Forum: Auto
Betrunken zu Fuß unterwegs: Führerschein weg, weil erneute MPU verweigert
DPA

Wer wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein verliert, bliebt auch nach erfolgreicher MPU auf Bewährung. Bei erneutem, übermäßigem Konsum droht der nächste "Idiotentest" - egal, ob man betrunken Auto fährt, oder nicht.

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kratzdistel 02.07.2015, 17:28
40. das ist auch gut so

alkoholiker sind nunmal ein Risiko. die leberwerte sind wohl entscheidend. wer beim führen eines fahrzeuges mit sehr hohen BAK werten aufgefallen ist, muss nunmal zur mpu. wenn er auf das rad umsteigt und weiter trinkt, dann hat er halt Pech. auf der anderen seite fallen viele Alkoholiker nicht auf.

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Yeti 02.07.2015, 17:32
41.

Zitat von mr.andersson
Natürlich nicht. Wer aber schon bei der MPU war und dort angibt, dass er nicht mehr exesiv trinken wird und sich dann mit 1,7 Promille zu fuß auf einer Autobahn erwischen lässt, der muss seine MPU wiederholen. Denn an dass was er damals gesagt hat um seinen Führerschein wieder zu bekommen, hat er sich nicht gehalten.
Ich habe bei meiner MPU vor x Jahren auch angegeben, dass ich in drei Jahren gerne wieder Porsche fahren würde.
Muss ich jetzt ernneut zur MPU, weil ich im Corsa rumgurke?

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CliC 02.07.2015, 17:36
42.

Zitat von langenscheidt
Und 1,8 Promille ohne bewusstlos zu werden schaffen nur Leute die trinkfest sind.
Wer mit 1,79 Promille orientierungslos umher irrt, hat definitiv kein Alkoholproblem, sondern die typischen Ausfallerscheinungen eines Gelegenheitstrinkers. Abhängige werden - oder sind - bei diesem Wert bereits entzügig! Missbräuchler stecken den locker weg.

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zucker65 02.07.2015, 17:38
43. Vorbeuge oder Vorurteil?

Fakt ist doch wohl eher das dieser Mann vorab dafür bestraft wurde weil er etwas machen "könnte". Dann könnte man auch Fußgänger die an einer Bank vorbei laufen wegen möglichen Bankraubes einsperren. Ich finde die Logik des Richters gefährlich!!

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Seraphan 02.07.2015, 17:49
44.

Erst einmal weiß ich nicht, ob SPON dieser Bild-Stil im Titel so gut steht.

Es muss doch für jeden klar sein, dass ein vorbestrafter Autofahrer, der besoffen die Autobahn betritt, mit Konsequenzen rechnen muss. Schließlich dient die MPU der Prüfung der psychologischen Fähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen. Auch wenn er sein Auto nach einem Besäufnis, ob dabei nun zu viel Alkohol geflossen ist oder nicht, ist für mich dabei egal, stehen gelassen hat, der Abstecher als Fußgänger über eine Autobahn zeigt, dass die psychologische Fähigkeit zumindest angezweifelt werden muss. Daher empfinde ich die nochmalige MPU als vollkommen rechtmäßig an.

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lindenbast 02.07.2015, 17:53
45.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Tja, aber wer als Fußgänger auffällig wird, scheint ein Alkoholproblem zu haben, das spricht ncht dafür, dass man ihm vertrauen muss. Würde er einen Unfall bauen, würde jeder sagen, wer hat dem denn den Führerschein wieder gegeben, es wusste doch jeder, dass er alkoholabhängig ist. MfG. Rainer
Ein Alkoholproblem geht den Staat NICHTS an.

Es geht den Staat nur etwas an, ob jemand mit seinem Alkoholkonsum andere gefährdet, belästigt oder schädigt.

Es ist verboten, alkoholisiert Auto zu fahren. Das hat er nicht getan, fertig.

Mit Ihrer Argumentation dürfte niemand nach einer Alkoholfahrt jemals den Führerschein zurückbekommen.

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hirlix 02.07.2015, 18:00
46.

Also wenn der mit 1.7 Promille schon orientierungslos ist, hat er sicher kein Alkoholproblem. Ein gut abgehärteter Biertrinker würde da vielleicht gerade anfangen ganz leicht schlagseite zu bekommen und nen Alkoholiker würde da noch auf einem Bein rumhüpfen.

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Rainer Helmbrecht 02.07.2015, 18:04
47.

Zitat von lindenbast
........ Mit Ihrer Argumentation dürfte niemand nach einer Alkoholfahrt jemals den Führerschein zurückbekommen.
Natürlich, Sie tun ja so, als würden Allen denen die Aufmerksakeit der MPU gewidmet wurde nicht mehr Autofahren.

Ganz im Gegentum, die Intelligenten lernen die Lektion beim 1. Mal.

MfG. Rainer

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RadioLA 02.07.2015, 18:14
48. Die Richter mit dem Schill-Charakter sterben leider nicht aus!

Meiner Meinung nach widerspricht das Urteil jedem Rechtsgrundsatz. Seit wann kann jemand für die Möglichkeit einer Straftat bestraft werden? Dann könnte man ja auch einem Koch den Gesellenbrief entziehen, nur weil er vor ein paar Jahren wegen Körperverletzung verurteilt wurde und nun mit einem Kochmesser in der Hand erwischt wurde. Das Urteil beruht einzig und allein auf einer Charaktervermutung – und dafür gibt es in einem demokratischen Rechtsstaat glücklicherweise kein Strafmaß. Außerdem widerspricht das Urteil jedem Resozialisierungsgedanken sowie dem Grundsatz, daß mit einer verbüßten Strafe die Schuld erlischt – zumindest in juristischem Sinne.

Wäre der Mann besoffen Auto gefahren, hätte man das als Wiederholungstat erschwerend hinzuziehen können. Der Mann ist aber zu Fuß gelaufen!

Und wie hätte man den Mann dann bestraft, wenn er nach seinem ersten Vergehen die MPU zwar erfolgreich bestanden hatte, aber aus Vernunftsgründen seinen Führerschein abgegeben hätte und gar kein Auto besitzen würde? Was hätte das Gericht ihm denn dann entzogen? Die Monatskarte?

Man hätte dem Mann ein Bußgeld verpassen sollen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs meinetwegen. So aber erinnert das Urteil an böse Rechtssysteme in totalitären Staaten – oder an die Zeiten der „Berufsverbote“ und des „Todesschusses aus putativer Notwehr“.

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hassowa 02.07.2015, 18:25
49. MPUs sind die Lizenz zum Gelddrucken

für Psychologen. Gäbe es keine MPUs, wäre die Hälfte dieser Kameraden arbeitslos. Und weil sie so gut daran verdienen, kann es schon sehr lange dauern, bis der Psychologe der Meinung ist, dass der Patient geheilt ist. Reine Willkür - diesen Unsinn gibt es in keinem anderen Land der EU.

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