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Brennstoffzelle-Autos: Die Wasserstoff-Offensive des Peter Ramsauer
Honda

Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.

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hansulrich47 19.06.2012, 16:08
10. Wasserstoff hätte vielleicht einen Sinn,

wenn er durch Spaltung vom Methanol 'vor Ort' erzeugt würde. Allerdings entsteht bei der Spaltung offenbar soviel 'Gift' für den Brennstoffzellenteil, dass das wohl nicht dauerhaft funktioniert. Methanol kann man einfach erzeugen und lagern.
Wassrstoff 'irgendwo' z. B. in Afrika, zu produzieren, extrem aufwendig zu komprimieren oder zu verflüssigen, ergibt von der Energiebilanz her null Sinn. Dazu ist das Molekül zu leicht, der Energieinhalt zu düftig und der Siedepunkt zu niedrig!
Aber solange ein ahnungsloser Minister gerne 'progressiv' in der Presse steht und Steuergeld 'für die Zukunftstechnologie' zu verbrennen ist, solange wird so'n Unfug eben weiter gefördert.

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cor 19.06.2012, 16:09
11. Willkommen in D

Zitat von Vespa74
Man kann eigentlich ganz gut mit dem Bleistift auf einem Blatt Papier herleiten warum sich die Wasserstofftechnologie nicht durchsetzen wird. Warum soll man dem Unsinn noch Geld hinterher werfen?
Ganz einfach. Weil das ja nicht unlogisch wäre!
Mich wundert nix mehr, wofür hierzulande Geld rausgeballert wird.

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Bartholomew 19.06.2012, 16:12
12. Wirkungsgrad

Siehe die Abbildung unten:
http://www.itas.fzk.de/tatup/061/boss06a.htm
Und:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/824382/
Dem ist nichts hinzuzufügen.

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der1210er 19.06.2012, 16:12
13. Sinn oder nicht...

Hm, bei einem E-Auto mit Akkus nimmt man idealerweise z.B. ein Windrad. Per Stromleitung gehts direkt in die Garage des Verbrauchers/Auto und der Strom landet dort im Akku. Auch über längere Wegstrecke mit vertretbaren Verlusten.
Bei Wasserstoff: Auch ein Windrad zur Stromproduktion, per Leitung zur "Raffinerie", wo aus Strom per Elektrolyse Wasserstoff wird. Dieser muss per LKW zu den Tankstellen transportiert werden. Wenn ich nicht komplett danebenliege, passt in einen Tank-LKW aber viel weniger Energie in Form von Wasserstoff als wenn man Benzin/Diesel transportiert. Wo also früher ein Tankwagen vorfuhr, müssen mit Wasserstoff mehrere Tankwagen vorfahren. In der Tankstelle wird der Wasserstoff dann gelagert/gekühlt. Im Brennstoffzellen-Auto wird aus dem Wasserstoff wieder Strom. Ich bin nun kein Physiker und habe nicht alle Wirkungsgrade im Kopf und lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber vom Wirkungsgrad her dürfte die Lösung per Brennstoffzelle/Wasserstoff wirtschaftlicher Unsinn sein. Gerade bei Wikipedia gelesen: Wirkungsgrad Brennstoffzelle aktuell 60%. Da geht beim "betanken" eines modernen Akkus mit Strom weniger "daneben". Und die Transportkette vom Stromerzeuger bis hin zum Elektromotor/Verbraucher im reinen E-Auto mit Akku sollte auch effizienter sein.
Soweit ich informiert bin, effundiert Wasserstoff wegen der kleinen Molekülgröße langsam durch Lagertanks. Ggf. hilft es den flüssig zu lagern? Aber das kostet ja auch Energie.
Lässt man das Wasserstoffauto also stehen (Was bei den vielen Nutzungsprofilen die meiste Zeit über der Fall sein dürfte), darf man fleißig nachtanken bzw. sich wundern, warum man nicht an den Normverbrauch rankommt.
Vorteil bei Brennstoffzelle: Mehr Reichweite, schnelles Betanken möglich. Aber da könnte man statt Wasserstoff-Tankstellen eher Wechselstationen für Akkus bauen (Stichwort: "Better Place"). Da wäre man genauso schnell wieder auf der Straße.
Die Gründe für den Wasserstoff-Vorstoß dürften wahrscheinlich woanders liegen:
Die deutsche Autoindustrie hat vermutlich viel Zeit und Geld in die Entwicklung der Brennstoffzellentechnik investiert. Da wäre es natürlich hilfreich, wenn die Politik bei deren Durchbruch(sversuch) etwas Schützenhilfe leistet. Und nicht diese frechen Rotzlöffel von Franzosen wie Renault unterstützt, wo man schon jetzt E-Autos kaufen kann, deren Akkus automatisiert in Wechselstationen in wenigen Minuten ausgetauscht werden können - wenn es denn diese Stationen in Deutschland gäbe.
Und was auch hinzukommt: Wasserstoff könnte man sich notfalls sogar daheim produzieren. Wasser ist da, Strom auch. Aber die Technik wäre so teuer, das wird sich kein normalsterblicher Mensch leisten können. Was bliebe ihm also übrig? Hin zur Tankstelle, wo man wieder von der Preistafel abhängig ist. Denn Shell und Co. dürfte es ziemlich egal sein, ob die sich bei Mineralölpreisen oder Wasserstoffpreisen absprechen. Pardon: Man spricht sich ja nicht ab, sondern man guckt die Preise beim jeweils anderen ab und sowieso entscheidet ja der Markt den Verkaufspreis…
Und der Staat kann viel besser Steuern abgreifen, wenn man an Tankstellen gebunden ist. Wo kämen wir denn hin, wenn sich der Autofahrer den mobilen Untersatz einfach daheim wieder lädt, wo keiner kontrollieren kann, ob man jetzt ein Auto geladen oder die ganze Nacht gestaubsaugt hat?


PS: Hm, eigentlich könnte ja auch die Wasserstofftankstelle den "Saft" direkt vor Ort produzieren. Strom- und Wasseranschluss hat jede Tanke bereits. Aber so eine Anlage dürfte, wie geschrieben, sehr teuer sein. Und gewartet werden will die auch. Ergo würds wohl doch auf den Wasserstoff-LKW für den Transport hinauslaufen.

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berndine 19.06.2012, 16:41
14. k

Die Brennstoffzelle ist die sinnloseste Erfindung überhaupt und wir keine Probleme lösen. Für die Herstellung des Wasserstoffes wird enorm viel Energie benötigt. Zudem müssen Tankstellen und Infrastruktur geschaffen werden, was weitere Kosten nach sich zieht. Aber eines ist gut: Die Abhängigkeit von großen Ölkonzernen wird weiterhin aufrecht erhalten! Wasserstoff kann ich nicht zu Hause selber herstellen - meinen eigenen Strom kann ich hingegen selbst produzieren. Die einzige Alternative ist das Elektroauto bzw die Batterien so zu entwickeln, dass diese extrem gut z.b. 90-95% wiederverwendbar sind. DAS muss die Zielsetzung sein.

Nochmal: Forschung an Batterien hinsichtlich Reichweite und Wiederverwertbarkeit!! Alles andere ist meiner Meinung nach Quatsch.

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berndine 19.06.2012, 16:42
15. k

http://www.youtube.com/watch?v=PLf1Is3GA-M

Schaut euch diesen Film an - Sehr interessant und es ist alles gesagt!

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berndine 19.06.2012, 16:47
16. k

Was mich immer verwundert: Wenn es um Elektroautos geht und nicht um Brennstoffzellenautos, dann wird das Argument der Erneuerbaren Energien immer schlecht gemacht. Wird hingegen von Wasserstoff gesprochen, dann sind die erneuerbaren Energien in aller Munde. Jeder biegt es sich halt so hin, wie er es gerade braucht! Die Effizienz des Akku betriebenen E-Motors ist gigantisch gut! Da gibt es keine Alternative zu!

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dieter_huber 19.06.2012, 16:52
17. geistige Knallgasexplosion

Zitat von berndine
Die Brennstoffzelle ist die sinnloseste Erfindung überhaupt und wir keine Probleme lösen. Für die Herstellung des Wasserstoffes wird enorm viel Energie benötigt. Zudem müssen Tankstellen und Infrastruktur geschaffen werden, was weitere Kosten nach sich zieht. Aber eines ist gut: Die Abhängigkeit von großen Ölkonzernen wird weiterhin aufrecht erhalten! Wasserstoff kann ich nicht zu Hause selber herstellen - meinen eigenen Strom kann ich hingegen selbst produzieren. Die einzige Alternative ist das Elektroauto bzw die Batterien so zu entwickeln, dass diese extrem gut z.b. 90-95% wiederverwendbar sind. DAS muss die Zielsetzung sein. Nochmal: Forschung an Batterien hinsichtlich Reichweite und Wiederverwertbarkeit!! Alles andere ist meiner Meinung nach Quatsch.
Wasserstoff getriebene Fahrzeuge verwenden einen Elektromotor!
Ich würde erstmal die Technik ein wenig studieren, bevor ich hier loslege...

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berndine 19.06.2012, 16:53
18. K

Btw. Letzte Woche hatten wir an der Uni mehrer Vorträge über die Brennstoffzelle. Die Technik ist DERMAßen kompliziert und erfordert sehr viele Sensoren, Ventile usw. zur Steuerung des Systems. Da viele Autos bereits heute massive Elektronikprobleme haben, will ich so ein Auto nicht haben! Da bleibt man ja öfter stehen, als man fährt ;)

Allein für die Regelung des Wasserstoffdrucks sind unzählige Ventile notwendig. von 700 Bar auf den Arbeitsdruck. Der Wasserstoff muss in Tanks, dann kommt die Brennstoffzelle, dann eine Batterie und dann erst der Motor. Die Batterie wird für die Steuerung des Systems notwendig, da die ganzen Sensoren und Steuergeräte versorgt werden müssen. Ein diffundieren des Wasserstoffs in Richtung Sauerstoff legt das Auto lahm!

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hunin79 19.06.2012, 16:56
19. Wasserstoff selbsproduzieren

Zitat von der1210er
PS: Hm, eigentlich könnte ja auch die Wasserstofftankstelle den "Saft" direkt vor Ort produzieren. Strom- und Wasseranschluss hat jede Tanke bereits. Aber so eine Anlage dürfte, wie geschrieben, sehr teuer sein. Und gewartet werden will die auch. Ergo würds wohl doch auf den Wasserstoff-LKW für den Transport hinauslaufen.
Über den Sinn und Zweck des Transportes von Wasserstoff kann man sich sicherlich herrlich streiten, aber wenn sie Wasserstoff daheim produzieren wollen, können sie ja schon einmal gerne im kleinem Anfangen: Brennstoffzellenauto - 24h Lieferung

Und danach einfach mal die Fantasie spielen lassen ... :-)

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