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Blitz-Marathon in Deutschland: Polizeigewerkschaft fordert härtere Strafen für Raser
DPA

Der Blitz-Marathon der Polizei ist gestartet: Fast 15.000 Beamte sind 24 Stunden lang im gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Die Polizeigewerkschaft verlangt aus diesem Anlass schärfere Strafen für Raser - denn die seien bisher "unfassbar niedrig".

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Artgarfunkel 10.10.2013, 10:36
150.

Zitat von eine-Meinung-unter-Vielen
... ist, wie oft vernachlässigt wird, wie schlecht das Abschätzen von gefahrenen 120-130 km/h und rückseitig ankommenden 200-250 km/h sein kann. Leute, wir haben alle keine Geschwindigkeitsmesser für andere Verkehrsteilnehmer eingebaut. Rechnet mal aus - mit Schrecksekunde - wie schnell man mit 200 km/h und mehr dem Langsameren näher kommt, der womöglich auch noch in einen "optisch verkleindernden Rückspiegel" blickt und glaubt, man sei noch weit entfernt. Wenn man auf einer zweispurigen Autobahn meherere LKW sieht, zwischen denen PKWs fahren, und sich der Abstand der PKWs gegenüber den LKWs verringert, dann sollte man nicht ausschließen, dass der PKW überholen wird - und ggf. den Blinker vergisst. Ist mir schon sehr oft passiert, in letzter Zeit immer häufiger. Wie oft schon habe ich Fahrer beobachtet, die einfach an so einer Schlange vorbeibrettern wollten und ohne etwas vom Gas zu gehen, und dann große Mühe hatten, abzubremsen. Das ist von beiden, dem Langsam- und dem Schnellfahrer gefährdend, egal wer sich wie im Recht fühlt. Rücksichtnahme und Vorausschau sollte das Prinzip sein und nicht "Recht haben".
Da es anscheinend immer wieder zu Gefährdungen kommt, wenn man die heranrasenden "Herrschaften" zumutet, ihre Geschwindigkeit kurzzeitig zu verringern, um anderen Verkehrsteilnehmern partnerschaftlich das gefahrlose Überholen zu ermöglichen, plädiere ich schon seit langem für ein uneingeschränktes Tempolimit 130 auch auf deutschen Autobahnen.

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Medienkenner 10.10.2013, 10:39
151. optional

Da werden von einigen Polizeibehörden doch Falschmeldungen in Umlauf gebracht, um den eigenen Aktionismus zu rechtfertigen. Es ist nämlich nicht richtig, daß hohe Geschwindkeit Unfallursache Nr. 1 ist.

Der Leitende Polizeidirektor Lübecks, Heiko Hüttmann, bemerkte 2012, zu hohe Geschwindigkeit stehe schon seit Jahren nicht mehr auf Platz 1 der Unfallursachen. (http://www.shz.de/l)

Wenn heute bundesweit 14700 Beamte für Geschwindigkeitskontrollen eingesetzt werden, dann sind das zusammen 352800 Dienststunden, die hier verbraten werden.

Verplemperte Zeit, denn was könnte unsere Polizei in diesen vielen Stunden zum Schutz der Bürger an viel Wichtigerem leisten, z.B. Kleinkriminalität/Einbruchsdiebstähle in diversen Städten/Stadtteilen zu bekämpfen, auch Streife gehen, damit Bürger sich sicher fühlen können.

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Walter Sobchak 10.10.2013, 10:40
152.

Zitat von fuxx2
Alle Studien die es zu Autobahnabschnitten gibt, auf denen ein Tempolimit eingeführt wurde, belegen das die Unfallhäufigkeit signifikant zurückgegangen ist!
Diese Studien koennen Sie sicher auch benennen und verlinken?

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orthos 10.10.2013, 10:41
153. vergessener Posten

Besonders interessant finde ich das dieser Posten gerne vergessen wird:
Laut statistischem Bundesamt:
2004: 858 Motorradtote;
2005: 875 (5361 Verkehrstote insgesamt);
2006: 793 (5091);
2007: 807 (4949)

Wollte man die Verkehrstoten wirklich reduzieren würden solche Spaßmobile verboten und nicht der gewöhnliche Autofahrer abgezockt!

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rw2 10.10.2013, 10:45
154. Wirkungsvoller als Radarfallen...

Zitat von Artgarfunkel
Nun, ich lade Sie gerne einmal zu einem Besichtigungstermin in unsere Straße am Ortsausgang ein. Da wird vom Anfang des Ortsschildes bis zum Beginn einer 30er-Zone mit 100 durchgerast, in der 30er-Zone mit 60 weitergerast, dass es kracht. Ich plädiere dafür, dass man (unter Berücksichtigung der üblichen Toleranzgrenze "Messfehler") pro zu schnell gefahrenem Stundenkilometer 2 Wochen Fahrverbot verhängt. Und unreifen und scheinbar egomanischen Personen wie Ihnen gehört der Führerschein lebenslang entzogen.
Es ist doch ganz einfach: sobald die Geschwindigkeit ueber der Erlaubten ist, Ampel fuer x sec. auf rot. Dann wird sich der Fahrzeufuehrer schon automatisch anpassen. So wird's in dem "unterentwickelnden" Spanien in vielen Ortschaften praktiziert. Nebeneffekt: der Administrative Aufwand entfaellt.

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PK2011 10.10.2013, 10:45
155.

Zitat von Artgarfunkel
Da es anscheinend immer wieder zu Gefährdungen kommt, wenn man die heranrasenden "Herrschaften" zumutet, ihre Geschwindigkeit kurzzeitig zu verringern, um anderen Verkehrsteilnehmern partnerschaftlich das gefahrlose Überholen zu ermöglichen, plädiere ich schon seit langem für ein uneingeschränktes Tempolimit 130 auch auf deutschen Autobahnen.
Eine sehr gute Idee und dafür die vollste Unterstützung.
Wer schneller als 130 km/h fährt, muss damit rechnen, dass er falsch eingeschätzt wird. Insofern ist es berechtigt, im Falle eines Unfalls von einer Mitschuld auszugehen.
Damit es erst gar nicht soweit kommt: 130 für alle. Ist auch wesentlich entspannter!

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rompipalle 10.10.2013, 10:46
156. Schon mal.....

bei einem schwerem Verkehrsunfall Hilfe geleistet.. ?
Wer das herausholen von Personen, aus einem Autowrack nachts auf der Autobahn machen musste, der weis was Sache ist. Ich,als Zivi war bei solchen Aktionen im RTW oft eingeteilt. Es regnete und die Körper mussten wir förmlich zusammen klauben,aus dem zerquetschtem Blech mit Hilfe der Feuerwehr. Da bleibt oft wenig übrig vom Menschen und Auto. Selbst die besten Autos kann man Dan auf dem Schrottplatz sich anschauen -die Sicherheit ist immer nur so gut wie der Fahrer. Rasen tötet ob es jemandem passt oder nicht. Ich stimme der Polizei voll und ganz zu.

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ste.bo 10.10.2013, 10:46
157. Quellen bitte!

Zitat von rotkaeppchen_online
.... Es ist durchaus zulässig, dass der Herausfahrende von der rechten- oder mittleren Spur den Nachfolgenden Verkehr zum Bremsen bringt. Es darf keine Vollbremsung sein, aber schon eine ordentliche Bremsung. Da der typischer Hektiger in der Regel unbeirrt auf den Herausziehenden ohne zu draufhält, begeht dieser einer massive Nötigung, die zu einem sofortigen Führerscheinentzug führt. Ist den schreienden Rasern gewöhnliich nicht klar und wird noch zu vielen schweren Unfällen führen...
Wie kommen Sie auf die Idee? Ich war gerade im Frühjahr Zeuge bei einer Verhandlung bei der ein Fahrer verurteilt wurde weil mit erwiesenen 100km/h ca. 200m vor dem heranfahren auf einen LKW blinkend vor ein Fahrzeug ausscherte welches mit 145 km/h unterwegs war.

Der schnellere Fahrer hat keine Teilschuld bekommen. Der Richter betonte mehrfach dass "Blinken einem kein Recht zum Spurwechsel gewährt", sondern auf den nachfolgenden Verkehr geachtet werden muss und wenn ein ausscheren den Nachfolgenden zu einem deutlichen Bremsmanöver zwingen würde, hat man gefälligst in seiner Spur zu bleiben und selber zu bremsen.

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w650 10.10.2013, 10:47
158. 100 in der Stadt?

100 in der Stadt fahren eigentlich nur besoffene und pubertierende Fahranfänger.

Ich fahre oft die A3 München bis Dernbach nach Koblenz.

meine Erfahrung dort besonders bei Beginn der Baustellen:

erst 120, dann 100 dann 80. Entweder hast einen Schleicher vor Dir der auf einmal von 150 auf 100 runterbremst oder die Wahnsinnigen die mit 160 in den 80iger Bereich reindonnern.

Warum ich dort noch NIE einen einzigen Blitzer gesehn hab, erschließt sich mir nicht wirklich. Wahrscheinlich weils dort nur hochbezahlte Aussendienstler und Geschäftsführer in schwarzen Limousinen erwischen würde, und die sind wichtig für die deutsche Wirtschaft :-)

stattdessen blitzt man lieber zügige Autofahrer, die aufm Stadtring anstatt mit 60 mit 70 zügig vorwärtskommen wollen im 6. Gang und dazu noch Sprit sparen. Aber da ist das Abkassieren ja einfacher

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chickenkiller 10.10.2013, 10:48
159. Selber schuld!

Zitat von tswra
Ja genau! Mich haben letztens zwei füllige Beamte beim Fahrradfahren angehalten, weil ich angeblich über eine rote Ampel gefahren bin. Beweislage zweifelhaft und trotzdem 60 Euro geblecht!! Hast du schon mal gesehen, dass Autofahrer wegen so etwas angehalten wurden?
Einfach nicht bezahlen und konsequenten Einspruch/Widerspruch einlegen!
Schritt 1: Lass die Beamten eine schriftliche Stellungnahme zum Tathergang verfassen (in Anbetracht der zumeist fehlenden Keyboardkenntnisse und schriftlichen Formulierungsintelligenz ein für sie schwieriges und für den Beschuldigten sehr lustiges und bis dahin kostenloses Unterfangen!).
Schritt 2: Nimm deren Stellungnahme auseinander (unter Garantie gibt es ein inhaltliches Fragezeichen! Beispiel bei meinem Sohn: "Der Kfz-Führer fuhren mit nicht angepasster Geschwindigkeit durch eine Gruppe von Betrunkenen". Antwort: Dienstaufsichtsbeschwerde wegen unterlassener Hilfeleistung, denn die Betrunkenen hätten erst mal von der Fahrbahn entfernt werden müssen, bevor die Verfolgung aufgenommen worden wäre).
Schritt 3: Ausführliches Papierproduzieren per Einspruch (man kann auch gerne was von Oma reinschreiben!) und irgendwo im letzten Absatz den Inhalt verstecken (liest bis dahin keiner und man geht dann auch nicht darauf ein!)
Schritt 4: Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen, weil nicht darauf eingegangen wurde (schon läuft eine zweite kostenlose Verfahrensschiene, die ja abgelehnt werden muss).
Zu diesem Zeitpunkt ist man ungefähr bei 30 -40 Seiten Papier angekommen, die sich die Bußgeldstelle, die Dienstaufsicht und ein späteres Gericht durchlesen muss. Das rechnet sich mit den Widerspruchsgebühren... für die roundabout 30,- zusätzlichen € beschäftigt man viele Behördenexistenzen!
Wenn das alle machen, ist die Verwaltung lahm gelegt!
Natürlich macht es Arbeit! Aber letztlich sind es auch unsere Angestellten, die wir so oder so von unseren Steuergeldern bezahlen.
Und der Erfolg gab uns bisher Recht!
Zwei Polizisten, beide behaupten "nicht angeschnallt gefahren" .. und trotzdem Freispruch (nicht Einstellung des Verfahrens!!) vor Gericht, durch gezielte Argumentation bei dämlichen Polizeiaussagen! Die Jungs in Uniform sind einfach nicht gut im Schreiben!!!
Im Übrigen: wenn man während einer Verhandlung merkt, dass man verliert, kann man den Einspruch auch noch dann zurück ziehen! Es bleibt dann bei den normalen Bearbeitungsgebühren ...
aber die Polizeibeamten wurden als Zeugen geladen, Richter und Staatsanwalt beschäftigt, Aussagen protokolliert usw.
Das sieht man einfach sportlich!
Da bezahlt man doch nicht freiwillig!!!

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