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BMW 125i: Die erste Steuererklärung, die Spaß macht
Jürgen Pander

Die aktuelle BMW-1er-Generation ist wohl die letzte mit Hinterradantrieb. Eine technische Lappalie? Im Gegenteil: Zusammen mit einer variablen Sportlenkung ergibt sich ein fast beglückendes Fahrgefühl.

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mazzmazz 11.01.2018, 05:47
90. Oh mann...

Zitat von Meerkönig
Alles was sie hier schreiben ist unstrittig. Trotzdem ist das Auto mit reinem Frontantrieb das bessere Fahrzeug. Um einen Heck-angetriebenes Fahrzeug sicherheitstechnischen bei optimalen Straßenbedingungen mit einem Front - getriebenen Auto vergleichen zu können, muss unheimlicher Technik - und Kosten -Aufwand betrieben werden. Nur deshalb ist der Frontantrieb preiswerter! Das Frontantrieb - Fahrzeug kommt eigentlich mit einer Torisionslenker -Hinterachse aus, die eine bessere Starrachse ist. Während das Heck - getriebene Fahrzeug eine Vielzahl von Schräglenkern, Längslenkern, Querlenkern und "De Dion" und sonst was braucht und die von ihnen erwähnte Elektronik. Das alles erhöht die ungefederten Massen, so dass ein Front-angetriebenes Fahrzeug nicht nur sicherer ist, sondern meist auch komfortabler ohne diesen Aufwand. Also zusammenfassend, ich hatte noch nie Rumpfen in der Lenkung oder durchdrehende Vorderräder. Liegt nur an der richtigen Fahrweise,denke ich
Wenn Sie wirklich noch nie ein Rupfen in der Lenkung eines Fronttrieblers mitbekommen haben, fahren Sie nur 40 PS Autos mit Breitreifen bei Trockenheit.

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iore 11.01.2018, 08:13
91. pietschko, #88

jaja, mir ist schon klar, dass man auch einen Fronti zum übersteuern bringen kann. Da muss man aber schon wild agieren, um diesen Fahrzustand zu erzeugen.

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xpert666 11.01.2018, 09:01
92. Fwd, rwd, awd

Am Ende ist es sicherlich eine persönliche Präferenz. Ich komme mit allen Konzepten gut zurecht und würde einem modernen Fronttriebler nicht absprechen wollen, ein gutes Fahrverhalten an den Tag legen zu können, zumindest im alltäglichen Betrieb für den das Fahrzeug angeschafft wurde. Ich fuhr gestern mehrer 100km einen frontgetriebenen BiTurbo-Diesel mit 450 NM Drehmoment; nichts am Fahrverhalten auszusetzen. Weder beim Anfahren, moch beim Beschleunigen oder in Kurven.
Im Gegenteil, dort wo vor mir der 5er BMW in den Kasseler Bergen bei sichtlich instabil werdendem Fahrzeug massiv vom Gas ging, konnte ich locker mit deutlich über 200 weiter am Gas bleiben, ohne dass es unangenehm oder kritisch wurde.

Sei es drum. Am Ende halte ich es für meine Fahrzeugwahl wie ein gewisser Walther Röhrl - ein in Sachen Fahrdynamik durchaus anerkannter Experte- , der sinngemäß feststellte, dass alles, was kein Allrad ist, lediglich eine Hilfslösung darstellt.

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mikko11 11.01.2018, 09:51
93.

Zitat von mazzmazz
Das liegt wohl eher an "1 PS vs. 100 PS". Beim Velosolex lernen wir v.a., dass Rollenantrieb Mist ist und ein schwerer Motor auf dem gelenkten Rad ebenso.
Ein Beispiel um zu zeigen, dass man aus irrelevanten Vergleichen (z.B. Auto mit Schubkarre, s.o.) beliebige Schlüsse ziehen kann.

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DerBlicker 11.01.2018, 09:53
94. das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun

Zitat von Hans Peter Manfred
Dann noch einmal hier ein Auszug von Wiki die deine Aussage ad absurdum führt Hinterradantrieb Allgemeinen geringere mögliche Wendekreis - da bei der gelenkten Vorderachse keine Rücksicht auf den Antrieb genommen werden muss, ist ein größerer maximaler Einschlagswinkel möglich. Durch die Trennung von Lenkung und Antrieb entstehen keine störenden Antriebseinflüsse auf die Lenkung. Im Gegensatz zum Frontantrieb wird beim Beschleunigen die angetriebene Achse belastet, was eine gute Kraftübertragung auf die Fahrbahn ermöglicht Sorry wie ist ein geringere Wendekreis möglich wenn es doch laut deinem Märchen kein Unterschied macht? Durch die Trennung von Lenk und Antrieb entsteht also doch eine bessere Kraftübertragung? usw usw Übrigens ist es Brandgefährlich Leuten etwas zu unterstellen was sie so nie gesagt haben, wo behaupte ich, das die hinteren Räder keine Seitenkräfte bearbeiten müssten? Was sollen solche Lügen?
Der Hinterradantrieb hat nur dann einen kleineren Wendekreis, wenn die Vorderräder stärker eingeschlagen werden , als beim Frontantrieb. Das ist beim Hinterradantrieb prinzipiell möglich, da an der Vorderachse keine Antriebswellen sind und man so die Räder stärker einschlagen kann. Die meisten Autohersteller haben das bei Hinterradantrieb aber gar nicht genutzt, erst Recht bei Sportwagen, da dort der Lenkwinkel nicht durch die Lenkung sondern durch die breiten Reifen in Verbindung mit Tieferlegung begrenzt wird. Spätestens wenn die Vorderreifen an der Karosserie schleifen, ist der Lenkeinschlag zu Ende.

Abgesehen davon spielt der theoretisch größere mögliche Lenkwinkel beim Hinterradantrieb nur beim Parken eine Rolle. Schon ab Tempo 50 kann man die Räder nur noch wenig einschlagen, um nicht sofort aus der Kurve zu fliegen. Genau deshalb spielt der Lenkwinkel der Vorderräder gerade in schnellen Kurven praktisch keine Rolle, denn er ist sehr gering.

Übrigens haben inzwischen auch viele Autos mit Hinterradantrieb eine gelenkte Hinterachse, siehe 7-er und 5-er BMW mit Integrallenkung oder sogar Porsche 911 GT3. Selbst beim Hinterradantrieb wird daher nicht strikt zwischen Antrieb und Lenkung getrennt.

Daher, abgesehen von Sportwagen mit Mittelmotor oder gar Heckmotor, gehört Frontantrieb oder Allrad rein. Motor vorne und Antrieb hinten ist sinnlos. Ab 50 000 Euro spielt der Allradaufpreis von 2000 Euro eh keine Rolle mehr, daher sollte jedes Oberklasseauto und darüber Allrad haben, alles andere ist eine Hilfskonstruktion.

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ExigeCup260 11.01.2018, 11:05
95.

"Herrlich", was man hier zu lesen bekommt...
Manch einer sollte sich fragen, warum sich im Motorsport das Konzept Hinterradantrieb mit Heckmittelmotor bei Fahrzeugen mit hohem Abtrieb durch geeignete Unterbodenkonstruktion mit Diffusoren durchgesetzt hat. Meines Wissens wird in der Formel 1, die mittlerweile wieder knapp an der 1000PS-Marke kratzt, nicht über Frontantriebskonzepte nachgedacht... In der Rallye Dakar sind die hinterradgetriebenen Fahrzeuge übrigens den vierradgetriebenen Fahrzeugen überlegen, auch wenn das reglementsbedingte Gründe hat (weniger Mindestgewicht, mehr Federweg, Streckenlayout etc.).
Der Geradeauslauf wird übrigens durch die Radwinkeleinstellungen maßgeblich beeinflusst...
Der BMW 1er ist mit seiner nahezu 50/50-Gewichtsverteilung prädestiniert für schnelles Kurvenfahren, traktionsmäßig hat man bei der Gewichtsverteilung mit Hinterradantrieb einen naturgegebenen Vorteil gegenüber Frontantriebsautos, auch wenn das im Alltag selten eine Rolle spielt. Dass der 1er gegenüber z. B. Mini, Golf, A-Klasse etc. den weiteren Vorteil des symmetrischen Antriebsstrangs mit einer um die Längsachse konzentrierten Masse hat, kann man auch noch erwähnen. Hier sehe ich nur Subaru, z. B. den BRZ noch besser (flach liegender Boxermotor).
Man sollte bzgl. der Begriffe Übersteuern und Untersteuern auch differenzieren zwischen Eigenlenkverhalten (hier sind eigentlich alle Serienautos untersteuernd ausgelegt, selbst seriöse Motorsportfirmen werden einem unbedarften Kunden kein übersteuerndes Eigenlenkverhalten einstellen, selbst wenn der dies verlangt) und Leistungsübersteuern, was man bei dem hier vorgestellten F20 125i auch auf trockenem Geläuf durchaus provozieren kann.
Kurzum: Mit eingeschalteten Regelsystemen ist besonders der 1er mit der Gewichtsverteilung nahe 50/50 auch für Automobillaien sehr gut beherrschbar, traktionsmäßig liegt man bei richtiger Fahrwerkseinstellung (mechanische Sperre wäre noch besser) sehr gut, ein geübter Fahrer kann das sogar nutzen und gegenüber Frontantrieblern besser abschneiden.
Konzeptionell bekommt man in der Wagenklasse einen Leckerbissen, der große Kardantunnel und die Ausbuchtung für das Getriebe versteifen die Karosserie deutlich.
Eingefleischte 1er-Fans müssen demnächst auf die kommende Alfa Romeo Giulietta umsatteln...

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ExigeCup260 11.01.2018, 11:18
96.

Zitat von xpert666
Am Ende ist es sicherlich eine persönliche Präferenz. Ich komme mit allen Konzepten gut zurecht und würde einem modernen Fronttriebler nicht absprechen wollen, ein gutes Fahrverhalten an den Tag legen zu können, zumindest im alltäglichen Betrieb für den das Fahrzeug angeschafft wurde. Ich fuhr gestern mehrer 100km einen frontgetriebenen BiTurbo-Diesel mit 450 NM Drehmoment; nichts am Fahrverhalten auszusetzen. Weder beim Anfahren, moch beim Beschleunigen oder in Kurven. Im Gegenteil, dort wo vor mir der 5er BMW in den Kasseler Bergen bei sichtlich instabil werdendem Fahrzeug massiv vom Gas ging, konnte ich locker mit deutlich über 200 weiter am Gas bleiben, ohne dass es unangenehm oder kritisch wurde. Sei es drum. Am Ende halte ich es für meine Fahrzeugwahl wie ein gewisser Walther Röhrl - ein in Sachen Fahrdynamik durchaus anerkannter Experte- , der sinngemäß feststellte, dass alles, was kein Allrad ist, lediglich eine Hilfslösung darstellt.
"... Sei es drum. Am Ende halte ich es für meine Fahrzeugwahl wie ein gewisser Walther Röhrl - ein in Sachen Fahrdynamik durchaus anerkannter Experte- , der sinngemäß feststellte, dass alles, was kein Allrad ist, lediglich eine Hilfslösung darstellt."

Der besagte Walter Röhrl vermochte es nicht, mit einem vierradgetriebenen Audi Rallyeweltmeister zu werden. Er ist zuletzt 1982 auf einem HINTERRADGETRIEBENEN Opel Ascona VOR dem vierradgetriebenen Audi quattro Weltmeister geworden...
Seine nach seiner Aussage schönste Zeit war übrigens 1983 im Lancia 037, einem hinterradangetriebene Mittelmotorwagen. Sein "Kollege" Markku Alén ist im Lancia übrigens VOR Audi quattro Weltmeister geworden...
Audi war fahrzeugtechnisch durch die schlechte Gewichtsverteilung Müll, die konnte man nur durch die Kurve schleudern und dann Vollgas gerade beschleunigen. Der sport quattro S1 war der verzweifelte Versuch, den Mittelmotorwagen beizukommen durch einen extrem kurzen Radstand (Gewichtsverteilung nach hinten). Audi war zum Schluss der Gruppe B nicht mehr konkurrenzfähig, da sie das einzige Auto mit Frontantriebslayout hatten... Audi ist lediglich 1984 Markenweltmeister geworden.
Allradantrieb ist in der Rallye-WM seit 1984 überlegen, aber das Frontantriebslayout von Audi hat sich nicht bewährt...

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xpert666 11.01.2018, 11:52
97. @ ExigeCup260

Nun ist es aber Fakt, das der Ausspruch von WR stammt. Im Übrigen hatte es verschiedene Gründe, weshalb er nicht Weltmeister auf Audi wurde. Er hat den anderen Fahrer(innen) den Vortritt gelassen und nur die Bedingung gehabt, die MonteCarlo zu gewinnen, was ihm aus dem Stand heraus auch gelungen ist.
Dass er mit einen nicht-Quattro einen Quattro alt aussehen lässt, dürfte in erster Linie an seinem ausergewöhnlichen Fahrtalent liegen und weniger am Fahrzeug selbst.
Der macht einen Profi im modernen 911er auf kurviger Strecke notfalls auch mit einem Porsche 356 nass.
Vom hier durch Sie als "verzweifeltem Versuch" dargestellten Audi S1 selber hat WR eine grundsätzlich gegensätzliche Meinung. Da er das Ding nicht nur von Bildern kennt, vertrau ich da doch lieber seiner Einschätzung.
So verzweifelt kann das Konzept nicht gewesen sein, wenn ich mir dessen Erfolge (u.a. Pikes Peak - VOR der Asphaltierung der Strecke!!) ansehe.
Der Ausstieg von Audi aus der legendären Gruppe B hatte übrigens hauptsächlich die schlimmen Unfälle vor allem mit den Zuschauern als Grund. Hätte man seinerzeit richtigerweise dafür gesorgt, dass diese besser geschützt sind, bzw. sich nicht idiotisch nah an die Strecken stellen können, wäre es sicherlich weiter gegangen. Sicherlich zu Gunsten des Allrades.

Mein Schluss zum Thema: es kommt bezüglich der Wahl für das Antriebskonzepts einerseits auf persönliche Vorlieben an und andererseits auf den Einsatzzweck. Im Alltag der überwiegenden Fahrzeugbesitzer wird es keine Rolle spielen, da alle Konzepte entsprechend technologisch durchdacht und entwickelt sind.

Klar ist ein Hecktriebler in der Formel 1 ideal und ein Allradler in der Rallaey WM.
Aber ich laufe im Alltag auch nicht mit Stollenschuhen rum, weil ich als Fußballer damit auf dem Rasen die besten Ergebnisse erziele.
Ginge es nach Meinung einiger hier, sähen wir nur lange, schmale heckgetriebene Zigarrenkisten mit dicken freiliegenden Walzen auf der Hinterachse und massiven Frittentheken am Heck auf unseren Autobahnen...

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mikko11 11.01.2018, 12:10
98.

Zitat von xpert666
Ginge es nach Meinung einiger hier, sähen wir nur lange, schmale heckgetriebene Zigarrenkisten mit dicken freiliegenden Walzen auf der Hinterachse und massiven Frittentheken am Heck auf unseren Autobahnen...
Nein, bestimmt nicht.

Die Meinung einiger hier ist, dass BMW sich nun in der Kompaktklasse Richtung Mainstream entwickelt. Und das ist schade ...

Aufgeladener Vierzylinder im 125i statt Sechszylinder (Modellwechsel 2013), Frontantrieb statt Hinterradantrieb (nächste Generation). Ein Alleinstellungsmerkmal verschwindet.

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xpert666 11.01.2018, 12:12
99. übrigens

hat er die Rundkurs Konkurenten in der IMSA GTO reihenweise nass gemacht.
in der DTM waren Biela und Co. entsprechend erfolgreich.
International wurden 1996 in sechs oder sieben Ländern jeweils die Toureneagentitel geholt...
Schlecht scheint das Konzept nicjt zu sein...

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