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Autonomes Fahren: Ethik-Kommission warnt vor Total-Überwachung
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Selbstfahrende Autos können Unmengen Daten über Fahrer und Passanten sammeln. Die vom Verkehrsminister eingesetzte Ethik-Kommission hat laut einem Zeitungsbericht 20 Regeln gegen solche Risiken verfasst.

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camilli79 20.06.2017, 13:55
40. Job Beschaffungsmaschine

Ethik Kommission? Politische Konsequenzen fürs autonome Fahren, das es noch nicht zu kaufen gibt für diese Generation? Das sog. autonome Fahren wird schlimmer scheitern in Deutschland wie das Elektro Auto. Beim E Auto kann man ins Feld führen, dass Technik und Infrastruktur den Ideen noch nicht folgen konnten. Beim autonomen Fahren existieren in vor allem Investoren , die hoffen, ihr Geld mühelos vermehren zu können. Das Thema wird aus technischer Neugier gern gelesen, ohne dass sich eine nennenswerte Zahl Normalbürger so etwas jemals zulegen würde. Das Thema ist ein reines Medien Thema und wird uns noch Jahrzehnte in den Medien beschäftigen.

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camilli79 20.06.2017, 14:01
41.

Zitat von scoopx
Schon vor Jahren habe ich in diesem Forum dazu folgendes Beispiel gegeben: Angenommen, vor dem autonomen Auto fährt ein Radfahrer. Es ist Tempo 30. Das Auto wird den Radfahrer nicht überholen, weil es dann entweder kurzzeitig schneller als 30 fahren müßte - ein "Verkehrsverstoß" - oder der Überholweg zu lang wäre. Die Folge: es bildet sich ein Rückstau. Die Apple-Google-Plappergemeinde hat das damals bestritten und gemeint, das autonome Auto sei so programmiert, daß es im Verkehr "mitschwimme", also Geschwindigkeitsbeschränkung auch mal ignoriere. Ja was denn nu?
Was soll Ihre Frage? Europa ist nicht gemeint. Alle technischen Phantasien in diese Richtung gehen von den USA aus. Dort herrscht Linksverkehr im Massenrudel. Keiner fährt schneller oder langsamer in den stark benutzen Strecken - und nur dafür ist autonomes Fahren gedacht. In einsamen Berg- oder Überlandstrecken wird kein Regelungssystem gebaut werden. Das würde niemand bezahlen können oder man würde auf den PKW verzichten.

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Lemmingeforscher 20.06.2017, 15:07
42. Karnevalsverein

Aus welchem Universum stammen denn Mitglieder dieser seltsamen Kommission? Deren Befürchtungen sind seit Jahren Realität. Völlig nackt auf ein Pazifik Atoll schwimmen ist der einzige Garant für den persönlichen Datenschutz. Schon der Kauf einer Badehose wird gefilmt.

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rennflosse 20.06.2017, 15:22
43. Selbstanzeige

Zitat von scoopx
Schon vor Jahren habe ich in diesem Forum dazu folgendes Beispiel gegeben: Angenommen, vor dem autonomen Auto fährt ein Radfahrer. Es ist Tempo 30. Das Auto wird den Radfahrer nicht überholen, weil es dann entweder kurzzeitig schneller als 30 fahren müßte - ein "Verkehrsverstoß" - oder der Überholweg zu lang wäre. Die Folge: es bildet sich ein Rückstau. Die Apple-Google-Plappergemeinde hat das damals bestritten und gemeint, das autonome Auto sei so programmiert, daß es im Verkehr "mitschwimme", also Geschwindigkeitsbeschränkung auch mal ignoriere. Ja was denn nu?
Streng genommen ist die Überschreitung von Tempo 30 zum Überholen des Radfahrers ein Verkehrsverstoß, den das Auto sofort melden müßte. Ergebnis: der Fahrer muss dafür zahlen, auch wenn er den Verstoß selber nicht begangen hat.

Das muss scheitern.

Lückenlose Überwachung heißt nämlich auch lückenlose Ahndung. Dann aber müssen autonome Autos alle Regeln einhalten. Ich glaube also den Apple-Menschen nicht.

Die andere Frage ist aber, ob der Staat ein Interesse am Aussterben jeglicher "kleiner" Verstöße haben kann, wenn er doch so prächtig daran verdient.

Deshalb gibt es ja auch die Prognose 2040. Bis dahin sind andere wohl Einnahmequellen erschlossen.

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rennflosse 20.06.2017, 15:26
44. Gleichschritt

Zitat von urbanism
Der Konsument von solchen Vehikeln ist doch selbst Schuld. Wenn man solche Autos ablehnt zu kaufen, zu leasen oder zu mieten, haben diese keine Chance und man brauch keine Ethikkommission bzw. Regeln. Die modernen Autos von heute werden aufgrund der verbauten Ortungs- und Internettechnik eh schon komplett überwacht von den Herstellern. Interessiert aber Augenscheinlich keinen. Also warum dann immer diese Aufschreie, der Verbraucher hat es selbst in der Hand!!!!!
In diesem Fall verpflichtet man alle Hersteller zum Gleichschritt und dann gibt es keine Autos mehr "ohne".
Der Bestand an Alternativen braucht sich von selber auf oder wird durch Fahrverbote vom Geschehen ausgeschlossen.
Wo ein staatlicher Wille ist, da ist auch ein Weg. Und deshalb braucht man auch Ethikkommisionen.

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fjr 20.06.2017, 15:37
45.

Zitat von Fred the Frog
Die Ethikregeln sind ein seltsames Gemisch an Regel für verschiedenste Adressaten: 1. Das Auto gegen potentielle Opfer (unbeteiligte Dritte) 2. Das Auto gegenüber Sicherheitsorganen Was fehlt ist die Eingriffsmöglichkeit der Sicherheitsorgane gegenüber dem Auto und nicht zuletzt die Regelungsbfugnis des Fahrers gegenüberdem Auto und damit dessen Verhalten gegenüber den weiteren Verkehrsteilnehmern. Wird Kolonnenspringen bei stockendem Verkehr erlaubt? Kann der Fahrer die Energiesparregeln außer Kraft setzen? Kann das Auto für zu schnelles Fahren programmiert werden? Und wann wird endlich die antiquierte Regel, dass der Fahrer jederzeit eingreifen kann oder muss, abgeschafft? Wie manuelles Eingreifen wirken kann haben wir in Tschernobyl gesehen.
Ich würde gerne eingreifen - und ganz klar den Computer übersteuern können. Wie es übrigens auch in jedem Flugzeug geht:

Einige Beispiele:
* Das erste nicht gedruckte Navigationssystem, das ich hatte, wollte in einer bestimmten Autobahnauffahrt immer wenden.

* Ein hochaktuelles Navigationssysten (ca 3 Monate alt) wollte mich auf eine mit Beton-Pollern gesicherten Fußweg schicken. Die Poller stehen dort übrigens schon seit mehr als 20 Jahren.

* Wie sieht's denn mit dem Ausweichen auf's Bankett aus, wenn der Mähdrescher mit Überbreite entgegenkommt? Die ganzen Spurverlassens-Warner schlagen da aber höllisch Alarm

Glauben Sie wirklich, dass technische Lösungen immer fehlerfrei sind? Dann sind Sie ganz schön naiv. Ich bin Elektroingenieur und Technischer Informatiker. Ich habe fat 30 Jahre Berufserfahrung. Ich habe noch kein fehlerfreies technisches - und schon gar nicht informationstechnisches - System gesehen.

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ardbeg17 20.06.2017, 16:01
46.

Zitat von susuki
Ich freue mich auf die Selbstfahrenden Radarfallen der Polizei. 100'000 autonome Fahrzeuge welche Polizisten transportieren und unerbittlich jeden Verstoss gegen das Verkehrsrecht im Umkreis von 300 Meter registrieren. Selbstverständlich werden zu diesem Zeitpunkt auch die Smartphones registrieren und melden wenn die Smartphones zu schnell über Strassen bewegt werden. Die autonomen Fahrzeuge der Polizei registrieren ob die Gurte angelegt sind, ein übertritt an Stoppstrassen und dergleichen.
ja, und wenn dann automatisch überprüft würde, ob in Autos mit nur einem Insassen das Handy während der Fahrt bedient wird (technisch dank Sensoren in den Sitzen sowie Lage- und Beschleunigungssensoren etc. im Handy kein Problem), dann kann man diese Autos und dern Fahrer mal für eine kurze Bedenkzeit offline nehmen. In der Folge gäbe es wohl hunderte Tote und Verletzte weniger. 100% real, nicht wie bei den Stickoxiden aufgrund einer von einer Schätzung abgeleiteten Vermutung hochgerechneten Annahme.

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joking_hazard 20.06.2017, 16:12
47. @rennflosse

Die autonomen Autos werden aber die Verkehrsverstösse der nichtautonomen Fahrer melden, in Echtzeit und mit Video. Klar, wenn ALLE autonom sind gibts keine Verkehrsverstösse mehr. Aber wieviele ausländische Kennzeichen sehen sie auf deutschen Strassen? Glauben Sie die osteuropäischen Staaten, egal ob EU oder nicht, ziehen gleich schnell nach? Wenn autonomes Fahren bis 2040 praktikabel sein soll, wieviele können sich dann die Anschaffung leisten und den Unterhalt? Wie lange bis wirklich jeder autonom wäre? Oder wollen Sie manuelle Autos von einem Tag auf den anderen verbieten und nicht mehr über die Grenze lassen? Was ist mit Oldtimern?

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cavete 20.06.2017, 16:38
48. Wer setzt es um (1)

"Selbstfahrende Autos können Unmengen Daten über Fahrer und Passanten sammeln. Die vom Verkehrsminister eingesetzte Ethikkommission hat laut einem Zeitungsbericht 20 Regeln gegen solche Risiken verfasst."

Die Fahrzeuge koennen wohl nicht nur die Daten sammeln - sie tun es wohl auch in der Praxist.

Wenn es sick so darstellt, dann ergibt sich aber de Frage: Wieso sollte das ein Problem darstellen, wenn der rUheber der Datenmengen, der Fahrezugnutzer, die volle und souveraene Korntrolle darueber vefuegte?

Vielleicht gibt er sie leichtfettig hinford, etwa, weil es ihm gelichguetig
ist und er nur die Vroteile der Datenabschroepfung sieht. Und, auf der anderen Saite, sind vielleicht moegliche Nachteile eines solchen Geschehensablaufs gar nit erkennbra.

Und selbs, wenn man diese kennte - was kann man dagegen unternehmen? Soll man sich die "Freude am Fahren" dadurch vemiesen lassden? Nur, weil man vielleicht mal eben von Bremen nach Osnabrueck fahren moechte?

So,so - eine Ethikkommission "gegen solche Risiken"?

Moeglicherweiser kommt noch jemand auf die verwegene Idea, den
Fahrzeugnurtzern und anneren Beteiligden - also nicht legichnicht den Fahrzeugeigentuemlern - die Datenhohlheit ueber die von Ihnen initiirrten Ifnormationen zuzubilligne. Schon von vornherein gewissemassen, also rechtlich verbuergt.

Allerdingens befinden wir uns here ja in Detuschland, dem mutmassich autor- sprich: -industrie-freundlichsden - Vekaufsgebiet des Universums. Ja, oder taeusche ich mich etwa?

Welche Rueckschluesse koennte das Deasel-Desaster den Kornsumenten in diesem Zusammenhang beaten? Etwa, wenn es gilt, das Zusammenwirken von staatlichen Institutionen und der Automombilwirtschaf in Bezuck auf Vebraucherrechte zu beruteilen? Anschauungsmaterial, das selbst zu begutachten, hat es wahrlich
gnug gegeben.

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mazzmazz 20.06.2017, 16:43
49. Schon rum ums Eck

Fragen Sie mal einen freundlichen BMW-, VW- oder Mercedes-Händler, was heute schon so alles allein nur auf dem Fahrzeugschlüssel gespeichert ist.
Hat das Auto ein Werks-Navi, ist in verschiedenen Speichern des Fahrzeuges alles drin. Geschwindigkeiten, Routen, Drehzahlen, wann war welcher Fahmodus aktiv, wieviele Passagiere u.s.w.
Hinzu kommen die Mautbrücken. Auf 3-spurigen Autobahnen mit Kameras auch links, obwohl dort keine LKW fahren dürfen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Zudem hört Ihr Smartphone stets mit und weiß genau, wann Sie wo waren.
Die Totalüberwachung des Autofahrers ist seit mehreren Jahren bereits Alltag. Sobald im Namen der Terrorabwehr die Hersteller von Autos und Smartphones ihre Server öffnen müssen, wissen auch die Behörden alles über Sie.
Damit muss man eben leben und es kann ganz lustig sein, mit einem elektronikfreien Auto mit alten deutschen oder gerne auch alten italienischen Kennzeichen unterwegs zu sein, während das Smartphone in einer mit Alufolie ausgeschlagenen Box liegt.
Irgendwann wird dies zu einer "Routinekontrolle" durch die Polizei führen.

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