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Brennstoffzelle-Autos: Die Wasserstoff-Offensive des Peter Ramsauer
Honda

Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.

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tgu 20.06.2012, 08:58
60. Co2 h2 =

Audi plant (oder hat schon gebaut) eine Anlage, die aus Windenergie Wasserstoff erzeugt und dann weiter mit CO2 zu Methangas verarbeitet. Dies könnte dann zu 100% ins Erdgasnetz eingespeist werden (und man wäre aucg gleich etwas CO2 los, bis es wieder "verbrennt"). Methangas lässt sich viel leichter als Wasserstoff in Tanks füllen (siehe Erdgasautos). Warum arbeitet man aktuell nicht in diese Richtung weiter?

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H2 Sklave 20.06.2012, 10:08
61.

Zitat von zeitgreis
Gut, wenn also kein Pipelinenetz Wasserstoff transportieren kann, wie arbeitet dann heute die Industrie? Wird dort nur Spezialstahl verwendet? Oder beziehen Sie sich jetzt rein auf das Erdgasnetz? Warum sollten eigentlich 10% Wasserstoff eigentlich nicht auch zu Versprödung von Pipelines führen? Ich denke, es ist sehr sinnvoll, dass sich sich unsere Energieversorger mit dem Thema beschäftigen und die tatsächlichen Auswirkungen auf das System untersucht werden. Die englische Version von Wikipedia kennt zumindest schon Beispiele für Wasserstoffpipelines. Es scheint also in bestimmten Fällen auch ohne Versprödung zu gehen...
Selbstverständlich kann ein Pipelinenetz Wasserstoff transportieren. Solange der Druck unter 200bar liegt und die Temperatur unter 150°C ist ein austenitischer Stahl mit einem Nickelanteil größer 10% ausreichend. Wasserstoffversprödung ist hauptsächlich bei höheren Temperaturen ein Thema. Aber wir reden hier ja vom Transport. Bei der Produktion aus Erdgas mit Temperaturen bis zu 900°C muss sowieso Spezialstahl verwendet werden.

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H2 Sklave 20.06.2012, 10:09
62.

Zitat von Jacques Mesrine
statt erdgasantriebe zu bauen, nehme man erdgas, verarbeite es in aufwändigen prozessen, in denen CO2 erzeugt wird zu wasserstoff geringerer energiedichte und baue wasserstoffantriebe....total abgefahren, aber so sind politiker drauf. keine ahnung von nix.
Wenn der Wasserstoff aus der Dampfreformierung verwendet wird hätten Sie recht. Aber er soll doch aus erneuerbaren Energien kommen. Dann läuft Ihre Argumentation ins Leere.

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vantast64 20.06.2012, 10:49
63. Warum protestiert die AutoIndustrie nicht,

wenn der Staat sich in ihre Angelegenheiten einmischt und unzulässigerweise für mehr Fortschritt sorgen will? Über 100 Jahre werden schon profitabel Autos gebaut, da wissen ihre Kaufleute am besten, was gut ist für sie. Der Staat soll sich 'raushalten, sonst will die notleidende Fahrradindustrie auch noch gefördert werden.

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herrschmeisshirn 20.06.2012, 11:32
64.

Zitat von eIenJnEar
Die Brennstoffzelle ist mit sicherheit nicht DIE Technologie für den modernen Personenverkehr. Schauen sie sich doch mal die Prozesskette bei der Erzeugung von Wasserstoff an: Erzeugung von H2: Wasserstoffelektrolyse Wirkungsgrad eta=0,7 Kompression bzw. verflüssigung des H2 um es sinnvoll lager und transportierbar zu machen... eta= 0,7-0,8 Wirkungsgrad der mobilen Brennstoffzelle: eta= 0,4 Wirkungsgrad des Elektromotors: ~0,9 macht am ende einen Gesamtwirkungsgrad von 0,17 da ist jeder drittklassige Benziner besser.
Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen.
Nämlich den Gesamtwirkungsgrad der Prozesskette Wasserstoff mit dem Wirkungsgrad eines Benzinmotors - dies entspricht aber nur dem letzten Punkt in der Prozesskette Wasserstoff ("Wirkungsgrad des Elektromotors: ~0,9").

Die gesamten Aufwendungen an Energie und Verlusten bei der Ölförderung (die materiellen Schäden an der Umwelt sowie Folgekosten durch Abgase spreche ich mal nicht mit an) haben Sie außer acht gelassen.

Generell: wird die Prozesskette Wasserstoff durch regenerative Energien betrieben ist der Wirkungsgrad egal.
Verfahren, Erdöl-basiert Wasserstoff herzustellen, sind natürlich Humbug und sollten nur in einer Übergangsphase verwendet werden.

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tungdill 20.06.2012, 11:35
65. Endlich!

Super Idee! Endlich mal eine brauchbare und praktische Energiequelle.
Die große Lösung gegen den Verbrennungsmotor.

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seikor 20.06.2012, 12:55
66. na und?

Zitat von glaubblosnix
Da soll doch letzt ein Akku in einem chinesischen E-Auto explodiert sein! Da gabs sogar Tote! Aber so ist der grüne technikfeindliche Ökoirrer, keine Ahnung, Hauptsache dagegen. Wer solche Bürger hat braucht keine Feinde mehr. Ihnen auch eine schoene Zukunft in einem Deutschland wo sich in Zukunft die Arbeiter in Liegefahrrädern zur Ökokartoffellese begeben.
Herrlich, wie Sie alles in eine Tonne schmeißen, was nicht zusammengehört... Alle Ihre Argumente deuten bei Ihnen auf "Hauptsache dagegen" hin.

Begründen Sie bitte:
- Wieso sind Elektroautofahrer mit Lithiumakku "technikfeindlich"?
- Was hat das Fahren von Elektroautos mit der Farbe "grün" zu tun?
- Es gibt tatsächlich "Ökoirre", aber wo bitte ist der Zusammenhang mit umweltfreundlicher Mobilität? Die Genannten lehnen alles ab.
- Was ist so schlimme, wenn ein Akku explodiert? Überall wo Technik benutzt wird, geschehen Fehler und Unfälle. Irgendwann wird der erste Wasserstofftank bei einem Auto explodieren. Wie viele Benzintanks sind eigentlich schon abgefackelt? Haben Sie ein Handy? Ja? Sind doch viel zu gefährlich, kann ja der Akku explodieren...

Nein, solche Argumente taugen leider nur für den Stammtisch.

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heinzsturm 20.06.2012, 14:35
67. Vorhandene Gasnetze anstatt neue Stromnetzausbau

Nicht nur Auto fahren mit Wasserstoff, sondern die ganze Energieversorgung muss darauf umgestellt werden. Heizen,
Licht und Autofahren mit sauberem Wasserstoffgas. Zumal, unsere Energie, welche wir schon immer verbrauchen, aus Kohle, Öl und Gas, letztendlich alles nur kohlenwasserstoffhaltige Verbindungen,
sind und nur der Wasserstoff darin die Energie darstellt, sozusagen die Primärenergie ist, und schon immer verwendet wurde. Der Kohlenstoff, welcher gleichzeitig verbrennt, hat keine Energie, sondern erzeugt nur Kohlenstoffdioxid, was wir nicht mehr wollen. Unsere Energie heisst schon immer Wasserstoffgas, seit einigen Hunderttausend Jahren. Kohle, Öl und Gas sind nur die Träger des Wasserstoffgases.

Das ganze Universum, die Sonne, die Sterne, die Galaxien, alles besteht zu 90% und mehr aus Wasserstoffgas, Alle Biomassen bestehen u.a. daraus. Grundlage in der Chemischen Industrie, in der Pharmaindustrie, der Lebensmittelindustrie, überall. Es ist nur ein Übermittlungsproblem wie es ausschaut. Sauerstoffgas, Stickstoffgas, Kohlenstoffgas, das kennt jeder, das ist in aller Munde. Wasserstoffgas muss es genau so werden. Alle Biomassen bestehen daraus, aus diesen 4 Elementen.

Minister Ramsauer und sein Staatssekretär Bomba sowie viele weitere Politiker mit einem gesunden Menschenverstand kennen die Vorteile der Energie Wasserstoff, Sauber, in Deutschland dezentral herstellbar über verschiedene (regenerative) Technologien, speicherbar, nicht nur in Gasnetzen und Gaskavernen, sondern auch in normalen Gastanks bis hin zur Kleinstgasflasche, transportierbar in vorhandenen und vor allen Dingen bezahlten GASNETZEN, und, je nachdem auf welche Weise Wasserstoffgas hergestellt wird, bpsw. durch Vergasung von landwirschaftlichem Müll. also frische und neue Biomasse, (ebenfalls wieder kohlenwasserstoffhaltige Verbindungen), äusserst preiswert und bezahlbar. Und Importfrei. Subventionsfrei.
Somit sparen wir uns künftig 100 Milliarden € jährlich welche aktuell noch ins Ausland transferiert werden für den Import von Öl, Gas und Kohle. Bleibt ja nicht aus dass wir immer mehr verarmen.

Wir brauchen saubere und bezahlbare Energie; Heizen, Licht und Autofahren zum halben Preis. Mit 1 Energie nur, mit Wasserstoffgas, verheizt im Heizkessel oder auch zusätzlich noch verstromt in einer Gasbatterie (Brennstoffzelle), (auch im Auto, im Bus, im Schiff, im Flugzeug, im Zug, ) und das Wasserstoffgas kommt bei uns zu Hause über die Erdgasleitung an, und wird dort erst verstromt, nicht erst in grossen Gaskraftwerken, die dann aus Gas erst Strom erzeugen und daran mitverdienen wollen. Die Zeit ist jetzt bald vorbei, es geht auch in kleinen Mini Blockheizkraftwerken zu Hause. Ade Stromleitung.

u.a. die zuvor genannten Politiker setzen sich energisch für die Markteinführung ein, sehr zum Wohle der Deutschen Bevölkerung. Bald sind die geplanten, neuen Stromtrassen, welche die Natur zerstören, welche Eigentum Deutscher Bürger zerstören, welche auch noch durch die Deutschen Verbraucher zusätzlich obendrauf auf die hohen Strompreise bezahlt werden müssen , neben den Windrädern, welche gleichen Schaden anrichten, ersatzlos gestrichen und werden nicht mehr gebaut.

Fortsetzung folgt. Gruesse aus Bonn. Stadt der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes, der int. Klimapolitik und der Wissenschaften.
Heinz Sturm, Bonn, International Clean Energy PartnerShip Association
www.clean-energy-bonn.org

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Holzhacker 20.06.2012, 14:53
68. Ich hoffe

die Wasserstofftechnik setzt sich endlich durch. Seit dem Absturz der Hindenbug wird Wasserstoff ja als Teufelszeug gesehen.

Zitat von icke
Musste jetzt nochmal recherchieren, wie Autos durch Wasserstoff angetrieben werden. Bis jetzt dachte ich, dass damit die Verbrennung von Wasserstoff in herkömmlichen Verbrennungsmotoren gemeint ist. (siehe BMW Hydrogen 7) Imho ist aber das Konzept des Verbrennungsmotors überholt. In Bezug auf Brennstoffzellen dient Wasserstoff jedoch als Energiespeicher. Die Energiequelle eines Elektroautos könnte also statt dem Akku die Brennstoffzelle sein. Prinzipiell ist diese Idee gut. Kritisiert an einer Wasserstoff-Lösung wurde die komplizierte und energieaufwändige Herstellung und Lagerung von Wasserstoff. Hat sich da was getan?
Auf dem Feld der Speicherung scheint es Fortschritte zu geben. Siehe: Erneuerbare Energien: Ameisensäure wird zum Wasserstoffspender - SPIEGEL ONLINE

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chronotrop 20.06.2012, 16:01
69.

Zitat von heinzsturm
Nicht nur Auto fahren mit Wasserstoff, sondern die ganze Energieversorgung muss darauf umgestellt werden. Heizen, Licht und Autofahren mit sauberem Wasserstoffgas. [...][/url]
Mir persönlich würde es sinnvoller erscheinen, nicht auf Wasserstoff, sondern auf EE-Methan zu setzen. Dies hätte den großen Vorteil, dass die umfangreiche Infrastruktur des Erdgas unkompliziert genutzt werden könnte: Erdgasnetz und Speicher, Heizanlagen, Tankstellen, Fahrzeuge...

Letztendlich ist es jedoch egal, ob H2 oder Methan: Die Politik muss sich auf eine Linie festlegen. Dann: Planen. Umsetzen.

Es ist eine Schande, dass reichlich Strom aus den Solaranlagen, für den die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, ungenutzt bleibt, weil die Politiker konzeptlose Energiepolitik betreiben.

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