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Brennstoffzelle-Autos: Die Wasserstoff-Offensive des Peter Ramsauer
Honda

Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.

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zeitgreis 19.06.2012, 23:01
50.

Zitat von eIenJnEar
Höhere Mengen führen bei den bestehendem Netzwerk unweigerlich zur Wasserstoffversprödung
Gut, wenn also kein Pipelinenetz Wasserstoff transportieren kann, wie arbeitet dann heute die Industrie? Wird dort nur Spezialstahl verwendet? Oder beziehen Sie sich jetzt rein auf das Erdgasnetz?

Warum sollten eigentlich 10% Wasserstoff eigentlich nicht auch zu Versprödung von Pipelines führen? Ich denke, es ist sehr sinnvoll, dass sich sich unsere Energieversorger mit dem Thema beschäftigen und die tatsächlichen Auswirkungen auf das System untersucht werden.

Die englische Version von Wikipedia kennt zumindest schon Beispiele für Wasserstoffpipelines. Es scheint also in bestimmten Fällen auch ohne Versprödung zu gehen...

https://en.wikipedia.org/wiki/Hydrog...line_transport

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Benjowi 19.06.2012, 23:03
51. Ideologisch motivierte Anti-Wasserstoffkoalitionen!

Die irrationale Art, mit der teilweise gegen die Wasserstoffwirtschaft argumentiert wird kann wieder einmal nur ideologisch motiviert sein. Wenn man es schafft, die Sonnenenergie, die im extremen Übermaß zur Erde gelangt anzuzapfen -und nichts Anderes tut man mit der Photovoltaik oder auch mit der Windkraftnutzung- interessiert letztlich der Wirkungsgrad der Wandlung in Wasserstoff nicht. Der Wirkungsgrad der Energiewandlung in Fotosilizium interessiert ja letztlich auch nicht und obendrein verschenkt man den Strom mangels Speichermöglichkeit auch noch-insofern kann man damit auch Elektrolyse betreiben und dann hat man mehr oder weniger rückwirkungsfreie Energieumwandlung aus Sonnenenergie zur Verfügung. Insofern kann man Herrn Ramsauer nur zu diesem Schritt begückwünschen!

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zeitgreis 19.06.2012, 23:05
52.

Zitat von Marc81
siehe Funktioniert im Alltag seit ca. 10 Jahren. Noch dazu mit Bleiakkus...
Das ist toll. Warum gibt es diese Technologie dann nur in diesen zwei Städten oder sind noch weitere Beispiele bekannt? Leider ist man bei dieser Technik wohl an eine mehr oder weniger feste Strecke gebunden.

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felk 19.06.2012, 23:32
53. Pfand statt Tank

mir ist schleierhaft, wieso wir Elektrofahrzeuge selbst aufladen bzw. Wasserstoff-Betriebene risikoreich selbst tanken müssen!?
wieso können nicht leere Batterien oder H2-Tanks an entsprechenden Servicestellen (vulgo: "Tank"stellem) gegen volle getauscht werden, wo entsprechendes Fachpersonal die Füllung übernimmt!??
Die Industrie müsste sich dafür doch lediglich auf einen entsprechenden Standard einigen (was sie tun wird, wenn es entsprechende Gesetze gibt: wie es bei Händy-Ladegeräten letztendlich ja auch möglich war) und durch ein zentrales Kontrollsystem für die befüllten Medien wird sichergestellt, dass ich keine "ausgeleierte" oder nur halbvolle Batterie untergeschoben bekomme...

Entfallen lange Ladezeiten, wären "Reichweiten" mittelfristig auch kein Problem (bei Langstrecken sollen sich Autofahrer ohnedies alle paar Stunden die Beine vertreten), außerdem könnten die Gebinde insgesamt kleiner und somit leichter ausfallen...

ist da wirklich noch keineR draufgekommen!? oder fehlt einfach der ehrliche Wille, Lösungen auch zu finden!?

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Fragende_Leere 19.06.2012, 23:33
54. Ja fein!

Zitat von berndine
Btw. Letzte Woche hatten wir an der Uni mehrer Vorträge über die Brennstoffzelle. Die Technik ist DERMAßen kompliziert und erfordert sehr viele Sensoren, Ventile usw. zur Steuerung des Systems. Da viele Autos bereits heute massive Elektronikprobleme haben, will ich so ein Auto nicht haben! Da bleibt man ja öfter stehen, als man fährt ;) Allein für die Regelung des Wasserstoffdrucks sind unzählige Ventile notwendig. von 700 Bar auf den Arbeitsdruck. Der Wasserstoff muss in Tanks, dann kommt die Brennstoffzelle, dann eine Batterie und dann erst der Motor. Die Batterie wird für die Steuerung des Systems notwendig, da die ganzen Sensoren und Steuergeräte versorgt werden müssen. Ein diffundieren des Wasserstoffs in Richtung Sauerstoff legt das Auto lahm!
Wenn es aber gelänge, Batterien so herzustellen, wie von Ihnen gefordert, würde über Brennstoffzellen gar nicht mehr nachgedacht - merken Sie was?

Genau: Batterien oder Akkus sind einfach (derzeit?) nicht geeignet, vergleichbare Energiemengen wie Brennstofftanks bereit zu stellen. Und so lange die Infrastruktur nicht geklärt werden kann oder Autos nicht an Oberleitungen oder Induktionen fahren können, konkurieren halt unterschiedliche Konzepte hinsichtlich der Energiespeicherung.

Mein Favorit ist die Methanerzeugung aus regenerativer Energie zum Betrieb von Gasmotoren: billige Technik und schnell anwendbar. Vermutlich werden die Holländer in wenigen Jahren marktfähige Konzepte anbieten. Nebenbei können Sie wenn nötig den Sprit auch weiter einkaufen (Bi-Fuel)

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Fragende_Leere 19.06.2012, 23:46
55. Na denn

Zitat von seikor
- wieso sollen Batterien "tonnenschwer" sein? Es gibt mittlerweile Lithium... Was tonnenschwer ist, sind die heutigen SUVs. - was ist an einer stundenlangen nächtlichen Ladung "umständlich"? Zudem werden Verkürzungen der Ladezeit entwickelt. Ich empfinde es wesentlich angenehmer, zuhause den Stecker in eine Steckdose zu stecken, als mir den Stress einer Tankstelle anzutun. - wieso ist Lithium "rar"? Es werden Recycle-Techniken auch hierfür in dem Maß entwickelt werden, wie Lithium teurer wird. - das Reichweitenproblem ist für die allermeisten Zwecke ein erdachtes. - die weiteren Gründe bei "uswusf" würden mich brennend interessieren.
- es kann nicht jeder in der Nacht laden oder es gibt Anwendungen (Menschen), die einen höheren Aktionsradius brauchen als Sie. Vor allem im gewerblichen Bereich. Sonst würden unsere realitätsfernen Politiker ja auch nicht so einen Mist beim privaten Verbraucher ausprobieren wollen. Da gewerbliche Fahrzeuge viel intensiver genutzt werden als private, sollte hier als erstes ein Umschwenken zu alternativen Antrieben erfolgen - passiert aber nicht.
- ok, Battieren sind federleicht, sicher! Im Vergleich Gewicht zu Energiespeicher sind sie mit Verlaub Sch***! Gegenüber herkömmlichen Brennstofftanks. Und so lange sich daran nix ändert....
- Lithium: ja klar, muss man nur von den Bäumen pflücken, kostet weniger als Atemluft - oh Mann, was glauben Sie eigentlich, was los ist, wenn jeder Hans Pampel eine Batterie (für seinen Suv) braucht? Dann wird das Lithium noch billiger, jede Wette!
- Reichweitenproblem: siehe oben! Diejenigen, die heute schon kein Auto brauchen, sollten sich auch keins mit alternativen Antrieben kaufen, denn dann steigt insgesamt der Ressourcenverbrauch, vor allem der des ach so günstigen Lithiums.

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Jacques Mesrine 20.06.2012, 00:49
56. .....

statt erdgasantriebe zu bauen, nehme man erdgas, verarbeite es in aufwändigen prozessen, in denen CO2 erzeugt wird zu wasserstoff geringerer energiedichte und baue wasserstoffantriebe....total abgefahren, aber so sind politiker drauf. keine ahnung von nix.

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mpd 20.06.2012, 00:54
57.

Zitat von glaubblosnix
..mal bei dem altmodischem "Sie", schliesslich kenne ich Sie nicht und wir haben auch noch nicht gemeinsam ein paar Bier gesoffen oder meine Medikamente oder Ihren grünen Tee zusammen genossen.
Das wird ja immer drolliger, erst rumproleten und dann anstandsregeln einfordern. Tsss...

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CA-Fire 20.06.2012, 01:09
58. Na Klasse

Zitat von BrucyLee
Wasserstoff als Energieträger wird unverantwortlich verharmlost. Natürlich entsteht beim Verbrennen nur Wasser. Allerdings sind die Wasserstoffverluste entlang der Herstellungs-, Transport-, Lagerungs- und Verbrauchskette tödlich. Immer dann, wenn Wasserstoff in Gasform entweicht.Als leichtestes Element verschwindet er auf nimmer Wiedersehen. Am Ende fehlt das Wasser, aus dem er bei der Hydrolyse entstanden ist. Freier Wasserstoff ist für das Überleben der menschheit wesentlich gefährlicher als CO2 oder irgend ein anderes Klimagas. Denn ohne Wasser ist alles aus.
das "fehlende" Wasser erhalten wir doch durch das Abschmelzen der Polkappen zurück. Wo ist das Problem.
Zyn out

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tailspin 20.06.2012, 06:38
59. Politik der Illusion, die x-te Folge

Zitat von sysop
Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.
Mit jeder H2- Tankstelle waechst die Gefahr eines Unfalls. Wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt und die umliegenden 100 m im Umkreis pulverisiert, wird Ramsauers Begeisterung schon nachlassen.

Heraeus Hanau: Die Gefahr ist nicht nur Theorie | Hanau- Frankfurter Rundschau

Und Ramsauer wird sich fragen lassen muessen, warum er sich fuer sowas stark macht. Wirtschaftlich ist Wasserstoff als Treibstoff sowie so nicht, solange es unter Prozessverlusten aus Erdgas hergestellt wird. Und bei Ergas aus Strom wuerde ich bei der Primaerenergie eher an Atomkraftwerke denken, statt an Photovoltaik.

Statt dessen kannn man wie die Amis Erdgas auch direkt als Sprit einsetzen, was viel mehr Sinn macht.

Ramsauer sollte sich lieber mit seinen Flensburger Punkten beschaeftigen.

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