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Betrunken zu Fuß unterwegs: Führerschein weg, weil erneute MPU verweigert
DPA

Wer wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein verliert, bliebt auch nach erfolgreicher MPU auf Bewährung. Bei erneutem, übermäßigem Konsum droht der nächste "Idiotentest" - egal, ob man betrunken Auto fährt, oder nicht.

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aleman61 02.07.2015, 22:57
100. völlig überzogen

Zitat von caligus
Wer schon einmal wegen Trunkenheit seinen Führerschein verloren hat und deshalb diesen nur per MPU zurück bekommen konnte, bleibt völlig zurecht auf Bewährung! Wenn jemand - wenn auch Jahre später - mit 1,8 Promille von der Polizeit aufgegriffen wird, geschieht das nicht wegen eines "kleinen Schwips". So jemand ist schlicht und ergreifend zum wiederholten Male festgestellt "stockbesoffen" gewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so jemand auch weiterhin betrunken Auto fährt ist viel zu groß, als dass es noch zu verantworten wäre. Man stelle sich nur als Gegenbeispiel vor, dass der gleiche Mann ein paar Wochen im Suff ein Kind überfahren hätte. Welche Vorwürfe hätte die Staatsgewalt dann sich anhören müssen? Nein, dann so jemanden lieber zur Benutzung des ÖNV auf Lebenszeit verpflichten!
das hat nichts mehr mit Rechtsstaat zu tun! Sogar Schwerverbrecher kommen nach Verbüßung ihrer Stafe frei und Bewährungsauflagen sind nie lebenslänglich. Hier scheint mal wieder die politisch korrekte Moralkeule gescwungen zu werden.

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sf225 02.07.2015, 23:04
101.

Man stelle sich übrigens mal vor, in dem Artikel ginge es um einen Radfahrer, der mit 1,7 Promille auf der Autobahn erwischt worden wäre. Dann ginge hier die Hetzjagd auf /alle/ Radfahrer wieder los. Bei einem Autofahrer wird es hingegen anscheinend als besonderes Verantwortungsbewusstsein gewürdigt, den Wagen im alkoholisierten Zustand lieber stehen zu lassen und zu Fuß über die Autobahn zu taumeln.

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jontev 02.07.2015, 23:09
102. Werktags

Ich bin auch begeisterter Trinker,
aber ich weiß genau, wann ich kann und darf.
Werktags maxial ei nBier oder ien Glas Wein.
Wennsch sshrübe, nür noch n Ouzo oder Wodschka, aber kein Aklohol mehr.
Denn fahrsch aucxh nih mehr, ned mal Fahard.

Prost
[/Ironie]

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parkettbill 02.07.2015, 23:23
103. Selbst wenn der Typ Voll-Alk ist....

... hat seine Tat, betrunken rumzulaufen, wenig mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges unter Alkoholeinfluß zu tun, weswegen man im den Führerschein abnehmen könnte.

Prinzipiell könnte jeder Voll-Alk seinen Führerschein behalten. Die Rechtsprechung gibt doch das Entziehen der Fahrerlaubnis wegen "könnte" und "möglicherweise" gar nicht her.
Wenn die nicht fahren und besoffen sind, weswegen sollte man die belangen.

Gut, unser Typ ist jetzt auf der Autobahn rumgelaufen, was ein anderer Verstoß ist.
Aber wenn der auf der Landstraße rumgelaufen wäre, hätte der nicht mal gegen eine direkt geschriebene Vorschrift verstoßen. Auf der Landstraße ist rumfußgängern nicht verboten, vermutlich sogar in jedem Zustand.

Bevor also Bessermenschen auf diesen Typen einhacken, sollte man eher mal prüfen, ob man sich selbst an die einfachsten Dinge wie "Rechtsfahrgebot" oder "Halten vor Kindergarten" hält.

Da sind doch die Nachfolger der Verschwörungstheoretiker unterwegs.
Ich hab noch Bier im Keller, also könnte ich demnächst mal angetrunken Auto fahren oder betrunken rumlaufen.
Also immer noch lächerlich.

Gruß

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rhineland-palatia 02.07.2015, 23:37
104. #69

Sie haben voellig recht.
Ein nuechterner Freund fuhr vor ca. 20 Jahren den Amts-bekannten und beliebten Trunkenbold tot, der zwischen 2 Nachbardoerfern torkelte.
Immernoch ein Thema beim ruhigen Wandern.
Mfg

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Loewe_78 03.07.2015, 00:41
105. ...

Dann kann der Nächste im Zweifelsfall ja gleich wieder mit dem Auto fahren statt zu laufen und Unbeteiligte über den Haufen fahren. Leider ist es äußerst unwahrscheinlich, dass das dann die Personen sind, die dafür verantwortlich sind. Das heißt, die lernen daraus nichts.

Übnrigens: Ich trinke selber keinen Alkohol, finde aber, dass ich alkoholisierten Alkoholtrinkern lieber zu Fuß oder auf dem Rad begegne als im Auto. Wenn man jedoch den Alkoholtrinkern den Anreiz wegnimmt, diese Fortbewegungsarten zu wählen, treffen sie mich demnächst vermehrt wieder mit dem Auto. Das finde ich schade.

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Loewe_78 03.07.2015, 00:46
106.

Zitat von Tandor
Nein, hatte er ganz offensichtlich nicht. Es geht bei der MPU nicht darum nicht mehr besoffen Auto zu fahren, sondern darum generell nicht mehr unkontrolliert zu trinken. Und der Mann hat bewiesen das er es nicht geschafft hat.
Nein, geht es nicht. Es geht darum, dass von ihm hinterm Steuer wegen Alkohol keine Gefahr mehr für den Straßenverkehr ausgeht.

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Loewe_78 03.07.2015, 00:47
107.

Zitat von langenscheidt
Ihre Frage ist mit "nein" beantwortbar. Da die eigene Wohnung nicht dem Straßenverkehr zugeordnet wird, erfolgt auch keine Strafe. Zudem muss man wie in diesem Fall volltrunkener Wiederholungstäter im Straßenverkehr sein. Und 1,8 Promille ohne bewusstlos zu werden schaffen nur Leute die trinkfest sind.
Auf der Autobahn spazieren gehen ist jetzt nicht so weit von "bewusstlos" entfernt.

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Loewe_78 03.07.2015, 01:00
108.

Zitat von langenscheidt
Ihre Frage ist mit "nein" beantwortbar. Da die eigene Wohnung nicht dem Straßenverkehr zugeordnet wird, erfolgt auch keine Strafe. Zudem muss man wie in diesem Fall volltrunkener Wiederholungstäter im Straßenverkehr sein. Und 1,8 Promille ohne bewusstlos zu werden schaffen nur Leute die trinkfest sind.
1,8 Promille sind bei einem 85-kg-Mann 1 1/2 Liter Wein bzw. 3 Liter Bier... und wer danach so orientierungsbefreit ist, dass er auf der Autobahn rumtorkelt, der trinkt eher nicht so häufig.

P.S.: Wenn der Mann nur 75 kg wiegt, sind das 7 Halbe Bier bzw. 5 Viertel Rotwein. Das ist schon ein kapitaler Rausch - und dass er nach der Menge auf der Autobahn rumtorkelt, spricht dafür, dass er sonst bei gelegentlichem Konsum von eineinhalb Halben bzw. einem Achtel Wein geblieben ist.

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fragel 03.07.2015, 01:15
109. An die Zweifler

Er war schon mal beim Idiotentest und muss ihn wiederholen.
Sollte jedoch ein Besoffener ohne Führerschein angetroffen werden , wir ihm die Polizei die Schuhe wegnehmen. Sie nennen das, ausgleichende Gerechtigkeit!

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