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Boring Company: Elon Musk eröffnet ersten Tunnel
AFP

Elon Musk will Autos mit 240 km/h durch einen Minitunnel schießen. Nun hat seine Firma Boring Company die erste Teströhre in Los Angeles eröffnet.

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Newspeak 19.12.2018, 21:31
70. ..

Wenn man den Geschwindigkeitsvorteil nutzen will, dann müssen alle gleich schnell sein. Will man den Platzbedarf optimieren, sind eigene Fahrzeuge Verschwendung. Ebenso ist es umständlich ein System zu haben, das auf alle Autos passt. Optimiert man weiter, dann kommt man zu dem Schluss, dass es ein solches System schon gibt. Nennt sich U-Bahn. Ist für Amerikaner vermutlich zu sozialistisch.

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Ein Stein! 19.12.2018, 21:38
71. Wobei wir hier wieder einmal bei einer deutschen Besonderheit sind!

Zitat von ehrenwort2000
Dass es auf der Autobahn eine Richtgeschwindigkeit von 130 Km/h gibt, sollte zwingend erwähnt werden. Denn wenn einer meint mit 200Km/h die Autobahn sein eigen zu nennen, sollte wissen ,dass er Falle eines Auffahrunfalles der Verursacher ist. Fakt ist aber, wer rast ist zumeist Beratungsresistenz. Da hilft nix.
Entweder es gilt kein Tempolimit, dann darf der Fahrer eines Pkw auch 300 Km/h (oder sogar noch mehr, wenn das Fahrzeug es schafft) fahren, ohne dass er im Falle eines Auffahrunfalls haftet.
Oder es gilt ein Tempolimit, dann ist eine Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit ein sanktionierbarer Verstoß.
Die Richtgeschwindigkeit ist einer der vielen (verkehrs-) politischen Taschenspielertricks.
Wenn alles gut geht ist es toll.
Passiert jedoch etwas, dann ist derjenige Schuld, der zwar erlaubterweise so schnell gefahren ist, wie es die Kapazitäten des Fahrzeugs erlauben, allerdings hat er ja die "Richtgeschwindigkeit" nicht beachtet und ist deshalb böse und verantwortungslos!
Und dieser ganze Scheiß nur deshalb, um keine Tempolilits eizuführen oder sich zumindest zu bestimmten Entscheidungen (wie Tempolimits) zu bekennen. Könnte ja Wählerstimmen oder Spenden aus der Industrie beeinträchtigen!
Das ist Politik und Recht heute!
Übrigens: Ich fahre einen Twingo der die Stadtgrenzen Berlins noch nicht ein einziges Mal verlassen hat.

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Ein Stein! 19.12.2018, 22:07
72. Eine Frage hätte ich da

Okay, so oft wie in den 70ern kommt es nicht mehr vor. Aber was geschieht, wenn ein Fahrzeug eine Panne hat?
Die Auswirkungen eines technischen Schadens sehen wir heute noch bei Schienenfahrzeugen, an denen kann man nicht (so einfach) vorbeifahren. In Berlin täglich mehrfach bei U-, S- und Straßenbahn zu beobachten.
Und dort gibt es speziell ausgebildetes Personal und Sonderfahrzeuge um Probleme zu beseitigen!
Eine Röhre in Fahrzeugbreite ist mit einem Schienenfahrzeug zu 100% vergleichbar, auch dort ist ein Überholen unmöglich!
Wie erfolgt hier die Schadensabwicklung?

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rex_danny 19.12.2018, 22:17
73.

Zitat von Oberleerer
Sie schreiben doch die Antwort selber. Es paßt nur ein Auto durch, dadurch ist es viel billiger.
Nein, ist es aber nicht! Jedenfalls nicht viel, denn so viel kleiner wird der Tunnel gar nicht, wenn wir mal zwei Fahrspuren rechnen. Es ist ein grundsätzliches Problem, unter der Erde zu bauen, Granit, Sand, Wasser etc. Dazu unter einer Stadt die ganzen Leitungen, Keller etc.

Nein, Sie träumen genauso wie Musk. Der hat in seiner "Vision" auch sämtliche Brandschutzmaßnahmen und Rettungswege einfach mal weg gelassen. Denn dazu ist ganz einfach ein paralleler Fluchttunnel mit entsprechenden Zugängen notwendig.

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Ein Stein! 19.12.2018, 22:45
74. Und in nur einem einzigen Fall dieses Nothaltes können Sie

Zitat von Oberleerer
[..] Genauer gesagt wird es wohl eher so sein, daß das vordere Auto permanent seine Geschwindigkeit und Position übermittelt und damit die Fahrspur hinter sich freigibt. Fällt diese Information plötzlich aus, werden nachfolgende Fahrzeuge gestoppt.
den Tunnel für den Rest des Tages vergessen!
Zu beobachten wiederum in Berlin bei U- und S-Bahn.
Ein anfahrender Zug, durch Türnotbremse zwangsgebremst, baut eine Verspätung von mindestens 3 Minuten auf (Idealfall, Zug befindet sich noch vollständig im Bahnhof).
Nach oben keine Grenze (Je mehr Wagen im Tunnel, desto länger dauert die Ursachenermittlung)!
Und wer prüft nun, dass die Strecke wieder uneingeschränkt befahrbar ist?
Was meinen Sie, wieviele Fahrzeuge sind von diesem Nothalt betroffen und wie weit reicht der Rückstau?
Sie brauchen nicht zu antworten, Ihre Antwort wäre nicht einmal annähernd an der Realität!

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power.piefke 19.12.2018, 23:09
75. eine idee für Musk:

wenn er die ganze heiße Luft in den Tunnel leitet die er so rausbläst, dann fahren die Autos Schallgeschwindigkeit.

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Ein Stein! 19.12.2018, 23:12
76. Endlich mal jemand mit Sachverstand!

Zitat von rex_danny
Sie haben recht, es ist völlig wurscht, ob man mit 50 oder 240 durch einen Tunnel fährt. Es wäre auch wurscht, ob das Auto mit einem Hilfsschlitten fahren muss oder auf eigenen Rädern fahren würde. Das Problem ist doch der Tunnel selber, erkennt das denn keiner? Wenn es so einfach wäre, Städte kreuz und quer zu untertunneln, mit Ein- und Ausfahrten und Rettungsspuren/zZugängen/Belüftung etc. - ja dann hätte man das ja längst gemacht, oder nicht? Dann würden quer unter Berlin oder Los Angeles viele vierspurigen Tunnels liegen, mit der die Autos auf eigenen Rädern ihrem Ziel entgegenfahren könnten. No Problem? Oder was ist an den Musk-Tunneln groß anders?
Selbstverständlich sind Tunnel eine Lösung.
Aber nur dort, wo sie unproblematisch zu errichten sind.
Probleme:
Siehe Kanzler- U-Bahn (U55 in Berlin). Die wurde in den märkischen Sand gebaut. Um überhaupt einen Schacht erbauen zu können (Grundwasser) mussten in der Bauphase diverse Abschnitte vereist werden!
Und noch heute kämpft man gegen das Wasser an (achten Sie mal auf der U 55 auf kreisrunde "Flecken", das sind entweder Kernbohrungen (im Deckenbereich Brandenburger Tor, hat hier mit Wasser nichts zu tun, allerdings mit Pfusch am Bau) oder Durchbohrungen zwecks nachträglicher Dichtungsmaßnahmen (Hauptbahnhof Seitenwand), hier ist Wasser das Problem!).
An den tragenden Säulen der S- und Fernbahn sind ebenfalls Messgeräte angebracht, die Fundamente der Stützen befinden sich nämlich auch dort.
Auch in potentiell erdbebengefährdeten Regionen möchte ich nicht in einer Röhre sein, deren Dimensionen gerade einmal ein Fahrzeug in Pkw-Größe zulassen.
Um es kurz zu machen: Musks Ideen sind Phantastereinen, mehr nicht.

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darthmax 19.12.2018, 23:30
77. Untergrundröhre

Da könnte man in LA auch gleich eine Ubahn bauen, muss natürlich Erdbebensicher sein. Dann braucht man nicht mal ein Elektrofahrzeug.

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lebensgefährlich 19.12.2018, 23:40
78.

Wie ja schon von einem Vorposter erwähnt, dachte auch ich als erstes an einige Lininen der Pariser U-Bahn. Luftreifen und Stützräder.
In US-amerikanischen Medien (z.B. Gizmodo) sind die Kommentare übrigens ähnlich wie hier.
Es wurde wohl angekündigt mit größeren autonom fahrenden Wagen, die bis zu 16 Gäste transpotieren können, zu fahren, die per Fahrstuhl(!!!!) in den Tunnel hinuntergesenkt werden sollen. Das habe Musk dann nun einfach vom Tisch gefegt.
Aber das Besondere sollen die Geschwindigkeit und die Kosten, mit denen dieser Tunnel (naja, die Röhre, offensichtlich ohne Fahrspuhr...) gebaut wurde, sein. Ich kenne mich da nicht aus, hat Musks Boring Company denn da eine ganz neue Tunnelbaumaschine entwickelt? Ich nehme aber an, daß echte Tunnelbauer dabei nur kurz irritiert stutzen. Zudem die Maschine von einier anderen Firma gekauft wurde.

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neutron76 20.12.2018, 00:09
79. Sicherheitstechnisch ist es ein Alptraum

Wie kommt man raus, wenn etwas schief geht? Es muss noch nicht mal ein Feuer sein. Nichts für Leute mit Platzangst.

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