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BMW 125i: Die erste Steuererklärung, die Spaß macht
Jürgen Pander

Die aktuelle BMW-1er-Generation ist wohl die letzte mit Hinterradantrieb. Eine technische Lappalie? Im Gegenteil: Zusammen mit einer variablen Sportlenkung ergibt sich ein fast beglückendes Fahrgefühl.

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mikko11 13.01.2018, 13:10
150.

Zitat von DerBlicker
Das Fahrrad läuft natürlich nur dann sauber geradeaus, wenn ich es vorne unter dem Lenker packe und dann schiebe. Packe ich es am Sattel, fährt es überall hin, nur nicht geradeaus. Genau das ist das Problem beim Hinterradantrieb, er bringt Instabilität ins Auto. Übrigens dürfen ICE2 ( haben nur an einem Ende einen Antriebswagen), die geschoben werden, nur Tempo 200 fahren, eben weil sie instabiler sind.
Ich weiß nicht, was für ein Fahrrad Sie da haben ... meins läuft sauber gerade aus, wenn ich es am Sattel führe. Kennen Sie sich überhaupt mit Einspurfahrzeugen aus (Kentergeschwindigkeit, paradoxes Lenkverhalten etc.)? Diese untauglichen Vergleiche lassen mich daran zweifeln ...

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iore 13.01.2018, 13:14
151. #148, 149

der ICE 2 hat eine zulässige Vmax von 280 km/h. Der ICE 1 (ebenfalls Triebköpfe) ebenfalls. Fällt Ihnen das Lügen nicht schwer? Es wurden ihnen die Vor- und Nachteile von FWD und RWD nun doch schon mehrmals erklärt. Und Sie kommen wieder mit einem am Sattel geschobenen Fahrrad daher. Das ist a) dann kein RWD und b) wird es nicht gelenkt. Wenn man am Lenker schiebt, schon, da man hier mit der Hand die Lenkerbewegung fixiert. RWD / FWD / AWD können allesamt in einen instabilen Fahrzustand gebracht werden, allgemein hilft bei kleinen Beschleunigungswerten Mehrgewicht auf der Antriebsachse inkl. entsprechender Nachteile. In Summe überwiegen die Vorteile von RWD bzw. AWD für ein Premiumauto bzw. sicheres Auto. Ist halt einfach so. FWD wird bei BMW gebaut, weil es kostengünstiger ist. Ich kenne die Entscheidungsvorlage.

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bauklotzstauner 13.01.2018, 13:18
152.

Der springende Punkt ist aber der, daß man all die elektronischen Helferlein braucht, plus eine künstliche Schwerpunktverlagerung nach hinten (höheres Gesamtgewicht), teilweise sogar durch reine Ballastgewichte, um Hecktriebler in Sachen Fahrbarkeit (durch Normalbürger, nicht Rennfahrer!!) und Fahrsicherheit auf das Nivau hochzuhieven, das der Fronttriebler ohne all diese Hilfssysteme kontruktionsbedingt bereitsseit Jahrzehnten hat! Einzige Ausnahme - die erste Mercedes A-Klasse, wo sich die Stuittgarter am fremden Antriebskonzept, erschwert durch hohen Schwerpunkt maximal verhoben hatten. Die schwedischen Tester hatten damals süffisant bemerkt, daß das letzte Auto vor der A-Klasse, das im Elchtest versagt hatte, ein Skoda war - mit Heckmotor und Heckantrieb!

In der Vergangenheit gab es, neben diversen Versuchen mit Mittelmotoren (Platzprobleme, Geräuschkulisse im Innenraum) da auch mal Versuche von Zwischenlösungen, wie dem Transaxle (Stichwort Gewichtsverteilung), mit dem die eminenten Nachteile des Hecktrieblers zu kompensieren versucht wurden, um den EINEN Vorteil (und es ist ja nur der eine) des Antriebskonzeptes irgendwie in den Alltag zu retten: Den Ampelsprint. Und das ist ein Armutzeugnis für das Antriebskonzept.

Am Ende können wir uns hier aber die Münder fusselig diskutieren, es sind BEIDE Konzepte vom Aussterben bedroht. Spätestens wenn das Akkuproblem endlich mal gelöst wird, verschwinden all diese Verbrenner vom Markt, und es werden nur noch Elektroautos rumfahren, die die Motoren in den Rädern/Radnaben haben werden.

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Meerkönig 13.01.2018, 13:25
153. Zukunft

Zitat von mikko11
Gehen wir vereinfachend davon aus, dass sich das Fahrzeug auf einer Kreisbahn bewegt. Dann haben wir eine klar definierte Winkelgeschwindigkeit omega und 4 unterschiedliche Radien r für die Radspuren: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQcfm-K4M72df8Bn8gFt61-1MVeFg6k3dKBv2xp08OyO6ZrjnNI Die Zentripedalkraft Fz = m*omega^2*r wächst proportional zum Radius r. Die gelenkten Räder bewegen sich tendenziell auf einem größeren Radius als die ungelenkten, wodurch ein Problem durch Radialkräfte eher an den Vorderrädern zu erwarten ist.
Ihre Betrachtungsweise ist grundsätzlich richtig! Aber man muss sich den Radius ansehen, den der Schwerpunkt des Fahrzeuges macht und dann ermitteln, wie sich das auf die Räder der beiden Achsen auswirkt. Aber das ist müssig. Denn die Praxis zeigt, dass Frontantrieb bei den allermeisten Standard-Verkehrssituationen einfach sicherer ist und das reicht.Der heutige Hinterradantrieb im PKW ist so wie so out, mit einer klapprigen meterlangen Kardanwelle nach hinten. Die bessere Lösung ist einfach, Elektromotor hinten und Elektromotor vorne ,egal ob vollelektrisch oder Range Extender. Drive by wire eben, ist die Zukunft, wie im Flugzeug- Betrieb. Wer etwas anderes glaubt , verpennt die Zukunft.

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platin-iridium 13.01.2018, 14:20
154.

Zitat von premstar_pill
Doch. Bei mir schon. Ich fahre extrem gerne Auto (obwohl ich in 30 Jahren Führerscheinbesitz mehrere millionen Kilometer abgespult habe) und es kommt einfach nur ein Heckantrieb bei meinen Alltagsautos in Frage. Ich fahre Berufsbedingt sehr viel mit Leihwägen...
..dann scheinen Sie - "berufsbedingt" noch nicht viele "Leihwägen" mit modernem Frontantrieb gefahren zu sein, schließlich sind die Vorteile des Frontantriebs nicht erst seit vorgestern bekannt:

Oft findet man die Kurzbezeichnungen Traction oder schlicht TA. Eine „Traction Avant“ („Vorderradantrieb“) war 1934 eine so gewaltige technische Neuerung im Serienautomobilbau, dass dieser Begriff seitdem diesen Fahrzeugtyp beschreibt. Häufig wird das Wortspiel l’attraction (franz. für: die Attraktion) statt gleichklingend la traction (franz. für: der Antrieb) verwendet. Er wurde auch als „Gangsterlimousine“ bekannt, was an seiner hervorragenden Straßenlage lag, denn damit eignete er sich der Legende nach zum idealen Fluchtfahrzeug seiner Zeit.

Was damals gilt, gilt noch heute.

Zitat von
Ein Fronttriebler (im schlimmsten Fall einer mit Quer eingebautem Motor) scharrt, rubbelt, hüpft und bei Modellen mit ESP/ASR blinkt und piept es im Armaturenbrett wie auf der Kirmes. Da hab' ich salopp gesagt keinen Bock drauf.
Wie oben geschrieben - Sie scheinen noch keinen modernen Fronttriebler gefahren zu sein.

Zitat von
Ich lenke einfach zu gerne mit dem Gaspedal und es ist ein absolut essenzieller Bestandteil meines Fahrstiles.
Aha. Und diesen "absolut essentiellen Bestandteil Ihres Fahrstiles" leben Sie dann im berlinischen Großstadtverkehr oder in der Umgebung eines sächsischen/thüringischen Kleinstädtchens aus?

Naja denn - hoffentlich geraten Sie nicht überraschend in Schneeglätte. Da kommen Sie mit dem "essentiellen Bestandteil" Ihres Fahrstiles nicht weit, sondern bestenfalls bis ins nächste Bankett.

Während man einen Fronttriebler hervorragend kontrolliert übersteuernd mit der Handbremse (wirkt in der Regel auf die Hinterräder) um eine verschneite Kurve driften kann, bricht Ihnen der Hecktriebler ganz einfach aus, da ist nicht mehr viel "mit dem Gaspedal lenken".

Zitat von
Ich fahre extrem gerne Auto (obwohl ich in 30 Jahren Führerscheinbesitz mehrere millionen Kilometer abgespult habe)
Das darf mit Fug und Recht bezweifelt werden - im Übrigen - zum Thema: BMW verabschiedet sich nicht grundlos mit diesem letzten Modell vom jahrzehntelang gepflegten Heckantrieb.

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DerBlicker 13.01.2018, 14:43
155. es reicht langsam

Zitat von iore
der ICE 2 hat eine zulässige Vmax von 280 km/h. Der ICE 1 (ebenfalls Triebköpfe) ebenfalls. Fällt Ihnen das Lügen nicht schwer?
Natürlich darf der ICE 2 geschoben nicht so schnell fahren wie gezogen, vor allem bei Wind. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/leonardo/lokomotive100.html

Ein geschobener Zug ist nun mal instabiler als ein gezogener . Ich erwarte von Ihnen eine Entschuldigung.

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DerBlicker 13.01.2018, 14:49
156. gefährlicher Fahrstil

Zitat von premstar_pill
Ich fahre Berufsbedingt sehr viel mit Leihwägen und auch bei den modernsten Autos mit Frontantrieb nervt es nur. Ich lenke einfach zu gerne mit dem Gaspedal und es ist ein absolut essenzieller Bestandteil meines Fahrstiles.
Gelenkt wird auf der Straße mit dem Lenkrad und sonst nichts. Driften ist verboten und wird vom ESP auch unterbunden.Mit dem Gaspedal oder der Handbremse dürfen nur Rennfahrer lenken. Zum Glück gibt es bald keine Autos mehr mit mechanischer Handbremse, dann ist wenigstens mit dem gefährlichen Lenken mit der Handbremse auf glattem Untergrund Schluss. Ihre Fahrweise ist nicht STVO konform.

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iore 13.01.2018, 15:27
157. #157

Sie kriegen überhaupt keine Entschuldigung. Wenn Sie etwas Falsches unreflektiert wiedergeben, wird es dadurch nicht richtiger. Die Aussage beim WDR ist furchtbar falsch. Das Gewicht beider Triebköpfe ist exakt gleich hoch und die Leistungsabgabe ebenfalls, um die Last auf den Kupplungen gering zu halten. Der ICE kann bei Ausfall eines Triebkopfs (egal ob vorne oder hinten) nur 220 km/h fahren, da es schlicht an Leistung fehlt. Das hat mit der Seitenwindanfälligkeit gar nichts zu tun. Bei allen anderen Zügen besteht kein Unterschied in der zulässigen Geschwindigkeit im Zug / Schiebebetrieb. Lernt man in der Vorlesung Schienenfahrzeugtechnik, die viele Universitäten im Maschinenbau anbieten. Weiterhin haben Züge Spurkränze, so dass jede Achse "unendlich" Seitenstabil ist.

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xpert666 13.01.2018, 15:34
158. moderner Fronttriebler

In engen BAB Kurven mit einem 450NM BiTurbo Diesel, frontgetrieben, gebe ich noch Gas, wo 5er und E Klasse panisch langsamer werden, weil es sie aus der Kurve zu treiben droht.
Noch schneller, aber auf Grund des Gewichts nicht erheblich geht's nur mit meinem Quattro...

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mikko11 13.01.2018, 15:40
159.

Zitat von DerBlicker
Ein geschobener Zug ist nun mal instabiler als ein gezogener . Ich erwarte von Ihnen eine Entschuldigung.
Sie haben in dieser Sache recht, trotzdem sind Ihre Schlüsse falsch bzw. die Beispiele untauglich.

Wo ist der Freiheitsgrad im Auto (Gelenk), den Sie beim Gelenkbus haben bzw. bei den Wagons eines Zuges? Wie kann das Auto "ausknicken"? Schon mal darüber nachgedacht, weshalb sich der Gelenkbus mit Antriebseinheit hinten durchgesetzt hat? (Ja, diese Bauform ist weniger stabil als die gezogene, aber tauglich bis 70 Grad Einschlagwinkel).

Sie schieben ein Fahrrad und schließen nach verschiedenen Kraftanleitungspunkten (Lenkstange, Rahmen) auf die Stabilität von vorder- bzw. hinterradgetriebenen Fahrzeugen ... wirklich abenteuerlich!

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