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Boring Company: Elon Musk eröffnet ersten Tunnel
AFP

Elon Musk will Autos mit 240 km/h durch einen Minitunnel schießen. Nun hat seine Firma Boring Company die erste Teströhre in Los Angeles eröffnet.

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Reg Schuh 19.12.2018, 11:52
1. Sinn und Zweck?

Der Einsatz-zweck solcher Röhren für PKWs mit 240 km/h ist mir nicht klar. Die haben an sich den Charakter einer Umgehungsstraße. Die Fahrzeuge müssen beschleunigen, vor dem Ziel wieder abbremsen. Es werden eigens dafür Röhren gebaut! Es gibt - wenn man nicht die Geschwindigkeit vollends verlieren will, nur ein einzige Start-Ziel-Verbindung pro Röhre.
Die Aspekte - dieVorteile - eines PKW, der flexibel verschiedene Ziele ansteuern kann, also das was man gemeinhin Individual-Mobilität nennen mag, ist komplett dahin. Die Möglichkeit, größeres Gepäck in den Kofferraum zu stopfen, ist nur weiterhin machbar, wenn man mit dem eigenen PKW in so eine Röhre reinfahren kann.
Vielleicht soll das ein Art Autobahn werden, unterirdisch, von Metropolregion zu Metropolregion. Der Artiekl sagt was anderes. Vielleicht ist Los Angeles weitläufig genug und hat entsprechend viel "Fernverkehr", damit es sich lohnt ein NEtzwerk von 240 km/h-Strecken anzulegen.

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drstrolch 19.12.2018, 11:53
2. Das ist doch Unsinn...

warum soll ich in solch einem Tunnel ein zwei Tonnen Fahrzeug bewegen, wenn am Ende nur eine Person transportiert werden soll. Da erschien mir das ursprüngliche Konzept mit separaten Fahrgastzellen logischer. Außerdem: 240km/h. Ja, wenn ich alleine oder mit gleich schnellen Fahrzeugen unterwegs bin. Ansonsten gilt das Gleiche wie bei allen schienengebundenen Systemen: Der langsame Zug voraus bestimmt das Tempo.

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l/d 19.12.2018, 12:27
3. Natürlich sofort Musk-Bashing der Art:

Ich verstehe nicht ..., das ist doch Unsinn ...

Würde man München nicht auf den verstopften Ringen, sondern mittels eines Tunnels und mit geführten Fahrzeugen durchqueren können, die zusätzlich Minimalabstände einhalten, würde ich das sofort tun.

Man muss auch keine 240 km/h erreichen, aber könnte man es in einem Nord-Süd-Tunnel von München nach Hamburg und entwickelte man eine Lösung für individuelles Verlassen der Strecke, wäre das eine Alternative zur Bahn (mit richtigen Reifen etc.). Eine Idee, die mir umso besser gefällt, je öfter ich den Gwerkschftschef der GDL sehe.

Aber erstmal jede Vision aus der eigenen, eingeschränkten Sicht mit Stammtischgeschrei eindecken. Deutschland war mal anders - hoffnungsfroh statt "das wird doch nix".

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borpheus83 19.12.2018, 12:29
4. Mal wieder ein schöner clickbait Artikel

Eigentlich sagt die überschrift schon alles aus. Das ist nicht der erste Artikel über Elektroautos und im speziellen über Tesla, der sehr negativ ist. Vielleicht sollte die Spiegel Online Redaktionen mal Ihre Guidlines zu Elektomobilität anpassen, besonders nach den klaren Signalen gestern aus Brüssel.

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cor 19.12.2018, 12:30
5.

Zitat von drstrolch
warum soll ich in solch einem Tunnel ein zwei Tonnen Fahrzeug bewegen, wenn am Ende nur eine Person transportiert werden soll. Da erschien mir das ursprüngliche Konzept mit separaten Fahrgastzellen logischer.
Wir stellen doch jeden Tag fest, dass dieses Konzept nicht von jedermann freiwillig genutzt wird, oder? Gerade vielen Deutschen ist Privatsphäre und Komfort wichtig und die Amis sind da nicht anders. Genau das liefert so ein 1,5 Tonnen Metalgerät nun mal. Müssen wir also wirklich Zug vs Tesla Tunnel diskutieren? Ich denke nicht.

Zum Thema Geschwindigkeit: Selbst wenn nur 50 km gefahren werden würde, ist das immer noch schneller als 0 km (Stau)!

Meiner Meinung nach steht und fällt das gesamt Konzept nicht mit der gefahrenen Geschwindigkeit, sondern mit der Zeit, die man zum (ent-)koppeln braucht und natürlich dem Endpreis für den Kunden.

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Christianvr 19.12.2018, 12:34
6. Teststrecke

Es ist eine Teststrecke, hat im übrigen auch nichts mit Hyperloop zu tun. Warum hier gleich wieder Musk Bashing betrieben wird, soll uns der Spiegel mal bitte erklären. Fehlschlag? Wenn man sich die originalen Quellen durchliest, ist der Test in dem Rahmen wie er geplant ist gut verlaufen.

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ehrenwort2000 19.12.2018, 12:35
7. #138 noctem

Dass es auf der Autobahn eine Richtgeschwindigkeit von 130 Km/h gibt, sollte zwingend erwähnt werden. Denn wenn einer meint mit 200Km/h die Autobahn sein eigen zu nennen, sollte wissen ,dass er Falle eines Auffahrunfalles der Verursacher ist. Fakt ist aber, wer rast ist zumeist Beratungsresistenz. Da hilft nix.

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Belle 19.12.2018, 12:38
8.

Zitat von Reg Schuh
Der Einsatz-zweck solcher Röhren für PKWs mit 240 km/h ist mir nicht klar. Die haben an sich den Charakter einer Umgehungsstraße. Die Fahrzeuge müssen beschleunigen, vor dem Ziel wieder abbremsen. Es werden eigens dafür Röhren gebaut! Es gibt - wenn man nicht die Geschwindigkeit vollends verlieren will, nur ein einzige Start-Ziel-Verbindung pro Röhre. Die Aspekte - dieVorteile - eines PKW, der flexibel verschiedene Ziele ansteuern kann, also das was man gemeinhin Individual-Mobilität nennen mag, ist komplett dahin. Die Möglichkeit, größeres Gepäck in den Kofferraum zu stopfen, ist nur weiterhin machbar, wenn man mit dem eigenen PKW in so eine Röhre reinfahren kann. Vielleicht soll das ein Art Autobahn werden, unterirdisch, von Metropolregion zu Metropolregion. Der Artiekl sagt was anderes. Vielleicht ist Los Angeles weitläufig genug und hat entsprechend viel "Fernverkehr", damit es sich lohnt ein NEtzwerk von 240 km/h-Strecken anzulegen.
Um Ihre Frage zu beantworten: ja, Los Angeles ist tatsächlich weitläufig genug. Und das große Problem, welches Elon Musk wohl meint lösen zu müssen, besteht darin von den reichen Vororten wie Malibu, Santa Barbara, etc. Downtown zu kommen. Aber ob es sinnvoll, durchsetzbar und kostendeckend ist, exklusiv für begüterte Tesla-Kunden solche Röhren über längere Strecken in die Erde zu legen ? Und wenn ich mir die seitlichen Röllchen anschaue, wundert mich mangelnde Stabilität und Laufruhe überhaupt nicht. Ich bin mal gespannt, wann dem ganzen Elon-Spuk das Geld ausgeht....

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nina.menssen 19.12.2018, 12:54
9. Verpatzt

So so, beim Spon ist der zentrale Punkt der Meldung also, dass der Röhren-Prototyp noch nicht mit voller Geschwindigkeit durchfahren werden kann. In anderen Medien (z.B. Heise) ist die Meldung, dass da ein neues Verkehrskonzept demonstriert wurde. So eine Schlagzeile mit "Musk" und "verpatzt" lockt ja eher zu Klicks, und so ein wenig Schadenfreude ist ja auch hilfreich. Ich glaube das nennt man "Clickbaiting" oder? Erinnert mich eher an andere Qualitätsmagazine wie den Focus.

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