretschmann in einem heimlich gefilmten Video. Hat er recht? Die Pöbelei im Faktencheck.

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reflektiert_ist_besser 23.06.2017, 20:16
340. so ein Quatsch ...

Zitat von kunibertus
Ein Panzergefecht. Die Bundeswehr hat zwar die neuesten und besten Panzer, aber ab 2030 nur noch mit Elektroantrieb. Plötzlich ist der Akku leer, der Panzer fährt nicht mehr und kann den Angriff der Infanterie nicht mehr unterstützen. Da meldet sich der Panzerkommandant per Funk bei seiner Kommandostelle und sagt: "Wir müssen erst mal eine Pause machen und den Krieg unterbrechen. Ich habe keinen Saft mehr und muss erst mal zur Ladestation." Denn mit einem einfachen Akkuwechsel dürfte es bei einem Panzer nicht so einfach sein. Da benötigt man schon einen Ladekran. Aber daran haben die Grünen als selbst ernannte Friedenspartei sicher gedacht - sie haben ja schließlich aus dem Jugoslawienkrieg gelernt und wollen künftige Kriege unmöglich machen.
gleiche Geschichte, nur der Panzer hat kein Benzin/Diesel mehr. Und dann ... macht dann der Panzerkommandant Pause?

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reflektiert_ist_besser 23.06.2017, 20:17
341. ach ...

Zitat von W/Mutbürger
braucht man auch nicht so ein Geschiss um die Art des Motors machen. Alles Nebelkerzen und Ideologie-Geplänkel. Lieber Ölheizungen abschaffen, die stehen nicht 23 Stunden am Tag still.
aktuell stehen die bei mir 24 Stunden am Tag still.

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colasalz 23.06.2017, 20:17
342.

Zitat von muunoy
Leider hemmen ideologisch und dogmatisch denkende Politiker den technischen Fortschritt immer wieder. Es wird immer irgendwas ganz Konkretes gefördert, was der naturwissenschaftlich zumeist ungebildete Politiker kennt. Sinnvoller wäre es, Forschung an sich steuerlich zu fördern. Das Auto ist ein gutes Beispiel. Akkubetriebene Autos mit zentraler Energieerzeugung und dezentralem Verbrauch überzeugen nicht und können höchstens eine Übergangstechnologie sein. Ich persönlich setze auf Brennstoffzellen auf Methanol-Basis und hoffe, dass sich die Automobilindustrie durch die schwachsinnige Dogmatik der Grünen nicht von der Entwicklung abhalten lassen. Schon die Eagle wurde von einer Brennstoffzelle angetrieben. Allerdings auf Wasserstoff-Basis. Der Wirkungsgrad elektochemischer Verbrennung ist einfach unschlagbar. Aber auch ich kann mich irren, und es kommt noch jemand auf eine ganz andere Idee.
danke für Ihren Beitrag :

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Greg84 23.06.2017, 20:20
343.

Zitat von manicmecanic
Wenn ich lese was der kluge Forscher für möglich hält in dieser Republik,die nichtmal einen Flughafen zu Ende bauen kann.Aber in nichtmal 15 Jahren erachtet er es als möglich in derselben Republik eine riesige Umbauaktion in Sachen Elektronetz zu stemmen.Selbst wenn das möglich wäre geht er voll über die anderen Tatsachen hinweg wie nichtmal ansatzweise vorhandener Etechnik um alle bisher nötigen Nutzfahrzeuge dadurch zu ersetzen.Willkommen im Luftschloß Takatukaland.
Das ist zugegeben auch bei mir der größte Knackpunkt, den ich im Vorhaben der Grünen sehe. Wir bekommen es kaum hin, Stromtrassen zu bauen um die erneuerbaren Energien voll nutzen zu können, gern mal dank Grüner, weil angeblich irgendeine gefährdete Tierart im benötigten Gebiet lebt und man deswegen nicht bauen kann.

Der Flughafen ist nur ein Beispiel. Der Bau von Bahntrassen dauert Jahre, Instandhaltung der Autobahn über wenige Kilometer dauert Jahre, bis heute hat man es nicht mal geschafft in allen Gegenden Deutschlands anständiges Internet zu verlegen aber innerhalb von 13 Jahren ist es möglich die Infrastruktur anzupassen um auf Verbrennungsmotoren entwickeln zu können? Mich wundert eher, dass es Leute gibt, die glauben, dass das machbar wäre.

Hier wurden auch mehrere Probleme genannt. Die Idee der austauschbaren Akkus ist nett, die benötigten Standards müssten aber eher weltweit festgelegt werden. Ich wüsste nicht, dass es aktuell überhaupt Bestrebungen in die Richtung gäbe. Ansonsten gibt es z. B. das Problem der Zurechenbarkeit in Mehrfamilienhäusern. In Stuttgart sehe ich schon eine ganze Menge Ladestationen aber die reichen auch nur, weil es noch nicht extrem viele Elektroautos gibt. Allerdings habe ich das Gefühl in letzter Zeit deutlich mehr davon zu sehen.

Ansonsten würde ich mir wünschen, dass man auch nicht außer Acht lässt, den öffentlichen Verkehr deutlich zu verbessern. Ich persönlich besitze kein Auto, weil ich recht gut an den öffentlichen Verkehr angebunden bin. Wenn man allerdings für 20 KM 1,5 Stunden mit den Öffentlichen unterwegs wäre, kann ich durchaus verstehen, wenn Leute lieber die 20 Minuten mit dem Auto fahren.

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colasalz 23.06.2017, 20:21
344.

Zitat von bakero
" Die Ladeinfrastruktur fehlt auch..." Egal, ob Benziner oder Elektro: Die meiste Zeit steht ein Auto – eigentlich fast immer... Es gibt zum Beispiel konkrete Pläne, aus jeder Laterne eine Ladestation zu machen. Park&Charge sozusagen... ;) Das Problem des Batterieladens ist da, aber deutlich geringer als Herr Kretschmann meint. Ansonsten bin ich schon erstaunt, dass man Ingenieuren und Erfindern, speziell den deutschen, so wenig zutraut. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Obwohl Elektroautos eigentlich 100 Jahre alt sind, die Technik steht noch am Anfang.
aus technischer Sicht mögen Sie recht haben. Aus finanzieller Sicht und umbaumäßiger SIcht dann doch nicht: wer zahlt den Umbau jeder Laterne ? Gibt es einen Standard für die Anschlüsse? So ganz banal ist das auch wieder nicht. Bisjetzt ist der Antrag der Grünen nur ein " Marketingevent" auf einem Parteitag. Davon gibt es viele. Und es ist Aufgabe des Antragsstellers, seine Idee zu Kritik zu verteidigen. Da hoffe ich doch, kommt noch was von dem Antragssteller?

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Matze38 23.06.2017, 20:21
345.

Zitat von mitt_romney
Sympathisch der Mann: ein ehrliches aufrichtiges und auch noch inhaltlich nachvollziehbares Statements von einem Politiker das hört man nicht alle Tage. Leider hat grün zu wenig Kretschmann. Und genau deshalb sind die 6-8 % auch realistisch.
kretzschmann wäre ehrlich, wenn er das Statement nicht heimlich getätigt hätte, sondern direkt auf dem Parteitag, aber da fehlte ihm der mum.
Recht hat er in der Angelegenheit, ansonsten ist er ein Merkel fan und unterscheidet sich zur CDU kaum.

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AlBundee 23.06.2017, 20:26
346. Das Detroit der mobilen Revolution

Es gibt auf der ganzen Welt schon seit immer Begehrlichkeiten, im sehr lukrativen Markt der Mobilität führend zu sein. Was passiert, wenn man sich in diesem Markt auf Erreichtem ausruht und Innovationen verschläft, kann man eindrucksvoll in der Stadt Detroit besichtigen. Dadurch, dass dort Benzin seit jeher praktisch verschenkt wurde, konnten vor allem japanische und deutsche Autos die viel zu schweren und ineffiziententen amerikanischen Spritschlucker mit einem völlig absurden Hubraum/Leistungsverhältnis problemlos auf dem Markt überrollen, als Benzin teurer wurde. Die Wiege der automobilen Fliessbandfertigung Detroit ist heute ein urbanes Mausoleum. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Autos war allerdings immer einzigartig. Die Vorstellungen von der Relation zwischen Fahrzeug-"Klasse" und sozialem Status hatte schon immer etwas von indischen Kasten. Die Zahl derer, die hier mit völlig unproportionalen Ausgaben Aufmerksamkeit erheischen wollen, ist international unerreicht. Kleine, langsamere, teure deutsche E-Mobile mit der optischen Ästhetik von motorisierten Rollstühlen haben in diesem Land logischerweise den Charme einer federlosen hässlichen Ente mit Mundgeruch. Dumm nur, dass halb Asien und amerikanische IT-Riesen seit Jahren ununterbrochen an der Mobilen Revolution arbeiten, wähend deutsche Innovationen neuerdings nur noch im Bereich der Abgassoftware zu finden sind. Wenn sie zuerst Lösungen finden, die ökonomisch, ästhetisch, schnell ladbar, ökologisch, weitreichend sind und wohlmöglich mit elektronischem Fahrer daherkomnen, könnte Deutschland schnell zum neuen Detroit werden. Man wird sie nicht finden, wenn man sie nicht sucht. Sich keine ambitionierten Ziele zu setzen ist schlimmer, als sie nur teilweise zu erreichen. Schonmal davon gehört, dass Unmögliche zu fordern, um das Mögliche zu erreichen? Kretschmann ist ein Lobby-Hampelmann. Davon gibt es in CDU und SPD schon zuviele.

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W/Mutbürger 23.06.2017, 20:27
347. Das kommt dabei raus

Zitat von manicmecanic
Wenn ich lese was der kluge Forscher für möglich hält in dieser Republik,die nichtmal einen Flughafen zu Ende bauen kann.Aber in nichtmal 15 Jahren erachtet er es als möglich in derselben Republik eine riesige Umbauaktion in Sachen Elektronetz zu stemmen.Selbst wenn das möglich wäre geht er voll über die anderen Tatsachen hinweg wie nichtmal ansatzweise vorhandener Etechnik um alle bisher nötigen Nutzfahrzeuge dadurch zu ersetzen.Willkommen im Luftschloß Takatukaland.
wenn Ideologie der Verstand ersetzt. Symptomatisch für Deutschland.
Wer weiss was 2030 ist? Evtl. ist die Steuerlast so hoch, dass sich nur noch jeder Hundertste ein Auto leisten kann. Dann haben wir auch so die Schadstoff-Emissionen reduziert.

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7eggert 23.06.2017, 20:27
348.

Zitat von W/Mutbürger
sind ein schlechtes Beispiel. Bekommen die E- Autos doch dort den Strom aus Kohlekraftwerken, meist noch ohne Filter. Wie machen wir das dann hier in Deutschland? Ich wette, wir kaufen dann Atomstrom in Frankreich.
E-PKW: Braucht IIRC 54 MJ/100 km; Benziner braucht 190 MJ/100 km.
CO2 pro Energieeinheit: Braunkohle 101,2; Benzin 69,3 *

Multipliziert: E-PKW 5464,8; Benziner 13167,0
Quotient E/B, alle Einheiten fallen weg: 0,415 oder 41,5 %.

Beim Benziner kommt noch die Herstellung hinzu, der E-PKW muß die Batterieherstellung wettmachen. Wenn man sich nicht blöde anstellt, schafft man das vor 100 000 km.

*) https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php

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colasalz 23.06.2017, 20:29
349.

Zitat von eugler
Klar kann Herr Kretschmann mit dem Denken und der Technik von gestern sich nicht vorstellen wie es funktionieren kann. Aber ohne sich mal auf den Weg zu machen wird man auch nirgends ankommen - zumindest nicht wo man hinwollte. Legitime Argumente sind dagegen die Umweltbilanz der heutigen Fahrzeuge. Wenn mn jedoch von einer fortlaufenden induktiven Ladung aushgeht oder gar Wasserstoff, dann entlarvt man man Herrn Kretschmann ganz klar als Vertreter der Autoindustrie im CDU-Modus. Solche Leute werden unser Land weiter zurückwerfen. Wir brauchen nicht die Fragen von gestern um Ängste zu schüren, sondern Antworten von Morgen - Herr Kretschmanns Leistung ist dabei offensichtlich.
lol.... eine inhaltiche Kritik, dass in dem Antrag noch keine Silbe über die notwendige Infrastruktur und Planung nachgedacht worden ist, wird jetzt schnell mal zu "Automobillobby" im CDU Modus umgemünzt. Ich erwarte Antworten von dem Antragsteller zur Infrastruktur, mit Kritik muss man inhaltlich umgehen, damit man weiterkommt. Jeder Mensch fragt sich doch" verdammt noch mal, wie komme ich zu meiner Arbeit, in den Urlaub, zum Einkaufen"... .
Das ist die erste Frage, die jedem einfällt, der ein Auto hat, : wo tanke ich das denn? Oder wo lade ich das denn?

Ich bezewifle stark, dass der Antragssteller des Verbotsantrags sich überhaupt mit den technischen Möglichkeiten auseinandergesetzt hat, sondern er fand es einfach schick, auf einem Parteitag ein "markiges Statement" vorzubringen, dass man gut marketingtechnisch verwenden kann. Von seiten des Antragsstellers erhoffe ich mir mehr Inhalt, und keine markigen Sprüche.

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