Forum: Auto
BMW i3 im Winter: Aus Freude am Frieren
Michael Specht

Wenn es kalt wird, sinkt die Reichweite eines Elektroautos dramatisch. Und: Je mehr man heizt, umso weniger weit kommt man. Egal, unser Autor Michael Specht möchte nicht auf seinen BMW i3 verzichten - trotz kalter Finger.

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Sandbänker 01.03.2018, 05:36
1. Ganz toll,

ein "Fahrzeug" mit dem man von Hamburg aus keinen Tagesausflug an Ost- oder Nordsee durchführen kann und im Winter froh sein muss die Küste überhaupt zu erreichen.

Aber dafür ist der Autor sicher Eigner eines zusätzlichen, richtigen Automobils und jettet ansonsten in der Weltgeschichte herum um dem Winter zu entkommen?

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aurichter 01.03.2018, 05:50
2. Ja Klasse

Herr BMW i3, jetzt wissen wir Luftverpester wie toll man(n) sich fühlt mit der super fortschrittlichen Elektrokiste mit 90km Reichweite und einer super fortschrittlichen Heizung, die nichteinmal das Lenkrad wärmt noch die Scheiben freihält. Zu guter Letzt bekommt der Stinker noch einen Tritt vor's Schienbein, da fühlt sich der normale Autofahrer, der sich die "moderaten" Anschaffungskosten für diese E-Kisten nicht aus dem Ärmel schütteln, gleich viel wohler. Entspricht in etwa dem Gefühl eines Räucherstäbchen, der über Jahre von Mitmenschen, auch Anti-Raucher-Fetischisten und der Gemeinde Gesundheitsorganisation permanent drangsaliert und an den Pranger gestellt wird. Da freut man sich nun ob dieses Erfahrungsberichtes auf zukünftige E-Mobilität im Winter, auch wenn es für manchen Pendler gerade einmal zur Arbeitsstelle reicht, übernachten kann man dann ja auf Arbeit. Habe echt Mitleid mit Ihnen, da bei dem Neupreis gewisse erforderliche Utensilien zum Fahrzeug erst später in der Aufpreisliste auftauchen und bitter benötigt werden, da ansonsten der Winterbetrieb einem Dejavue mit einem Nachkriegskäfer gleichkommt, bei geöffnetem Seitenfenster den Kopf Hinausstrecken und die Strasse im Blick behalten. Die einzige Botschaft daraus ist vermutlich nur dem deutschen Dieselfahrer das fahren zu vermeiden. Positives bzgl E-Mobilität ist nicht zu erkennen. Frohes zittern noch ;-)

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harry2405 01.03.2018, 05:55
3. Übergangstechnologie

So warm ist es in diesem Tagen in einem Dieselfahrzeug ohne Standheizung nun auch nicht. Eben wegen des - im Gegensatz zum Benziner - höheren Wirkungsgrades dauert es 15 - 20 km, bis es angenehm warm wird. Von einem Wärmeüberschuß, der auch das Öffnen der Fenster bei Minusgraden erlaubt, kann überhaupt keine Rede sein. Dennoch sind die beschriebenen Probleme von E-Autos bei Kälte die reinste Antiwerbung für diese Antriebsart. Sie sind teuer, technologisch bald wieder veraltet und haben eine geringe Reichweite. Das kann nur eine Übergangstechnologie auf dem Weg zur Brennstoffzelle sein.

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zimmi0102 01.03.2018, 06:02
4. Nicht ein einziges sinnvolles Argument für den i3

Es ist schon fast bedauernswert, wie der Autor in Ermangelung irgendeines Arguments zu einem positiven Fazit zum i3 gelangt. Heute Nacht sind es um -10 Grad. Welche Reichweite hat der i3 jetzt noch? 30km, oder vielleicht 50? Aber bitte nur ohne Heizung, Licht etc.
Apropos: Ja, der Wirkungsgrad des Dieselmotors ist kleiner als der eines Elektromotors. Aber mal überlegt, woher der Kohlestromer seine Energie bezieht? Ich glaube, dass die regenerative Energie gerade ein bisschen schwächelt ;-)

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Der einfache Bürger 01.03.2018, 06:09
5. Sauber?

Die Herstellung der Akkus und die Entsorgung, die ja irgendwann mal fällig werden, belasten die Umwelt in einem hohen Maße.
Ebenso der Strom, der für die Ladung benötigt wird. Er wird bisher überwiegend von Kohlekraftwerken geliefert.
Elektrofahrzeuge sind ineffizient und belasten ebenfalls indirekt die Umwelt in einem hohen Maße.
Außerdem gehen auch noch die nicht unerheblichen Subventionen zu Lasten der Steuerzahler.

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riomaster181 01.03.2018, 06:10
6. Zwischen den Zeilen

Was kann man diesem Artikel entnehmen? Die kaum zu erschütternde Begeisterung des Autors für E-Autos scheint auf der festen Überzeugung zu beruhen, durch die Wahl des richtigen Mobils ein besserer Mensch zu sein (und das auf siese Weise natürlich auch nach außen zu demsonstrieren). Nüchtern betrachtet sind die beschriebenen Probleme/Einsschränkungen im Winterbetrieb Killerkriterien für alle diejenigen, denen der Weltverbesserungsansatz abgeht.

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gorontalo 01.03.2018, 06:17
7. Ist mir ein Rätsel,

warum es für E-Autos kein Winterpaket mit Zusatzheizung z.B. mit Brennspiritus gibt.

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schlauchschelle 01.03.2018, 06:21
8. Nun, Herr Specht,

ich gönne Ihnen den Spaß mit Ihrem, sorry, aus meiner Sicht, Spielzeug. Wenn man es, aus Überzeugung, gut findet, bei -10°C in einem kalten Auto frierend und eingepackt wie Bibendum mit beschlagenden Scheiben zu sitzen, dabei immer schön mit Bedacht zu fahren, um ja auch möglichst weit zu kommen, nur zu. Dann darf aber kein Stau oder stockender Verkehr sein, sonst kann es passieren, dass man in seinem e-Mobil der Stau ist (Akku leer). Fährt man dann eigentlich ohne Beleuchtung und Lüftung? Dass per App ein Zuheizer angeschaltet werden kann, der aber, logischer Weise, mit Netzstrom läuft und die Energie eines Durchlauferhitzers benötigt, macht es nicht besser. Zumal es im Winter zwischen Dezember und März, ja sogar von November bis Mai, durchaus schon mal kalt werden kann, oder hofft die Elektrolobby auf den Klimawandel? So, und nun stelle ich mir vor, jeder 3. einer Siedlung will nachts (Solarstrom) bei Windstille (Windräder arbeiten erst ab ~43Km/h Windgeschwindigkeit brauchbar) und -5°C elektrisch zuheizen mit +15kW, da kollabieren die besten Netze der Welt. Wenn ich dann lese (aktuelle CHIP), dass die Regierung 100000 Ladestationen bauen bzw. pushen und private Schnelladestationen bezuschussen will mit Fördermitteln, schüttele ich nur den Kopf. Ideologische Verblendung pur. Ich bleibe dabei: E-Mobilität in der Stadt bzw. bis 40Km ist okay, als 2. Wagen oder Spielzeug für Gutbetuchte auch. Für mich aber unbrauchbar: 1. die Reichweite witzlos (täglich 140Km gesamt, keine Lademöglichkeit am Arbeitsort), 2. ich mich nicht bis zu 1. Std. in einen kalten und unwirtlichen Materialhaufen quetsche, 3. bisher kein brauchbarer Kombi dabei, 4. keine AHK möglich und 5. die Aufladesysteme (aktuell 4 Systeme? oder gar 6?) weniger als in den Kinderschuhen stecken.....

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CobCom 01.03.2018, 06:31
9.

Klingt als würde er die Fahrzeugkosten gegen die gesparten für die Domina aufrechnen, die ihn sonst quälen müsste. Und die Abwärme bläst derweil das Kraftwerk raus, dass auch nur im Kombibetrieb wirklich gute Wirkungsgrade hat. Vielleicht einen Fernwärmeanschluss an die Karre, damit wenigstens KWK läuft?
Und nein: Mit der Reichweite und Nebenbedingungen ist das Ding nicht alltagstauglich.

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