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Autonomes Fahren: Ethik-Kommission warnt vor Total-Überwachung
AP

Selbstfahrende Autos können Unmengen Daten über Fahrer und Passanten sammeln. Die vom Verkehrsminister eingesetzte Ethik-Kommission hat laut einem Zeitungsbericht 20 Regeln gegen solche Risiken verfasst.

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GrinderFX 20.06.2017, 09:24
20.

Zitat von frietz
gesetzlich so gefordert.... und der Weihnachtsmann kommt zusammen mit dem Osterhasen... Wenn die Daten da sind, werden sie genutzt und dies GANZ SICHER nicht nur zum steuern der Fahrzeuge oder des Verkehrs.
Da man Autos auseinander nehmen kann, wird sowas sofort auffliegen.
Verbreiten sie also nicht so einen Unsinn und machen sich nicht lächerlich in der Öffentlichkeit.

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marty_gi 20.06.2017, 09:25
21. alles heisse Luft

Glaubt wirklich jemand ans autonome Fahren? Schon heute koennte man mittels Tempomat und Verkehrszeichenerkennung dafuer sorgen, dass Geschwindigkeitsbeschraenkungen eingehalten werden. Macht nur niemand. Weil sich gerade die Klientel, die sich das leisten kann, nicht beschraenken lassen will. Man hats ja immer eilig und muss vorne sein.
Autonomes Fahren funktioniert nur, wenn sich der Wagen an die Regeln haelt - da das faktisch aber keiner will, ist autonomes Fahren schon heute eine Nullnummer.

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ardbeg17 20.06.2017, 09:56
22.

ja, die Überwachung der Autos... Vor einiger Zeit, aus Anlass der Verabschiedung einer EU-Verordnung zur Ausrüstung von Neuwagen mit einem automatischen Notrufsystem, gab es im Radio eine Hörer-Umfrage, was die Leute so davon hielten. Alle waren natürlich am Schimpfen über die Überwachung, die Preisgabe von Daten etc. Und die grosse Mehrheit meldete ihre schweren Bedenken gegen die Datenweitergabe via facebook an.
Noch Fragen?

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rennflosse 20.06.2017, 10:00
23. Getreu

Zitat von marty_gi
Glaubt wirklich jemand ans autonome Fahren? Schon heute koennte man mittels Tempomat und Verkehrszeichenerkennung dafuer sorgen, dass Geschwindigkeitsbeschraenkungen eingehalten werden. Macht nur niemand. Weil sich gerade die Klientel, die sich das leisten kann, nicht beschraenken lassen will. Man hats ja immer eilig und muss vorne sein. Autonomes Fahren funktioniert nur, wenn sich der Wagen an die Regeln haelt - da das faktisch aber keiner will, ist autonomes Fahren schon heute eine Nullnummer.
Ganz im Gegenteil. Mein Auto hat einen Tempomaten und den benutze ich vornehmlich dazu, dass Geschwindigkeitsbeschraenkungen eingehalten werden. Ohne dass man dazu ständig auf den Tacho starren muss und Gefahr liefe, das Verkehrsgeschehen aus dem Auge zu verlieren.
Auch wenn künftige Autogenerationen nicht völlig ohne Fahrer auskommen, so wäre es technisch machbar, dass sie sich von selbst an jegliches Tempolimit halten, ohne dass der Fahrer die Möglichkeit hätte, das zu durchbrechen, wie er es heute kann.
Die Frage ist nur, ob der Staat das will. Bürger, die sich penibel an jede Regel halten, würden den Staat in den Ruin treiben. Was glauben Sie, wie viele Milliarden jährlich für kleine und kleinste Verstöße kassiert werden vom Parkautomaten bis zur Radarfalle? Das würde alles überflüssig werden.

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MKAchter 20.06.2017, 10:10
24. Kritik

Zitat von joking_hazard
Das Auto der Zukunft wird über Kameras, Radar und etliche andere Sensortechnik verfügen - und NATÜRLICH mobilen Internetzugang haben. Die perfekte mobile Überwachungsanlage, und als solche wird sie auch genutzt werden.
Das ist übrigens mein Hauptkritikpunkt an dieser Entwicklung.

Wir werden absehbar noch mehr als heute mit mobilen "Datensammlern und -verteilern" fahren.

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rennflosse 20.06.2017, 10:50
25. Zielkonflikt

Zitat von MKAchter
Das ist übrigens mein Hauptkritikpunkt an dieser Entwicklung. Wir werden absehbar noch mehr als heute mit mobilen "Datensammlern und -verteilern" fahren.
Die Frage ist, wozu werden die Daten genutzt.
Ein Auto, welches das Fahrprofil inkl. leichter Verkehrsverstöße an die Behörde weitergibt, fährt ja nicht autonom.
Ein Auto, welches autonom fährt, würde keinerlei Verkehrsverstöße begehen oder zulassen. Dann gibt es auch keine problematischen Daten zum Weitergeben.

In den nächsten Jahren erscheint die Entwicklung des Autos zur rollenden Black Box realistischer als die zum rollenden Roboter.

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marty_gi 20.06.2017, 10:57
26. Rennflosse

Lies doch noch mal genau - klar "kann" man sich heute schon selbst manuell ueber den Tempomaten an die Geschwindigkeitsbeschraenkungen halten. Es ginge aber auch schon technisch. Macht nur niemand. Weil das ja bedeuten wuerde, man muesste mit der Masse und den Regeln mitschwimmen. Ist ja nicht jeder so sozial und intelligent wie Sie und spart sein Geld beim Ruecksichtnehmen auf andere.....

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shardan 20.06.2017, 11:20
27. Im Prinzp ja.

Im Prinzip ja richtig erkennt - autonome, ja selbst nur teilautonome KFZ sind datenspionage pur. aber es bleiben für mich doch einige Fragen offen. Wo war diese "Ethikkommission", als man verpflichtend GSM-Notrufsysteme für jedes Neu-KFZ vorschrieb, die permanent(!) Standortbestimmung erlauben? Für ein Notrufsystem hätte eine Standortbestimmung im Notfall völlig ausgereicht. Seltsam. Irgendwie kam da so gar nichts. Ein anderer Forist fragte schon zurecht, wo diese Kommission war und ist, wenn es um Smartphones und deren Überwachung geht. Smartphones, werden von Technikern gern als "Gestapophone" oder "Orwell-Wanze" bezeichnet. Kaum ein anderes Gerät eignet sich so gut, jeden Bürger auszuforschen. Jeden? ja, jeden. Auch Leute, die kein Smartphone haben, halten sich recht oft im Umfeld eines solchen Smartphones auf. Der von DieMisere u.a. geforderte Zugriff erlaubt ohne witeres, unbemerkt Kamera und Mikrofon einzuschalten und von außen zu nutzen. Im Prinzip hat die Kommission ja recht: ein autonomes Fahrzeug wird so viele Sensoren haben, dass es die Insassen mehr als genau überwachen kann. Nur: diese Kommission ist ein welkes, ein vermodertes Feigenblatt. Man kann ziemlich sicher sein,d as von den 20 Thesen, die diese Spesenritter aufgestellt haben, 21 in den Papierkorb wandern.

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scoopx 20.06.2017, 11:45
28. Oh nein!

Zitat von static_noise
Und wieder ein herrvorragender Beleg wieso Deutschland im Bereich Technologie immer mehr zum Neandertaler wird. Aktuelle Autos sind doch schon längst rollende Sensorplatformen, Rundumkameras, Annäherungssensoren, Fahrassistenten, Infrarot und Laser. Es gibt doch schon längst Konzepte z. B. Parkraum Management mittels dieser Daten zu machen. Jedes Auto mit entsprechendender Technik 'weiß' doch dass auf dem Seitenstreifen ne Lücke vo x, yz Metern ist oder die Parkbucht gegenüber 'frei' . Aktuell fehlt nur die passende zentrale Datensammlung, - Haltung und - Auswertung in Echtzeit. Sobald dieses technische und firmenpolitische (Zusammenarbeit) Problem gelöst ist wird es das geben. Und wie immer, sobald es die Daten gibt wird der Staat uber Polizei und Innenpolitiker schreien diese auch auswerten zu können. Getreu der Argumentation: "Wenn die geparketen Autos entlang der Fahrtroute des Terroristen ihn aufgezeichnet haben, wieso sollen wir dann nicht seine Strecke zurück zu seinem Versteck verfolgen? Wir müssen alle Mittel im Kampf gegen Terror nutzen!" Diese Diskussion kommt technisch, sozial und kulturell gute 5-10 Jahre zu spät! Liebe Ethikkommission, leg Dich wieder schlafen.
Schon wieder so ein Fortschrittsgequake.

"Parkraum-Management" - ein Schlagwort wird fallengelassen, und fertig. Aber ich hab' doch selber Augen im Kopf und kann sehen, daß da eine Lücke frei ist. Das "Management in Echtzeit" wird häufig dazu führen, daß das System das Einparken verweigert weil der Parkplatz Millisekunden vorher von einem anderen selbstfahrenden Auto-2, das sich zwei Straßen weiter befindet, gefunden, angefordert und für alle anderen gesperrt wurde. Während Auto-2 noch unterwegs ist, wird ein Parkplatz frei, der noch näher ist, der ursprüngliche Parkplatz wird entsperrt, inzwischen ist aber Auto-1 auf der Suche nach einem anderen Parkplatz schon längst weiter gefahren. So geht "Optimierung", der Passagier von Auto-1 wird natürlich einen Systemfehler vermuten und die, was weiß ich, Zentrale, mit Beschwerden eindecken.

Terroristen zu ihrem Versteck verfolgen? Im Zeitalter des selbstfahrenden Autos? Nein, Terroristen werden per App ein Auto anfordern, mit Sprengstoff vollpacken und das Ziel eingeben, Sache erledigt.

"static_noise", leg' dich wieder hin.

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duplomat 20.06.2017, 11:57
29. das Problem liegt näher

Was wäre jetzt bei den vernetzten nicht-autonomen PKW der ganz nahen Zukunft noch besser oder anders?
https://de.wikipedia.org/wiki/Vernetztes_Auto
Interessant, dass diese Probleme im öffentlichen Diskurs nur sehr verhalten geäußert werden.

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