Forum: Auto
Betrunken zu Fuß unterwegs: Führerschein weg, weil erneute MPU verweigert
DPA

Wer wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein verliert, bliebt auch nach erfolgreicher MPU auf Bewährung. Bei erneutem, übermäßigem Konsum droht der nächste "Idiotentest" - egal, ob man betrunken Auto fährt, oder nicht.

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langenscheidt 02.07.2015, 16:36
20. Auffälligkeit

Zitat von Rockaxe
scheint mir mal in diesem Zusammenhang (habe nichts aussagekräftiges bis dato im Netz gefunden), wie es aussieht, wenn ein Fußgänger der keinen Führerschein hat (und auch keinen machen will) behandelt wird der ebenfalls in einem solchen Fall "erwischt" wird. Muss dieser auch zur MPU und wenn nicht, darf er dann nicht mehr die Wohnung verlassen?
Ihre Frage ist mit "nein" beantwortbar. Da die eigene Wohnung nicht dem Straßenverkehr zugeordnet wird, erfolgt auch keine Strafe. Zudem muss man wie in diesem Fall volltrunkener Wiederholungstäter im Straßenverkehr sein. Und 1,8 Promille ohne bewusstlos zu werden schaffen nur Leute die trinkfest sind.

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fein-gold 02.07.2015, 16:36
21. Sehr richtig

"Wer betrunken auf einer Autobahn herumläuft, dem ist auch zuzutrauen, dass er sich ans Steuer setzt und damit hat diese Person am Steuer eines Kfz nichts zu suchen" (erst nachdenken, 12:04)
Dem ist aber auch zuzutrauen, daß er sich o h n e Führerschein ans Steuer setzt. Ein Betrunkener braucht keinen Führerschein, er kann auch ohne (nicht) fahren

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parkettbill 02.07.2015, 16:44
22. Nicht in Ordnung

Möglichweise wurde aber auch nur auszugsweise berichtet. Wenn der Autobahnspaziergang als "Eingriff in den Straßenverkehr" gewertet wird, dann kann das schon schnell mit der Verkehrstauglichkeit in Zusammenhang gebracht werden, weil man die Autobahn ja auch nüchtern als Fußgänger eher nicht benutzen darf.

Aber aus einer alten Führerscheinentzugsgeschichte und einer damaligen MPU jetzt eine Rechtmäßigkeit herzuleiten, daß der Mann nicht mehr mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen darf, kann so leicht nicht sein.

Was, wenn er auf dem Bürgersteig gewesen wäre? Auch neue MPU und Führerscheinentzug? Lächerlich.

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pauschaltourist 02.07.2015, 16:45
23.

Wie man nach einem Atemalkoholtest den Blutalkoholwert feststellt müsste der Spiegel-Autor näher erläutern...

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kobalt666 02.07.2015, 16:46
24. Vor Gericht......

....und auf Hoher See ist man in Gottes Hand....

Die hier genannten Begründungen, warum der Mann den Lappen abgeben muss sind nur Unterstellungen.
Es wird unterstellt, er KÖNNTE vielleicht wieder betrunken fahren.....die Tatsache, dass er aber zu Fuß und nicht im Auto aufgriffen wurde zählt scheinbar nicht, auch wenn dieser Umstand so gedeutet werden kann, dass der Mann gelernt hat, und sich eben nicht mehr unter Alkohol ans Steuer setzt.

Ein saftiges Bußgeld wäre m. M. nach angebracht gewesen.

Sonst könnte man ja auch jedem Ex-Häftling, der auf der Bank von seinem Konto Geld abheben will, unterstellen, er wolle die Bank überfallen und wird deshalb erneut verurteilt.

Die Realität ist doch die, dass die Organisationen, die die MPU durchführen, und natürlich gegen viel Geld auch die nötigen Kurse anbieten, so die Lizenz zum Gelddrucken haben. TÜV und DEKRA mit Ihrem Einfluss werden da auch weiterhin Ihre Lobbyisten am Laufen halten, damit sich ja nichts ändert.

Ach ja.....die grösste Frechheit: Beim ersten Vorbereitungstermin zur MPU bekommt man vom TÜV dann auch gleich gesagt, dass beim ersten Mal in der Regel eh die Allermeisten durchfallen.....Lizenz zum Gelddrucken....

Es geht nicht darum, Alkoholsünder vor notwendigen Sanktionen zu bewahren...nur die Praxis hat mit Fairness und Angemessenheit nichts zu tun!

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mantrid 02.07.2015, 16:46
25. MPU nachvollziehbar

Hier war jemand nicht nur angetrunken, sondern befand sich offensichtlich orientierungslos auf einer Autobahn! Wer sich derart einen auf die Lampe gießt, scheint keine Selbstkontrolle zu haben. Damit steigt die Gefahr, dass die mangelnde Selbstkontrolle in einer Trunkenheitsfahrt endet.

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pauschaltourist 02.07.2015, 16:50
26.

Zitat von erst nachdenken
Wer betrunken auf einer Autobahn herumläuft, dem ist auch zuzutrauen, dass er sich ans Steuer setzt und damit hat diese Person am Steuer eines Kfz nichts zu suchen!
Obwohl das nicht einmal eine Rolle spielen würde, denn wer der Polizei einen Anlass gibt, den Blutalkoholwert zu bestimmen (egal, ob nach einer Trunkenheitsfahrt oder sonstigen Anlässen wie der Begehung von schwereren Straftaten oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten), erfährt ab einem Ergebnis von 1,6 Promille in der Regel eine Info an die Führerscheinstelle und deren MPU-Anordnung erfolgt dann häufig sofort - denn ab 1,6 Promille gilt man nicht mehr als Gelegenheits- sondern als Gewohnheitstrinker. Da die Trennung vom "Saufen zu Fuß" von einer Trunkenheitsfahrt einem Alkoholsüchtigen erfahrungsgemäß schwer fallen kann, sorgt die MPU mit den zur Verfügung stehenden Mitteln für Klarheit. Die MPU-Anordnung der Fahrerlaubnisbehörde erfolgt ja nicht als Strafe für geleistetes Fehlverhalten sondern gefahrenabwehrend im Sinne aller Verkehrsteilnehmer.

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chris.public 02.07.2015, 16:52
27. Doppelmoral

Anhand der Kommentare erkennt man wunderbar die Doppelmoral in unserem Land. Jemand, der ein zweites Mal unter Alkoholeinfluss auffällig wird und "orientierungslos zu Fuß auf der Autobahn" erwischt wird soll nicht zur Verantwortung gezogen werden? Jemand der in der Form auffällt, sollte auf jeden Fall noch einmal überprüft werden, bevor er wieder als Autofahrer auf die Straße gelassen wird.

Doch wie ist hier das Verhältnis zu Cannabiskonsumenten? Da muss man noch nicht mal im Rausch beim Auto fahren erwischt werden. Da reicht allein der Besitz zum Verlust des Führerscheins. Von der Strafverfolgung etc möchte ich erst gar nicht anfangen.

Liebe Gesellschaft.. hier hat sich jemand bereits einen Fehltritt geleistet. Und wer orientierungslos und betrunken auf der Autobahn spazieren geht, stellt eine Gefahr dar! Hier ist es absolut richtig nachzuforschen, ob diese Person ein Alkoholproblem hat. Und das finden manche auch noch lächerlich, weil der gute Mann ja kein Auto gefahren ist.

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pauschaltourist 02.07.2015, 16:54
28.

Zitat von LapOfGods
Der Punkt ist, der Mann - der sicher ein Alkoholproblem hat - ist NICHT Auto gefahren. Also hat die Maßnahme gewirkt. Der Rest geht den Staat nichts an.
Zu Fuß besoffen auf der Autobahn herumzutorkeln halten Sie für eine unberührbare Handlung der höchstpersönlichen Lebensgestaltung?

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m82arcel 02.07.2015, 16:54
29.

Muss jemand, der aus welchen Gründen auch immer (also ausgenommen dem Gang zur Notrufsäule (hinter der Leitplanke)) , nüchtern zu Fuß auf der Autobahn aufgegriffen wird auch in jedem Fall zur MPU? Wenn nicht, sehe ich den konkreten Zusammenhang zum Führerschein nicht. Argumente mit "könnte", "vielleicht" oder "wahrscheinlich" finde ich nicht so überzeugend. Wer betrunken ist, "könnte vielleicht" auch aggressiv werden, wird aber ja auch nicht pauschal bis zur Abstinenz eingesperrt.
Wer betrunken Auto gefahren ist soll gerne eine MPU machen müssen und eine Strafe + (lange) Sperrfrist erhalten. Danach sollte die Tat aber keine Rolle mehr spielen, sofern derjenige (oder diejenige) nicht die gleiche (!) Tat nochmals begeht.

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