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Autonomes Fahren: Ethik-Kommission warnt vor Total-Überwachung
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Selbstfahrende Autos können Unmengen Daten über Fahrer und Passanten sammeln. Die vom Verkehrsminister eingesetzte Ethik-Kommission hat laut einem Zeitungsbericht 20 Regeln gegen solche Risiken verfasst.

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mantrid 20.06.2017, 08:27
10. Manipuliertes Fahren

Neben der Überwachung besteht noch die Gefahr, dass Fahrsysteme manipuliert werden. Früher mussten Übeltäter noch an der Lenkung oder an den Bremsschläuchen manipulieren. Bei einem Fahrzeug, das ständig Online und vernetzt ist, kann ein Hacker vom anderen Ende der Welt das Auto mit Vollgas gegen den nächsten Brückenpfeiler lenken. Dann brauchen sich auch Terroristen keine Sprengfallen mehr basteln und können ihre Attentate gemütlich vom heimischen Sofa aus begehen.

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nascado 20.06.2017, 08:39
11. Was für eine Kampagne!

Da hat die deutsche Autolobby wieder ganze Arbeit geleistet: gestern erst der Artikel der Deutschen Bank, dass es Selbstfahrende Autos erst in 40 Jahren gäbe, heute kommen die Bedenkenträger zum Thema Datensicherheit.
Wenn man schon selber hinterher fâhrt, soll wenigstens die Konkurrenz ausgebremst werden können. Schließlich zwingen die Chinesen unsere Autohersteller auch dazu Elektroautos herzustellen. Wie übrigens auch die USA das mit den Abgasreinigungssystemen vorgemacht hat. Erst der Kat, den kein Deutscher wollte, jetzt den Diesel.
Aber Gottseidank sind diese Zeiten vorbei. Die Globalisierung wird es schon richten und auch hier werden Autonome Fahrzeuge in wenigen Jahren Wirklichkeit. Selbstfahren wird dann nur noch was für Reiche und Autofreaks mit Schnauzbart und BMW. Die anderen wollen oder können sich dann die Versicherung für Selbstfahrer gar nicht mehr leisten. Pech haben dann die ewig abgehängten mit Ihrem Häuschen auf dem Platten Land.

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static_noise 20.06.2017, 08:46
12. Ludditen und Schnarchnasen....

Und wieder ein herrvorragender Beleg wieso Deutschland im Bereich Technologie immer mehr zum Neandertaler wird.

Aktuelle Autos sind doch schon längst rollende Sensorplatformen, Rundumkameras, Annäherungssensoren, Fahrassistenten, Infrarot und Laser. Es gibt doch schon längst Konzepte z. B. Parkraum Management mittels dieser Daten zu machen. Jedes Auto mit entsprechendender Technik 'weiß' doch dass auf dem Seitenstreifen ne Lücke vo x, yz Metern ist oder die Parkbucht gegenüber 'frei' . Aktuell fehlt nur die passende zentrale Datensammlung, - Haltung und - Auswertung in Echtzeit. Sobald dieses technische und firmenpolitische (Zusammenarbeit) Problem gelöst ist wird es das geben.
Und wie immer, sobald es die Daten gibt wird der Staat uber Polizei und Innenpolitiker schreien diese auch auswerten zu können.
Getreu der Argumentation: "Wenn die geparketen Autos entlang der Fahrtroute des Terroristen ihn aufgezeichnet haben, wieso sollen wir dann nicht seine Strecke zurück zu seinem Versteck verfolgen? Wir müssen alle Mittel im Kampf gegen Terror nutzen!"

Diese Diskussion kommt technisch, sozial und kulturell gute 5-10 Jahre zu spät! Liebe Ethikkommission, leg Dich wieder schlafen.

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Plasmabruzzler 20.06.2017, 08:49
13.

Zitat von nascado
Da hat die deutsche Autolobby wieder ganze Arbeit geleistet: gestern erst der Artikel der Deutschen Bank, dass es Selbstfahrende Autos erst in 40 Jahren gäbe, heute kommen die Bedenkenträger zum Thema Datensicherheit.
Thema verfehlt. Hier geht es nicht um Datensicherheit, sondern um Datenschutz.

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nascado 20.06.2017, 08:51
14. Das Handy gleich mit ....

Wofür braucht man Selbstfahrende Fahrzeuge für eine Totalüberwachung?
Jedes Smartphone bietet dazu bereist jetzt schon die Möglichkeit mittels der eingebauten Sensorik. Dazu kommen noch die Sportuhren und allerlei vernetztes Gedöns im Haushalt. Alles kommuniziert mit allem. Und da ist das Autonome Fahrzeug doch ganz weit hinten. Mein Fiat 500 bietet bereits serienmässig die Möglichkeit sämtliche Fahrzeugdaten plus meiner Fahrweise etc. per Bluutooth über mein Smartphone an den Hersteller und wer weiß noch zu senden. Und das bei einem der billigsten Kleinwagen.
Die Frage der Datensicherheit mit dem autonomen Fahrzeug zu koppeln ist doch etwas merkwürdig. Oder?

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Leser161 20.06.2017, 08:59
15. Regeln...

Regeln sind doch heutzutage Schall und Rauch. Da halten sich scheinbar nur noch die ehrlichen kleinen Leute dran. Alle andern setzen sich lachend darüber hinweg oder bekommen direkt Ausnahmen eingeräumt (einfach SPON-Artikel lesen bzgl: Steuerhinterziehung, Youtuberasern, sich verrechnenden Banken, Autoabgas, Datenschutz etc.).

Kurz, solange nicht die konkrete Kontrolle der Einhaltung von Regeln staatsseitig verbessert wird vertraue ich nichts und niemandem mehr.

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susuki 20.06.2017, 09:06
16.

Ich freue mich auf die Selbstfahrenden Radarfallen der Polizei.

100'000 autonome Fahrzeuge welche Polizisten transportieren und unerbittlich jeden Verstoss gegen das Verkehrsrecht im Umkreis von 300 Meter registrieren.

Selbstverständlich werden zu diesem Zeitpunkt auch die Smartphones registrieren und melden wenn die Smartphones zu schnell über Strassen bewegt werden.

Die autonomen Fahrzeuge der Polizei registrieren ob die Gurte angelegt sind, ein übertritt an Stoppstrassen und dergleichen.

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Fred the Frog 20.06.2017, 09:08
17. Herrschaft der maschinellen Intelligenz

Die Ethikregeln sind ein seltsames Gemisch an Regel für verschiedenste Adressaten:
1. Das Auto gegen potentielle Opfer (unbeteiligte Dritte)
2. Das Auto gegenüber Sicherheitsorganen
Was fehlt ist die Eingriffsmöglichkeit der Sicherheitsorgane gegenüber dem Auto und nicht zuletzt die Regelungsbfugnis des Fahrers gegenüberdem Auto und damit dessen Verhalten gegenüber den weiteren Verkehrsteilnehmern.
Wird Kolonnenspringen bei stockendem Verkehr erlaubt?
Kann der Fahrer die Energiesparregeln außer Kraft setzen?
Kann das Auto für zu schnelles Fahren programmiert werden?
Und wann wird endlich die antiquierte Regel, dass der Fahrer jederzeit eingreifen kann oder muss, abgeschafft? Wie manuelles Eingreifen wirken kann haben wir in Tschernobyl gesehen.

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Fred the Frog 20.06.2017, 09:09
18. Herrschaft der maschinellen Intelligenz

Die Ethikregeln sind ein seltsames Gemisch an Regel für verschiedenste Adressaten:
1. Das Auto gegen potentielle Opfer (unbeteiligte Dritte)
2. Das Auto gegenüber Sicherheitsorganen
Was fehlt ist die Eingriffsmöglichkeit der Sicherheitsorgane gegenüber dem Auto und nicht zuletzt die Regelungsbfugnis des Fahrers gegenüberdem Auto und damit dessen Verhalten gegenüber den weiteren Verkehrsteilnehmern.
Wird Kolonnenspringen bei stockendem Verkehr erlaubt?
Kann der Fahrer die Energiesparregeln außer Kraft setzen?
Kann das Auto für zu schnelles Fahren programmiert werden?
Und wann wird endlich die antiquierte Regel, dass der Fahrer jederzeit eingreifen kann oder muss, abgeschafft? Wie manuelles Eingreifen wirken kann haben wir in Tschernobyl gesehen.

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frietz 20.06.2017, 09:10
19.

Zitat von GrinderFX
Das autonome Auto fährt über Sensoren wie Kamera und Ultraschall und hat somit mit der Überwachung rein gar nichts zutun, zumal diese Sensoren unabhängig vom Internet sind und somit nicht überwacht werden können, dies ist so gesetzlich gefordert.
gesetzlich so gefordert....
und der Weihnachtsmann kommt zusammen mit dem Osterhasen...

Wenn die Daten da sind, werden sie genutzt und dies GANZ SICHER nicht nur zum steuern der Fahrzeuge oder des Verkehrs.

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