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BMW : Kunden warten sechs Monate auf ein Elektroauto
BMW

Wer technisch vorne mitspielen will, muss sich hinten anstellen: Die Wartezeiten für einen BMW i3 sind lang. Dabei würde es den Münchnern politisch helfen, mehr Elektroautos zu verkaufen.

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maliperica 29.05.2014, 16:47
1. Das Schreckgespenst aus BY...

Zitat von sysop
Wer technisch vorne mitspielen will, muss sich hinten anstellen: Die Wartezeiten für einen BMW i3 sind lang. Dabei würde es den Münchnern politisch helfen, mehr Elektroautos zu verkaufen.
...wird doch ein Erfolg.

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PeBe123 29.05.2014, 16:59
2. Werbeausgaben

Dabei wird ueberall gross fuer die Kisten geworben, das Geld wird doch im Moment unnuetz verpulvert.

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smartphone 29.05.2014, 17:04
3. BMW sollte....

... mal statt "Arbeitsprofile" lieber echte Jobs ( unbefristet , keine Sklaventreiber ) zu fachkräftegerechter Bezahlung ausschreiben ( die Marge gibt das locker her --- nicht nur BWLer können rechnen ( meist sogar besser )) . Das gilt für weite Teile hier in Deutschland-einen Land mit bei genauer Rechnung extrem (!) hoher Arbeitslosigkeit .

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RGFG 29.05.2014, 17:12
4. CO2 als Industriepolitik

Mercedes und BMW werden sich umschauen müssen.

Und zwar im Wortsinn. Die 95g sind technisch kaum machbar, beim jetzigen Sortiment - auch nicht mit Elektroautos. Jetzt haben sie drei Möglichkeiten:

(1) Sie werden zum Vollsortimenter mit vielen kleinen Autos. Fängt ja teilweise schon an - es erschließt sich mir aber die Weisheit nicht, die Firmen in ohnehin schon überfüllte Marktsegmente zu zwingen, auf dass sie da weniger profitabel werden, auf dass sie genau so leicht in Schwierigkeiten geraten, wie die anderen Hersteller.

(2) Sie kaufen einen anderen Hersteller. Frankreich und Italien wären froh, wenn sie ihre Problemfälle bei Daimler und BMW unterstellen könnten - auch wenn die nach dem Fiasko mit Chrysler respektive Rover eigentlich so überhaupt keine Lust drauf haben.

(3) Sie werden von einem anderen Hersteller übernommen. Gut - Toyota würde sich wohl über BMW freuen. Wo allerdings läge jetzt die Weisheit, ein kerngesundes Unternehmen ins Ausland zu verkaufen?

Der Treppenwitz bei Alternative 2 und 3 ist aber derjenige, dass Mercedes und BMW die exakt gleichen Programme wie heute herstellen könnten - aber weil ihre CO2 Werte mit den anderen verrechnet werden, passen sie plötzlich in den Schnitt (...das ist auch der Grund, warum Audi kein Problem hat - die gehören zum 'Hersteller' VW)

Nochmal zum mitschreiben: Es könnte passieren, dass sich de facto nichts am ausgestoßenen CO2 ändert, weil nur die Berechnung anders gemacht wird - bloß dass man zwei gesunde Hersteller zu blödsinnigen unternehmerischen Entscheidungen zwingt.

Das ist reine Industriepolitik und kein Umweltschutz.

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Benjowi 29.05.2014, 17:20
5. Immer der Standardsündenbock.....

Selbstverständlich ist es -wie sollte es auch anders sein- der Standardsündenbock EU, der an allem die Schuld trägt. Dabei haben die deutschen Automobilkonzerne im Grunde die Entwicklung selbst verpennt, wobei BMW noch die rühmliche Ausnahme ist, denn E-Fahrzeuge könnten längst deutlich preiswerter sein und in der Reichweite besser liegen, wenn man das Problem nur konsequent angehen würde. In anderen Ländern klappt merkwürdigerweise ziemlich eindrucksvoll, was die Autobosse hierzulande als nicht möglich erachten!

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errare_humanum_est 29.05.2014, 17:27
6. Auf dem richtigen Weg..

Ja, natürlich ist es einfach immer auf die "böse" Automobilindustrie zu schimpfen, dass ja vermeintlich so wenig oder so langsam umweltfreundliche sprich spritarme Fahrzeuge auf die Strasse kommen. Bei aller Umweltromantik, letztlich müssen sich auch Fahrzeuge dieser Art verkaufen können und Gewinne erwirtschaften. Davon Leben nunmal direkt und indirekt viele Arbeitnehmer und deren Familien. Deshalb sind lange Wartezeiten jetzt bei BMW für mich nicht verwunderlich. Da werden die Produktionskapazitäten erst einmal "vorsichtig" geplant worden sein. Zumal die Fertigung einer vollständigen Verbundwerkstofffahrgastzelle sicherlich nicht problemlos sein wird. Insbesondere wenn man z.B. auch an die gescheiterten Versuche des Audi A2 oder 3l Lupo denkt. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass der Ruf nach Elektromobilität und den damit verbundenen Technologien wieder Umweltauswirkungen haben wird. Oder werfen Sie den LiIon Akku Ihres Handys einfach in den Müll?. Wie sieht die Wiederverwertung einer Composite Fahrgastzelle aus? Woher kommen diese Rohstoffe?. Wir werden sehen was noch kommt. Ich denke gesellschaftlich und ökologisch ist der Druck langsam hoch genug, dass ein Umdenken insbesondere auf der Kundenseite stattfindet. Daher werden wir in den nächsten 10-20 Jahren mehr Fahrzeuge dieser Klasse sehen.

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mythreecents 29.05.2014, 17:30
7. Besser schmieren!

Herr Reithofer übt also scharfe Kritik, da ohne Absprache Auflagen gemacht wurden. Ohne Absprache! Wo kommen wir denn hin, wenn Konzerne nicht mehr selbst die Gesetze schreiben?

Der Herr ist wohl verschnupft, weil Brüssel/Merkel trotz aller 690.000 Euro Schmiergeldes den Automobilkonzernen nicht noch weiter entgegengekommen ist. Nur eine 95% Lösung sozusagen.

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schwaebischehausfrau 29.05.2014, 18:20
8. BMW sollte sich bedanken....

BMW, Daimer & Co. wird der EU in einigen Jahren rückblickend dafür dankbar sein , dass die EU ihnen Feuer unter den Hintern macht. Weiterhin zu bremsen (weil man ja als Marktführer am meisten verlieren kann, wenn durch neue Technologien ganze Märkte + Marktanteile komplett durcheinandergewirbelt werden können) ist eine Strategie, die wenn's dumm läuft auch das Ende der Vorherrschaft bedeuten kann. Wenn man die neuen Player wie Tesla erstmal groß werden lässt, dann wird's nachher um so schwerer. Stattdessen sollte BMW jetzt richtig Gas geben und die Kapazitäten hoch fahren - die Zeit ist reif dafür...!!

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Peter_der_Grosse 29.05.2014, 18:21
9.

Zitat von RGFG
...Es könnte passieren, dass sich de facto nichts am ausgestoßenen CO2 ändert, weil nur die Berechnung anders gemacht wird - bloß dass man zwei gesunde Hersteller zu blödsinnigen unternehmerischen Entscheidungen zwingt. Das ist reine Industriepolitik und kein Umweltschutz.
Natürlich ist es ein weiterer Schritt zum Schutz der Umwelt, wenn der CO2-Ausstoss von heute 130g/km bis 2021 auf unter 95g/km sinkt. Und 2025 hoffentlich auf unter 70g/km !
Diese Werte sind nicht mehr alleine durch Motorenoptimierung zu erreichen, sondern auch bei Klein- und Kompaktwagen nur durch (Teil-)Elektrisierung des Antriebsstranges (z.B. 48V Mildhybrid oder Plug-In Hybride) und ggfs. einen beträchtlichen Anteil E-Kfz. Auch bei einer Übernahme eines Kleinwagenherstellers müsste dieser sich ordentlich ins Zeug legen, um die heutigen BMW-Abgaswerte unverändert bestehen zu lassen: in jedem Fall ein Gewinn für die Umwelt ! Aber teurer für den Endkunden, wenn er nicht auf ein kleineres oder einfacher ausgestattetes Modell wechselt. Der Autoindustrie ist es egal, da der Umsatz der gleiche bleibt. Erfreulicherweise werden Entwicklungsbudgets umgelenkt von Geländefahrwerken und PS-Monster-Motoren hin zu verbrauchsreduzierenden Maßnahmen: positive Auswirkungen der EU-Industriepolitik, die hier eine Führungsrolle vor USA, Japan und China hält bei der Abgasreduzierung.

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