Forum: Auto
Autogramm Mercedes GLC F-Cell: Der frisst Kilometer wie ein Diesel
Christoph M. Schwarzer

Der Mercedes GLC F-Cell ist das erste Wasserstoffauto aus deutscher Serienproduktion. Der Wagen ist selbst für Elektroautofans eine Wohltat - und hat doch einen wichtigen Mangel.

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bommerlunder 15.04.2019, 12:39
170. Warum kein Biogas nutzen?

Zitat von thomas_linz
Zwar energetisch verrückt, aber allemal besser als Diesel und Benziner. Schoen, dass Deutschland dabei ist. Nur die Stueckzahlen, Freunde? Aber egal, jede Nachricht gegen den Verbrenner ist eine wirklich gute Nachricht.
Gasantrieb mit Biogas ist derzeit die einzige wirklich CO2 - neutrale Technik und wird auch genutzt, teilweise komplette Stadtbus-Fuhrparks in vielen Städten. Und die PKWs fahren mit kaum Emissionen und an allen Biogas-Tankstellen ebenfalls CO2 - neutral.
Schade, dass die Politik (und auch die Industrie) ihr Versprechen, die Gasautos bis 2020 mindestens zu verdoppeln, nicht einhalten.

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GustavN 15.04.2019, 12:41
171.

Die Brennstoffzelle mag nicht die eierlegende Wollmilchsau sein, aber sinnvoller als einen 600 Kilogramm schweren Akku spazieren zu fahren, um halbwegs vernünftige Reichweiten zustande zu bekommen, ist es allemal.

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Pickle__Rick 15.04.2019, 12:43
172.

Zitat von KaOt2019
(...) Wo kommt der Widerstand her Strom direkt im Elektroauto zu nutzen? Warum die immer komplizierteren Umwege anstatt den einfachen Weg?
Wie wäre es mit der Reichweitenangst in Kombination mit dem schlechten deutschen Ladenetz? Es mag ja für ein paar Early Adopter funktionieren aber wir sind einfach noch nicht an den Punkt an dem wir wirklich alle einen Stromer fahren und anständig laden könnten. Der Wasserstoffantrieb bietet die Aussicht auf ein eher klassisches Tankstellennetz und die Möglichkeit z. Bsp. Überproduktion in der Stromerzeugung zu nutzen. Außerdem ist die Zeit beim Tanken natürlich wesentlich besser. Keine Ahnung ob sich das alles so lohnt aber die Vor- und Nachteile sollte man sich schon mal ansehen.

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andreas_guldner 15.04.2019, 12:43
173.

Zitat von JackGerald
Erst gestern war hier auf SPON ein Video zum Tesla 3 - Test zu sehen und darin wurde u. a. gesagt, dass die realistische Reichweite etwa 400km betragen soll. Das ist zugegeben nicht schlecht - aber warum wird dann mit einer utopischen Angabe von 530km geworben? Nur deshalb, um nach einer offensichtlich praxisfremden Norm gemessen bzw. gerechnet zu haben? Einen solchen Blödsinn konnte ich noch nie nachvollziehen. Man kann es anscheinend nicht oft genug wiederholen: Um 530km Reichweite mit einem Schnitt von z. B. 53km/h auf der Landstraße zurückzulegen - und das ist ja nun wirklich nicht zu viel verlangt - müsste der Akku 10 Stunden durchhalten und dürfte dabei eine mittlere Leistung von 75kWh / 10h = 7,5kW = 10PS liefern. Unter Annahme eines Wirkungsgrades von 85% bliebe für die Straße im Mittel eine Leistung von 8,5PS übrig - und das bei einem 1,8-Tonnen-Auto! Rechnet man das Ganze für eine Reichweite von 400km durch, dann darf das Auto im Mittel eine Leistung von etwa 11,5PS auf die Straße bringen. Auch das halte ich für äußerst grenzwertig, aber nehmen wir mal an, es sei machbar: Wozu genau braucht man dann nochmal einen unnötig schweren 480PS- bzw. 353kW-Antrieb - außer, um den Akku in etwa 75kWh / 353kW = 0,2 Stunden = 12 Minuten leer nuckeln zu wollen? 480PS und 530km Reichweite - den Mut muss man erstmal aufbringen, um potentielle Interessenten dermaßen für dumm verkaufen zu wollen.
Die Reichweite beim Tesla Model 3 ist eine WLTP Angabe, also der gleichen Norm wie auch beim Verbrenner der Verbrauch angegeben wird. Die Angabe von 5,3 l/100km hatte ich mit meinem AUDI A6 nie erreicht. Dann hätte ich ja 1500 km weit fahren können. In Wirklichkeit waren es aber nur knapp 1000 km.
Übrigens: Die 480 PS braucht man ja nicht ständig, sondern nur mal ein paar Sekunden um einen Porsche zu zersägen. :-)

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jasper366 15.04.2019, 12:47
174.

Zitat von mhwse
aber um 2,6 Tonnen Masse zu beschleunigen - z.B. Autobahnauffahrt/Überholmanöver - benötigen Sie extra Strom. da müsste dann die Brennstoffzelle wieder größer sein. (Oder man nimmt eine Pufferbatterie die sich beim "Bremsen"/während der Fahrt wieder auflädt - wird übrigens in der Formel I so verwendet ..) Mercedes hatte das alles schon vorbereitet - Sandwichboden etc. - nur ca. 20 Jahre zu früh .. (Pech einfach ..) Muss halt erst immer ein Amerikaner da machen, das Alle denken, dass es gut ist.
Nein, er meint einen Verbrennungsmotor mit Wasserstoff und das gabs mal als Versuchsträger von BMW.

https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_Hydrogen_7

Verbrauch 4 kg Wasserstoff auf 100 km.

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thorben.blume 15.04.2019, 12:47
175. Mobile Strömlinge

Super Sache, hoffentlich bald in Großserie! weil: Schöne Utopie Strom aus der Säule zapfen, dabei lügen wir uns leider in die Tasche: Braunkohlestrom aus Polen einkaufen, Atomstrom aus Frankreich etc. um dann festzustellen, das ein Elektroauto ja ach so cool umweltfreundlich ist... Dass weder das Netz noch die vorhandene Kapazität auch nur im Ansatz Elektrobobilität wuppen kann wissen wir, wird nur selten erwähnt - da ist der Wasserstoff tatsächlich eine, wenn nicht DIE Alternative. Dranbleiben.

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Pickle__Rick 15.04.2019, 12:48
176.

Zitat von reiner160367
Das ist also kein elektro Auto sondern ein Wasserstoff Auto! Und der Wasserstoff ist ja auch einfach so da? Da braucht es natürlich keine Energie zum herstellen, vertreiben, lagern usw. Und falls doch kommt die Energie aus der Steckdose! Also automatisch total Umweltfreundlich. Ist doch schön wie kritisch unsere Journalisten so recherchieren und berichten.
Wie wollen Sie die Arbeit des Autors bewerten? Sie haben den Artikel doch gar nicht vollständig gelesen. Dazu wurde nämlich durchaus etwas gesagt.

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emil7685 15.04.2019, 12:50
177.

Zitat von jasper366
Ich lese so oft von 'umrüsten'. Was wollen Sie an einer konventionellen Tankstelle umrüsten? Haben Sie mal eine Wasserstofftankstelle gesehen?
Wo soll denn bitte das Problem dabei sein?? Das teuere an einer Tankstelle ist das Grundstück, das Gebäude und die Zufahrt. Das kann ALLES bei der "Umwidmung" zur Wasserstofftankstelle bleiben. Die Tanksäule ist die gleiche wie die Tanksäule einer Erdgaszapfstelle. Und ich bin mir mehr als 100%ig sicher dass man die Erdtanks einer konventionellen Tankstelle für die Lagerung von tiefkalten flüssigen Wasserstoff umbauen kann. Mit der beim Verdampfen des flüssigen Wasserstoffs benötigten Wärmeenergie kann man im Sommer sogar noch das Tankstellengebäude klimatisieren.
Ich frage mich wirklich, wo Sie die Probleme sehen.

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mg0031 15.04.2019, 12:51
178.

Zitat von fr3ih3it
Wie sagte ein weiser Politiker einst: "Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis." Nun da sind Profis am Werk. Endlich mal etwas technisch spannendes und sinnvolles. Warten wir noch etwas ab und einige Innovationen werden die Brennstoffzelle zur echten sauberen Alternative für Benziner und Diesel machen. Ich hoffe Bund, Länder und Kommunen sind weitsichtig genug und investieren hier in die nötige Infrastruktur. Denn manchmal bekommt man den Eindruck, dass die grünen Ideologisten in ihrem Wahn nur eine Richtung kennen.
Sie verkennen halt dabei, dass man Wasserstoff nicht so einfach herstellen kann wie Erdgas, Strom, Diesel oder Benzin.

Allerdings könnte die Daimler AG da viel weiter sein, hätte ein Herr Schremp nicht 40 Milliarden Euro bei der Chryslerübernahme in den Sand gesetzt und für die Menge Geld die man ihm gezahlt hat, vernünftiges abgeliefert.

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KaOt2019 15.04.2019, 12:55
179.

Zitat von Gerd@Bundestag.de
und damit verbunden die Nutzung bisher verschwendeter Windenergie, ist die Netzunabhängigkeit der größte Vorteil. Dadurch sinken die Infrastrukturkosten. Es ist nun mal wesendlich billiger einen bestehenden Tankstellentank auf LOHC umzurüsten, als 125 - 250kW Anschlüsse im Ganzen Land zu errichten und zu versorgen.
Statt sie zu verschwenden würde es einfacher gehen, indem es mehr Elektroautos gibt. Und so viele Schnelllader brauchts auch nicht. Der eGolf von meiner Frau ist für Strecken bis 500km gut einsetzbar. Es gibt bessere keine Frage. Meine Frau wollte ursrpünglich auch den Ioniq, aber die Wartezeiten sind mit 1,5 Jahren einfach zu lang.
Für wirklich weite Strecken nehmen wir beide lieber die Bahn.

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