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Autonomer Linienverkehr: Diese Mini-Busse rollen bald durch Monheim - ohne Fahrer
Stadt Monheim am Rhein

Das nordrheinwestfälische Monheim ist die erste Stadt Europas, die autonom fahrende Elektrobusse im Linienverkehr einsetzt. Im Herbst sollen die Fahrzeuge starten, heute wurden sie vorgestellt.

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Blauer Storch 26.03.2019, 16:56
1. Schneckentempo

Oh, der Bus fährt nur 20 km/h ... und es muss noch eine Person mitfahren, die bei Bedarf einen Knopf drücken kann. Vielleicht sollte man auch jemanden mit einer roten Fahne vorrausgehen lassen - nur so zu Sicherheit.
Wenn das in dem Tempo weitergeht, dann wird Deutschland das letzte Land auf dem Planeten sein, das selbstfahrende Autos zulässt.

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AmyYma 26.03.2019, 17:03
2. So schön das futuristisch aussieht ...

... es bedeutet aber auch den Abbau von Arbeitsplätzen, denn es braucht weniger Autos, die gebaut werden müssen und es braucht in der logischen Konsequenz auch weniger Menschen, die die Autos z.B. im Taxi-Betrieb fahren werden, um damit ihr Geld zu verdienen.
Was machen die Menschen dann, wenn dann nicht nur Hartz4 zu beziehen?

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totalausfall 26.03.2019, 17:05
3. Schön!

In genau solchen Anwendungen sehe ich das kurz- und mittelfristig ausschöpfbare Potential des autonomen Fahrens.

Einen Bus auf eine Strecke "zu programmieren" ist viel viel leichter umzusetzen. Der autonom fahrende PKW ist ja sozusagen die Königsdisziplin.Erst mal eine Nummer kleiner ansetzen, Vertrauen schaffen und Erfahrung sammeln ist der richtige Weg.
Nächster Schritt dann in der Transport-Branche!

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DieNeueMobilität 26.03.2019, 17:05
4. Technisch anspruchsvoller...

... ist allerdings die Strecke in Neustadt an der Weinstraße, die im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Hambacher Schloss („Wiege der deutschen Demokratie“) eingerichtet wird. Hier müssen von den autonomen Fahrzeugen zum Teil extreme Steigungen und enge Kurven gemeistert werden, ein Teil der Strecke führt durch ein Waldgebiet, was die GPS-Kommunikation massiv erschwert. (Infos finden sich auf www.hambach-shuttle.de ). Dass das Land NRW aber 90% der Kosten für die Fahrzeuge übernimmt, spricht doch klar für den Innovationswillen, den man in D an den Tag legt. Chapeau!

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jkleinmann 26.03.2019, 17:22
5. Charité

In der Charité in Berlin sind bereits solche Fahrzeuge unterwegs - allerdings nur auf dem Campus (Mitte), nicht im öffentlichen Straßenverkehr.

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zensurgegner2016 26.03.2019, 17:27
6.

Ein Blick in die Zukunft, äh, Gegenwart im Ausland

Selbstfahrende Busse ohne Haltestellen, der Fahrgast ordert per App
Bezahlung via Handy oder Gesichtskontrolle
Auf öffentlichen Straßen unterwegs
https://www.gq-magazin.de/auto-technik/article/baidu-bereitet-den-kommerziellen-start-autonomer-busse-vor
auch in Japan

Auch in der Schweiz gibts sowas
https://www.srf.ch/news/schweiz/oeffentlicher-verkehr-revolution-der-selbstfahrenden-busse

Und Deutschland hat einen Testbetrieb, bald, in einem Kuhkaff

Mit viel Anstrengung schaffen wir es gerade noch so, Schritt zu halten
Zumindest noch so 3, 4 Jahre
vielleicht

Wann endlich gibt es Politik, die nach vorne ausgerichtet ist, und nicht immer nur im Gestern hängt

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jeby 26.03.2019, 17:31
7.

Zitat von Blauer Storch
Oh, der Bus fährt nur 20 km/h ... und es muss noch eine Person mitfahren, die bei Bedarf einen Knopf drücken kann. Vielleicht sollte man auch jemanden mit einer roten Fahne vorrausgehen lassen - nur so zu Sicherheit. Wenn das in dem Tempo weitergeht, dann wird Deutschland das letzte Land auf dem Planeten sein, das selbstfahrende Autos zulässt.
Langsames Tempo und eine Person, die mitfährt, sind wohl aus Sicherheitsgründen noch eine Weile nötig. Die Technik ist noch nicht wirklich ausgereift und fehleranfällig. Ein selbstfahrendes Uber Fahrzeug in den USA ist zum Beispiel über eine rote Ampel gefahren. Auch Verkehrsschilder werden schon mal nicht erkannt, wenn auf ihnen nur ein Sticker oder ein bisschen Graffiti drauf ist.

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zzipfel 26.03.2019, 17:49
8. Tja ... was machen die Postkutschenkutscher

Zitat von AmyYma
... es bedeutet aber auch den Abbau von Arbeitsplätzen, denn es braucht weniger Autos, die gebaut werden müssen und es braucht in der logischen Konsequenz auch weniger Menschen, die die Autos z.B. im Taxi-Betrieb fahren werden, um damit ihr Geld zu verdienen. Was machen die Menschen dann, wenn dann nicht nur Hartz4 zu beziehen?
für die es seit der Einführung der Eisenbahn immer weniger Jobs gibt? Die machen andere Jobs und verdienen dabei erheblich mehr (in Lebensstandardsäquivalenten gemessen) als die ehemaligen Postkutscher.

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Sysyphos unkaputtbar 26.03.2019, 18:03
9. Stellt sich die Frage nach der Technik

fahrerlose Transportsysteme (FTS) gibt es in Industriebetrieben schon seit 20 Jahren. Stellt sich die Frage, was da jetzt neu daran ist. Natürlich ein ausländisches Produkt, da man in Deutschland wohl zu blöd dazu ist, sowas Primitives zu realisieren. Einfach ein paar Leitdrähte in den Fahrbahnbelag integrieren und so eine FTS-Kabine fährt zu Ziel. Ein Lidar-Messgerät erfasst und reagiert auf die Hindernisse. Wo da das technische Problem sein soll, ist nicht zu begreifen.

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