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Brennstoffzelle-Autos: Die Wasserstoff-Offensive des Peter Ramsauer
Honda

Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.

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seikor 19.06.2012, 18:26
30. wieso?

Zitat von electricdawn
... mehr Sinn macht, als tonnenschwere Batterieen, die erst umstaendlich stundenlang geladen werden muessen? Oder die im Moment noch gegebene hoehere Reichweite? Oder das kein rares Lithium verbraucht wird? u.s.w.u.s.f.
- wieso sollen Batterien "tonnenschwer" sein? Es gibt mittlerweile Lithium... Was tonnenschwer ist, sind die heutigen SUVs.
- was ist an einer stundenlangen nächtlichen Ladung "umständlich"? Zudem werden Verkürzungen der Ladezeit entwickelt. Ich empfinde es wesentlich angenehmer, zuhause den Stecker in eine Steckdose zu stecken, als mir den Stress einer Tankstelle anzutun.
- wieso ist Lithium "rar"? Es werden Recycle-Techniken auch hierfür in dem Maß entwickelt werden, wie Lithium teurer wird.
- das Reichweitenproblem ist für die allermeisten Zwecke ein erdachtes.
- die weiteren Gründe bei "uswusf" würden mich brennend interessieren.

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seikor 19.06.2012, 18:35
31. Überleben der Tankstellenindustrie

Ich kann mir vorstellen, dass die Tankstellenbetreiber sehr gerne für die Zukunft eine Wasserstoffwirtschaft sehen wollen, als dass der Elektroautofahrer seinen Strom zuhause tankt. Ansonsten würde ja auch niemand mehr die überteuerten Waren kaufen.... ;)

Ich fahre fast nur Elektroauto und komme mir immer irgendwie blöd und in der Zeit zurückversetzt vor, wenn ich dann doch mal meinen Verbrenner zum Tanken fahren muss. Ist wie ein Zeitsprung...

Was ich hierzu wirklich sehr interessant finde, ist die Überschrift dieser Webseite von P.Ramsauer:
http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150304539822731

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glaubblosnix 19.06.2012, 18:58
32. Beides!

Ich behaupte mal das in Zukunft Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge notwendig sind. Busse, LKW´s, Baufahrzeuge und Autos für Langstrecken kann man nicht bis unter den Fahrzeughimmel mit Akkus vollstopfen.

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bwk 19.06.2012, 18:58
33. Auto mit Brennstoffzelle

Das ist die erste vernünftige Aktion der Bundesregierung seit Merkels Kamikazeaktion auch Energiewende genannt. Wetten dass das nicht klappt. Die Ökofuzzis stehen schon in den Startlöchern. Alles was nach hightec riecht wird in D nicht geduldet.

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mpd 19.06.2012, 19:59
34.

Zitat von herrschmeisshirn
OMG - selten so einen Schwachfug gelesen. Aber keine Sorge: zu dem freien Wasserstoff gibt es ja logischerweise auch den freien Sauerstoff. Ist also irgendwann die Zündfähigkeit erreicht, haben wir auf einen Schlag alles Wasser wieder zur Verfügung.
Hat man bei Fukushima schoen sehen koennen wie man "auf einen schlag" wieder das wasser bekommt. Das war eine ordentliche wasserstoffexplosion die die reaktoren zerlegt hat. Und das tolle daran ist dass man wasserstoff weder sieht noch riecht bevor es dann so richtig rummst. Und zur explosion reicht auch schon statische entladung, siehe Hindenburg. Schoene zukunft noch!

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energieinfo 19.06.2012, 20:23
35. Durchaus ein Argument ... und Alternativen

Zitat von BrucyLee
Wasserstoff als Energieträger wird unverantwortlich verharmlost. Natürlich entsteht beim Verbrennen nur Wasser. Allerdings sind die Wasserstoffverluste entlang der Herstellungs-, Transport-, Lagerungs- und Verbrauchskette tödlich. Immer dann, wenn Wasserstoff in Gasform entweicht.Als leichtestes Element verschwindet er auf nimmer Wiedersehen. Am Ende fehlt das Wasser, aus dem er bei der Hydrolyse entstanden ist. Freier Wasserstoff ist für das Überleben der menschheit wesentlich gefährlicher als CO2 oder irgend ein anderes Klimagas. Denn ohne Wasser ist alles aus.
Man sollte diese Effekte zumindest ebenso betrachten wie die positiven Eigenschaften von Wasserstoff als Energieträger. Physikalisch ist es richtig, dass Wasserstoff am leichtesten aus der Erdatmosphäre entweicht: Er hat bei gleicher Temperatur höhere Geschwindigkeiten. Durch Stöße können einzelne Moleküle so hohe Geschwindigkeiten erhalten (statistisch gibt es halt einzelne), dass sie die Erde auf Nimmerwiedersehen verlassen.

Generell bin ich dafür, IRGENDWIE aus Strom direkt Methan oder Methanol zu produzieren. Beides lässt sich in praktisch allen heutigen Systemen verbrennen, Methanol zusätzlich in Direktmethanolbrennstoffzellen direkt in Strom umwandeln. Letzteres ist zwar noch Zukunftsmusik für größere Leistungen (Autos, Kraftwerke), aber wir hätten ja noch Ottomotoren, die das reine Methanol sehr sauber verbrennen könnten.
Vorteil: Lager- und Transport- und Nutzungsinfrastruktur praktisch vorhanden.
Problem: Keine weiß, wie es geht oder jemand weiß es und sagt es nicht.

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glaubblosnix 19.06.2012, 20:40
36. Huch, Schreck!

Zitat von mpd
Hat man bei Fukushima schoen sehen koennen wie man "auf einen schlag" wieder das wasser bekommt. Das war eine ordentliche wasserstoffexplosion die die reaktoren zerlegt hat. Und das tolle daran ist dass man wasserstoff weder sieht noch riecht bevor es dann so richtig rummst. Und zur explosion reicht auch schon statische entladung, siehe Hindenburg. Schoene zukunft noch!
Da soll doch letzt ein Akku in einem chinesischen E-Auto explodiert sein!
Da gabs sogar Tote!

Aber so ist der grüne technikfeindliche Ökoirrer, keine Ahnung, Hauptsache dagegen. Wer solche Bürger hat braucht keine Feinde mehr.

Für Sie sollte mal Wikipedia ausreichen:

Wasserstoffspeicherung

Ihnen auch eine schoene Zukunft in einem Deutschland wo sich in Zukunft die Arbeiter in Liegefahrrädern zur Ökokartoffellese begeben.

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mpd 19.06.2012, 21:22
37.

Zitat von glaubblosnix
Da soll doch letzt ein Akku in einem chinesischen E-Auto explodiert sein! Da gabs sogar Tote! Aber so ist der grüne technikfeindliche Ökoirrer, keine Ahnung, Hauptsache dagegen. Wer solche Bürger hat braucht keine Feinde mehr. Für Sie sollte mal Wikipedia ausreichen: Ihnen auch eine schoene Zukunft in einem Deutschland wo sich in Zukunft die Arbeiter in Liegefahrrädern zur Ökokartoffellese begeben.
Wow, heute morgen die medikamente verwechselt oder was? Ich wusste bis jetzt gar nicht das ich technikfeindlich bin. Danke fuer die erleuchtung! Versuch vielleicht mal eine sachliche antwort nachdem der schaum vom mund gewischt ist.

Und siehe da, laut deinem eigenen link zur wasserstoffspeicherung duerfen wasserstofffahrzeuge nicht in geschlossenen raeumen abgestellt werden, wegen der explosionsgefahr. Und was mit dem druckbehaelter passiert wenn da einer mit 200km/h unguenstig reinsemmelt, wie bei besagtem unfall in China, muss auch erst mal geklaert werden. Also vorm poebeln erst mal schlau machen.

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eIenJnEar 19.06.2012, 21:40
38. Totgeburt

Die Brennstoffzelle ist mit sicherheit nicht DIE Technologie für den modernen Personenverkehr.

Schauen sie sich doch mal die Prozesskette bei der Erzeugung von Wasserstoff an:

Erzeugung von H2: Wasserstoffelektrolyse Wirkungsgrad eta=0,7
Kompression bzw. verflüssigung des H2 um es sinnvoll lager und transportierbar zu machen... eta= 0,7-0,8
Wirkungsgrad der mobilen Brennstoffzelle: eta= 0,4
Wirkungsgrad des Elektromotors: ~0,9

macht am ende einen Gesamtwirkungsgrad von 0,17
da ist jeder drittklassige Benziner besser.
Dazu das schlechte Ansprechverhalten, was wiederum einen Zwischenspeicher (Akku oder Kondensator) notwendig macht.


Der Umweg über eine Brennstoffzelle wird langfristig (zumindest im PKW verkehr) keinen Sinn machen, da viel zu teuer, kurz haltbar, und zuviel sehr kostbare Rohstoffe enthalten sind (Platin!!)

Ich wage eine vorhersage: eh die Brennstoffzelle ihre Marktreife zu sinnvollen Kosten erreicht hat ( 2020?!) ist die batterietechnologie soweit fortgeschritten (lithium-Luft) das man auf einen Zwischenschritt Brennstoffzelle im Personenverkehr verzichten kann und sich den somit den kompletten neuaufbau einer wasserstoffinfrastruktur sparen kann (man kann das bestehende Gaspipelinesystem nicht nutzen, Wasserstoffversprödung!).

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Joshua 19.06.2012, 21:43
39. H2 anstatt Benzin - Teufel mit dem Belzelbub austreiben

Wasserstoff kann bestenfalls ein Uebergangsansatz sein. H2 als kleinstes Molekuel kann es nicht verlustfrei in Tanks zurueckgehalten werden. Es ist ein wesentlich schlimmeres Treibhausgas als CO2. Da es in geringen Mengen nicht sofort selbst oxidiert, haelt es sich in der Athmosphaere ausreichend lang, um Klimaschaeden zu verursachen. Und die Gesamtenergiebilanz der Brennstoffzellen ist auch haarstraeubend. Von der Gefaehrlichkeit des Wasserstoffs im Falle eines Unfalls ganz zu schweigen ...

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