Forum: Auto
Berliner Verkehrssenatorin: "Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen"
DPA

Autos raus aus Berlin - das fordert Verkehrssenatorin Regine Günther in drastischer Deutlichkeit. Der öffentliche Nahverkehr soll Vorrang haben.

Seite 11 von 18
maxuli 01.03.2019, 19:27
100. Endlich

Endlich redet jemand von den verantwortlichen Politikern Tacheles. Es ist schon lange überfällig, etwas gegen den Verkehrskollaps in den meisten Großstädten zu tun. Dabei ist ein wichtiges Argument nicht erwähnt: der Klimaschutz durch Verringerung des CO2 Ausstoßes. Wohl deshalb, weil dies nicht relevant ist für eine einzige Stadt. Das Problem ist hier der zahlenmäßig ständig steigende Individualverkehr, der an seine Grenzen stößt. Je früher hier umgesteuert wird, um so weniger teuer wird die Umstellung.

Beitrag melden
p936992 01.03.2019, 19:27
101. Individualverkehr

Wie das schon klingt. Natürlich ist das alles ressourcenraubend. Diese individuellen Wochenendausfahrten und auch noch Urlaub mit dem Auto sind egoistisch und eigenbrötlerisch. Wir hatten doch mal die Tradition alles zusammen in den Urlaub mit dem Schiff oder Zug zu bringen, irgendetwas mit Freude. Muss ich gleich mal googeln. Ja, der deutsche Wald braucht, der ist schon etwas ganz besonderes.

Beitrag melden
postmaterialist2011 01.03.2019, 19:35
102. Märchenstunde !

Zitat von kolloq
Nachdem ich zuvor Jahrzehnte ohne Auto auskam, musste ich nach dem Umzug nach Berlin widerwillig eines anschaffen. Warum? Die 'Sicherheit' nach 23 Uhr im ÖPNV. Dumme Sache, diese Wirklichkeit, macht die schönsten Vorstellungen kaputt!
Sicherheit nach 23h im OPNV. Ich wohne auch in Berlin und hatte weder morgens um 06 Uhr noch nach 23h je auch noch einen unangenehmen Moment in U-/S-Bahn oder Tram. Ausser man wohnt wohl in einer der AfD-Hochburgen im äussersten Osten, da bin ich allerdings nie.

Beitrag melden
smwdbs 01.03.2019, 19:35
103. Genial...

das Unmögliche vordern, um vom Scheitern am Möglichen abzulenken. Wie wäre es mal mit einer engeren S-Bahn-Taktung auch im C-Bereich! Wir wohnen nicht alle in 1A-Quartieren, Frau Senatorin, und wir können uns auch nicht alle die Lebensmittel vom hippen Öko-Händler um die Ecke leisten.

Beitrag melden
charlybird 01.03.2019, 19:37
104. Die Idee hat Größe,

aber die Umsetzung ist in D derart frickelig, dass man es den Gutmeinern schon fast nicht mehr abnehmen kann, aber man muss den Weg unterstützen und vor allem den Gegenklapperen mal die Alternativen in Nachbarländern aufzeigen.
Was aber hier schon im Großen nicht funktioniert, (Bahn) wackelt auch im Kleinen und wenn es halbwegs rollt, stimmt oft der Preis im Verhältnis zur Leistung nicht, also wird es nur von den alternativlosen Nutzern angenommen und da wird Spitz auf Knopf kalkuliert.
Nein, hier in D werden erst die jetzige junge Generation und die nachfolgenden auf den Trichter kommen, dass Staus, Platzmangel, verparkte Bürgersteige und Radwege, sowie stinkende Luft einfach Sch...sse sind und individuelle Mobilität durchaus entspannter sein kann, aber dann werden sie sich bewegen müssen, wenn man eines Tages beim Straßenwechsel nicht über parkende Autos klettern will. :-)

Beitrag melden
poppi 01.03.2019, 19:40
105.

Zitat von wahnbert
Am Wochenende sieht das anders aus. Mal eben in die Alpen oder an die Nord-Ostsee wird dann schwieriger.
Das könnte einen ja auf Ideen bringen: Sind die Autos aus der (Innen-)Stadt verdrängt, parkt der Großstädter seinen Wochenend-SUV einfach in der Peripherie oder am nächsten Park&-Ride-Bahnhof - oder im angrenzenden Wohngebiet.

Beitrag melden
postmaterialist2011 01.03.2019, 19:42
106. Selbst erfahren oder Hörensagen ?

Zitat von plaugi
Mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln sollen die Leute denn fahren? Mit den ständig ausfallenden S-Bahnen, den zu wenigen Bussen der BVG, oder den fehlenden Straßenbahnen im Westteil der Stadt? Ohne wirklich wirksame ÖVPNV Konzepte bleiben all diese Ideen Wunschdenken.
Ich fahre seit genau einem Jahr in Berlin mit Bussen, U- und S-Bahn. Die Pünktlichkeit insbesondere bei U- und S-Bahnen ist hervorragend. Leider sind viele Strassenbahnen oft verspätet aber auch das ist verschmerzbar. Ich brauche einmal quer durch die Stadt mit dem Auto zwischen 45 min und 1h30 ( je nach Verkehr), mit den öffentlichen immer knapp 1 Stunde. Allerdings komme ich mit der S-Bahn viel, viel entspannter im Büro an und habe oft schon den ersten Schwung E-Mails auf dem Weg zur Arbeit abgearbeitet. Der ÖPNV in Berlin ist anders als viele hier, die wenn überhaupt nur mal in Berlin als Tourist waren, im internationalen Vergleich hervorragend und nein in dieser Stadt braucht keiner ein privates Auto.

Beitrag melden
spiegkom 01.03.2019, 19:43
107. Klasse

""Je weniger Autos auf der Straße, desto mehr Platz für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind"
find ich Klasse. Ich z.B. bin wirklich auf meine Auto angewiesen, und brauche jetzt endlich mal ein bisschen mehr Platz. Wo, wie, wann kann ich die Frau wählen?

Beitrag melden
olsche 01.03.2019, 19:45
108.

Sehr guter Ansatz! in den verschiedenen Großstädten ist das Fahren mit dem Auto nur noch bedingt möglich. Der vorhandene Straßenraum hält dem angewachsenen Verkehr nicht mehr stand. In den Großstädten können sich Kinder aufgrund der Blechlawine nicht mehr frei bewegen. Es ist für Kinder fast nicht mehr möglich das Fahrradfahren zu erlernen. Wir brauchen dringend eine Verkehrswende!

Beitrag melden
retterdernation 01.03.2019, 19:46
109. Flughafen ...

kann Berlin leider viel besser - als der Wissenstand so mancher Schreiberlinge dafür ausreicht. Da stellt sich also diese nicht Grüne/Grüne Senatorin hin und fordert weniger Autos in der Stadt. Eine berechtigte Forderung. Letztmalig habe ich bei einem Umzug sagenhafte 1:45 Stunden über den Stadtring gebraucht. Für 13,5 Kilometer auf der Autobahn. Die gleiche Strecke schafft man mit der U-Bahn in etwa 27 Minuten. Egal in welche Himmelsrichtung man sich in der Hauptstadt zu bestimmten Zeitfenstern bewegt, man steht im Stau und schadet der Umwelt und der eigenen Gesundheit. Weniger Autos in der Innenstadt ist von daher wünschenswert für Berlin. Eine mindestens genauso schwere Umweltbelastung sind jedoch auch die 33. 326. 000 Flugzeugpassagiere. Denn wie wir alle nun mittlerweile wissen, ist der Flugverkehr massiv an den Umweltschäden und Belastung beteiligt. So stösst eine Passagiermaschine im Startvorgang in etwa soviel Schadstoffe aus, PRO SEKUNDE, wie ein Dieselfahrzeug auf rund 150 Kilometer. In den vergangenen rund 20 Jahren haben sich die Schadstoff-Emissionen im Flugverkehr über Deutschland verdoppelt. Bereits fünf Prozent der Erderwärmung werden direkt auf den Flugverkehr zurückgeführt. Bis zu 10 Jahre bleiben diese Abgase in der Atomsphäre und Stratosphäre. Die Auswirkungen des Flugverkehrs sind mutmaßliche 2-5 Mal so stark, wie die des Autoverkehrs, beim CO2 und NOX. Und dieser ganze Müll wird bei jedem Start, bei jeder Wendeschleife über der Stadt und natürlich auch Landung ordentlich über hunderttausenden von Berlinern direkt abgeladen. Das sind die Nachteile innerstädtischer Flughäfen. Von wegen Berlin kann nicht Flughafen. Ungebildet! Berlin kann viel zu gut Flughafen wäre die richtige Aussage. Es gibt also nicht zu viele Autos in der Stadt, sondern auch zu viele Flugzeuge darüber und das - obwohl die Hauptstädter einen nagelneuen Airport einfach so vom Netz nehmen. Das nenne ich Vorbildliches Umweltbewusstsein:-))).

Beitrag melden
Seite 11 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!