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Autolobby: Umweltschutz? Nicht mit uns!
DPA

Die Bundesländer planen nach SPIEGEL-Informationen ein Verbot für Diesel- und Benzinautos. Die Industrie läuft dagegen Sturm.

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hassowa 09.10.2016, 19:22
1. Das kostet Millionen Arbeitsplätze

Denn bei einem Elektroauto sinkt der Wertschöpfungsanteil um 30%. Grund: im Gegensatz zum Verbrennungsmotor ist der Elektromotor quasi eine billige "Blechbüchse". Auch das beim Verbrennungsmotor benötigte aufwendige Getriebe wird bei strombetriebenen Autos nicht mehr gebraucht. Das ist der Grund warum Autoindustrie und Zulieferer nun Sturm gegen diesen Beschluss laufen. Er ist allerdings genauso unrealistisch, wie Merkels Idee, bis 2020 zwei Millionen E-Autos auf die Straßen zu bringen. Ausserdem wird 2020 das letzte AKW abgeschaltet und wo bitteschön soll der ganze Strom herkommen. Insofern komplett irrsinnig das Ganze!

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fusselsieb 09.10.2016, 19:25
2. Unseriöse Verbote ohne Grundlage

Was gefordert wird ist schlichtweg das Ende der Mobilität für die große Mehrheit, wenn sie denn auch zu dem Zeitpunkt umgesetzt werden sollten.

Elektroautos oder Alternativen gibt es schlichtweg nicht. Kein Energiespeicher kann die Leistung von fossilen Energieträgern erbringen. Wer will den alle 300 bis 400 km sein Auto aufladen. Dazu die ungelösten Probleme der Herstellung der Batterien/Akkus.

Wenn es irgendeine verläßliche Aussicht gäbe, diese Probleme zu lösen, dann kann man solche Verbote beschließen. Aber die gibt es nicht. Also sind solche Verbote schlichtweg Vortäuschung falscher Tatsachen von Politikern, denen immer mehr das Vertrauen entzogen wird.

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HH1960 09.10.2016, 19:26
3. Innovationsverhinderer unter sich!

Was kann man von der Automobilindustrie und deren Verbandsvertreter nebst FDP-Lindner schon erwarten? Die Industrie braucht Druck UND klare Rahmenbedingungen. Beides wäre bei Umsetzung des Vorschlags gegeben. Bewegt Euch!

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geisterfahrerii 09.10.2016, 19:26
4. Anteil

Der Anteil an Diesel Fahrzeugen geht eh sehr stark zurück wie die Statistiken deutlich zeigen. Die Kunden haben gemerkt, dass sie ihre gebrauchten Diesel nur mit sehr hohen Abschlägen los werden. Damit wird sich das Problem wohl mittelfristig von alleine erledigen.

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behemoth1 09.10.2016, 19:30
5. Druck aufbauen

Wenn keiner Druck aufbaut, dann wird sich wohl kaum etwas verändern, oder es geht viel zu langsam voran.
Und das sich grundsätzliches änder muss, das steht doch außer Zweifel, nur sollten dann auch alle was entscheidenes mit zu beitragen.
Ich habe nichts dagegen wenn sich die Art des Energieantriebes ändern würde, obwohl es dann für mich zu spät seine könnte.

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j.w.pepper 09.10.2016, 19:31
6. Was, bitte...

...hat dieser Unfug noch mit Umweltschutz zu tun? Wir haben die bei weitem sauberste Luft seit Ewigkeiten, in den Städten wahrscheinlich seit Entdeckung des Feuers, mindestens aber seit der industriellen Revolution. Ich habe in meinen knapp 60 Jahren Lebenszeit noch nie so saubere Luft geatmet wie jetzt. Neue Autos stinken nicht mehr, selbst VWs brauchen viel weniger Sprit und blasen viel weniger unangenehme Stoffe in die Welt denn je.

Ich behaupte einfach mal: Wir haben ein vernünftiges Gleichgewicht erreicht. Es ist kein Wunder, dass offenbar kein einziges der weltweit größten Automobilunternehmen die populistischen Idealvorgaben der Politik ohne Mogelei umsetzten konnte. Man nennt das Realität. Lasst die Grenzwerte, wo sie sind. Und die Autoindustrie zur Abwechslung in Ruhe. Die Welt muss nicht emissions- bzw. immissionsfrei sein um zu überleben. Speziell wenn andernorts ungleich größere Mengen Abgase durch die Industrie filterlos in die Atmospäre gepowert werden. Es reicht.

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Stadtguerilla 09.10.2016, 19:33
7. ...

Immerhin weiss der geneigte Spiegel Leser nun, nach der reichlich unreflektierten Hetzkampange gegen den Verbrenner auch welcher "Lobby" eben jenes (Online) Magazin angehört, es korreliert auch prima mit den "Uns gehts gut" und "alle Bürger, pardon, Wutbürger sind selbstverschuldete Verlierer" Nachrichten...

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hubert heiser 09.10.2016, 19:34
8.

Wenn es nach dem Geheul und der Umweltschutzbereitschaft der deutschen Autoindustrie ginge, hätten wir heute noch keine standardmäßige Abgasreinigung mit 3-Wege-Katalysator. Die Vorgänge rund um den Abgasskandal bei VW und den "Motorenschutz" bei anderen Herstellern zeigen in die gleiche Richtung.

Es ist also zwingend notwendig, dass politisch Druck auf die Hersteller ausgeübt wird.

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schpeta 09.10.2016, 19:34
9. Schwierige Abstimmung...

... ist es denn nicht so, dass die E-Mobilität durch die damit verbundene Ausbeutung der sog. seltenen Erden auf dem asiatischen Kontinent, nicht wesentlich Umweltschädlicher ist, als der bisherige Verbrennungsmotor. Hier darf doch nicht nur das Betreiben eines Kfz's in die Rechnung mit einfließen, sondern auch die Rodung der Umwelt, den Transport der seltenen Erden in die Produktionsstätten sowie die Entsorgung Milliarden von Batterien. All das resultiert in den sog. Ökologischen Rucksack, welcher um so größer desto größer die Belastung für die Umwelt, weit größer aus als der des Verbrennungsmotor.
Dieser These folgend, wird das Problem nur 50 Jahre in die Zukunft verlagert, aber nicht gelöst.

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