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Bike-Boom in Detroit: Räder aus Ruinen
Shinola

Einst war Detroit "Motor City" - das Herz der amerikanischen Autoproduktion. Heute boomt dort die Fertigung anderer Fahrzeuge, blüht eine neue Branche auf: die Stadt entwickelt sich zur Fahrrad-Metropole.

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ctwalt 01.03.2015, 07:51
1. Klar, Manufaktur.....

Rahmen und Teile sind made in China und das Ganze wird dann von Hand zusammengeschraubt.... Weil der Fahrradarkt auch zum größten Teil aus Kunden besteht, die € > 1500 für ein Fahrrad ausgeben ??? Davon wird keine Firma auf Dauer leben können !

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susiwolf 01.03.2015, 09:08
2. M-a-r-k-t-l-ü-c-k-e-n auch anderswo ...

Das ist ein 'huge example' in Detroit ...
Sozusagen ein Vorreiter weltweit !

Das Ersticken in Blechkarawanen -auch wieder weltweit- wird bald dazu führen, dass die jetzige 'Hochkultur des Automobilbaus' seinem Ende entgegen geht.

Kleines Beispiel gefällig?

Bremen, als Vorreiter des zunehmenden Fahrradverkehrs ...
und 'der grosse Stern vorne drauf' als grösster Arbeitgeber:
Beide diametral zulaufenden Bewegungen werden irgendwann der Vernunft weichen müssen.

Auch hier in der Freien Hansestadt sind halb 'gefüllte' Produktionsstätten vorprogrammiert.

Wie gut, wenn solche Ideen wie in Detroit sich einnisten könnten.
Erst ein bisschen - dann immer ein bisschen mehr.

Bremen ist vorbereitet:
Guter ÖPNV (Nettoinvestitionen 77Mio € in n-e-u-e Schienenfahrzeuge) und andere Investitionen in möglicherweise leer stehende Hallen.

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sikasuu 01.03.2015, 09:22
3. U-SA auf dem Bike-Trip, Mode oder mehr?

Retroräder scheinen dort IN zu werden. Vor ein paar Tagen in der Zeit eine Reportage über eine ähnliche Idee aus NY, jetzt Detroid.....
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und alle haben ein ähnliches Konzept.
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Man nehme "Retrorahmen" aus Asien, einen (fertigen) Laufradsatz aus gleicher Fertigung, Steuersatz, Kurbelgarnitur..... Lenker und Sattel, dito
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statte die Rahmern, spartanisch aus, (hier wohl mit 1 Bremse vorn und Nabenschaltung mit Rücktritt)
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schraube die zusammen, nenne sich deshalb "Manufaktur" und vertreibe das Produkt als Hochpreisartikel im Lande Handgefritigt im "Flagshipstore, oder "on-line".
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"Angebissene" Obst-Idee auf dem Fahrradsektor;-))
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Zielgruppe ist wie immer die "Hippe" Geraration Smart-Phone/Tablett.
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Ob das im Lande der Produkthaftungsklagen bei einer Zielgruppe die mehr mit Tasten als mit Ring-,Maul und Imbusschlüsseln umgehen kann, aufgeht ... wer kann es sagen. Mir ist diese Gruppe eher als "nicht sehr geschickt" mit realem Werkzeig begegnet :-))
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Auffällig sind einige Dinge:
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ZU dem Einstiegspreisen bekommt man hier ein gut ausgestattetes Anfangerrad (aus der gleichen Weltgegend, dort komplett aufgebaut und ausgestattet).
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Zw. 400-500€ gibt es schon was für den Gelegenheitsfahrer, im Fachhandel mit Service vor ORT.
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Viele der vorgestellten Räder dürfen HIER noch nicht eimal einen Strassenzulassung haben.
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Wer in allen vorgestellten Projekten der "Bäckerjungen-Brötchen Korb" an diese Räder dranbaut, dürfte vom Radfahren, der Fahrdynamik und dem Radbau nicht sehr viel verstehen:-)
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Ob das der, "klau mir nichts aus dem hintern Körbchen Angst" geschuldet ist?
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Wenigsten dürfte wohl das Heft zum "Ausschluss der Produkthaftung proffessionell sein und die mehrfache Stärke der Bedienungsanleitung haben :-))

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Bueckstueck 01.03.2015, 10:03
4.

Zitat von ctwalt
Rahmen und Teile sind made in China und das Ganze wird dann von Hand zusammengeschraubt.... Weil der Fahrradarkt auch zum größten Teil aus Kunden besteht, die € > 1500 für ein Fahrrad ausgeben ??? Davon wird keine Firma auf Dauer leben können !
Wenn überhaupt, dann made in Taiwan (und erzähl denen mal sie gehören zu China...), wie auch 90% aller Fahrräder, E-Bikes, Rennräder, Mountainbikes bis hin zu sündhaft teuren Carbon Geräten auf diesem Planeten.

Das Lohnniveau in Taiwan ist mittlerweile ähnlich hoch wie in Deutschland (oder umgekehrt: ähnlich niedrig). Die wissen schon was sie tun und deshalb werden dort die Rahmen gebrutzelt oder laminiert, nicht bloss weils nur billig wäre.

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heiden98 01.03.2015, 10:05
5. jetzt weiss

ich endlich, woher der Spruch "doesn't know shit from shinola" kommt ... :) -- (s2 war frueher eine Schuhcreme, so aendern sich die Marketingzeiten. s1 happens...)

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Bueckstueck 01.03.2015, 10:10
6.

Zitat von andreasm.bn
auch wir brauchen viel mehr Fahrradwege in den Städten und die Begrenzung des Autoverkehrs in den Wohngebieten. Tempo30 in Wohngebieten muß endlich flächendeckend eingeführt werden mit entsprechenden Maßnahmen, dass dieses Tempo auch zwingend eingehalten wird. Die Zunahme der Verkehrstoten im letzten Jahr hat nur eine einzige Ursache, und die ist Raserei.
In der Schweiz wird seit Jahren in immer mehr Gemeinden Tempo 30 abseits Haupstrassen in Wohngebieten eingeführt. Schöne Sache. Nur mittlerweile fahren immer mehr trotzdem wieder 40 oder 50 - weils leider nicht flächendecken kontrollierbar ist in diesem Strassendschungel...

Immerhin wird sowas in der Schweiz härter bestraft. Da kommt man nicht mit 20 oder 50 Ocken davon. In Deutschland sollte zunächst mal der Strafenkatalog angepasst werden. Weg vom zweistelligen Ärgernis für den Delinquenten hin zu drei- und vierstelligen Bußgeldern und schnellem Führerscheinentzug gerade bei Übertretungen innerorts.

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enfield 01.03.2015, 10:16
7. Wie kommen Sie darauf?

Zitat von ctwalt
Rahmen und Teile sind made in China und das Ganze wird dann von Hand zusammengeschraubt.... Weil der Fahrradarkt auch zum größten Teil aus Kunden besteht, die € > 1500 für ein Fahrrad ausgeben ??? Davon wird keine Firma auf Dauer leben können !
Rahmen und Teile aus China? Reden Sie von Shinola? Bitte mal die Quelle/n für Ihre Behauptung.
Und ein Marktkenner, vor allem des US Marktes, sind Sie auch? Naja...ich gehöre zu den Deppen, die glauben, dass der Fahrradmarkt nicht ausschließlich aus Menschen bestehen könnte, die Fahrrad fahren, weil sie sich kein Auto leisten können....
Zur Sache: ich finde es interessant, beeindruckend und positiv, dass es diese Aufbaudynamik im geschundenen Detroit gibt und drücke kräftig die Daumen! Es ist schön zu sehen, dass diese amerikanische Aufbau- und Zupackmentalität offenbar immernoch lebt - Patriotismus in einer positiven Ausprägung.

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sikasuu 01.03.2015, 10:43
8. Die Quelle ist recht einfach!

Zitat von enfield
Rahmen und Teile aus China? Reden Sie von Shinola? Bitte mal die Quelle/n für Ihre Behauptung.
> 90-95 % aller Fahrradkomponenten kommen aus Asien. Ob jetzt genau China, Taiwan...., ist wohl nicht so wichtig, denn selbst dort werden schon Teilproduktioneschritte in die regionale umliegenden Billiglohnländer ausgelagert.
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Im Rest der Welt die (

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sikasuu 01.03.2015, 10:54
9. Aufbaudynamik in Detroid?

Zitat von enfield
ich finde es interessant, beeindruckend und positiv, dass es diese Aufbaudynamik im geschundenen Detroit gibt und drücke kräftig die Daumen! Es ist schön zu sehen, dass diese amerikanische Aufbau- und Zupackmentalität offenbar immernoch lebt - Patriotismus in einer positiven Ausprägung.
50.000 Räder als Jahresproduktion? = Aufbaudynamik?
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Das ist die Menge, die hier die Lebensmittel-Diskounter in einem Jahr als Beiprodukt durchschieben! In Deutschland, einem Land in dem mehr Fahrräder in den Kellern stehn als es Autos gibt.
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Sieh mal hier, wobei ich "produziert" in Frage stelle,
Klingel, Licht, Pedale..... dranschrauben ist auch Endfertigung:-)) Die Produktionstiefe dürfte da zw. den Anbietern stark varieren;-))
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Anzahl produzierte Fahrräder in Europa11.360.000
Quelle http://de.statista.com/themen/173/fahrrad/
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Da wird Detroid bei den Jahreszielen wohl zum Boomtown:-))

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