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Bikesharing: Immer wieder Ärger mit Obike
Hauke-Christian Dittrich / dpa

Die gelben Leihräder von Obike sorgten in Deutschland für jede Menge Ärger. Nun ist der Anbieter offenbar pleite - und hinterlässt in Europa 30.000 Räder.

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Sleeper_in_Metropolis 11.07.2018, 13:56
20.

Zitat von renep7
Ganz ehrlich, so ein Schrottfahrrad möchte ich nicht mal geschenkt haben. Wer sich mit Fahrrädern auskennt weiß, dass Billigfahrräder immer arbeitsintensiver sind, wie qualitativ Gute. Ich empfehle immer jedem, sich doch lieber ein teureres Fahrrad zu kaufen und dann hat man damit seine Ruhe für die nächsten Jahre.
Das meinen vor allem die Leute, die auch einmal die Woche mit ihrem Auto in die Waschanlage fahren, weil Pflege ist für den deutschen Michel ja ein Pflichtprogramm. Was ist denn an einem Fahrrad arbeitsintensiv, außer vielleicht einmal im Jahr die Reifen aufzupumpen ?

Ein Fahrrad, das einfach nur das Grundbedürfnis nach fahren erfüllt kann ich auch gebraucht für 20 EUR kaufen, und das hält dann viele Jahre.
Aber wer unbedingt so ein zweirädriges Angeberstatussymbol haben muß, der gibt natürlich auch viele hundert oder tausend Euro für den Drahtesel aus.

Ich glaube, wenn es irgendwann nichts materielles mehr geben würde, mit dem der Durchschnittsdeutsche seine Minderwertigkeitskomplexe kaschieren könnte, würden die Einweisungen in die Psychatrieen schlagartig ansteigen ;)

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zorro4711 11.07.2018, 14:36
21. Arme Kinder

Zitat von catzi
warum geht man nicht an Schulen und verteilt diese Räder an Kinder die keines besitzen, nein das werden nicht nur Flüchtlingskinder seien sondern auch "Einheimische" deren Eltern es sich nicht leisten können Ihnen eines zu kaufen. So würde die Halle frei und 10.000 Kinder würden sich freuen, egal woher die Eltern kommen.
Prima Idee, die eh schon Unterprivilegierten verlieren mit diesem Ungetüm von Rad auch das letzte Quäntchen Standing bei ihren Altersgenossen

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susuki 11.07.2018, 15:00
22.

Die Räder haben, objektiv, keinen Wert ausser dem Gebrauchswert.

Ich habe mir in, in Italien, kleine Stadt, ein paar oBike "gehackt".
(Siehe Anleitung auf YouTube)

Ich hoffe sie werden pfleglich behandelt und auch mal aufgepumpt.

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Stegreif 11.07.2018, 15:44
23. Mietfahrräder

Dass man auch ein funktionierendes, rentables Verleihsystem für Fahrräder aufbauen kann, zeigt die MVG in München, eine Tochterfirma der Stadtwerke. Deren Räder lassen sich im Vergleich zu Obike recht gut fahren (7-Gang-Schaltung, verstellbarer Sattel, vernünftige Schutzbleche), werden gut gewartet, der Telefonservice reagiert freundlich und prompt, wenn man einmal ein Problem melden muss, und die Preise sind auch akzeptabel. Da man weder eine Kaution hinterlegen noch ein Guthaben aufladen muss, geht man keinerlei Risiko ein. Man kann die Fahrräder innerhalb des Versorgungsgebiets frei abstellen. Trotzdem nehmen herumstehende MVG-Fahrräder nicht Überhand, weil man – was recht clever ist – einen Bonus gutgeschrieben bekommt, wenn man ein Rad an einer Verleihstation zurückgibt, von denen es recht viele an Verkehrsknotenpunkten und ÖPNV-Haltestellen gibt. Ich besitze ein eigenes Rad, verwende aber auch sporadisch MVG-Leihräder, wenn es sich aus verschiedenen Gründen ergibt, und bin sehr zufrieden damit.

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hr.lich-daemlich 11.07.2018, 15:45
24. Kein Verlust

Die Dinger sind auch bei uns über Nacht aufgetaucht. Die Platzierer haben sich auch keine großen Gedanken gemacht wo sie die hinstellen und so hatten wir auch an Orten wo es keinen Sinn macht 20 dieser Dinger rumzustehen.
Von Leuten, die es benutzt haben hörte ich, dass man das nicht mit Fahrrädern vergleichen kann. Die fehlende Gangschaltung wurde schon erwähnt und man braucht viel Kraft, da die meisten wohl nicht ordentlich geölt sind.
Optisch kann ich das auch bestätigen, da letztens einer mit einem solchen Fahrrad an mir vorbei gefahren ist und der tat mir richtig Leid. Den Eindruck, dass Laufen weniger anstrengend ist als O-Bike fahren (und zum Teil auch schneller) werde ich nicht mehr los.
Schade um die Ressourcenverschwendung.

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thsherlok 11.07.2018, 16:00
25. Die Räder sind Schrott

Zitat von catzi
warum geht man nicht an Schulen und verteilt diese Räder an Kinder die keines besitzen, nein das werden nicht nur Flüchtlingskinder seien sondern auch "Einheimische" deren Eltern es sich nicht leisten können Ihnen eines zu kaufen. So würde die Halle frei und 10.000 Kinder würden sich freuen, egal woher die Eltern kommen.
Die Räder sind eigentlich Schrott. Selbst als Neuware will damit keiner fahren. Das sind billigste Räder mit schrottigen immer mitbremsenden Bremsen. Da ist man meist zu Fuß schneller. Zur Info mal den Erfahrungsbericht eines Heise Mitarbeiters lesen
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Obike-das-Leihfahrrad-aus-der-Hoelle-4022945.html

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hman2 11.07.2018, 16:12
26.

Zitat von catzi
warum geht man nicht an Schulen und verteilt diese Räder an Kinder die keines besitzen, nein das werden nicht nur Flüchtlingskinder seien sondern auch "Einheimische" deren Eltern es sich nicht leisten können Ihnen eines zu kaufen. So würde die Halle frei und 10.000 Kinder würden sich freuen, egal woher die Eltern kommen.
Man kann diese Räder praktisch nicht fahren: Vollgummireifen und eine dauerhaft mitbremsende Bandbremse. Lesen Sie mal den Testbericht "Das Leihfahrrad aus der Hölle" von Jan-Keno Jannsen auf heise.de.

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hman2 11.07.2018, 16:18
27.

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Das meinen vor allem die Leute, die auch einmal die Woche mit ihrem Auto in die Waschanlage fahren, weil Pflege ist für den deutschen Michel ja ein Pflichtprogramm. Was ist denn an einem Fahrrad arbeitsintensiv, außer vielleicht einmal im Jahr die Reifen aufzupumpen ?
Bei einem Obike können Sie das nicht einmal: Vollgummireifen. Fazit von Jan-Keno Jannsen im Test von Heise: Zu Fuß laufen statt Obike zu fahren spart Kraft und Energie...

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lachina 11.07.2018, 16:27
28. Dennoch:

An arme Menschen - das müssen keine Kinder sein - verschenken.

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Knossos 11.07.2018, 17:19
29. Den Schuß nicht mehr gehört

Nach Artikel und 2 Seiten Kommentaren zeichnet sich die zeitgenössische Mentalität ab.
Niemandem stößt der unkultivierte nach-mir-die-Sintflut-Mitmensch auf, der die Räder massenhaft falsch abstellt oder sie ramponiert. Schlicht, weil es nicht sein persönlicher Schaden ist.

Von europäischer Zivilisation, Umsicht und überordnendem Gemeingeist sind nur Fragmente übrig, während wir uns in Richtung Amöbe entwickeln. Jetzt auch noch mit frischem Zuzug aus der Verwahrlosung, kann der Zeitgeist von morgen nur noch barbarisch ausfallen.

Die Jungen von heute werden als Rentner Knarren mitnehmen, damit Gangs ihres Viertels sie nicht ausrauben. Bis dahin bleibt der Schuß ungehört, weil man es inzwischen selbst nicht mehr besser weiß.

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