Forum: Auto
BMW i3 im Winter: Aus Freude am Frieren
Michael Specht

Wenn es kalt wird, sinkt die Reichweite eines Elektroautos dramatisch. Und: Je mehr man heizt, umso weniger weit kommt man. Egal, unser Autor Michael Specht möchte nicht auf seinen BMW i3 verzichten - trotz kalter Finger.

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det42 01.03.2018, 19:42
290. sorry, ich habe Ihren Plan immernoch nicht verstanden....

Sie wollen also in der Wüste Wasserstoff produzieren...
sollen wir einmarschieren oder wer soll das machen ?
wer soll das bezahlen ?
was ist, wenn die betroffenen Länder keinen Bock darauf haben ?
was ist, wenn es aufgebaut ist und sie keinen Bock darauf haben ?
was ist, wenn Terroristen keinen Bock darauf haben ?

wir sollen also ALLES auf Wasserstoff hier umstellen (Heizung, Kraftwerke, Mobilität) und den Rohstoff aus den Wüsten beziehen. Sorry, das nenne ich hochgradig naiv. Mal abgesehen vom erbärmlichen Wirkungsgrad und 10-fachen Kosten, so abhängig macht sich kein Staat auf tausende Kilometer Rohstoffbezug. Da müsste in fremden Ländern 1000 Milliarden Euro investiert werden, wovon wir direkt nichts haben... im Gegenteil, die Abhängigkeit wäre wie beim Öl mit allen negativen Konsequenzen gegeben, das können Sie ernsthaft nicht wollen.
Viel billiger und sicherer ist der Aufbau einer eigenen Infrastruktur mit eigener regenerativer Energie und der effizienten Speicherung in Hausspeicher- und Autoakkus... mit dezentraler flächenweiter Energiegewinnung, sehr gerne nicht ausschließlich von Großunternehmen, sondern von Genossenschaften und einer Vielzahl Privatpersonen... das ist für mich die Zukunft für die nächsten 20 Jahre und nicht die Fortführung unserer mörderischen und korrupten Ölgesellschaft zu einer ebenso schlimmen Wasserstoffgesellschaft...
Nein Danke

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Lotus Driver 01.03.2018, 19:42
291. Elektro-Kutsche

Ich lach mich gerade schlapp, bei aktuell minus 10 oder 20 Grad dann 50-70 km Reichweite in einer eiskalten Karre.
Kein Wunder dass i3 und i8 absolut unverkäuflich sind.
Was hat dieser abgrundhässliche bayerische Elektroschrott nochmal gekostet ?

Mann kann sich wirklich alles schön reden....das Resümee diese Artikels ist das beste Beispiel.

Aber aus Schei... wie niemals Gold ;)

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Zuversicht 01.03.2018, 19:44
292. Interessant!

Zitat von Reinhardt_Österreicher
Das Konzept des i3 geht einfach nicht auf. Ein Elektroauto mit weniger als 300km (Sommer)reichweite funktioniert einfach nicht. Tesla hat das schon lange erkannt.
Dann zeigen Sie uns doch mal den Tesla, der bei 3,99 Meter Länge 300 km (Sommer)reichweite schafft. Aber den i3 können Sie ab Ende des Jahres damit bekommen, sofern BMW endlich die 120 Ah Akkus anbietet.
Gerade beim i3 REX geht das Konzept hervorragend auf. Für die normalen Alltagsstrecken reicht der Akku locker und wenn es weiter weg gehen soll, und man keine Lust auf Ladepausen hat, fährt man halt mit einem fossilen Motor weiter.

Und nicht jeder muss sich ja so anstellen wie der Verfasser des Artikels. Es geht auch komfortabel und bequem. Übrigens nicht nur mit dem i3 sondern mit fast allen EV's.

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lobivia 01.03.2018, 19:48
293. @grobi123

Beachten Sie bitte auch meinen Beitrag #269. Power to fuel ist Unsinn, ich habe es Ihnen doch vorgerechnet, bitte kontern Sie doch nicht immer nur mit Behauptungen. Lithium ist übrigens das dritthäufigste Element der Erdkruste, man fördert es ua in Chile, das habe ich schon Mitte der 90er in Augenschein genommen. Muss ich mich eigentlich immer für meine Ausbildung entschuldigen, ich halte es nicht für verwerflich, Biologe und Geograph zu sein. Ich empfinde solche Reaktionen in der Tat als ad hominem, ich bezeichne die von Ihnen gelieferten Angaben höflicher Weise auch nicht als das, was sie sind.

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thedoctor46 01.03.2018, 19:48
294.

Zitat von premstar_pill
Es gibt kein "second life" für alte Akkus aus Elektroautos weil erstens die Risiken für die Gewährleistung viel zu hoch sind um sowas kommerziell zu vertreiben und zweitens ...
..Sie sind - wie so oft - mal wieder absolut sachunkundig bzw. haben den Begriff des "Second Life" nicht verstanden:

Bevor es zum echten Recycling geht, gibt es also etliche Zwischenschritte. Den wichtigsten nennen die Fachleute "Second Life", das zweite Leben. Ein Begriff, der erklärt sein will. Wenn Batterien altern, verlieren sie langsam ihre Kapazität. Bei Elektroautos ist das ein Problem, weil damit die Reichweite sinkt. Die Garantiegrenzen liegen zwischen 70 und 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Sind diese Werte unterschritten, gilt die Batterie für den Gebrauch im Fahrzeug als verschlissen.

Damit ist sie aber keineswegs technisch defekt. Sie kann weiterverwendet werden, etwa als stationärer Zwischenspeicher im Haus, um Strom aus Fotovoltaikanlagen zu puffern. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) geht in einem Papier davon aus, dass die Lebensdauer so auf "20 Jahre und mehr" verlängert werden könnte.


Diese Akkumulatoren sind technisch äußerst hochwertig und mit aufwendiger Elektronik zur Laderegelung ausgestattet - die wird sich auch niemand "in den Keller stellen" - dafür gibt es ein Rücknahmesystem bei allen Autoherstellern, die so ein Fahrzeug in ihrem Produktportfolio haben.

Solche Fehlinformationen wie die Ihre haben nur einen Sinn: Verunsicherung zu verbreiten...... .

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det42 01.03.2018, 19:54
295. sorry, Sie haben keine Ahnung

Zitat von premstar_pill
Es gibt kein "second life" für alte Akkus aus Elektroautos weil erstens die Risiken für die Gewährleistung viel zu hoch sind um sowas kommerziell zu vertreiben und zweitens weil neue Marken-Zellen mit hohem Wirkungsgrad und mit Garantie mittlerweile viel zu billig sind um sich eine Batterie aus ausgelutschten Altzellen mit hohem Innenwiderstand und dadurch unterirdischen Wirkungsgrad in den Keller zu stellen. Auch wenn noch tausend technisch/kommerziell unbedarfte Elektroautofans das in irgendwelche Foren posten bleibt das so.
Die Hersteller haben sich bereits jetzt schon dazu positioniert. Die Zellen werden sortiert und ausbalanciert, überhaupt kein Hexenwerk. Die Akkus haben dann zwar nur noch 80%, aber immernoch z.B. über 30kWh, eigentlich viel zu viel für Hausbesitzer.... 20 kWh Stunden kann man da locker mit Garantie geben. Und sie werden im Haus auch kaum noch belastet mit einstelligen kW-leistungen... die "Rentenzeit" schaffen die locker Minimum noch 10 Jahre, eher deutlich mehr.
Und wenn die Hersteller das nicht machen, findet sich ein solider Gebrauchtmarkt, da können Sie sich sicher sein. PV-Besitzer lechzen nach solches.
... sagt der, der bereits einen 20 Jahre alten Staplerakku als Hausspeicher einsetzt... Null Problemo...

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Fait Accompli 01.03.2018, 19:59
296. @supergrobi

Mag ja sein, dass sie mit H2 oder Power2Gas symphatisieren, aber als Leser bekommt man den Eindruck, dass es Ihnen eher darum geht, genauso zu tanken wie beim Benzin, und das Ihnen Wirkungsgrade und Kosten, gerade Kosten in exorbitanter Höhe, entweder nicht klar oder nicht so wichtig sind.

Nochmal: H2 braucht viermal so viel Strom, als wenn man diesen direkt verfahren würde. Damit viermal so teuer. Wie kann man jemanden einen vierfachen Preis schmackhaft machen? Power2Gas ist noch ineffizienter. Die Hoffnung, dass ein einen besserer Wirkungsgrad es reissen wird, können Sie begraben. Da ist die Physik gegen. Selbst eine illusionäre Effiziensteigerung von 25% würde bedeuten, dass man immer noch dreimal mehr Strom braucht.

Auch die Verlagerung der Stromerzeugung in die Wüste ist keine Lösung. Für BEV könnte man dies ebenso tun, müsste aber dann immer noch nur 1/4 der Leistung für H2 installieren. Und wir reden hier von einem Invest in zigfacher Milliardenhöhe. Wer soll und will das zahlen?

Sie müssten für H2 zudem die gesamte Infrastruktur aufbauen, wie sie für Benzin bekannt ist: Raffinerien, Tanks, Pipelines, Tankstellen. Das wäre für BEVs nicjt nötig. Wie soll man Leuten diese Kosten schmackhaft machen (3stellige Mrd-Beträge), wenn es auch ohne geht?

Außerdem ist der erhöhte Energieaufwand für BEVs gering genug, so dass wir ihn wahrscheinlich selber wuppen könnten. Wir wären dann unabhängig von externen Treibstoffimporten. Bei Ihrer Lösung geht das nicht, jedefalls nicht ökologisch. Wir würden eine externe Abhängigkeit durch eine andere tauschen. Wo ist da die Verbesserung?

Also: Ihr Vorschlag ist viermal ineffizienter, braucht Invest in gigantischer Höhe und wir verbleiben in externer Abhängigkeit. Das wäre nur dann ok, wenn umgekehrt die Vorteile ebenso gigantisch wären. Die sehe ich nicht. Welche wären es denn? Nur ein schöneres Gefühl beim Tanken? Aber das kann es ja nicht sein.

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Fantastic 01.03.2018, 20:16
297. Elektroauto

Gorbatschow hat ja mal gesagt: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" Den Satz kann man auch umdrehen: "Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben". Sagt meine Frau auch immer.
Aber Scherz beiseite: Ich habe einmal eine hypermoderne Hallen-Strahlungsheizung erleben dürfen. Hat nur sehr schlecht funktioniert und mußte vom Unternehmen ausgetauscht werden. In diesem Fall beißen die Hunde den Ersten.Man wird als Versuchskaninchen mißbraucht. Das war mir eine Lehre!

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toll_er 01.03.2018, 20:22
298. Zweit-Drittauto

Zitat von Hagbard
Na ja, na ja. Letzen Endes läuft doch alles aufs persönliche Profil hinaus. Da, wo es passt, haben E-Autos durchaus ihren Platz. Konkret: Meine Frau und ich haben je ein Auto. Jeder von uns hat viele kurze Fahrten unter 10 km und einige längere Fahrten. Unser Plan ist: bei der nächsten Neuanschaffung kaufen wir einen Stromer. Mit dem machen wir dann die Kurzstrecken. Mit dem verbleibenden Verbrenner fahren wir die Langstrecken. Aufladen können wir den Stromer über unser PV-Anlage. Die macht mehr Strom, als wir (ohne Zwischenspeicher) verbrauchen. Da ist das Auto ein guter Abnehmer. Realistisch betrachtet kommt man auch im Winter ausreichend weit. Mir scheint, als würde die Verwendbarkeit von E-Autos an Kriterien gemessen, für die E-Autos nicht gemacht sind. Ich sag ja auch nicht, dass ein Kombi unbrauchbar ist, weil ich damit keine 7,5 t befördern kann. E-Autos sind im Augenblick gut für bestimmte Einsätze. Dafür sollte man sie nutzen.
Ist E klar: Diese E-Fahrzeuge sind reine Luxusfahrzeuge, die zusätzlich für die richtigen Kurzstrecken... zum Aldi, zur Kita, zur Schule eingesetzt werden. Alles Fahrten, die entweder überflüssig oder mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigt werden können. Die Autoindustrie reibt sich die Hände....

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pkfsns 01.03.2018, 20:33
299. Elektroauto - mit Abstand mein bestes Winterauto bisher

Bei dem Artikel musste ich herzhaft lachen über die verdrehten Tatsachen.
Ich fahre seit einem Jahr den Hyundai Ioniq electric und ich hatte bisher noch nie so ein tolles Winterauto. Man steigt in das Elektroauto und nach 2 Minuten ist es bereits angenehm warm denn warme Luft kommt sofort aus den Lüftungsdüsen. Nach etwa 3 Minuten muss ich die Lenkradheizung deaktivieren, denn sonst werden mir die Finger zu warm. Nach etwa 5 Minuten brennt mir der Arsch wenn ich die Sitzheizung nicht zurückstelle.
Mag gar nicht mehr an die Verbrenner denken, wo ich schon fast durch die ganze Stadt gekommen bin, bis die Kiste langsam anfängt zu heizen. Denke auch mit Grauen an die Zeiten zurück wo man mit dem Eiskratzer die Scheiben freikratzen muss. Bei meinem Elektroauto reicht bei leichtem Eis die Heizung für 2 Minuten laufen zu lassen.
Leute lasst Euch von der "only bad news are good news" Presse nicht veralbern, probiert mal ein zeitgemäßes Elektroauto, am besten den Ioniq, aus. Ihr werdet schon nach wenigen Minuten feststellen, dass die Presseberichte alles quatsch sind.

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