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Autogramm Mercedes GLC F-Cell: Der frisst Kilometer wie ein Diesel
Christoph M. Schwarzer

Der Mercedes GLC F-Cell ist das erste Wasserstoffauto aus deutscher Serienproduktion. Der Wagen ist selbst für Elektroautofans eine Wohltat - und hat doch einen wichtigen Mangel.

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gankuhr 15.04.2019, 10:09
90.

Zitat von
..und hinten wieder Wasser rauskäme. Leider muss man Wasserstoff tanken der nicht auf Bäumen wächst. Den hohe Energieaufwand bzw. den Verbrauch von fossilem Erdgas zur Wasserstofferzeugung sollte man zumindest auch auf der "grünen" Rechnung haben. Pferdekutschen wären eine grünere Alternative. Andererseits, es sind fast 50 Millionen PkW in Deutschland zugelassen. Würde man diese alle durch Pferdekutschen oder Esel ersetzen....die müssen ja auch was fressen :)
Ja, das wäre phantastisch, nur wäre das ziemlicher Unsinn, denn man tankt ja nicht um das Tankens Willen sondern weil man Energie zuführen will. Sprich: die Energie, die das Fahrzeug zum Fahren benötigt, muss vorher in den Treibstoff gesteckt werden und dann wärend des Fahrens aus ihm entnommen werden. Beim Wasserstoff wird das so gemacht, dass unter Einbringung von Energie der Sauerstoff von Wasserstoff abgespalten wird, bei der Verbrennung wird der Prozess rückgängig gemacht. Das gleiche wurde bei Öl vor vielen tausend Jahren von der Sonne mit Kohlenstoff gemacht - aus CO2 wurde C (die Kohle im Holz), nach der Verbrennung habe ich wieder CO2.

Ein Punkt noch zum Thema KWh pro 100km Elektro vs Wasserstoff: das Elektroauto schneidet auch deswegen besser ab, weil die Stromerzeugung außerhalb des Autos im Kraftwerk stattfindet. Aber auch das hat einen Wirkungsgrad, der irgendwo zwischen 30 und 40% liegt. Dazu kommen Wirkungsgrade beim Stromtransport, bei der Ladung der Batterie, beim ungewollten entladen über Zeit etc. Also so gesehen ist die kW/h pro 100km beim Elektroauto alles andere als ehrlich gerechnet. Was natürlich ein Punkt ist: Wenn wir zunächst Strom erzeugen um dann Wasserstoff zu erzeugen, vereinen wir alle Nachteile aller Verfahren. Aber trotzdem ist es für mich eine positive Entwicklung, dass alle Wege gleichzeitig angegangen werden. In einigen Jahren werden wir sehen, was am Ende das effizienteste Verfahren ist.

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Elementar 15.04.2019, 10:10
91. Abgeregelt auf 160km/h? Praktisch unverkäuflich!

Neulich auf der (deutschen) Autobahn: ein Toyota Mirai, dicht gefolgt von einem Hyundai Nexo, "verseilen" einen GLS F-Cell "mit links" (180 vs. 160km/h). Geht gar nicht! Konsequenz: Der Mercedes-Kunde gibt das Auto zurück! Allein daraus erklärt sich die homöopathische Stückzahl-Dosis, deshalb ist der GLS F-Cell ist nur für eine stark selektierte Kundschaft sinnvoll. Solche, bei denen evtl. schon, oder ohne Probleme machbar, eine H2-Zapfsäule auf dem Gelände steht und die Kosten sowieso von anderen getragen, d.h. vom Bürger. Daher ein schönes Prestigefahrzeug für öffentliche Verwaltungen, Bundeswehr ("wir fahren sowieso Panzer..."). Na dann bis 2028 (in geschätzt weiteren 9 Jahren) bis zum vielleicht ersten brauchbaren Angebot für die breite Masse.

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kai_4711 15.04.2019, 10:12
92. Sehe nur Nachteile, Reichweite nix besonderes. Ein Model 3 ist weiter

Ein seltsamer Artikel. Lobpreisung einer 300km Reichweite, evtl. 400km.
Dann muss man aber eine Wasserstofftankstelle suchen.
Da ist Tesla wesentlich weiter, der Supercharger ist nie von Verbrennern zugeparkt, man benötigt keine Karte/Geld usw. und lädt einfach überall in Europa und das superschnell.
Und ein Tesla fährt locker über 200km/h selbst das Biligmodell für 44.000€.
Wasserstoff mag gut sein für Supertanker und Kreuzfahrtschiffe, aber selbst bei Bussen, Traktoren und Müllwagen hat er "verloren".
Das sehen neben Tesla auch alle deutschen Autobosse so, nur der Spiegel eben nicht.
Irgendwas muss man ja schreiben, und die Stammtischkundschaft die noch nie ein E-Auto gefahren hat wird sagen "siehste man muss noch warten !". So wird keine Zukunft gemacht, sondern verhindert.

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Gerd@Bundestag.de 15.04.2019, 10:20
93. Diesen Vorteil haben auch schon andere erkannt!

Zitat von escherischiacoli
Windkraft hat den Nachteil, nicht gleichmässig einspeisen zu können. Man kann doch in Zeiten der Überproduktion stattdessen Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen, der dann wieder als Brennstoff zur Verfügung steht. Wenn alle Autos und LKW rein elektrisch mit Batterie unterwegs sind, wird es mit dem Lithium schwierig und umweltmässig sicher ein Disaster. Die Brennstoffzelle wird sicher einen grossen Teil der Mobilität auffangen, sauberer gehts kaum noch. Und hat auch nix mit unseren Rüstungsausgaben zu tun, wie anfangs angemerkt wurde.
Nicht umsonst gibt es Projekte, wie dieses hier
https://www.innotruck.de/mobile-ausstellung/exponatkatalog/wasserstoffspeicherung-mit-lohc/

Der spezielle Gag, im Gegensatz zu Batterienautos ist, dass die Energieversorgerseite ein massives Interesse am Aufbau der Versorgungsinfrastruktur hat. Die wollen nämlich damit richtig Geld verdienen......

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laermgegner 15.04.2019, 10:21
94. 8400 € pro Jahr Miete ?

Das kann keine Antwort auf Diesel und Benzin sein, bei 20 000 km/ a Fahrleistung wären wir bei 2.40 €/ km, nur für die Miete des Autos - und es steht noch nicht einmal im Beitrag, was ein KG H2 kostet. Umweltschutz ist was für die Reichen, hat ein Inder mal zu mir gesagt. - H2 Autos, vielleicht ein Anfang , mehr aber auch nicht.

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Hatha 15.04.2019, 10:23
95. Kann mir jemand sagen

Ob es möglich ist einen Wasserstoff-Antrieb zu bauen der ohne Batterie auskommt? Also wo die Verbrennung sofort für Antrieb sorgt. Das wäre doch der Wunsch eines jeden.

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Gerd@Bundestag.de 15.04.2019, 10:27
96. Schon längst geschehen...

Zitat von theuwe
Wasserstoff-/Brennstoffzellenfahrzeugen gehört ganz eindeutig die Zukunft. Daimler hat schon in den 80er Jahren mit der Forschung begonnen und sollte über viel know how verfügen. Allerdings ist der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur extrem aufwändig und teuer. Hier bedarf es einer gewaltigen Anstrengung, die nur durch eine politische Entscheidung mittelfristig zu bewältigen ist. Eigentlich sollte es eine EU-Weichenstellung sein und entsprechende Budgets müssen gesichert werden. Dann ist die Brennstoffzelle DIE wirkliche Hightech-Alternative für die Zukunft und Elektroantriebe mit Akkuspeichern bleiben Übergangs- bzw Nischentechnologie. Bei der Schaffung einer Wasserstoff-Infrastruktur könnten auch die Mineralölkonzerne eine Schlüsselrolle spielen, wenn sie sich für die "post-fossile" Ära rüsten wollen.
Die Weichen sind doch längst gestellt, nur die Aufklärer der Nation haben es noch nicht mitbekommen:
https://www.innotruck.de/mobile-ausstellung/exponatkatalog/wasserstoffspeicherung-mit-lohc/

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Pless1 15.04.2019, 10:27
97.

Zitat von nisse1970
Genau das, was D. im Bereich Elektromobilität braucht. Aber wtf kann man dieses Auto nur mieten (im Artikel steht leasen. Aber wenn ich das MB Konzept richtig verstanden habe, soll der F-Cell ausschließlich vermietet werden, ohne die Möglichkeit es jemals zu erwerben)???
Für den Einstieg in die Vermarktung dieser Technologie halte ich dieses Konzept für klug. Man zahlt nur die Nutzung und wenn die ausfällt zahlt man halt nicht - hat aber kein Kapitalrisiko. Im Grunde genommen geht Daimler das an wie eine Beta-Version: Kleine Stückzahl und keiner der Kunden hat 80.000 Euro für ein Produkt hingeblättert, das dann eventuell doch noch Kinderkrankheiten hat.

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Oberleerer 15.04.2019, 10:27
98.

Zitat von mbroghammer
Es stimmt nicht, daß Wasserstoff und dessen Erzeugung/Herstellung teurer sein soll. Ich selbst betreibe eine Brennstoffzelle mit Elektrolyseur Marke Eigenbau. Der Strom kommt aus der Photovoltaik. Funktioniert bestens.
Dann lassen Sie mal Zahlen raus. Wieviel Strom brauchen Sie für 1kg H2? Und wieviel kg brauchen Sie für 100km ?

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JackGerald 15.04.2019, 10:30
99. Endlich mal wieder eine Erfolg versprechende Innovation!

Es gibt sicher noch viel zu tun, auch an dem Fahrzeug selbst. Aber allein die Angabe einer Reichweite von etwa 30km aus einem 9,3kWh-Akku dürfte deutlich realistischer sein, als z. B. die verlogenen 530km Reichweite aus einem 75kWh-Akku.

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