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BMW 125i: Die erste Steuererklärung, die Spaß macht
Jürgen Pander

Die aktuelle BMW-1er-Generation ist wohl die letzte mit Hinterradantrieb. Eine technische Lappalie? Im Gegenteil: Zusammen mit einer variablen Sportlenkung ergibt sich ein fast beglückendes Fahrgefühl.

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xpert666 11.01.2018, 12:26
100. @99

... nun, offenbar hat das Alleinstellungsmerkmal nicht genügend interessierte Käufer gefunden.
Ich persönlich empfand meine Fahrten mit einem M135i als tendenziell unangenehm, zumindest im normalen BAB-Landstraßen-Stadt-Betrieb. Auf einer Rennstrecke möchte ich denn dann auch lieber einen richtigen Sportwagen fahren, der für sowas gebaut wurde.
Ebenso unangenehm die Touren in den mittelgroßen Dieseln dieser Baureihe, die man mir bei Sixt immer gerne versucht anzudrehen. Bis auf die Automatik kann ich der Baureihe nichts positives abgewinnen und nehme mittlerweile fast grundsätzlich einen anderen verfügbaren Wagen.

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pietschko 11.01.2018, 13:09
101.

Zitat von invisibleman
mal ehrlich, wer ausser Ihnen kann das? Ich sehe in jedem Winter Heckschleudern mit zwei Sack Streusalz im Kofferraum, die von der Ampel nicht wegkommen. Aber die haben alle keine Ahnung von Physik. Und wieso eine Heckschleuder mit ausgewogener Gewichtsverteilung (also vermutlich Mittelmotor) und Ihnen am Steuer (Sie ahnen warum), bessere Fahrleistungen bringt, als ein Vierradantrieb, wird wohl für immer Ihr persönliches Geheimnis bleiben.
da bei einem heckangetrieben auto, schwere komponenten nach hinten laufen, benötigen sie keinen mittelmotor. ein weit hinten eingebauter motor reicht um 50/50 zu erreichen. siehe bmw. mittelmotorsportwagen sind eher hecklastig. frontmittelmotor mit heckantrieb ist eigentlich das beste. auch weil die masse recht nah am vorderrad liegt und damit einfacher einzufangen ist.

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pietschko 11.01.2018, 13:58
102.

Zitat von power.piefke
sie werfen anderen "gefährliches Unwissen" vor und schreiben dann " Ob Hinterradantrieb oder Vorderradantrieb macht da keinen Unterschied,...". haben sie schon mal was vom Kammschen Kreis gehört? lernt man in maschinenbau im ersten Semester. damit lässt sich ganz auf die schnelle zeigen, dass eine trennung von antrieb und lenkung unbedingt sinnvoll ist. das hat nichts mit glauben, sondern physik zu tun. entsprechend hat der bmw genau das richtige antriebskonzept. die hoppelige, standig schlupfende billiglösung mit dem frontantrieb funktioniert vielleicht in einem 50ps kleinstwagen, aber nicht in einem auto.
ich glaube, dass man als nicht-physiker, immer etwas vorsichtig sein sollte. schnell behauptet man was, was den profi den kopf schütteln lässt. das gilt für viele themen.

wichtig ist, zu unterscheiden, welchen fahrzustand man gerade betrachtet.

ich glaube, dass wir alle der meinung sind, dass in der kurve sowieso keine antriebskräft wirken, da man ja sonst nicht die maximale kurvengeschwindigkeit erreichen kann. und natürlich müssen auch die hinterräder seitenführungskräft übertragen und natürlich gilt der kammsche kreis auch für das hinterrad, deswegen kann man auch bei heckantrieb, bei maximaler kurvengeschwindigkeit erst dann beschleuningen, wenn man den punkt mit der maximal nötigen seitenführung verlassen hat. wer in der kurve gas geben kann, ohne abzufliegen, der ist einfach zu langsam in der kurve.
auch da sind wir bei dem punkt, dass bei hoher gescheindigkeit auch ein fwd übersteuern kann. viele sehen hier nur das verhalten unter antriebskräften. aber das ist albern. viel schöner ist, allein durch die seitenführungskräft an den grenzbereich zu kommen.
aber beim herausbeschleunigen ist es so, dass es einfach schöner ist, die kraft am heck zu haben. es zerrt einfach im lenkrad, wenn fwd. klar, die techniker haben viel optimiert, und es ist heute so, dass die elektronik viel kasichert. aber optimal ist es eben trotzdem nicht.

fakt ist auch, dass der frontantrieb für viele normal genutzt fahrzeug die richtige lösung ist. es geht da um mehr platz und preis. für viele wichtigere argumente als das kurvenverhalten.

trotzdem macht bmw einen fehler. denn der 1er ist eben nicht nutzfahrzeug.

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pietschko 11.01.2018, 14:03
103.

Zitat von xpert666
Am Ende ist es sicherlich eine persönliche Präferenz. Ich komme mit allen Konzepten gut zurecht und würde einem modernen Fronttriebler nicht absprechen wollen, ein gutes Fahrverhalten an den Tag legen zu können, zumindest im alltäglichen Betrieb für den das Fahrzeug angeschafft wurde. Ich fuhr gestern mehrer 100km einen frontgetriebenen BiTurbo-Diesel mit 450 NM Drehmoment; nichts am Fahrverhalten auszusetzen. Weder beim Anfahren, moch beim Beschleunigen oder in Kurven. Im Gegenteil, dort wo vor mir der 5er BMW in den Kasseler Bergen bei sichtlich instabil werdendem Fahrzeug massiv vom Gas ging, konnte ich locker mit deutlich über 200 weiter am Gas bleiben, ohne dass es unangenehm oder kritisch wurde. Sei es drum. Am Ende halte ich es für meine Fahrzeugwahl wie ein gewisser Walther Röhrl - ein in Sachen Fahrdynamik durchaus anerkannter Experte- , der sinngemäß feststellte, dass alles, was kein Allrad ist, lediglich eine Hilfslösung darstellt.
walter röhrl hat sich klar fpr heckantrieb ausgesprochen. man darf nicht vergessen, das obere aussagen eher für den damaligen arbeitgeber sprechen und röhrl aktuell bei porsche eher rwd fährt. man darf nie das marketing der arbeitgeber vergessen, dennen man nun mal nicht widerspricht.

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ExigeCup260 11.01.2018, 14:16
104.

Ach ja, die gute alte Gruppe B. Gerne hätte ich die Gruppe S gesehen, Audi hatte da ja schon, so wie andere auch, einen schönen Mittelmotorsportwagen mit Allradantrieb auf die Beine gestellt, aber durch unzureichende Sicherungsmaßnahmen, wie von ihnen geschildert, kam es zum jähen ende der Gruppe B (ganz im Sinne der Formel 1 übrigens, denn die Gruppe B hatte deutlich höhere Zuschauerzahlen).
Es geht hier mehr um das Antriebslayout, da sind frontlastige Autos, egal ob mit Vorder., Hinter- oder Allradantrieb fahrdynamisch schlecht aufgestellt. Ein Grund übrigens, weswegen Mercedes-Autos im Winter ohne elektronische Regeleingriffe im Gegensatz zu BMW-Fahrzeugen massive Probleme haben auf schlechtem Untergrund (Motor bei Mercedes weiter vorne eingebaut, BMW baut ja fast schon Frontmittelmotorautos).
Eine Gewichtsverteilung von 50/50 ist für schnelles "Durch Kurven Rollen" optimal. Für die Gesamtbetrachtung einer Kurve (Beginn Abbremsen bis Beginn Vollastbeschleunigung heraus) ist eine hecklastige Gewichtsverteilung optimal. Bei Fahrzeugen, bei denen aerodynamischer Abtrieb über den Unterboden relevant ist, ist die Heckmittelmotoranordnung optimal, Porsche war mit dem 911er in der GTE-Pro-Klasse in Le Mans nicht mehr konkurrenzfähig, weswegen sie den 911er im letzten Jahr als Reaktion auf den Ford GT zu einem Mittelmotorwagen umgebaut hatten.
Bezüglich Frittentheke: Ein Formel 1 Wagen generiert ca. 2/3 seines Abtriebs über die Unterbodengestaltung inklusive Heckdiffusor...

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ExigeCup260 11.01.2018, 14:17
105.

Ach ja, die gute alte Gruppe B. Gerne hätte ich die Nachfolgegruppe S gesehen, Audi hatte da ja schon, so wie andere auch, einen schönen Mittelmotorsportwagen mit Allradantrieb auf die Beine gestellt, aber durch unzureichende Sicherungsmaßnahmen, wie von ihnen geschildert, kam es zum jähen ende der Gruppe B (ganz im Sinne der Formel 1 übrigens, denn die Gruppe B hatte deutlich höhere Zuschauerzahlen).
Es geht hier mehr um das Antriebslayout, da sind frontlastige Autos, egal ob mit Vorder., Hinter- oder Allradantrieb fahrdynamisch schlecht aufgestellt. Ein Grund übrigens, weswegen Mercedes-Autos im Winter ohne elektronische Regeleingriffe im Gegensatz zu BMW-Fahrzeugen massive Probleme haben auf schlechtem Untergrund (Motor bei Mercedes weiter vorne eingebaut, BMW baut ja fast schon Frontmittelmotorautos).
Eine Gewichtsverteilung von 50/50 ist für schnelles "Durch Kurven Rollen" optimal. Für die Gesamtbetrachtung einer Kurve (Beginn Abbremsen bis Beginn Vollastbeschleunigung heraus) ist eine hecklastige Gewichtsverteilung optimal. Bei Fahrzeugen, bei denen aerodynamischer Abtrieb über den Unterboden relevant ist, ist die Heckmittelmotoranordnung optimal, Porsche war mit dem 911er in der GTE-Pro-Klasse in Le Mans nicht mehr konkurrenzfähig, weswegen sie den 911er im letzten Jahr als Reaktion auf den Ford GT zu einem Mittelmotorwagen umgebaut hatten.
Bezüglich Frittentheke: Ein Formel 1 Wagen generiert ca. 2/3 seines Abtriebs über die Unterbodengestaltung inklusive Heckdiffusor...

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ExigeCup260 11.01.2018, 14:28
106. Man sollte Dokumentationen über Röhrl ausführlicher anschauen.

Zitat von pietschko
walter röhrl hat sich klar fpr heckantrieb ausgesprochen. man darf nicht vergessen, das obere aussagen eher für den damaligen arbeitgeber sprechen und röhrl aktuell bei porsche eher rwd fährt. man darf nie das marketing der arbeitgeber vergessen, dennen man nun mal nicht widerspricht.
Zumal Walter Röhrl das Konzept des Audis selbst als "eigentlich ungeeignet" kritisiert hat. Dabei geht es nicht um die Anzahl der angetriebene Räder, sondern um das Antriebslayout, sprich, dass Audi den Motorschwerpunkt vor der Vorderachse platziert hat und somit der Wagen ein schlechte Gewichtsverteilung aufwies. Das hatte man mit der verkürzten sport-Version zu kompensieren versucht. Die Konkurrenz hatte jedoch allesamt ab 1985 auf Mittelmotorkonzepte gesetzt, so dass Audi dann nicht mehr konkurrenzfähig genug war. Dass nur wenige Leute die Audi-quattros in Gruppe B Zeiten bändigen konnten, spricht für die schlechte Auslegung der Fahrzeuge. Durch Kurven fahren im Sinne von FAHREN konnte man nicht, Walter Röhrl war einer der Wenigen, die sich eine bestimmte darauf ausgerichtete Fahrweise angeeignet hatten (Auto vor der Kurve im Gegenschwung querstellen, durch Kurve driften, so dass das Auto am Kurvenausgang vor der nächsten Geraden geradestand und dann brachial beschleunigen). Deswegen war Röhrls Lieblingsauto auch der Lancia 037 mit Mittelmotorkonzept aus der 1983er-Saison...

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DerBlicker 11.01.2018, 14:38
107. genau deshalb stellt BMW jetzt um

Zitat von pietschko
da bei einem heckangetrieben auto, schwere komponenten nach hinten laufen, benötigen sie keinen mittelmotor. ein weit hinten eingebauter motor reicht um 50/50 zu erreichen. siehe bmw. mittelmotorsportwagen sind eher hecklastig. frontmittelmotor mit heckantrieb ist eigentlich das beste. auch weil die masse recht nah am vorderrad liegt und damit einfacher einzufangen ist.
Der BMW 1-er hat dank seines weit nach hinten versetzten Motors eine lange Motorhaube und einen kurzen engen Innenraum. Das schränkt den Platz stark ein und wird nur bei Sportwagen vom Käufer akzeptiert nicht bei Kompaktwagen. Selbst beim 5-er BMW ist diese Bauweise ein Problem. Der 5-er hat auf der Rückbank trotz 50 cm mehr Außenlänge weniger Normknieraum als mein BMW X1, vom BMW 2-er Gran Tourer ganz zu schweigen. Hinterradantriebsautos vor allem mit dank zurückversetztem Motor ausgeglichener Gewichtsverteilung haben eine ganz schlechte Raumökomomie. das mag bei einer 5,25 m langen S-Klasse in Langversion egal sein, aber nicht beim Kompaktwagen.

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Meerkönig 11.01.2018, 14:51
108. Lang schon ist es her!

Zitat von power.piefke
sie werfen anderen "gefährliches Unwissen" vor und schreiben dann " Ob Hinterradantrieb oder Vorderradantrieb macht da keinen Unterschied,...". haben sie schon mal was vom Kammschen Kreis gehört? lernt man in maschinenbau im ersten Semester. damit lässt sich ganz auf die schnelle zeigen, dass eine trennung von antrieb und lenkung unbedingt sinnvoll ist. das hat nichts mit glauben, sondern physik zu tun. entsprechend hat der bmw genau das richtige antriebskonzept. die hoppelige, standig schlupfende billiglösung mit dem frontantrieb funktioniert vielleicht in einem 50ps kleinstwagen, aber nicht in einem auto.
Obwohl man angeblich über den Kammschen Kreis im ersten Semester hört, haben sie ihn aber nicht verstanden. Lang schon ists her! Gerade die Kammsche Theorie beschreibt die Schwäche eines Fahrzeuges mit Hinterradantrieb beim Beschleunigungs - Vorgang. Ein Hinterrad getriebenes Fahrzeug kann bei voller Beschleunigung keine Seitenkräfte mehr aufnehmen. Volle Beschleunigung heißt Räder sind kurz vor dem Durchdrehen.
Beim Vorderrad - Antrieb spielt das keine Rolle, denn die Antriebskräfte wirken in Richtung der Fahrrichtung. Seitenkräfte treten erst gar nicht auf, wenn doch, reduziert der Fahre automatisch die Vortriebskräfte, indem der Fuß vom Geschwindigkeitspedal geht. Ein an den Vorderrädern angetriebenes Fahrzeug ist physikalisch bedingt einfach sicherer, als ein Fahrzeug, dass nur an den Hinterrädern angetrieben wird.

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Meerkönig 11.01.2018, 15:01
109.

Zitat von pietschko
da bei einem heckangetrieben auto, schwere komponenten nach hinten laufen, benötigen sie keinen mittelmotor. ein weit hinten eingebauter motor reicht um 50/50 zu erreichen. siehe bmw. mittelmotorsportwagen sind eher hecklastig. frontmittelmotor mit heckantrieb ist eigentlich das beste. auch weil die masse recht nah am vorderrad liegt und damit einfacher einzufangen ist.
Wie kommen sie denn bei einem 520 i auf eine Lastverteilung von 50/50. Technisch nur möglich, wenn hinten nutzlose Gewichte auf den Kofferraumboden geschraubt werden. Der neuste 520 i. - BMW hat im Leerzustand eine Achslastverteilung von: Vorne 935 kg ,hinten 670 kg.
Voll beladen : Vorne 1045 kg , hinten 1220 kg.

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