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Autonomes Fahren: Ethik-Kommission warnt vor Total-Überwachung
AP

Selbstfahrende Autos können Unmengen Daten über Fahrer und Passanten sammeln. Die vom Verkehrsminister eingesetzte Ethik-Kommission hat laut einem Zeitungsbericht 20 Regeln gegen solche Risiken verfasst.

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rennflosse 22.06.2017, 09:45
110. Richtig

Zitat von quark2@mailinator.com
Erinnert an die Argumentation in der Fliegerrei, daß man am besten alles dem Autopiloten überträgt und über fly-by-wire in die Pilotenentscheidungen eingreift, etc. Allerdings kommt es seither, besonders auf Airbus, zu einer ganzen Kette von Abstürzen, die immer gleich verlaufen, nämlich über ein Störung der Sensoren zu einer Verwirrung der Automatik, die dann widersinnige Warnungen ausgibt und am Ende alles dem Menschen überläßt, der es aber nicht mehr gewöhnt ist, von Hand zu fliegen. Birgen Air, Air France und noch viele andere lassen traurig grüßen. Mit anderen Worten: Es wird auch mit vollautomatischen Autos weiter Unfälle geben, nur eben von anderer Art. Da braucht man sich nichts vormachen. Wir sind dabei, in unserer Welt die Komplexität ständig zu erhöhen und aus Geldgründen die Redundanzen und Sicherheitsabstände zu reduzieren. Das Ergebnis ist klar vorhersagbar. In der Fliegerrei kommen bestimmte Regulierungen immer erst, nachdem es Tote gab. Das wird bei Autos genauso sein.
Vollkommen richtig. Eine vollständige Aufhebung von Unfällen durch autonome Fortbewegung ist nicht möglich, weil es sie niemals vollständig geben wird.
Man müßte auch autonome Fahrräder erfinden und Fußgänger von Robotern tragen lassen oder Fußgänger in eine Art automatischer Beinschienen zwingen.
Aber der Glaube daran, dass die Technik uns jedes Lebensrisiko abnehmen kann, wenn wir den menschlichen Einfluss ausschalten, ist leider unausrottbar.

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HerbertFronty 22.06.2017, 10:21
111.

Zitat von rennflosse
Vollkommen richtig. Eine vollständige Aufhebung von Unfällen durch autonome Fortbewegung ist nicht möglich, weil es sie niemals vollständig geben wird.
"nur" eine weitere Halbierung der toten Opfer wäre keine Option für Sie?

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schnapporatz 22.06.2017, 10:30
112. Gibts ne EU-Ethikkommission? Indeed?

Was treibt die den ganzen Tag, um so einen Anti-Ethik-Schweinestall von EU zuzulassen?

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rennflosse 22.06.2017, 11:05
113. Seriöse Prognosen

Zitat von HerbertFronty
"nur" eine weitere Halbierung der toten Opfer wäre keine Option für Sie?
Wenn ich mich darauf verlassen könnte ... schon. Aber eine derartige Prognose kann niemand zuverlässig abgeben, weil man das Unfallgeschehen durch die speziellen Gefahren der Autonomie und die des "Mischverkehrs" nicht zuverlässig voraussagen kann.

Es gibt also weder eine Halbierung der toten Opfer und auch nicht der lebendigen Opfer. Das ist Aberglaube.

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ardbeg17 22.06.2017, 11:06
114.

Zitat von rennflosse
Immer wieder ein Brüller erster Güte sind die Foristen, die von sich erzählen, dass sie nur "Ökostrom" verwenden. Man stelle sich vor, ich würde erzählen, dass aus meinem Wasserhahn nur 100 Prozent reines Gebirgsquellwasser kommt. Keiner würde das glauben. Aber beim Strom, wo 90% der Anbieter nicht mal ein Hauch von eigener Infrastruktur besitzen (Kraftwerke, Stromleitungen usw.), da glaubt man das. In Wahrheit weiß keiner, wie der Strom erzeugt wurde, der bei ihm aus der Steckdose kommt.
naja, anders als die Summen zu berechnen geht es derzeit eben nicht - wie schrieb ein Forist sinngemäss: Der Ökostrom kann eben nicht in Eimern zum Endkunden gebracht werden. Was mich aber auch immer stört, ist, wie selten berücksichtigt wird, dass Strombedarf und Verfügbarkeit von EE-Strom eben nicht immer übereinstimmen - gerade E-Autos, die lt. Werbung am heimischen Solarpanel hängen, tanken eben häufig realen "Drecksstrom".

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ardbeg17 22.06.2017, 11:30
115. @HerbertFronty

Zitat von HerbertFronty
Sie drehen sich wie ein Aal. Zuerst gehts um den Strom, jetzt um den Fahrzeugspreis. Für so einen Unfug ist mir meine Zeit einfach zu kostbar. Schönen Tag noch Frau Cindy.
sorry, bei der gesamten Abgasthematik geht es letztlich auch um den ökologischen Fussabdruck, den wir hinterlassen. Der ist bei uns EU-Bürgern schon ordentlich, und die Klimaerwärmung werden sie ja wohl ebenfalls nicht abstreiten wollen? Insofern ist die Motivation der EU, die Verfeuerung fossiler Brennstoffe einzuschränken, begrüssenswert. Leider ist es aber so, dass wir Bürger eben bequem sind und Komfort und Höherschnellerweiterbesser gerne haben wollen. Und mehr Sicherheit. Somit werden die Autos grösser und leistungsfähiger. Dass sie dennoch eher weniger verbrauchen, ist eine technische Meisterleistung. Was aber dann zu Preisen, die "der Verbraucher" gerne zahlen möchte, offenbar nicht mehr realisierbar war, ist flächendeckend die Dieselabgase so sauber zu bekommen, wie es auf dem Papier ursprünglich stand. Dies betrifft ALLE Hersteller, die Umstände der Vorschriften sowie Zulassungen zeigen, dass EU und nationale Politik dies wussten und mitgetragen haben. Übrigens haben sich auch die Hybride und die E-Mobilität trotz lokal geringerer Emissionen bisher nicht durchsetzen können - eben wegen der Kosten!
Die Kernfrage bleibt also: Wie schaffen wir es, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern, damit nachfolgende Generationen noch einen schönen Planeten vorfinden? Und, ganz ehrlich, die Arroganz, sich einen 100000 Euro-Zweitwagen leisten zu können und dann über andere zu lästern, ist in meinen Augen wenig zielführend. Ihr ökologischer Fussabdruck ist garantiert nicht geringer als der eines durchschnittlichen Suzuki-, VW- oder Hyundai-Diesel-Fahrers. Da können sie noch so viel Ökostrom verbrauchen. Und dass für die Mehrheit der Menschen die Anschaffung eines E-Zweitwagens allein an den Kosten scheitert, blenden sie völlig aus.
Um es klarzustellen: Nichts gegen ihren Tesla, geniessen sie ihn. Als Vorbild zur Lösung von Umwelt- und Energieproblemen taugen sie deshalb noch nicht.

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