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Autos im Web 2.0: Pack den User in den Tank

Local Motors ist der wohl erste Web-2.0-Autohersteller: Unternehmensgründer Jay Rogers lässt Design, Marktforschung und Konstruktion komplett von einer Internet-Community erledigen. Sieht so die Zukunft der Pkw-Branche aus?

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ratbag 20.05.2010, 06:59
1. .

Vor den Produkten seines Großvaters stand ich schon oft und zog ehrfürchtig den Hut!
Vor der Geschäftsidee des Enkels ziehe ich diesen Hut nun ebenfalls!
Und das Produkt kann sich absolut sehen lassen. Im Vergleich zu den leblosen Null acht fünfzehn Designs der großen Automobilhersteller hat das Teil absoluten Stil!

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Hercules Rockefeller 20.05.2010, 07:49
2. Gute Idee

Die Idee ist doch toll-im Supermarkt kann ich mir ja auch meinen Einkauf aus allen vorhandenen Artikeln des Marktes zusammenstellen und muss nicht vorgefertigte Fresskörbe erwerben.

Letzteres ist ja derzeit en vogue bei den Autoherstellern. Du willst Ledersitze? Klar, aber nur in Verbindung mit Parkhilfe, beheiztem Tankdeckel und Notrad mit WLAN. Macht 2000€ extra und du bekommst, was du nicht brauchst.

Auch das Design gefällt. Während Autohersteller den kleinsten gemeinsamen Nenner suchen, könnte zukünftig der Kunde entscheiden, wie sein Auto aussehen soll-vorrausgesetzt, die Teile passen irgendwie zusammen.

Auffallend ist doch, der erste Wagen ist keine Microkugel im Einheitsdesign, nein, die Kunden bauen sich ein Auto, dass nach Auto aussieht! Könnte es sein, dass junge Leute keine Autos kaufen wollen, weil sie nicht mehr nach Auto aussehen, ihre "Seele" verloren haben?

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thomasuf 20.05.2010, 08:03
3. schoene Idee..

Diese Firma ist zwar eine nette Idee, aber wenn man die vorgeschlagenen Auto anguckt ist es klar das keine Ingenieure am Werk sind. Das Auto Green Apple hat eingebaute Windräder zur Energie Gewinnung. Nach den Energieerhaltung Satz ist dies völliger Unsinn....Vielleicht können die etablierten Auto Hersteller etwas davon lernen, aber vorerst braucht man doch etwas technisches Verständnis um ein Auto zu bauen.

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Maclane 20.05.2010, 08:57
4. re

Also ich finde, der Wagen hat was. :-)
Vielleicht einfach nur der Mut, den die großen Hersteller bestenfalls mal auf ner Messe zeigen.

Und die Idee eines Open-Source-Autos ist mir auch sympathisch. :-)

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nurEinGast 20.05.2010, 09:12
5. 1

Zitat von sysop
Local Motors ist der wohl erste Web-2.0-Autohersteller: Unternehmensgründer Jay Rogers lässt Design, Marktforschung und Konstruktion komplett von einer Internet-Community erledigen. Sieht so die Zukunft der Pkw-Branche aus?
Bin skeptisch, ob so etwas langfristig möglich ist. Die Frage ist, ob die Mitarbeiter im Netz irgendwie beteiligt werden. Das geht aus dem Artikel nicht
Im Augenblick ist alles nur ein grosser Spass. Aber wenn die Firma eines Tages Profit abwerfen sollte wird dieses Konzept möglicherweise nicht mehr funktionieren.

Weil sich niemand gerne ausnutzen lässt.

Auch glaube ich, dass so eine Idee nur in den USA und Ländern mit ähnlich laxen Zulassungsverfahren für Automobile möglich war.

Und ich bin skeptisch in Bezug auf Haftung und Qualitätssicherheit. Wen wird man verantwortlich machen wenn es Probleme gibt und Konstruktionsfehler auftauchen.
Nur weil 2 Bauteile auf dem Mrkt erhältlich und geprüft sind müssen sie noch lange nicht sicher zusammenarbeiten.
Wer also übernimmt in dieser Firma die Qualitätskontrolle? Überprüft, rechnet nach? Stellt sicher, dass am Ende nicht ein Auto auf dem Niveau der chinesischen Raubkopien herauskommt?

Fragen über Fragen. Trotzdem- spassig ist die Idee aber schon.

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pressemelders 20.05.2010, 09:25
6. mit deutscher Gründlichkeit und

dazugehörigem Beamtenapparat wäre das nicht passiert.
Seltsam, dass in Amerika Autos rumfahren, die hier nicht mal beim TÜV auf den Hof fahren dürften. Trotzdem sieht man da nicht mehr liegengebliebene Autos. Wir glauben einfach zu sehr, dass die Bürokratie lebensnotwendig ist und es ohne nicht geht. Siehe auch BW Fahrzeuge in Afghanistan, die wegen fehlender ASU nicht in den Einsatz durften.

Das Auto ist absolutes Nischenprodukt, aber in der Nische der absolute Hammer. In den Staaten kann man auch Offroad fahren, also nicht nur zum Lidl damit,wie hier mit Cayenne etc.

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ratbag 20.05.2010, 09:40
7. .

Zitat von nurEinGast
Auch glaube ich, dass so eine Idee nur in den USA und Ländern mit ähnlich laxen Zulassungsverfahren für Automobile möglich war. Und ich bin skeptisch in Bezug auf Haftung und Qualitätssicherheit. Wen wird man verantwortlich machen wenn es Probleme gibt und Konstruktionsfehler auftauchen. Nur weil 2 Bauteile auf dem Mrkt erhältlich und geprüft sind müssen sie noch lange nicht sicher zusammenarbeiten.
Das wird der vollkommen idiotische Grund sein, warum jedes Auto in Deutschland doppelt so viel kostet wie in den Staaten, Australien, Asien oder sonst wo in der Welt. Vollkommen Witzlose und Sinnfreie Bürokratie.

Zitat von
Stellt sicher, dass am Ende nicht ein Auto auf dem Niveau der chinesischen Raubkopien herauskommt?
Diese Arroganz wird bestraft.
Ich kann mich noch gut daran erinnern wie vor 30 Jahren alles über japanische Autos schmunzelte. Dann über Koreanische. Vor ein paar Jahren über Autos die in Rumänien hergestellt werden.

Heute alles Autos die in Erhebungen der Kundenfreundlichkeit und Pannenstatistik, Spritverbrauch, Zukunftsorientierung etc. ganz weit oben stehen.

Weit vor den Deutschen vollkommen überteuerten aber Innovationslosen Karren.

In spätestens 10 Jahren werden wir von billigen aber qualitativ absolut hochwertigen Chinaautos rechts und links überholt, weil auch dieses mal die Arroganz der deutschen "Ingenieurskunst" die selbigen in einer Art Wachkoma verharren lässt.

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hüttlitüttli 20.05.2010, 09:57
8. Eigentlich ein alter Hut

Die Idee eines Open-Source Autos gab's schon 1999. Und zwar in der niederbayerischen Provinz.

http://www.theoscarproject.org/

Leider, wie so oft, waren die Amerikaner wieder mal schneller eine gute Idee einfach mal schnell (im wahrsten Sinne) auf die Strasse zu bringen, während bei uns noch an der 100% Lösung getüftelt wird.

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rrs 20.05.2010, 10:11
9. Systemdesign

Ich stimme nurEinGast schon zu: um ein effizientes und sicheres Auto zu bekommen, ist eine ganz andere Planung notwendig. Die Komponenten des Fahrzeuges müssen aufeinander abgestimmt werden: die Motorisierung, die gesamte Dynamik des Fahrverhaltens, die Aerodynamik, die Crash-Sicherheit, die Elektrik, der Ergonomie ... das alles spielt sehr stark zusammen.

Da macht es wenig Sinn, so ein Auto einfach zusammen zu basteln. Und das ist nicht nur in der "deutschen Ingenieurskunst" so - auch in anderen Ländern werden Fahrzeuge von vorne bis hinten durchgeplant. Darüber Hinaus sind alle nennenswerten Autokonzerne heutzutage international.

Und die Haftungsfrage stellt sich bei den Ammis noch viel mehr! Die sind doch die Weltmeistern bei Klagen gegen Firmen und Konzerne!

Und wirklich individuell ist das Auto ja letztendlich auch nicht - konfigurieren kann man es ja anscheinend nicht mehr...

Solche Autos sind eh nicht mehr zeitgemäß - vielleicht als zahlenmäßig unbedeutendes Spaßmobil zu gebrauchen - aber den Anforderungen der Gesellschaft von morgen längst nicht gewachsen (wie übrigens auch viele Fahrzeuge deutscher Automobilfirmen) .

Vom Prinzip sicherlich eine gute Idee - nur die Umsetzung muss noch optimiert werden ;)

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