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BMW i3 im Winter: Aus Freude am Frieren
Michael Specht

Wenn es kalt wird, sinkt die Reichweite eines Elektroautos dramatisch. Und: Je mehr man heizt, umso weniger weit kommt man. Egal, unser Autor Michael Specht möchte nicht auf seinen BMW i3 verzichten - trotz kalter Finger.

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5412 01.03.2018, 20:34
300. Optional

Zitat von premstar_pill
SIE haben doch damit angefangen zu behaupten dass ein Elektroauto mit 28 kWh-Akku (m)einem "Verpenner" überlegen wäre. Ich war schon viel mit Elektroautos unterwegs und da kam es schlicht und ergreifend immer wieder mal vor dass man; wegen eines spontanen Umwegs, einem Stau, einem Fehler in der Ladezustands-Anzeige (hatte ich recht häufig); mit "14% Akku; Restreichweite 20km" im Display ohne Klima/Heizung und Schrittgeschwindigkeit ans Ziel geschlichen ist. Wer behauptet dass sowas im Alltag eines Elektroautofahrers nicht vorkommt den muss ich der Lüge bezichtigen.
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich wirklich in einem BEV unterwegs und erzähle hier nicht irgendwelche Schauermärchen, die ich gegoogelt habe, oder die Ihnen ein Freund am Stammtisch erzählt hat.
Ich fahre einen Hyundai Ioniq fast ein Jahr und bewege mich auf die 25k km zu. Nicht eines der von Ihnen beschriebenen äh erfundenen Probleme hatte ich bisher. Wie soll man bei Reichweiten von 180-280km und einer maximalen täglichen Fahrstrecke von 60-100km auch liegen bleiben können.
Längere Fahrten nach Berlin, Dänemark und Amsterdam gingen auch dank guter Infrastruktur. Ein Bekannter ist mit demselben Typ sogar von HH nach Kroatien gefahren. Wenn Sie mögen gebe ich Ihnen gerne den link zu seinem Urlaubsbericht.

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monolithos 01.03.2018, 20:37
301.

Zitat von det42
Sie wollen also in der Wüste Wasserstoff produzieren... sollen wir einmarschieren oder wer soll das machen ? wer soll das bezahlen ? was ist, wenn die betroffenen Länder keinen Bock darauf haben ? was ist, wenn es aufgebaut ist und sie keinen Bock darauf haben ? was ist, wenn Terroristen keinen Bock darauf haben ? wir sollen also ALLES auf Wasserstoff hier umstellen (Heizung, Kraftwerke, Mobilität) und den Rohstoff aus den Wüsten beziehen. Sorry, das nenne ich hochgradig naiv. Mal abgesehen vom erbärmlichen Wirkungsgrad und 10-fachen Kosten, so abhängig macht sich kein Staat auf tausende Kilometer Rohstoffbezug. Da müsste in fremden Ländern 1000 Milliarden Euro investiert werden, wovon wir direkt nichts haben... im Gegenteil, die Abhängigkeit wäre wie beim Öl mit allen negativen Konsequenzen gegeben, das können Sie ernsthaft nicht wollen. Viel billiger und sicherer ist der Aufbau einer eigenen Infrastruktur mit eigener regenerativer Energie und der effizienten Speicherung in Hausspeicher- und Autoakkus... mit dezentraler flächenweiter Energiegewinnung, sehr gerne nicht ausschließlich von Großunternehmen, sondern von Genossenschaften und einer Vielzahl Privatpersonen... das ist für mich die Zukunft für die nächsten 20 Jahre und nicht die Fortführung unserer mörderischen und korrupten Ölgesellschaft zu einer ebenso schlimmen Wasserstoffgesellschaft... Nein Danke
Nun ja, gewaltsame Landnahme ist bei uns zum Glück etwas aus der Mode gekommen. Wie wäre es, den Wasserstoff den Ländern, die von reichlich Sonne gesegnet sind, einfach abzukaufen? Mit dem Erdöl und Erdgas machen wir das ja auch nicht anders. Da wurden auch Milliarden in Fördertechnologien investiert. Auch dabei begeben wir uns in die Abhängigkeit anderer Staaten. Auch da wird der Stoff über tausende von Kilometern transportiert. Was ist denn der Unterschied zwischen einer Erdgaspipeline und einer Wasserstoffpipeline? Außerdem kann man die Technologie einen Schritt weiter denken: 2 * H2 + CO2 = CH4 + O2, also fast nichts anderes als Erdgas (dann als Windgas oder Sonnengas) und frischer Luftsauerstoff. Vielleicht gelingt auch irgendwann die Synthese längerkettiger Kohlenwasserstoffe, die dann drucklos flüssig gelagert und transportiert und vielleicht direkt in Verbrennungsmotoren verbrannt werden können. Dann wären Sonnen- und Windbenzinautos klimaneutral unterwegs. Was Sie heute für unmöglich halten, ist morgen vielleicht schon Realität.

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5412 01.03.2018, 20:40
302. Optional

Zitat von toll_er
Ist E klar: Diese E-Fahrzeuge sind reine Luxusfahrzeuge, die zusätzlich für die richtigen Kurzstrecken... zum Aldi, zur Kita, zur Schule eingesetzt werden. Alles Fahrten, die entweder überflüssig oder mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigt werden können. Die Autoindustrie reibt sich die Hände....
Ein BEV schafft heute schon 150km auch unter wiedrigen Bedingungen und deckt damit den Bedarf von 80-90% der PKW Fahrer ab. Der Schnitt fährt kaum 15k km im Jahr und am Tag unter 100km. Für die alle ging das.
Die Autoindustrie reibt sich viel mehr die Hände, weil sie die Mehrheit beim Verpenner lassen möchte, um diese auch weiterhin abmelken zu können. Das Problem Nummer eins aus deren Sicht ist nämlich die Tatsache, dass nicht mal annähernd so viele Reparaturen und damit Gewinne anfallen wie beim Verpenner. Darum wird auch schleppend geliefert um abzuschrecken.

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Trevor Philips 01.03.2018, 21:15
303.

Zitat von 5412
Unsinn ich beziehe Ökostrom von Lichtblick und zahle seit über 10 Jahren den entsprechenden Aufpreis. Und sie? Wieviel ist IhnenUmweltschutz wert, oder doch eher Geiz ist geil?
Na ja also wenn Sie "Ökostrom" von Lichtblick beziehen will ich ja mal nichts gesagt haben, damit ist der Planet gerettet.
Der Umweltschutz ist mir immerhin Enermy: Kernstrom wert.

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Neandiausdemtal 01.03.2018, 21:21
304. Stimmt schon

Zitat von cindy2009
Ein i3 hat etwas, was nur sehr spezielle Fahrzeuge hatten und es im Serie so nicht gab. Eine Karosserie aus CFK. Ähnlich dem A8 mit seiner Karosse aus Aluminium damals, hat BMW auf etwas neues gesetzt.
Spannend am Karosseriewerkstoff sind m.E. nur 3 Aspekte. 1. Kosten bei Herstellung und Reparatur. 2. Der ökologische Abdruck bei der Herstellung und Entsorgung. 3. Sicherheit. Das herkömmliche Stahlblech sieht da vergleichsweise gut aus.
Bei den Punkten 1 und 2 schneidet Aluminium eher schlecht bis ganz schlecht ab. Ein Irrweg, zumal ein A 8 nur wenig, wenn überhaupt, leichter als die Konkurrenz von BMW und Benz ist.
Die Kohlenstofffaserplatten, aus denen der i3 fabriziert ist, dürften bei diesen beiden Kriterien auch verheerend abschneiden.
M. E. ist das am Markt, zumindest am Massenmarkt, vorbei konstruiert. Ob das Ding ein Technologieträger sein soll, steht dahin.

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det42 01.03.2018, 21:28
305.

Zitat von monolithos
Nun ja, gewaltsame Landnahme ist bei uns zum Glück etwas aus der Mode gekommen. Wie wäre es, den Wasserstoff den Ländern, die von reichlich Sonne gesegnet sind, einfach abzukaufen? Mit dem Erdöl und Erdgas machen wir das ja auch nicht anders. Da wurden auch Milliarden in Fördertechnologien investiert. Auch dabei begeben wir uns in die Abhängigkeit anderer Staaten. Auch da wird der Stoff über tausende von Kilometern transportiert. Was ist denn der Unterschied zwischen einer Erdgaspipeline und einer Wasserstoffpipeline? Außerdem kann man die Technologie einen Schritt weiter denken: 2 * H2 + CO2 = CH4 + O2, also fast nichts anderes als Erdgas (dann als Windgas oder Sonnengas) und frischer Luftsauerstoff. Vielleicht gelingt auch irgendwann die Synthese längerkettiger Kohlenwasserstoffe, die dann drucklos flüssig gelagert und transportiert und vielleicht direkt in Verbrennungsmotoren verbrannt werden können. Dann wären Sonnen- und Windbenzinautos klimaneutral unterwegs. Was Sie heute für unmöglich halten, ist morgen vielleicht schon Realität.
wir schnippen also mit dem Finger und die Länder sollen dann gefälligst 1000 Milliarden für die Wasserstoffproduktion investieren... hm... gute Idee... fragen wir sie mal...
... und weil es mit Erdöl so wunderschön mit Friede Freude Eierkuchen war, soll es auch mit Wasserstoff genau so fortgeführt werden. Diese Logik verstehe wer will, wenn wir zigfach billigere und unabhängig machendere Lösungen bereits haben, die sich bestens entwickeln und absehbar für (fast) jedermann in den nächsten Jahren funktionieren werden...

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premstar_pill 01.03.2018, 21:35
306.

Zitat von 5412
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich wirklich in einem BEV unterwegs und erzähle hier nicht irgendwelche Schauermärchen, die ich gegoogelt habe, oder die Ihnen ein Freund am Stammtisch erzählt hat. Ich fahre einen Hyundai Ioniq fast ein Jahr und bewege mich auf die 25k km zu. Nicht eines der von Ihnen beschriebenen äh erfundenen Probleme hatte ich bisher. Wie soll man bei Reichweiten von 180-280km und einer maximalen täglichen Fahrstrecke von 60-100km auch liegen bleiben können. Längere Fahrten nach Berlin, Dänemark und Amsterdam gingen auch dank guter Infrastruktur. Ein Bekannter ist mit demselben Typ sogar von HH nach Kroatien gefahren. Wenn Sie mögen gebe ich Ihnen gerne den link zu seinem Urlaubsbericht.
Warum muss von diversen Leuten in egal welcher Diskussiion immer gleich derart aggressiv, beleidigend und komplett verleugnend losgepoltert werden? Woher wollen Sie wissen wieviel, wo und wann ich bisher mit Elektroautos herumgefahren bin? Und wie kommen Sie bitte auf die Idee die Situation, mit einem Elektroauto nach einem spontanen Umweg (wenn sowas bei Ihnen auch laut Ihrer Beschreibung niemals vorkommt), einer Fehlfunktion der Reichweitenanzeige oder sonst irgend einem Unbill mit weniger Reichweite als erwartet/erhofft/errechnet dazustehen wäre zwingend erfunden/"gegoogelt" oder "vom Stammtisch"?
Was soll diese Unterstellung? In ausnahmslos jedem Reise-/Fahr-/Testbericht von BEV liest man von derartigen Situationen die dann Maßnahmen zum Energiesparen erfordern damit man sein Ziel noch erreicht.
Zu Verleugnen dass es zu solchen Situationen im Alltag kommt ist einfach unredlich.

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asb311 01.03.2018, 21:38
307. So ein Unsinn

Ich fahre ein Renault Zoe mit effektiven 300km Reichweite. Bei -10 Grad und mollig warmem Innenraum von 22 Grad sinkt die Reichweite auf 250 km! Kann ich jedem vorführen.

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emperordiablo 01.03.2018, 21:46
308. Man fährt also immer auf Reserve.

Bei meinem Auto kommt bei 100km Restreichweite die Reichweitenwarnung. Bei ca. 70km schau ich, das ich wieder voll tanke und dann komme ich bei humaner Fahrweise wieder ca. 800km. Mich würde es einfach zu sehr stressen im Prinzip bereits voll geladen mit einer Reichweitenwarnung loszufahren. Wer so ideologisch ist, der sollte einfach Rennrad fahren. Den 30km arbeitet schafft man damit auch.

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lobivia 01.03.2018, 21:51
309. #306 @premstar-bill :Desertec

Niemand beleidigt Sie, indem er oder sie power to fuel und ähnliche Technologien als Unfug bezeichnet, speziell in "sonnenreichen Gebieten". Da wurde doch schon investiert! Und da ging es nur um Strom und seinen Transport. Vor Jahren! Vergessen? DESERTEC!

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