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Auto-Zoff bei den Grünen: Kretschmanns Wutrede - hat er recht?
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Die Grünen fordern ab 2030 ein Verbot von Benzin- und Dieselautos. "Schwachsinn", findet Winfried Kretschmann in einem heimlich gefilmten Video. Hat er recht? Die Pöbelei im Faktencheck.

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akkarin 24.06.2017, 07:40
490. Auto?

Im Grunde sagt der letzte Satz ja alles, und leider zeigt die Politik wenig Neigung zu klaren Vorgaben. Ich persönlich habe Kretschmann mehr zugetraut als das was er nun von sich gibt. Natürlich ist BW, wie auch andere Regionen auch, stark von der Automobilindustrie abhängig, nur muß ich eigentlich von einem, auch noch grünen, MP erwarten können, daß er etwas weiter denkt als die gewinnorientierte Industrie. Die Zukunft der Automobilindustrie steht ja nicht vor einer einfachen Technologieänderung, sondern diese Änderung geht viel tiefer, denn die Mobilitätsanforderungen ändern sich massiv, und sei es nur, wo in der Zukunft welche Arbeitsplätze entstehen und bleiben. Siehe auch Thema Wohnraum in Zentren, da bringt ein Auto nicht mehr viel. Daher ist das Gebilde Auto selbst eigentlich die Kernfrage, denn das ist auch international ein grosses Thema, und wer hier eine Lösung anbieten kann, der wird auch in der Zukunft sehr gute Absatzmöglichkeiten haben. Und das betrifft auch den Güterverkehr. Und dafür ist aus meiner Sicht das zur Zeit so propagierte autonome Fahren gerade die verkehrte Richtung, weil dann zu den heutigen Kosten auch noch die Vernetzungskosten mit allem Drum und Dran hinzukommen, das eigentliche Thema aber nicht tangieren, ob nun elektrisch oder mit Verbrennungsmotor. Das werden viele schlicht nicht stemmen können. Eine aus der Politik kommende Vorgabe für eine tatsächlich vernetzte Infrastruktur ist notwendig, und hier ist nicht die Rechnervernetzung gemeint. Aber die wird nicht kommen, da eine solche Standhaftigkeit nicht vorhanden ist. Da ist Kretschmann ein gutes Beispiel, denn in BW könnten solche Lösungen aufgebaut, und im Alltagsbetrieb auch verfeinert werden. Nur, ich sollte nicht soviel über die Politik jammern, denn ich kann als Verbraucher vieles auch bewirken, so ich doch will. Und da ist einiges möglich.

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chalchiuhtlicue 24.06.2017, 07:43
491. Kretschmann untertreibt sogar noch mit seiner Kritik ...

... an der fehlenden Infrastruktur für E-Mobile. Die von ihm genannten 20 min an einer E-Tanke fürs "Volltanken" sind deutlich untertrieben, in der Realität sind das mind. 40 min. Und dazu kommt, dass solches extreme Schnellladen die Akkus beschädigt und ihre Lebensdauer verkürzt, ein Faktor den viele Fanboys der E-Mobilität entweder nicht kennen oder bewusst nicht erwähnen! ----- Damit E-Mobilität sich durchsetzen kann, muss es neben erheblich besser ausgebauter Infrastruktur auch ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bei E-Mobilen geben. Und betanken darf nicht mehr so lange dauern, denn 40 min für's Volltanken ist inakzeptabel!

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HerbertFronty 24.06.2017, 07:52
492.

Zitat von rstevens
Sehe ich auch so. Einziges Problem, ich habe dort, wo ich parken kann, keine Möglichkeit eine Steckdose zu installieren, außer die Stadt verkauft mir einen öffentlichen Parkplatz auf der Straße und erlaubt mir, ein Kabel dorthin zu ziehen.
Vom technischen Aufwand her ist das an Banalität nicht zu toppen. Man müsste es einfach nur wollen. Nebenbei kann ich jedem Zweifler einfach nur auf den Weg geben, die üblichen und bekannten (..??..!!!..) Lade-Aaps sich mal anzuschauen. Das Land ist bis auf paar Regionen vollgepflastert mit Ladesäulen! Augen auf liebe Leute.

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sponjo 24.06.2017, 07:53
493. Das hört sich an als habe man die Wahl

Hat man aber nicht. Selbst ohne Klimawandel wird der Schutz der Bevölkerung eine lokal emissionsfreie Transportinfrastruktur benötigen, da geht aktuell nur Strom. Und ob Ihr es toll findet alle 100 - 300 km Strom zu tanken oder nicht - ihr werdet es tun (ist übrigens nicht so schlimm). Das wird auch nicht in BW enschieden, vielleicht auch nicht in Deutschland, der Druck aus Indien und China steigt rasant . Dafür bekommt Ihr echt scharfe Leistungswerte. Kretschmann als Grüner - das ist ja peinlich, so viel Verbrennerlobbygesülz. Wenn die Verbrennerfirmen noch länger geschützt werden wird sie das am Ende die Existenz kosten. (Weiß schon 'wir machen die tollsten Autos, uns kann man gar nichts :-) )

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HerbertFronty 24.06.2017, 07:58
494.

Zitat von rad666
Es ist schön dass das alles toll klappt wenn die Leute über Nacht in Ruhe aufladen und dann 10km pendeln. Aber wenn 500.000 Menschen zu Ferienbeginn 750km zurücklegen wollen wird das ganze ein bißchen eng...
Im Alltag benötigen Sie eine normale Steckdose, wobei eine "kleine rote" 16A Dose schon vorteilhafter wäre, um im Alltag das E-Auto zu laden. Da ist sogar weniger Strom wie jeder installierte Backofen im Deutschland zieht! Ich hab noch nie wo gehört, das Backöfen schlecht fürs Stromnetz wären! Oder das Durchlauferhitzer das Stromnetz in die Knie strecken! Vor 20 Jahren hatten wir alle Nase lang Nachtspreicheröfen in Deutschelande installiert, aber heute sollen paar Mio. E-Autos uns zurück in die Steinzeit schicken, wenn fast alle laden wollen? Ich geh mal kurz lachen!!!

Auch für Sie:

1. - Im Alltag 230 Volt bis max. 11 kw ist genug
2. - Auf Reisen 50 kw Gleichstrom (Autobahn)
3. - Am Zielort, Hotel etc. wie bei Punkt 1

Die Autobahnen sind Stand heute, Juni 2017, voll mit Schnellladern!

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dcote 24.06.2017, 07:59
495. er hat TEILWEISE recht, die Physik gibt's vor!

Annahme: Ein Elektroauto hat im durchschnitt ca. 40 KWh in AKKUS gespeichert. Ein Auto pro Haushalt. Dadurch verzehnfacht (x10 !) sich dessen Strom Verbrauch. Hochgerechnet verzehnfacht sich also die Belastung für das Strom Netz allgemein. Das schafft es aber definitiv nicht. Eine befreundete Hausverwaltung erzählt mir jetzt schon, das div. Stadtwerke teilweise keine privaten ladestellen in Häusern genehmigen, weil es Ihnen dann die Leitungen in der Erde verbrutzelt. Bevor nicht ein supraleitendes netz erfunden UND verlegt wird, haben Autos mit Akkus keine Chance. Wo er aber UNRECHT hat: Die Japaner und Koreaner machen einfach - mit Wasserstoff als träger und Brennstoffzellen als stromquelle. Ideal, denn Wasserstoff kann man in Minuten volltanken, auf der Straße und der schiene Transportieren und dort erzeugen, wo es regenerative Energie im Überfluss gibt. Das bestehende Tankstellen Netz könnte weiter verwendet werden und damit die Investitionen in "Infrastruktur" minimieren und damit beschleunigen. Fazit: Tesla ist eine fehlentwicklung, und schnell noch Aktien von Linde kaufen. ?

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r.mehring 24.06.2017, 07:59
496. Die grüne Allzweckwaffe

wird wieder einmal geschwungen. Verbote. Aber durch Wunschdenken und planwirtschaftliche Regulierungen werden Klimaprobleme nicht beseitigt werden. Der große Traum der Grünen ist es den Individualverkehr so zu erschweren das sich nur noch ihre Klientel und andere entsprechend betuchte Individualverkehr leisten können. Für die grünen Ribin Hoods gilt "Nimms den Armen, gibs den Reichen, denn jede zusätzliche finanzielle Belastung der Autoindustrie wird ja sowieso an den Endverbraucher weiter gegeben. Die Stückzahlen der produzierten E-Autos werden sinken, die Preise dafür aber steigen, denn nach wie vor gilt der Shareholder-Value als Maß aller Dinge. Die Gewinne müssen stimmen, solange die GRÜNEN dagegen kein Rezept haben, besser mal nicht wiederwählen.

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KlausMeucht 24.06.2017, 08:00
497.

Zitat von descartes
Elektorautos können mit weniger Personal hergestellt, da weniger Teile benötigt werden. Folglich sinkt die Beschäftigtenzahl, folglich sinkt die Kaufkraft auch in der Periferie, folglich sinkt die Zahl der potenziellen Kunden, ...
Die Chinesen nehmen nicht Rücksicht auf unsere Arbeitsplätze. Wenn die Elektroautos wollen wird halt Daimler nur für den Binnenmarkt Autos herstellen.

Ich bekomme ein Auto das weniger Personal benötigt um dies zu erstellen? Das nennt man Effizienzsteigerung. Eine hohe Automatisierung ist Grundlage für Wohlstand.

Wir können ja Baugruben statt mit Bagger mit Teelöffel ausheben. Das schafft Arbeitsplätze. Allerdings kein Wohlstand.

Der Fortschritt der Automatisierung muss weitergegeben werden, damit die frei gewordenen Mitarbeiter die Chance haben anderswo eine Arbeit zu finden.

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HerbertFronty 24.06.2017, 08:00
498.

Zitat von theanalyzer
Elektrizität statt Öl, Kohle und Gas!?! Dann lasst die Autos in Ruhe. Heizt alle Häuser und Wohnungen mit Strom. Die notwendige Infrastruktur dafür steht. Das ist sicher toll für die Umwelt und bestimmt auch ganz preiswert!
Mit Infrarot-Heizkörper nicht nur eine angenehme, sondern extrem günstige Alternative seine Bude mollig warm zu bekommen.

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HerbertFronty 24.06.2017, 08:02
499.

Zitat von gruffelo
der ganze Hype um die Elektromobilität ist doch Quatsch - als ob das die Lösung wäre... (Produktion ist nicht CO2-frei wie mancher glauben möchte, ungelöste Entsorgungsfragen sowohl bei Atommüll wie bei den Batterien, etc. etc.). Statt einem Elon Musk hinterherzudackeln, sollten wir hier in Deutschland lieber das tun, was wir gut können, nämlich eine echte alternative Antriebstechnik entwickeln und damit die Marktführerschaft übernehmen.
Ein E-Antrieb ist keine Alternative Entwicklung? Sie können ja ein Auto entwickeln, in dem vier Hamster sich im Rad drehen und den Wagen in Vorwärtsbewegung treiben. Wäre das dann Öko genug, oder gibt das Ärger mit dem Tierschutzverein?

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