Forum: Auto
Autogramm Mercedes GLC F-Cell: Der frisst Kilometer wie ein Diesel
Christoph M. Schwarzer

Der Mercedes GLC F-Cell ist das erste Wasserstoffauto aus deutscher Serienproduktion. Der Wagen ist selbst für Elektroautofans eine Wohltat - und hat doch einen wichtigen Mangel.

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KaOt2019 15.04.2019, 10:47
110.

Zitat von rmknust
...da es ja bald E-Strom im Überfluß gibt, vor allem aber H2 ja nicht in D produziert werden muß, sondern dort, wo die Sonne 24Std/365T knallt, und dann mit H2 Tankern oder Pipelines in die EU...lieber den E-Strom ineffizient vergeigen, als sich von wenigen E-Batterie-Rohstoff-Ländern mit fragwürdigsten Regenten und obskuren Arbeitsbedingungen abhängig zu machen. Wo sollen die Materialien für all die Batterien herkommen??? Und für LKW, Schiffahrt u.a. geht E schon mal gar nicht...wie gesagt, urbane "Roller&PKW"-Lösung ja, nicht mehr und nicht weniger. Im Übrigen: der normale Diesel mit state-of-the-art Abgasreinigung wird über lange Zeit unschlagbar bleiben, paßt ja aber auch nicht für die Öko-Extremisten, die am liebsten in dieser Minute jeden Verbrenner stillegen würden, und damit die Welt. Apropos Welt: das eigentlich Problem ist die unkontrolliert galoppierende Bevölkerungsentwicklung in Afrika und Asien (ein Segen, daß die Chinesen wenigstens nicht mehr werden, derzeit). Hier ist die Ur-Ur-Ursache aller Umweltprobleme; da sollten UNO, DUH usw. mal ansetzen.
Dann denken Sie mal darüber nach was Sie mit den 80% gesparten Strom gegenüber der Brennstoffzelle alles machen können. Und auch EE müssen erzeugt werden und die PV Anlagen hergestellt werden. Das alles rechtfertigt diese immense Verschwendung nicht.
Und wenn Ihnen die Rohstoff Abhängigeiten so gegen den Strich gegen zwei kurze Anmerkungen. Beim Öl regte sich kein Widerstand und alles was im BEV ist finden Sie auch in Haushalts- und Unterhaltungselektronik. Komischerweise wird erst beim BEV ein Problem daraus!
Und das Fahrzeug um das es hier geht sieht nicht nach LKW aus. Viel mehr nach PKW. Und dann kommt der fiese Kolonist durch. Die anderen und deren Überbevölkerung namentlich Asien und Afrika. Europa ist deutlich dichter besiedelt und unser ökologischer Fußabdruck ist vergleichsweise eine Katastrophe und das schon über ein Jahrundert länger.

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KaOt2019 15.04.2019, 10:48
111.

Zitat von laermgegner
Das kann keine Antwort auf Diesel und Benzin sein, bei 20 000 km/ a Fahrleistung wären wir bei 2.40 €/ km, nur für die Miete des Autos - und es steht noch nicht einmal im Beitrag, was ein KG H2 kostet. Umweltschutz ist was für die Reichen, hat ein Inder mal zu mir gesagt. - H2 Autos, vielleicht ein Anfang , mehr aber auch nicht.
Soll es auch nicht. Die Hersteller wollen das die Kunden da irgendwann selbst drauf kommen. Um dann weiter zu wurschteln wie bisher. Es wären übrigens 9600€ im Jahr.

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Tante_Frieda 15.04.2019, 10:49
112. Tolle Sache!

Zitat von MarkusHenny
teurer und weniger antriebsstark als der neue Tesla. Und Strom hat ja DE im Überfluss.(...) Dazu wird irgendwann der deutsche Staat - man will ja die Verteidigungsausgaben erhöhen - auch für den Strom der Autos eine Abgabe erheben.
Eine tolle Sache,dieses Auto.Und auch optisch wesentlich angenehmer als die,pardon,nicht gerade ansehnlichen Tesla-Modelle mit ihrem Gelsenkirchener-Barock-Stil.Dass Deutschland (und nicht nur Deutschland) irgendwann eine Abgabe auf Strom erhebt,dürfte klar sein.Ist auch logisch,denn die irgendwann einmal schwindenden Einnahmen für den Staat aus der Benzinsteuer müssen ja ersetzt werden.So einfach ist das.

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JackGerald 15.04.2019, 10:50
113. @ Nr. 94 kai_4711

Erst gestern war hier auf SPON ein Video zum Tesla 3 - Test zu sehen und darin wurde u. a. gesagt, dass die realistische Reichweite etwa 400km betragen soll. Das ist zugegeben nicht schlecht - aber warum wird dann mit einer utopischen Angabe von 530km geworben? Nur deshalb, um nach einer offensichtlich praxisfremden Norm
gemessen bzw. gerechnet zu haben? Einen solchen Blödsinn konnte ich noch nie nachvollziehen.
Man kann es anscheinend nicht oft genug wiederholen: Um 530km Reichweite mit einem Schnitt von z. B. 53km/h auf der Landstraße zurückzulegen - und das ist ja nun wirklich nicht zu viel verlangt - müsste der Akku 10 Stunden durchhalten und dürfte dabei eine mittlere Leistung von 75kWh / 10h = 7,5kW = 10PS liefern. Unter Annahme eines Wirkungsgrades von 85% bliebe für die Straße im Mittel eine Leistung von 8,5PS übrig - und das bei einem 1,8-Tonnen-Auto! Rechnet man das Ganze für eine Reichweite von 400km durch, dann darf das Auto im Mittel eine Leistung von etwa 11,5PS auf die Straße bringen. Auch das halte ich für äußerst grenzwertig, aber
nehmen wir mal an, es sei machbar: Wozu genau braucht man dann nochmal einen unnötig schweren 480PS- bzw. 353kW-Antrieb - außer, um den Akku in etwa 75kWh / 353kW = 0,2 Stunden = 12 Minuten leer nuckeln zu wollen? 480PS und 530km Reichweite - den Mut muss man erstmal aufbringen, um potentielle Interessenten dermaßen für dumm verkaufen zu wollen.

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anna_nass 15.04.2019, 10:52
114. Vollkommen richtig (Auchtung Ironie!)

Zitat von stefan.p1
Die Brennstoffzelle ist zZ die einzige Alternative zum Verbrennungsmotor. Das ist vielen Experten auch schon während des ersten E-Mobil Hyps klar gewesen.
Ja, da liegen sie vollkommen richtig - zumindest am Stammtisch und bei der Automobillobby, denn:
H2-Autos müssen weiterhin betankt werden. Schön für die, die diee komplexen Anlagen bauen und verkaufen.
Außerdem funktioniert weiter das Geschäftsmodell Tankstelle - schön für den Tankstellenpächter. Wo sonst bekommt man außerhalb der Ladenöffnungszeiten seinen Krams. Gut, H2-Tankstellenbrauchen etwas mehr Platz, müssen öfter angefahren werden, und sind aufgrund der Komplexität wohl auch öfter kaputt.
Also Prima, für die, die die Tankstellen warten dürfen (dafür wird dann Preis für den Wasserstoff bald noch etwas ansteigen).

Außerdem haben auch die Vertagswerkstätten noch gut zu tun. Der Tank muss regelmäßg geprüft werden (das freut auch TÜV und DEKRA), die Brennstoffzellen brauchen schon im normalen Betrieb regelmäßge Wartung und Austausch diverser Teile. Aber dafür zahlt der Kunde ja gerne.
Ist vielleicht schade für die freien Werkstätten, die an der Brennstoffzelle wohl recht wenig machen können. Gut die sterben dann halt aus.
Aber jetzt zur eigentlichen Technik: Es wird immer nur über die Langstreckentauglichkeit geschrieben. Aber keiner erzählt etwas über den Einsatz für Kurzstrecken! Und das mit guten Grund. Denn die Brennstoffzelle muss erst auf Betriebstemperatur kommen und sollte dort möglichst mit konstanten Bedingungen durchgängig betrieben werden. Ansonsten wird es nämlich erst recht richtig teuer!

Daher: Viel Spaß damit - ich möchte so etwas nicht.

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KaOt2019 15.04.2019, 10:54
115.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Und schneller verfügbar. Aber Automobilindustrie und Staat setzen nun mal auf die E-Autos. Obwohl andere Länder das anders sehen. Da fahren ganze Stadtomnibus-Flotten schon lange mit Wasserstoff oder Gas und sparen enorm CO2.
Wo wird im großen Stil auf die Brennstoffzelle gesetzt? Das nur einfach so raushauen ohne Belege nützt nichts!

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mhwse 15.04.2019, 10:55
116. kleine aber wesentliche Korrektur: es sind Kohlen-Wasserstoffe ..

Zitat von gankuhr
Ja, das wäre phantastisch, nur wäre das ziemlicher Unsinn, denn man tankt ja nicht um das Tankens Willen sondern weil man Energie zuführen will. Sprich: die Energie, die das Fahrzeug zum Fahren benötigt, muss vorher in den Treibstoff gesteckt werden und dann wärend des Fahrens aus ihm entnommen werden. Beim Wasserstoff wird das so gemacht, dass unter Einbringung von Energie der Sauerstoff von Wasserstoff abgespalten wird, bei der Verbrennung wird der Prozess rückgängig gemacht. Das gleiche wurde bei Öl vor vielen tausend Jahren von der Sonne mit Kohlenstoff gemacht - aus CO2 wurde C (die Kohle im Holz), nach der Verbrennung habe ich wieder CO2. Ein Punkt noch zum Thema KWh pro 100km Elektro vs Wasserstoff: das Elektroauto schneidet auch deswegen besser ab, weil die Stromerzeugung außerhalb des Autos im Kraftwerk stattfindet. Aber auch das hat einen Wirkungsgrad, der irgendwo zwischen 30 und 40% liegt. Dazu kommen Wirkungsgrade beim Stromtransport, bei der Ladung der Batterie, beim ungewollten entladen über Zeit etc. Also so gesehen ist die kW/h pro 100km beim Elektroauto alles andere als ehrlich gerechnet. Was natürlich ein Punkt ist: Wenn wir zunächst Strom erzeugen um dann Wasserstoff zu erzeugen, vereinen wir alle Nachteile aller Verfahren. Aber trotzdem ist es für mich eine positive Entwicklung, dass alle Wege gleichzeitig angegangen werden. In einigen Jahren werden wir sehen, was am Ende das effizienteste Verfahren ist.
"Kohle" u.v.a. Mineralöle/Benzin - sind Kohlenwasserstoffe.
Der Energieträger hier ist auch: Wasserstoff ..
Die Kohle/Kohlenstoff das C ist nur ein mehr oder minder notwendiges Übel ..
daher die hohe Zündtemperatur beim Diesel:

Erst dadurch wird der Wasserstoff abgespalten + reagiert (mit dem Sauerstoff ..).

Die negativen und unerwünschten Effekte sind Kohlen-Monoxid + Stickoxide + Feinstaub - einfach deshalb, weil Kohlenstoff, gut in der Lage ist als Minitank quasi - Wasserstoff zu binden .. bei der Verbrennung und der Hitze aber unmittelbar oder mittelbar für unerwünschte Nebeneffekte sorgt.
Mit reinem Wasserstoff spart man sich das Abgas-Reinigungssystem.
(aber nur in der Brennstoffzelle - H2 im Kolbenmotor gibt wieder Feinstaub + Stickoxide ..)

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Hrothgaar 15.04.2019, 10:55
117. Stimmt nicht!

Zitat von thomas_linz
Zwar energetisch verrückt, aber allemal besser als Diesel und Benziner. Schoen, dass Deutschland dabei ist. Nur die Stueckzahlen, Freunde? Aber egal, jede Nachricht gegen den Verbrenner ist eine wirklich gute Nachricht.
Wasserstoff ist ein Nebenprodukt aus der Chemieindustrie. Er muss noch nichtmal extra hergestellt werden, der ist einfach da! Wenn ich das richtig gelesen habe werden pro Jahr 16 Milliarden Kubikmeter Wasserstoff hergestellt. Davon sind 5% überschüssig. Damit könnte man über eine Million Autos mit Brennstoffzelle versorgen.
Damit wäre ein Brennstoffzellenauto klimafreundlicher als ein Benziner, Diesel und ich wage zu behaupten auch ein Elektroauto mit Batterie!

Die Einführung von Elektroautos mit Batterie ist der falsche Weg. Brennstoffzelle macht die ganze Sache weitesgehend Klimaneutral und ist Wirtschaftlicher!

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cohiba 15.04.2019, 10:55
118. Dieses Gemecker

über die wenigen Tankstellen nervt. Klar fehlen die noch... aber das ist wie mit den Huhn und dem Ei. Die Nachfrage generiert das Angebot. das wird der Markt schon richten. Vor allem wenn die Mineralölkonzerne mal schnallen, dass sich Wasserstoff viel besser an Tankstellen verkaufen lässt als Strom...

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KaOt2019 15.04.2019, 10:56
119.

Zitat von Gerd@Bundestag.de
Die Weichen sind doch längst gestellt, nur die Aufklärer der Nation haben es noch nicht mitbekommen: https://www.innotruck.de/mobile-ausstellung/exponatkatalog/wasserstoffspeicherung-mit-lohc/
Toluol ist sehr giftig und die schlechte Effizienz bei der Wasserstoffsynthese wird damit auch nicht verbessert. Hier geht es nur um den Transport. Und welche Weichen sind denn konkret gestellt?

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