Forum: Auto
Boom bei Elektrobikes: Vorfahrt mit schicken Akku-Flitzern

Die Autoindustrie bastelt noch, die Bikebranche steht bereits unter Strom: Angesichts hoher Benzinpreise boomt der Verkauf von Fahrrädern mit Akku-Antrieb. Dass sie inzwischen nicht mehr wie Reha-Geräte aussehen, dürfte den Absatz weiter beflügeln.

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dehnübung 01.11.2008, 13:52
1. Rad-Zukunft

Die Zukunft des Fahrrads als Mittel zur Mobilität hängt nicht nur entscheident vom Fahrrad selbst ab, sondern von anderen Faktoren, die von der Politik bestimmt sind.
Nehmen wir zum Beispiel eine Radfahrt in Lübeck.
Das Gelände ist meißt flach, mann/frau möchte meinen, ideal fürs Rad. Lübecker benutzen daran gemessen das Rad unterdurchschnittlich, obwohl sie mit dem Auto hoffungslos im Dauerstau stehen.
Die sogenannten Radwege, eine einzige Katastrophe. Lübecker müssen MTB fahren wenn sie nicht völlig durchgeschüttelt werden wollen, am besten ein Fully.
Politiker meinen, es reiche ein blaues Schild und dadurch entsteht ein Radweg. Den sollen sich die Radler, die schon mal 20-30km/h schnell sind mit Kindern, Hunden an vier Meter langen Leinen, Fußgängern teilen, während der Autofahrer mit allem Federungskomfort dieser Welt auf topfebenen Fahrbahnen dahinrollt/steht.
Es dürfte per Gesetz, keine Strasse mehr ohne seperaten Radweg gebaut werden.
10% der Investitionen für Verkehrswege müßte zwingend über mehrere Jahre in Radwege gesteckt werden.
Dann wird was draus.

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hans glueck 01.11.2008, 14:20
2. Kommt eben...

...drauf an: in den Niederlagen funktioniert ein solches System prima, aber z.B. Heidelberg mit vielen Hügeln und Steigungen wird's schon schwierig.

Im Übrigen sehen die vorgestellten E-Fahrräder immer noch aus wie medizinische Hilfen, habe zumindest keines unter den angegebenen Links gefunden, das auch nur ein bisschen gehobenen ästhetischen Ansprüchen genügen würde.

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a.weishaupt 01.11.2008, 14:20
3. Nützt derzeit nur unsportlichen Fahrern

In der Stadt wäre ich damit derzeit nicht schneller. 30 bis 35 fahre ich auch ohne Unterstützung ohne besondere Anstrengung, nur gibt es damit bei wirklich jeder einzelnen Fahrt brenzlige Situationen.
Entweder ist die Verkehrsführung darauf nicht ausgelegt, oder gerade Fußgänger und andere Radfahrer unterschätzen die Geschwindigkeit und passieren einfach die Spur. Besonders schlimm sind die geisterfahrenden Radler (Radweg linke Seite).

Andererseits bin ich wiederum zu langsam, um im Autoverkehr mitzuschwimmen (der freilich im Durchschnitt meist auch nicht schneller ist).

Was wir brauchen, sind Fahrspuren auf der Straße für Radler. Bei vielen 6-spurigen Ausfallstraßen wäre problemlos jeweils die rechte zu reservieren.
Im Endeffekt ist bei uns aber alles einfach zu sehr am Auto orientiert, um schnellen Radverkehr sinnvoll zu integrieren.

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P.Lush 01.11.2008, 14:27
4. -

Zitat von dehnübung
(...) Politiker meinen, es reiche ein blaues Schild und dadurch entsteht ein Radweg. Den sollen sich die Radler, die schon mal 20-30km/h schnell sind mit Kindern, Hunden an vier Meter langen Leinen, Fußgängern teilen, während der Autofahrer mit allem Federungskomfort dieser Welt auf topfebenen Fahrbahnen dahinrollt/steht. Es dürfte per Gesetz, keine Strasse mehr ohne seperaten Radweg gebaut werden. 10% der Investitionen für Verkehrswege müßte zwingend über mehrere Jahre in Radwege gesteckt werden. Dann wird was draus.
Absolute Zustimmumg!
Fahrradfahrer gehören auf die Strasse – auf eine eigene Fahrspur.

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dehnübung 01.11.2008, 14:32
5. Schall und Rauch

Zitat von a.weishaupt
Im Endeffekt ist bei uns aber alles einfach zu sehr am Auto orientiert, um schnellen Radverkehr sinnvoll zu integrieren.
Die Politik, außer in einigen wenigen Städten, bringt kaum Maßnahmen auf den Weg, die dem Radverkehr dienen.

Politiker mögen keine Radfahrer. Mann/frau schaue sich nur die Möglichkeiten an, ein Rad in der Bahn mitzunehmen, obwohl gerade das eine geniale Kombination ist und ist nicht der Besitzer der Bahn (noch) die Politik?
Da müssen erst Gesetze aus Brüssel kommen, um die Umwelt(bewußte)Deutsche Bahn zu zwingen, in allen Zügen Räder mitzunehmen.

Radfahrer sind schwer abzukassieren und Politiker mögen nur Bürger die abzockefähig und am besten komplett kontrollierbar sind.

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Klau3 01.11.2008, 14:33
6. E-Fahrräder

Zitat von hans glueck
Im Übrigen sehen die vorgestellten E-Fahrräder immer noch aus wie medizinische Hilfen...
Die Optik sollte nochmals überarbeitet werden, vielleicht hin zu einer ganz neuen.
Man muss ja nicht immer alles kopieren, wer wagt gewinnt. Siehe Apple iPhone, die haben sich mal getraut etwas Neues zu machen und nicht wie alle Anderen, die 100. Variante eines Taschenrechners mit Mikrofon gebaut.

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TUMarkus 01.11.2008, 14:40
7. Sonderregeln fuer Radfahrer

Was mich am meisten nerven wuerde, wenn ich Probleme damit haette ueber ne rote Ampel zu fahren, waeren eben die roten Ampeln. Das kannste doch von keinem Radfahrer verlangen, das er sich in die Autohoelle schmeisst, und dann soll er noch doof rumstehen und in der Gegend rumglotzen?


Daher fordere ich, dass Radfahrer nach eigenem Ermessen und auf eigene Verantwortung "ueber rot" fahren duerfen. Denn das machen ohnehin die meisten und der Radfahrer muss sich nicht mehr auf gruene Zwerge konzentrieren, sondern kann das orten was wirklich wichtig ist, um gesund vorwaerts zu kommen.

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pascal 66 01.11.2008, 14:53
8. Sehr holprige Radwege!

In Berlin sind zudem die Radfahrwege meist sehr, sehr holprig, die Gehwege dagegen oft noch einigermaßen eben.
Wenn man den Rücken ein wenig schonen möchte, kommt man dadurch ab und zu ein wenig in Versuchung, auf dem Gehweg zu fahren, falls kein Fußgänger zu sehen ist.
Auch fährt auf Straßen ohne Radweg kein Auto mit dem gesetzlichen Mindestabstand von 1,50 m vorbei, wenn zB in der rush-hour viel Gegenverkehr herrscht!
Manche Taxi-Fahrer (auch zT anderer beruflicher Verkehr) sind auch voller Hass auf Fahrradfahrer, wenn diese mal für kurze Zeit etwas schneller vorankommen und fahren dann besonders eng vorbei, wahrscheinlich um den Radlern mal eine Lehre zu erteilen...
(Da etliche Radfahrer auch ein Auto besitzen, sollten sie sich aber ruhig mal vorstellen, wie eng es auf den Straßen zuginge, wenn diese auch noch mit dem Auto unterwegs wären, von den zusätzlichen Emissionen ganz zu schweigen!)
An diesen Problemen werden vermehrt auftauchende E-Fahrräder auch nicht viel ändern, vermute ich.
Da diese noch wesentlich teurer sind, entsteht dadurch wohl aber ein zusätzlicher "Anreiz" zum Diebstahl...

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Jay's 01.11.2008, 15:05
9. Finde ich spitze

Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, habe aber so ein Fahrrad in Kalifornien noch nicht gesehen. Es waere schoen, wenn man da auch eine Fahrspur auf der Autobahn haette.

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