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Autogramm Lotus Evora Sport 410: Nacktmodell
Lotus

Lotus lebt! Und zwar in Form altbekannter, aber immer wieder aufgefrischter Sportwagen. Die jüngste Frischzellenkur wurde dem Evora zuteil: Das Auto wurde leichter, härter und ist so schnell wie kein Lotus je zuvor.

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Gleichstrom 03.02.2017, 13:08
70.

Zitat von mazzmazz
Blicker, lassen Sie es doch einfach mal 2 Wochen sein hier und kommen Sie runter. EIner der meistgebauten Kompressormotoren ist der Mercedes 200K. Diese Maschine ist sparsam, langlebig und für einen 4-Zylinder sogar akustisch akzeptabel. Die Leistung ist für einen so schwachen Motor auch in einer E-Klasse noch akzetabel und die Leistungsentfaltung ist viel gleichmässiger als bei einem Turbomotor, auch neuer Bauart, in dieser Leistungsklasse. Der Kompressor ist einfach teurer, weshalb man zum billigeren Turbo geht.
Der ist in Deutschland allerdings auch nur als red verkauft worden. In Italien, Griechenland etc (Länder mit 2-Liter-Grenze für irgendwas) hat er etwa dieselbe Leistung wie hier der 230 Kompressor.

Mein Opa hatte in seinem Vorletzten so einen, mit 120 kW und der war zumindest in der Stadt um Einiges sparsamer als der V6 mit 125 kW, den ich dann irgendwann geerbt hatte.

Turbo ist allerdings wirklich keine schlechte Erfindung oder so, sondern hat eine lange Reihe von Vorteilen gegenüber einem mechanischen Kompressor. Die nicht vorhandene Drehzahlzuordnung erlaubt, bei gleicher Maximalleistung mehr Moment bei niedrigen Drehzahlen oder umgekehrt mehr Maximalleistung bei Untenrumem Gleichstand, das Nutzen der Abgasenergie zum Antrieb eines Verdichters ist günstiger als der direkte Antrieb und ... die beiden Punkte reichen mir.

Das bessere Ansprechen ist sicher ein Punkt, aber der günstigere Wirkungsgrad dürfte bei den Meisten Priorität genießen; und da tut sich ja auch laufend was - dieses Jahr kommen die ersten Großserien-Ottos mit VTG bei VW aufn Markt. Endlich, wurde Zeit!

Also wenn der Turbolader günstiger ist, ist das nicht unbedingt das was entscheidet, es ist nur ein weiterer Vorteil, der zu den Anderen dazukommt.

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DerBlicker 03.02.2017, 14:04
71. Daimler weiß es wohl besser

Zitat von mazzmazz
Blicker, lassen Sie es doch einfach mal 2 Wochen sein hier und kommen Sie runter. EIner der meistgebauten Kompressormotoren ist der Mercedes 200K. Diese Maschine ist sparsam, langlebig und für einen 4-Zylinder sogar akustisch akzeptabel. Die Leistung ist für einen so schwachen Motor auch in einer E-Klasse noch akzetabel und die Leistungsentfaltung ist viel gleichmässiger als bei einem Turbomotor, auch neuer Bauart, in dieser Leistungsklasse. Der Kompressor ist einfach teurer, weshalb man zum billigeren Turbo geht.
Der C200 Kompressor hatte 163 PS und 230 Nm bei 2500 Touren. Ein Mercedes E200 (Turbo) hat 184 PS und 300 NM bei 1200 Touren. Was soll da bitte der Kompressor besser können? Zudem gibt es den 2 Liter Turbo auch noch mit 211PS /350Nm als E250 und E300 mit 245 PS/370Nm. Daimler hat den Kompressor wegen zu hohem Verbrauch beerdigt. Jaguar hat bei seinen Kompressormotoren genau das Problem, zu hoher Verbrauch.

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warum_nicht? 03.02.2017, 14:52
72.

Zitat von DerBlicker
Der C200 Kompressor hatte 163 PS und 230 Nm bei 2500 Touren. Ein Mercedes E200 (Turbo) hat 184 PS und 300 NM bei 1200 Touren. Was soll da bitte der Kompressor besser können? Zudem gibt es den 2 Liter Turbo auch noch mit 211PS /350Nm als E250 und E300 mit 245 PS/370Nm. Daimler hat den Kompressor wegen zu hohem Verbrauch beerdigt. Jaguar hat bei seinen Kompressormotoren genau das Problem, zu hoher Verbrauch.
Sie wollen jetzt wohl ernsthaft behaupten, dass man mit dem Kompressor nur 163 PS rausholen konnte, während mit Turbo mehr geht? Sicherlich kommt jetzt noch ein Dieselvergleich.
Gehen Sie Playstation spielen.

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pietschko 03.02.2017, 16:26
73.

Zitat von DerBlicker
Der C200 Kompressor hatte 163 PS und 230 Nm bei 2500 Touren. Ein Mercedes E200 (Turbo) hat 184 PS und 300 NM bei 1200 Touren. Was soll da bitte der Kompressor besser können? Zudem gibt es den 2 Liter Turbo auch noch mit 211PS /350Nm als E250 und E300 mit 245 PS/370Nm. Daimler hat den Kompressor wegen zu hohem Verbrauch beerdigt. Jaguar hat bei seinen Kompressormotoren genau das Problem, zu hoher Verbrauch.
er kapiert es einfach nicht. und wir sind hier beim thema sportwagen und fahrbarkeit eines motors.
ich empfehle ihnen, kaufen sie sich einen turbodiesel, der hat einen noch geringeren verbrauch. kommt immer gut, so nen diesel im tt. dann hat der noch mehr untersteuern.
oder gleich nen elektroauto. da ist die effizienz noch besser. der i8 sieht wirklich gut aus.

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Gleichstrom 03.02.2017, 16:38
74.

Kompressor und Fahrbarkeit ist sicher ein Punkt. Allerdings kann man einen Turbolader auch sozusagen vorspannen, also in der niedrigen Last Ladedruck erzeugen und über die Drosselklappe abbauen - würde den Teillastverbrauch schmälern, aber ließe sich an- und abschalten nach Belieben. Ist ne Software-Frage, ob man das haben will, die Hardware kanns sowieso.

Daß der Verbrauch bei einem Sportwagen egal ist, sehen vielleicht/leider viele so, aber dem Entwickler ist der nie egal - bessere Funktion ist bessere Funktion, und um die Faszination der Funktionalität und die darin liegende Ästhetik geht es ja. Leistungsdichte und Wirkungsgrad vereinigen macht den guten Motor aus, nur eines zu können ist leicht und daher öde.

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Lotus Driver 03.02.2017, 17:11
75. Lotus

Ich fahre selbst einen Exige V6. Der Evora ist sicher nicht der schnellste Lotus, es sei denn man definiert "schnell" nur mit der Höchstgeschwindigkeit. In der Beschleunigung und auf jeder Rennstrecke ist die Exige weiterhin schneller.

Der Evora ist auch leider sicher nicht der schönste Lotus. Elise, Exige und auch Vorgänger wie Elan und Esprit sind eine Augenweide, der Evora ist auch nach dem Facelift zu hoch, verwinkelt und unförmig.

Trotz allem muss man Lotus loben, sie bauen trotz geringer Stückzahl und mit wenig Geld drei verschiedene Produktlinien, alles komplett in Handarbeit. Und das für den Preis ! Die Fahrzeuge sind laut und kompromisslos und fahrdynamisch allesamt Meilensteine. PS-Zahlen sind irrelevant und nur was für SUV-Fahrer und das Auto-Quartett, Leistungsgewicht ist alles was zählt.

Ich kann nur jeden mal empfehlen nicht zu schätzen sich hinein zu zwängen, mehr wirklich noch ehrliches Rennwagen-Feeling ohne Firlefanz, aber mit Rest-Alltagstauglichkeit (Dach/Türen/Kofferaum/Radio/Klima) bietet keiner.

Und zur Beruhigung: alle Lotus haben Airbags, ABS und ESP von Bosch persönlich und hervorragende Bremsanlagen, die im Gegensatz zu Möchternen auch nach 5 Runden auf dem Nürburgring-Ring volle Leistung liefern ;)

Der Kompressor hat nicht die Leistungsausbeute eines Turbo, dafür ist ehr langlebig und liefert völlig konstant seine Mehrleistung, die Autos fahren sich wie sehr starke Sauger. Kein Vergleich zu den Sprit-saufenden asthmatischen Kindermotoren mit Turbo-Löchern.

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DerBlicker 03.02.2017, 18:57
76. die gibt es längst nicht mehr

Zitat von Lotus Driver
Der Kompressor hat nicht die Leistungsausbeute eines Turbo, dafür ist ehr langlebig und liefert völlig konstant seine Mehrleistung, die Autos fahren sich wie sehr starke Sauger. Kein Vergleich zu den Sprit-saufenden asthmatischen Kindermotoren mit Turbo-Löchern.
Das Turboloch existiert schon lange nicht mehr, die Automatik deckt es längst zu, sofern noch irgendwie vorhanden. Bitte nicht immer von den Erfahrungen aus den 80-er Jahrn erzählen.

Und was soll das denn wieder sein, ehrliches Rennwagenfeeling, gibt es auch unehrliches Rennwagenfeeling? Das ist doch Esoterik. Entweder ein Wagen ist schnell, dann ist es ein Sportwagen, oder er ist es nicht, da hilft auch hart, laut und unkomfortabel nicht mehr.

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Gleichstrom 03.02.2017, 19:36
77.

Das wird jetzt bitter, aber - doch, das Turboloch gibt es noch immer. Je niedriger die Drehzahl ist, bei der man das maximale Moment bekommt - Tendenz derzeit langsam fallend, meistens etwa bei 1500 U/Min - und je höher dieses Moment, bezogen auf den Hubraum, ist - Tendenz derzeit langsam steigend, pme meist um die 20 bar -, umso länger dauert es, bis es da ist.

Da spielen noch weitere Faktoren eine Rolle (Laststeuerung mit Drosselung oder ohne, Trägheitsmoment des Laufzeugs; das ist aber eher mit Leistung pro Turbolader assoziiert als mit der Größe des Motors), aber es ist physikalisch NICHT möglich, ein Stück Materie unverzögert, also mit unendlicher Beschleunigung in irgendeine Art Bewegung zu versetzen, weiter müssen die Leitungen hinter Verdichter erstmal aufgeblasen werden und wenn man sich die Entwicklung der Technologie ansieht - immer höherer Mitteldruck, immer häufiger Betriebsstrategien, die der Dynamik abträglich sind (z.B. Miller-Verfahren - mag ich!) - können wir das alles Andere als vergessen.

Wobei ... wir ... Endkunden dürfen vergessen, Entwickler nicht.

Einzig die VTG ist eine von vorn bis hinten dynamikfreundliche Entwicklung der aufgeladenen Ottomotoren der letzten Jahre, aber bisher auf Porsche und eher nicht so starke Konzepte beschränkt infolge Kosten (der kommende 1,5 TSI z.B. wird Miller- und VTG nur in der 96 kW-Variante haben, die 100 kW-Variante hat normale Steuerzeiten, ist 10,5:1 verdichtet und hat einen Wastegate-Lader und 50 Nm mehr).

Was ein Sportwagen ist und was nicht ... liegt das wirklich nur am Schnellsein? Im Sinne des Rennsports als Wettbewerb um Fahrzeugbeherrschung, der fähige Maschinisten unter fairen Voraussetzungen gegeneinander ihre Maschinistenfähigkeiten ausnutzen läßt, erfordert nicht viel Anderes als Konzentration aufs Wesentliche und Einhalten der Limits für Hubraum, Gewicht etc. Daß ein Sportwagen ein brauchbares Fahrwerk hat und die Kurbelei an den Bedienelementen unmittelbar realisiert macht auch Einiges aus, und beim Minimieren des Leistungsgewichts ist der Verzicht auf Unnützes das erste und oberste Gebot. Erst Recht bei Lotus, da gibs doch auch son paar markige Zitate vom Chapman... Was so und so viele Meter nach dem Ziel noch heile ist, ist zu massiv oder so ähnlich. Und Verschwendung hat nie zu irgendeinem guten Konzept gehört, ganz gleich, was es tun sollte, ob es ein Langstreckenrennwagen, ein Flaschenöffner oder eine Kuckucksuhr ist - egal. Verschwendung und einfach zuviel von Allem, das ist was für geistlose Leute mit viel Geld. Zuhälter zum Beispiel.

Das sind teils schwer objektivierbare Eigenschaften, aber die reinen Leistungsdaten, Fahrleistungen (Kreisbahngeschwindigkeiten, Beschleunigungen, ...) sind es nicht allein. Es sind auch Dinge, die mangels erfolgreicher und belastbarer Objektivierung vorerst als subjektiv wahrgenommen werden müssen, aber nicht weniger real sind.

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mazzmazz 04.02.2017, 04:58
78. Keine Ahnung mal wieder

Zitat von DerBlicker
Der C200 Kompressor hatte 163 PS und 230 Nm bei 2500 Touren. Ein Mercedes E200 (Turbo) hat 184 PS und 300 NM bei 1200 Touren. Was soll da bitte der Kompressor besser können? Zudem gibt es den 2 Liter Turbo auch noch mit 211PS /350Nm als E250 und E300 mit 245 PS/370Nm. Daimler hat den Kompressor wegen zu hohem Verbrauch beerdigt. Jaguar hat bei seinen Kompressormotoren genau das Problem, zu hoher Verbrauch.
Die Turbos gibt es, weil sie billiger sind.
Vergleicht man einen 200K mit einem 200 Turbo, wird einem selbst bei Mercedes schlecht. Die Turbos laufen viel unharmonischer und verbrauchen im Alltag keinen halben Liter weniger.
Unseren A 250 Turbo 4matic fahre ich mit ca. 7,5-8L Benzin / 100 Km.
Der A250d lag bei der Testfahrt bei ca. 6,5 L.
Der selige E200K meines Onkels lag bei ähnlichem Streckenprofil bei unter 9L.
Sie sehen, man muss nicht wegen der Spritkosten den mieseren Motor wählen, außer man fährt extrem viel.
Diese komischen Downsize-Turbos finde ich frchterlich, weil sie am Ende nichts sparen.
Wer ernsthaft glaubt, er fahre bei 15.000 Km p.a. und 10 oder mehr Jahren Haltedauer (in dieser Fahrzeugklass egibt es das bei Privatkunden noch) mit einem E 250 Turbo günstiger als früher mit einem E350 Saug-V6, hat es einfach nicht begriffen.
Wer sowieso alle 3 Jahre ein neues Auto least, dem kann es egal sein, zumindest wenn er kein interesse an kultivierter Motorentechnologie hat.

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mazzmazz 04.02.2017, 05:10
79. Natürlich gibt es das

Zitat von DerBlicker
Das Turboloch existiert schon lange nicht mehr, die Automatik deckt es längst zu, sofern noch irgendwie vorhanden. Bitte nicht immer von den Erfahrungen aus den 80-er Jahrn erzählen. Und was soll das denn wieder sein, ehrliches Rennwagenfeeling, gibt es auch unehrliches Rennwagenfeeling? Das ist doch Esoterik. Entweder ein Wagen ist schnell, dann ist es ein Sportwagen, oder er ist es nicht, da hilft auch hart, laut und unkomfortabel nicht mehr.
Das Turboloch ist allgegenwärtig bei Turbomotoren, weil es anders nicht geht.
Ihr BMW hat deshalb 2 Turbos. Der neue BMW V6 TD hat 3.
Das kostet alles ein Schweinegeld, ist anfällig und noch dazu unnötig.
Der Lotus braucht vielleicht einen Kompressor auf dem Toyota-Bauernmotor, um genügend Dampf für einen richtigen Sportwagen zu haben und die hohe Haltbarkeit und Servicefreundlichkeit nicht zu verlieren, die Lotus damit offenbar anbieten will, ohne einen schweren V8 montieren zu müssen.
Für Alltagsautos ist das jedoch völlig irrelevant. In den meisten Fällen wären sie mti einem einfachen V6 Saugbenziner für Familienautos und einem R4 Saugbenziner für Kleinwagen bestens ausgerüstet. Diese hochkomplexen Diesel- / Turbo-/DI-Spielzeuge braucht eigentlich kein Mensch. Sie Sparen mit viel Glück 3 L / 100 Km an Benzin und verursachen für den Kunden bei Anschaffung, Wartung und Reparatur tausende Euros an Mehrkosten, die er durch den etwas niedrigeren verbrauch niemals hereinfahren wird.
Sehen Sie sich doch mal Anschaffung, Wertverlust, Sprit- und Wartungskosten bei Autos wie Mercedes 190E 2.0, E220 W124 oder 300E W124 an im Vergleich zu modernen Turbos. Ein W124 300TE 4matic Sportline kostete in 1988 75.000 D-Mark in bester Ausstattung und lässt sich heute in gepflegtem Zustand noch für 15.000 Eur (30.000 D-Mark) verkaufen. Wie wird es wohl im Jahr 2046 mit einem E 250 Diesel aus 2017 aussehen? Er wird dann wegen Schäden an Turbo. Injektoren, getriebe und Elektronik schon 12 Jahre auf dem Schrott liegen.
Vergessen Sie diese unsinnige Spritverbrauchsdiskussion und rechnen Sie sich die TCO (total cost of ownership, ALLE Kosten) für ein Auto aus, das Sie kaufen wollen. Sie werden sehen, dass im Privatbereich ein Diesel kaum mehr ein Thema und ein turbo ein notwendiges Übel wäre, wenn man Mazda oder ältere Autos nicht mag.

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