Forum: Auto
Betrunken zu Fuß unterwegs: Führerschein weg, weil erneute MPU verweigert
DPA

Wer wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein verliert, bliebt auch nach erfolgreicher MPU auf Bewährung. Bei erneutem, übermäßigem Konsum droht der nächste "Idiotentest" - egal, ob man betrunken Auto fährt, oder nicht.

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wauz 02.07.2015, 20:47
80. Richtig so!

Die Alkoholkrankheit ist progradient, also immer weiter fortschreitend. Insofern ist es eh schon verwunderlich, dass der gute Mann seinen Lappen auf die Zusicherung "kontrollierten Trinkens" wiederbekommen hat. Und ganz bestimmt besteht der Verdacht, er habe wieder mit dem unmäßigen Trinken angefangen, zurecht, wenn er sturztrunken und in hilflosem Zustand aufgefunden wird.
Alles andere ist lebensfremd. Der wird schon gewusst haben, warum er nicht in eine zweite MPU will.

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bananenrep 02.07.2015, 20:59
81. Sind Richter doch bestechlich ....

Ja. Nur so kann das Urteil verstanden werden. Da haben die Gelddruckgutachter der MPU doch dem Richter mal wieder etwas spendiert. Alle wissen das, nur keiner tut was. Nicht das die MPU ein Verein zur Lehre des A....kriechens ist, nein es ist in 90 % nur ein weiterer Stein zur Wut auf den Staat. Und nein, ich bin noch nie alkoholisiert gefahren, aber die "Experten" der MPU lassen dich erst durchfallen, damit nochmal kassiert werden kann. Wie alles, staatlich angeordnete Abzocke. Und die Justiz kassiert ordentlich mit.

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deckergs 02.07.2015, 21:04
82. Zielvereibarung

Seit wann gibt es bei einer Untersuchung eine Zielvereinbarung?
Das Gutachten der MPU geht an den Auftraggeber.
Das ist derjenige, der es bezahlt.
Er muss es nicht bei der Führerscheinstelle abgeben, wenn es ihm nicht gefällt.
Er beantragt dann bei einem anderen Gutachter ein neues Gutachten.
Was soll da eine "Zielvereinbarung"?

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OneTwoThree 02.07.2015, 21:09
83.

Zitat von kobalt666
.................Ach ja.....die grösste Frechheit: Beim ersten Vorbereitungstermin zur MPU bekommt man vom TÜV dann auch gleich gesagt, dass beim ersten Mal in der Regel eh die Allermeisten durchfallen.....Lizenz zum Gelddrucken.... Es geht nicht darum, Alkoholsünder vor notwendigen Sanktionen zu bewahren...nur die Praxis hat mit Fairness und Angemessenheit nichts zu tun!................
Diese Aussage entspricht ja wohl auch der Wahrheit.

Und wissen Sie, warum das so ist?
Weil wohl der Grossteil der Leute, die so auffällig werden, dass für sie eine MPU angeordnet wird, ganz einfach Süchtige sind.
Und eine Sucht wird vom Süchtigen konsequent durchgezogen. Sie glauben dann zwar "Durch die MPU" komme ich locker durch" - das ist allerdings nur so in der Phantasie des Süchtigen, welche sich im allgemeinen für schlauer als den Rest der Welt halten.
Das ist der Grund, warum die auffällig gewordenen MPU-Teilnehmer durchfallen. Kein anderer..

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wauz 02.07.2015, 21:13
84. Nur weil Sie es nicht verstehen

Zitat von Qual
Interessante Auslegung. Sicher für viele, wie auch mich, nicht wirklich nach vollziehbar. Woher stammen denn die Daten die einen Zusammenhang zwischen dem betrunkenem Laufen auf einer Autobahn und dem Fahren eines Autos in jenem Zustand belegen? Und genau hier ist die Krudität, da es diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben wird, unterstellt das Gericht diese einfach aus einem Gefühl heraus, das nichts auf Seiten eines Gerichts zu suchen hat. Es ist sogar zu vermuten, dass sich hier schlicht missgünstige Personen zusammen gesetzt und entschieden haben.
ist das Ganze noch lange nicht falsch!

Die Verkehrspsychologie befasst sich nun schon seit sehr vielen Jahren mit dem Thema Trunkenheitsfahrten und den Zusammenhängen drumherum.
Ganz kurz das Wichtigste: viele Menschen bewegen sich mit oder ohne Fahrzeug unter Alkoholeinfluss im verkehr und fallen nicht auf. Bis auf wenige Zufälle fallen die auf, die ihre Suchtkrankheit schon nicht mehr managen können. Es ist inzwischen empirisch abgesichert, dass ein Auffälliger mit hoher Wahrscheinlichkeit auch süchtig ist.
Eine MPU dient dazu, die Fälle mit auffälligen Werten zu sichten. Wenn es nur ein Ausrutscher war und weiteres gefährdendes verhalten nicht zu erwarten ist, lässt sich das inzwischen durch ein Interview, eben dem P-Teil des Verfahrens, klären.
Viele scheitern schon am M-Teil: sie haben auffällige Stoffwechselwerte.
Um bei diesem Fall zu bleiben: wer stockbesoffen auf der Autobahn rumläuft, hat mit sehr sehr großer Wahrscheinlichkeit ein manifestes Alkoholproblem. Wer da zur Aufklärung des Sachverhaltes nicht beitragen mag, dem fehlt auch die "charakterliche Eignung".

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Stefan_G 02.07.2015, 21:23
85. zu #81

Zitat von Qual
Interessante Auslegung. Sicher für viele, wie auch mich, nicht wirklich nach vollziehbar. Woher stammen denn die Daten die einen Zusammenhang zwischen dem betrunkenem Laufen auf einer Autobahn und dem Fahren eines Autos in jenem Zustand belegen? Und genau hier ist die Krudität, da es diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben wird, unterstellt das Gericht diese einfach aus einem Gefühl heraus, das nichts auf Seiten eines Gerichts zu suchen hat. Es ist sogar zu vermuten, dass sich hier schlicht missgünstige Personen zusammen gesetzt und entschieden haben.
Sie sind hier auf einem völlig falschen Dampfer.
KEINE richterliche Entscheidung hat irgendetwas mit einer statistischen Korrelation zwischen 2 Verhaltensweisen zu tun (Sie nennen hier Trunkenheitslauf auf Autobahn sowie Trunkenheitsfahrt). ALLE richterliche Entscheidung fußen auf dem konkreten (Einzel-)fall des Beklagten.

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teneny 02.07.2015, 21:27
86. Nö - nicht lächerlich!

Zitat von oezzi95
Das ist absolut lächerlich, denn es kommt bestimmt jedem Leser hier direkt die Erkenntnis, dass zu Fuß betrunken unterwegs zu sein nicht mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges in Zusammenhang gebracht werden kann. -Theoretisch.
Wenn ein Mensch "orientierungslos zu Fuß auf einer Autobahn, in Schlangenlinien laufend" von der Polizei aufgegriffen wird und sich herausstellt, dass sein Alkoholpegel 1,79 Promille beträgt, braucht der Leser weder viel Phantasie noch viel bösen Willen, um hier gewohnheitsmäßigen erheblichen Alkoholkonsum zu vermuten.

Dies vorausgesetzt, macht die Annahme plausibel, dass ein Mensch der häufig viel zu viel trinkt, statt in betrunkenem Zustand, orientierungslos zu Fuß an der Autobahn entlang zu irren, auch durchaus mal in sein Fahrzeug steigen kann, um orientierungslos damit auf Autobahnen oder anderen Straßen herumzukurven, um sich und seine Mitmenschen damit in (womöglich) lebensbedrohliche Gefahren zu bringen.

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wombie 02.07.2015, 21:34
87.

Zitat von bananenrep
Ja. Nur so kann das Urteil verstanden werden. Da haben die Gelddruckgutachter der MPU doch dem Richter mal wieder etwas spendiert. Alle wissen das, nur keiner tut was. Nicht das die MPU ein Verein zur Lehre des A....kriechens ist, nein es ist in 90 % nur ein weiterer Stein zur Wut auf den Staat. Und nein, ich bin noch nie alkoholisiert gefahren, aber die "Experten" der MPU lassen dich erst durchfallen, damit nochmal kassiert werden kann. Wie alles, staatlich angeordnete Abzocke. Und die Justiz kassiert ordentlich mit.
Ziehen Sie mich bitte schon mal von "Alle" ab.
Psychologische Gutachten sind immer eine heikle Sache für den begutachtenden Arzt. In den meisten Fällen tritt die positive Prognose für die Zukunft ein, manchmal fällt der Begutachtete eben doch in seine Verhaltensmuster zurück. Besonders folgenreich ist dies bei Alkoholfahrten mit Opfern aber auch rückfällig gewordenen Gewaltverbrechern.
Die MPU dient dazu die geistige Eignung zum Führen eines KFZ im öffentlichen Raum festzustellen. Die Nichteignung kann im Extremfall auch mangelnde geistige Reife sein, mehrfach aufgefallen durch Missachtung der Regeln, z.B. aggressives Fahren.
In diesem Fall hat der Mann den Arzt nicht überzeugen können, dass er in Zukunft auf Alkohol verzichtet jedoch die Kontrolle bewahren wird, was Torkeln auf der Autobahn sicher nicht ist.

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paulmeiersohn 02.07.2015, 21:41
88. Unfasslich!

Auf diesem Gebiet gibt es in Deutschland ein Maß an Willkür, das auf keinem anderen Gebiet staatlichen Handelns existiert. Die Entmündigung der Bürger ist dabei so eklatant wie in keinem zweifelhaften südosteuropäischen Land.

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practicus 02.07.2015, 21:45
89. Wozu die Aufregung?

Wird jemand irgendwo auch nur mit einem Krümel ("0.01g") Cannabis erwischt, wird ja auch selbstverständlich eine MPU angeordnet - obwohl selbst schwer Bekiffte sicherer fahren als Angetrunkene mit 0.49 Promille Alkohol, denen die Polizei "gute Fahrt" wünscht...
Die US-Highway-Authority hat das zusätzliche Risiko für Kiffer, in einen Unfall verwickelt zu werden, in der bisher weltgrößten Untersuchung mit "0.0" beziffert - zum Vergleich: Alkohol-Zusatzrisiko bis 0.3 Promille 1.0, 0.5 Promille 3.0, >0.8 Promille 5.0...
In Deutschland sollte neben dem Blutalkohol eigentlich auch immer Ethylglucuronid in Urin oder Blut bestimmt werden, damit lassen sich Gelegenheitstrinker von Gewohnheitstrinkern sicher unterscheiden

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