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Benzin- und Dieselautos: Fahrverbote in Innenstädten - was halten Sie davon?
dpa

In Deutschlands Städten könnte es bald Fahrverbote für Diesel- und Benzinautos geben; das plant das Umweltministerium. Gut für die Luft? Oder Schikane für Autofahrer? Stimmen Sie ab!

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interessierter Laie 17.12.2016, 18:26
70. Die Städte werden sehen...

Was sie von einer solchen Maßnahme haben. Was da rollt sind nicht nur Autos. Es sind Kunden, Arbeitnehmer, Touristen, Lieferanten und und und. Die gute Nachricht: Danach gibt's keine Wohnungsnot mehr. Die schlechte: Auch sonst wird es nicht mehr viel geben. Man kann so eine Maßnahme treffen, aber man sollte sich vorher Gedanken machen, wie man Mobilität anders ermöglicht. Und bitte jetzt nicht mit ÖPNV und Bahn kommen. Die landen ja schon mit einem lächerlich kleinen Anteil des Bedarfs jenseits ihrer Kapazitäten.

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Nonvaio01 17.12.2016, 18:26
71. warum?

Zitat von winki
Schwachsinn! Mehr muss man dazu nicht kommentieren.
Es gibt E-Autos.

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Ivy79 17.12.2016, 18:28
72. Aprilscherz?

Der Bürger darf mit seinem Auto nicht mehr nach Hause oder sontwohin fahren?
Er kann es dann, verschrotten?
Es wird Hand an die deutsche Schlüsselindustrie gelegt?
Jede Politik die so etwas plant, begeht Selbstmord.
Gilt es dann auch für LKW?
Das heißt, kein Supermarkt kann dann noch beliefert werden, uns alle anderen Betriebe auch nicht-
Also ich vermute, Aprilscherz, hoffentlich

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detlevstasi 17.12.2016, 18:29
73. blanker Aktionismus und abzocke

irgendwie ist unser Verkehrsminister vom blanken Aktionismus geprägt und muss scheinbar immer in die Medien. Wenn er wirklich was für die Umwelt tun will, dann sollte er mal die LKWs genauer beobachten und dafür sorgen, dass sie nicht immer mehr werden. Vielleicht sollten wir mal wieder zurück zu normalen Lager kommen und nicht solche erlauben, die auf unseren Straßen rollen und die Umwelt verpesten. Aber scheinbar ist dort die Lobby zu groß. Und hier ist noch was:

Ein einziges modernes Kreuzfahrtschiff stößt täglich rund 450 Kilogramm Rußpartikel, 5.250 Kilogramm Stickoxide und 7.500 Kilogramm Schwefeldioxide aus. Die Luftschadstoffbelastung, die von den untersuchten 20 Kreuzfahrtschiffen ausgeht, entspricht damit insgesamt derjenigen von rund 120 Millionen modernen Pkw.

Wer macht da was gegen, Dobrindt? Ich lach mich zu tod.

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and_one 17.12.2016, 18:29
74. Bevor solch einschneidende Einschränkungen von bürgerlich Rechten zulässig sind

müssen die Kommunen erst einmal alle vertretbaren organisatorischen und baulichen Maßnahmen treffen, die diese Situation verbessern. Tatsächlich tun die meisten Kommunen genau das Gegenteil: Da sind unfähige Planer und inquisitorische Autohasser am Werk, die mit sinnfreien oder böswilligen Ampelschaltungen und Strassenbaumaßnahmen die Situation künstlich verschärfen. Durch diese Herrschaften und ihr Tun, stehen täglich abertausende Fahrzeuge sinnlos wartend in den Städten herum und verpesten die Luft. In diesem Bereich ließen sich kurzfristig massive Verbesserungen erzielen.

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tempus fugit 17.12.2016, 18:29
75. Es gäbe auch andere Lösungen,...

Zitat von crazy_swayze
Fahrverbote wird es nur geben, weil die Politik nicht die Eier hatte, (indirekt) Produktionsverbote zu verhängen, und es nicht geschafft hat effektive Grenzwerte durchzusetzen. Insofern ist das Gerede von Fahrverboten im Kern nur der Beweis ihrer kompletten Unfähigkeit. Ich bin dennoch für Fahrverbote. Nur so wird die Luft wieder reiner in den Großstädten. Die Rechnung dafür muss jedoch die etablierte Politik bekommen.
...echtes carsharing, wie ich es schon beim Thema Autosharing darlegte - sowas könnte zumindest und erheblich den Verkehr
und die Abgase reduzieren:

...etwa so, wie es in der Türkei gehandelt wird, Dolmus: man stellt sich an die Strasse, Busse, Kleinbusse und Autos pendeln zwischen Knotenpunkten, halten an, wo jemand steht und nicht unbedintt wo eine Haltestelle verzeichnet ist und halten, wo jemand aussteigen will.

Man könnte sich durchaus vorstellen, dass man alle 100-200 m so an eine Minihaltestelle einen Zielknopf drückt 'Zentrum' und jeder Aufofahrer anhalten und die Person mit nehmen kann.
Das ginge ruckZuck, Wartezeiten 2-3 Minuten, bezahlt wird mit einer 'Kredit'karte des Fahgastes über ein fest installiertes Gerät im Auto,
das z.B. einen besonderen TÜV-Test hat und der Fahrer einen Nachweis guten Leumundes und Fahrerfahrung hat.
Ob das nun per Kreditgeld u/o Punktesammeln (z.B. freies Parken in der Innenstadt..) organisiert wird, spielt eher eine nachgeordnete Rolle.
Gewohnheitsfahrer und Gewohnheitsmitfahrer könnten sich sogar
absprechen, wer wann von wo nach wo 'sharen' will.

Das wäre eine ganz andere Angebotsebene als die starre ÖPNV-Fahrpläne, wo eigentlich nie Angebot mit Nachfrage übereinstimmt - und so manches Bibbern im Winter und Schwitzen im Sommer nach sich zieht.
Also dann 1 Person in 1 PKW statt 2 oder 3 - und mit weniger Umweltbelastung. Ein Grossteil der Belastung ist - so aus'm Bauch raus - wohl auch der ewigen Parkplatzsuche geschuldet....

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aufreger1970 17.12.2016, 18:29
76. Erstens

Zitat von mantrid
Selbst der dreckigste, älteste Benziner produziert genauso viel Feinstaub, wie der modernste, umweltfreundlichste neue Benziner, nämlich ausschließlich den, der beim Bremsen entsteht. Dagegen ist selbst der saubersste Diesel gegenüber ollen Benzinstinker eine fiese Feinstaubschleuder. Das liegt darin, dass Bezinmotoren gar kein Feinstaub ausstroßen. Es ist also völliger Blödsinn, das Betrieben vom Betreiben von Benzinern bei Feinstaubbelastung zu verbieten. Wird elektrisch gefahren, muss dazu Strom erzeugt werden, u.a. im Kohlekraftwerk mit entsprechender Feinstaubbelastung.
haben Sie den Artikel nicht gelesen/verstanden, denn hier geht es um Zitat: "Im Kampf gegen das gesundheitsgefährdende Stickstoffdioxid (NO2)...". Und zweitens haben Sie keine Ahnung! Denn Dieselfahrzeuge haben schon seit spätetestens der Einführung der EURO4 Norm zwingend einen Rußpartikelfilter benötigt, um die Grenzwerte einzuhalten, und sind deshalb im Vergleich zu Benzin-Direkteinspritzern sauberer. Und gerade die heutigen Benzinmotoren stehen jetzt vor dem gleichen Problem! Siehe Artikel http://www.focus.de/auto/neuheiten/milliarden-investitionen-mercedes-fuehrt-partikelfilter-fuer-benzinmotoren-ein_id_5570381.html , oder http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-06/abgas-diesel-benzin-partikel , oder http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/abgas-diskussion-mercedes-baut-partikelfilter-in-benziner-ein-14254195.html ! Allein Ihr Einwand, dass der für die elektrische Mobilität benötigte Strom immernoch aus zuvielen klimaschädlichen Kraftwerken kommt, findet meine Zustimmung.

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H Milch 17.12.2016, 18:30
77. 2 Mio Jobs

Gar nichts wird passieren. Bei über 2 Mio Jobs in der Autoindustrie. Wenn das ins Wanken kommt geht hier das Licht aus.

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nummer9747568 17.12.2016, 18:31
78. Differenzierte Betrachtung

Zitat von ediart
diese Dreckschleudern raus aus der Stadt diese Maßnahme gibt der elektro Mobilität Anschub und deren Entwicklung.
Nur leider ist in der Kategorie Feinstaub ein Elektroauto nur minimal besser (Bremst zumeist über den Elektromotor) als ein PKW mit Benzin-/Ottomotor. Aus dieser Sicht macht es z.B. keinen Sinn Benziner, auch ältere, in Städten zu verbieten aber fast alle Diesel inkl. Busse des öffentlichen Nahverkehrs, LKW, und DHL, UPS,... Lieferfahrzeuge die zumeist mit Diesel betrieben werden. Dazu kommt noch das ein weiterer Teil des Feinstaubs durch den gemütliche Kamin in den Wohnungen entsteht. Um nur einige Beispiele zu nennen.
Ein differenzieret Diskussion des Themas um die Luftbelastung in den Städten zu senken wäre sinnvoll.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub
Umweltbundesamt:
Straßenverkehr: 42.000 t/Jahr
Abgase der
Otto-Motoren
Diesel-Motoren (siehe: Dieselruß): 29.000 t/Jahr
Abrieb von
Fahrzeugkatalysatoren
Antriebssystemen (Kardanwellen, Dichtungen, Getrieben)
Bremssystemen, Bremsenabrieb: 7.000 t/Jahr (Ergänzung)
Reifen, Reifenabrieb (Gummireifen): 6.000 t/Jahr (Ergänzung)
Straßenbelag, Straßenoberfläche: derzeit keine Angaben verfügbar
Aufwirbelung von Straßenstaub


Privathaushalte und Kleinverbraucher: 33.000 t/Jahr
Heizungen
Öl-Brenner
Holzheizungen
andere Heizungen
sonstiges
Räucherwerk (vor allem Räucherstäbchen und Räucherkerzchen aus Privathaushalten und anderes Räucherwerk aus liturgischen Verbrauchern)
Silvester-Feuerwerk: 4.000 t/Jahr[15]
Kerzen, Öllampen und andere Leuchtmittel mit Abbrand

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bert1966 17.12.2016, 18:31
79. Politikversagen

Vergleichbar dümmlich wie bei der "Einführung" der Inklusion durch SPD und Grüne in NRW versucht Frau Hendricks jetzt das gleiche Schema beim Thema Abgasschutz auf Bundesebene - auf Kosten der breiten Öffentlichkeit.

Die EU-Auflage zur Inklusion war seit Jahrzehnten bekannt, Vorbereitungen von Seiten der Politik? EIn Konzept? All das gab es nicht. Stattdessen kämpfen jetzt Betroffene mit der mangelhaften Ausführung der Inklusion. Leidtragende? DIe Bevölkerung!

Jetzt die gleiche Stümperei beim Abgasschutz?! Natürlich muss ein wenigstens mittelfristiges Schema zum Thema Abgasreduktion, das auch nur ansatzweise den Namen Konzept verdient - und das verlange ich von einem Berufspolitiker und schon gleich von einem Ministerium - bei den PKW-Herstellern ansetzen und hat (VW-Skandal und Andere) ganz eklatant versagt. Aber man kann ja die Autofahrer um ihre Investition betrügen, die wehren sich ja ganz sicher nicht. Erst zahlen sie brav KfZ- und Mineralölsteuer und finanzieren damit alle möglichen anderen Dinge quer, jetzt sollen sie schon wieder bluten und mit dem Kauf unausgegorener Elektroautos (es existiert nicht einmal eine Idee, wie die enorme Menge an Strom für ein dem heutigen Stand entsprechendes E-Auto-Ersatzkonzept produziert werden könnte) die "Wirtschaft ankurbeln"?! Grotesk!

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