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BMW Concept iX3: Mitten im Strom statt vorneweg
BMW

Mit dem i3 gehörte BMW zu den Pionieren der Elektro-Mobilität. Dann kam lange nichts. In Peking bei der Messe "Auto China" zeigt das Unternehmen nun das zweite E-Modell - und fährt der Konkurrenz doch hinterher.

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NauMax 25.04.2018, 10:22
40.

Zitat von Ceebiscuit
von ihrer Kernkompetenz bei der Elektromobilität? Nur sehen tut man davon nichts auf der Straße, rein garnichts. Ich sehe öfters mal nen Tesla, manchmal einen I3, ab und zu einen Leaf und irgendwelche Pseudo-Karren die voll elektrisch gerade mal aus der Tiefgarage herauskommen...In Wahrheit versucht die deutsche Autoindustrie das Thema seit mindestens 8 Jahren .....
Warum versucht die Deutsche Industrie wohl, möglichst nicht auf diesen Hypetrain aufzuspringen? Ich vermute mal, es liegt daran, dass die Damen und Herren vom Fach wissen, dass Elektroautos eine ökologische Katastrophe sind, gegen die selbst der vielgescholtene Diesel global betrachtet harmlos erscheint! Ihren vermeintlichen ökologischen Vorteil beziehen Elektroautos aus dem Fehlen lokal erzeugter Schadstoffemissionen. Das ist es aber auch schon! Der Strom für diese Fahrzeuge kommt aus dem lokalen Energiemix, also fast überall aus fossilen Energieträgern und Kernkraftwerken. Man zentralisiert den Schadstoffausstoß letztendlich bloß. Bei flächendeckender Einführung müssten in kürzester Zeit ein gewaltiger zusätzlicher Energiebedarf gedeckt werden - bedeutet im Endeffekt: neue, größere Kohlekraftwerke - die natürlich gut an das Verkehrsnetz angeschlossen werden müssen, damit der Nachschub auch ankommt. Mehr Kohlekraftwerke bedeutet gleichzeitig mehr Kohlebergbau - also neue Braunkohlegruben und mehr Umweltzerstörung. Das ist aber noch nicht alles: In den Akkus sind sog. "seltene Erden" verbaut, also Metalle und Erze, die zumindest auf der Erde nur äußerst selten vorkommen und oftmals schwierig und teuer abzubauen sind - häufig in Entwicklungsländern unter prekären Bedingungen. Daher sind diese Metalle überaus knapp, sodass man wahrscheinlich den weltweiten Bedarf an Akkus schon bald nicht mehr wird decken können. Im Vergleich zu alldem wirkt ein Verbrenner plötzlich überraschend sauber. Sicher wird auch hier schon bei der Produktion die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen, von den endlichen Erdölvorräten einmal ganz zu schweigen. Dennoch sehen viele die flächendeckende Elektromobilität als Irrweg und meinen, die Industrie sollte allem Hype zum Trotz andere Wege einschlagen.

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NauMax 25.04.2018, 10:28
41.

Zitat von lobivia
OK, Ihr Verbrenner ist schnell aufgetankt. Ansonsten stinkt er, ist völlig ineffizient, macht Lärm und verbraucht nahezu ausschließlich nicht erneuerbare Rohstoffe. Und nu?
Ist bei Ihrem Hipstermobil auch nicht anders, nur dass der Gestank, der Lärm und die meisten Schadstoffe (aber auch nicht alle) auf die Orte der Energiegewinnung und des Mineralienabbaus zur Produktion des Verbrauchsguts "Akku" zentralisiert wurden. Die Umweltverschmutzung wird also lediglich irgendwohin verlagert, wo sie dem Fahrer nicht ins Auge/die Nase fällt... Auch Ihr Tesla benötigt alle paar Jahre neue Akkuzellen, weil die Alten ihre Leistungsfähigkeit verlieren. Für diese Akkus werden Unmengen an schwer erhältlichen Rohstoffen benötigt. Mein Kraftstofftank besteht aus beschichtetem rostfreien Edelstahl - und muss nur bei Beschädigung ausgetauscht werden.

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Jörg S. 25.04.2018, 10:28
42. Antriebseinheit

"..E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik wurden zu einer kompakten Komponente zusammengesetzt. Das gibt es sonst nirgendwo."
Doch! Das hat Tesla bereits 2012 im Model S vorgemacht.

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lobivia 25.04.2018, 10:31
43. #40 @naumax

Immer wieder bereits seit längerer Zeit widerlegte Pseudoargumente wiederkäuen. Tipp: Lernen Sie etwas über den Wirkungsgrad! Und nein, Verbrenner sind nicht im geringsten sauber.

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Sixpack, Joe 25.04.2018, 10:37
44. Deutschland Braunkohleweltmeister!

Zitat von NauMax
Warum versucht die Deutsche Industrie wohl, möglichst nicht auf diesen Hypetrain aufzuspringen? Ich vermute mal, es liegt daran, dass die Damen und Herren vom Fach wissen, dass Elektroautos eine ökologische Katastrophe sind, gegen die selbst der vielgescholtene Diesel global betrachtet harmlos erscheint! Ihren vermeintlichen ökologischen Vorteil beziehen Elektroautos aus dem Fehlen lokal erzeugter Schadstoffemissionen. Das ist es aber .....
Sie beklagen sich über die Braunkohle, dann beklagen sie sich bitte in Berlin. Deutschland ist (gleichauf mit China) Braunkohleweltmeister! Nur hat China schon den Diesel in den Städten verboten, und fahren E-Busse. (Nur in Shenzen schon 16.000!). Auf Amsterdam flughafen fahren auch E-busse. In Deutschland bekommt man nicht mal einen (sauberen) Flughafen hin. Es ist schön längst bewiesen das E-Autos die saubere Alternative sind bei mehr als 30.000 km Fahrleistung.

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NauMax 25.04.2018, 10:42
45.

Zitat von Oberleerer
Die Reichweite der E-Autos entspricht schon fast denen der Benzin-Motoren. Ich hatte am Wochenende einen Opel Grandland. 1,2cm³, 3 Zylinder, Turbo, 130PS, auf der Geraden 160 km/h. Nach 450km war .....
450km bei 160? Die meisten E-Autos schaffen das bei durchgehend 100! Mit der Geschwindigkeit komme ich mit meinem Audi von meiner Holsteinischen Heimatstadt bis nach Österreich! Selbst mit deutlich realistischeren und disziplinierten 130km/h schaffe ich es bis deutlich hinter Frankfurt.

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lobivia 25.04.2018, 10:46
46. #41 @Naumax

1) Ich fahre keinen Tesla. 2) Die Rohstoffe eines Akkus lassen sich zurückgewinnen. Versuchen Sie das mal bitte mit Ihrem Treibstoff. 3) Welche schwer erhältlichen Rohstoffe meinen Sie konkret. Da ist schließlich kein Erdöl drin, für dessen Gewinnung man teilweise schon Lagerstätten nutzt, die kilometertief unter dem Meer liegen.

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NauMax 25.04.2018, 10:50
47.

Zitat von Sixpack, Joe
Sie beklagen sich über die Braunkohle, dann beklagen sie sich bitte in Berlin. Deutschland ist (gleichauf mit China) Braunkohleweltmeister! Nur hat China schon den Diesel in den Städten verboten, und fahren E-Busse. (Nur in Shenzen schon 16.000!). Auf Amsterdam flughafen fahren auch E-busse. In Deutschland bekommt man nicht mal einen (sauberen) Flughafen hin. Es ist schön längst bewiesen das E-Autos die saubere Alternative sind bei mehr als 30.000 km Fahrleistung.
Letztendlich erwarte ich von meiner Regierung genau das: eine deutliche Reduzierung der Abgebauten Braunkohlemengen zugunsten alternativer Energieträger. Ein vollständiger Kohleausstieg wird nicht vor der nächsten Jahrhundertwende möglich sein, aber zumindest zurückfahren sollte man diese Art der Energiegewinnung trotzdem. Im Übrigen setzen auch in Deutschland immer mehr Städte auf E-Busse. Chinesische Städte haben im Übrigen auch mit Dieselverbot eine Luftqualität wie sie in Deutschland nur im Ruhrgebiet in der Mitte des 20. Jahrhunderts vorherrschte! In Deutschland sind derart drastische Maßnahmen schlicht unnötig, vor allem wenn man andere Feinstaubquellen einfach weiter subventioniert. Die Stadt Kiel setzt beim ÖPNV neuerdings auf E-Busse, macht die dortigen Einsparungen beim Feinstaub aber durch eine immer restriktiver werdende Verkehrsführung gleich wieder zunichte. Noch ein paar Baustellen mehr auf der Umgehungsstraße und schon sind die Grenzwerte ganzjährig überschritten, weil dort ganzjährig der Verkehr im Schritttempo entlangkriecht. Von der fehlenden Landstromanlage im Hafen einmal ganz zu schweigen!

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neurobi 25.04.2018, 10:50
48.

BMW hat bisher alles gut gemacht und ein eigenständiges E-Auto angeboten. Jetzt macht BMW den Fehler, den VW bisher gemacht hat und baut in ein konventionelle Karosserie einfach einen Elektroantrieb.
Verbrennungs- und Elektroantrieb stellen aber ganz andere Anforderungen an eine Karosserie.
VW macht es genau umgekehrt, nur leider schielt man dabei nur auf das Geld.
Mir sind selbst Leaf und Zoe noch zu groß und zu teuer.
Ich würde nie mehr als 12000-15000 Euro für einen Elektroauto bezahlen.

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NauMax 25.04.2018, 10:53
49.

Zitat von lobivia
1) Ich fahre keinen Tesla. 2) Die Rohstoffe eines Akkus lassen sich zurückgewinnen. Versuchen Sie das mal bitte mit Ihrem Treibstoff. 3) Welche schwer erhältlichen Rohstoffe meinen Sie konkret. Da ist schließlich kein Erdöl drin, für dessen Gewinnung man teilweise schon Lagerstätten nutzt, die kilometertief unter dem Meer liegen.
Erdölquellen sind relativ leicht zu erschließen: Man muss nur ein Loch bohren und den vorhandenen Überdruck nutzen, um das Öl an die Oberfläche zu befördern. Nach dem Druckausgleich reicht eine einfache Vakuumpumpe. Das kann man seit dem 19. Jahrhundert. Der Abbau seltener Erde erfolgt in riesigen Tagebauen und in tiefen Bergwerksstollen. Auch das ist keine High-Tech, allerdings für die gewonnene Menge an Rohstoffen deutlich aufwendiger.

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